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Benutzer:Sokratos/Bewerbung Liste NRW BTW2013/Fragen
Fragen zu meiner Bewerbung
Frage 1
Wie stehst du zu den Kurznachrichtendiensten Twitter und Identica? Wie viele Shitstorms hattest du bereits und wie viel Zeit nimmst du dir im Schnitt zur Formulierung eines Tweets?
Antwort zu 1
Ich nutze Twitter als Informationssystem. Ich habe keinen Identica Account und Facebook nutze ich auch nur ganz selten. In der Regel tweete ich nur Nachrichten die mir wichtig erscheinen, bzw. beantworte Fragen und Hilfsgesuche. Selten führe ich persönliche Chats in der Form von DM's. Shitstorms hatte ich noch keine. Ich nehme mir immer möglichst viel Zeit bei der schriftlicher Kommunikation, was aber nicht heißt, dass ich Stunden brauche.
Frage 2
Folgendes Szenario: Du sitzt im Bundestag und es kommt zu einer Abstimmung. Die Partei hat hierzu bereits einen Beschluss, du bist aber anderer Meinung. Unter welchen Umständen würdest du gegen das Parteiprogramm verstoßen?
Antwort zu 2
Wenn aus irgendwelchen Gründen, plötzlich ein Programmpunkt positiv abgestimmt werden sollte, der gegen die moralischen und ethischen Grundsätze unserer Partei verstößt. Ich habe mich VOR dem Eintritt in unserer Partei, mit den Zielen und dem Programm auseinander gesetzt. Mit meiner Kandidatur jetzt, stelle ich mich voll hinter das neue Parteiprogramm, sonst wäre ich nicht hier auf der Liste. Ich finde Fraktionszwang auch nicht richtig, aber man sollte seine Gewissensentscheidung vor der Kandidatur treffen. Es mag vielleicht seltene Entscheidungen geben, denen ich nicht 100% folgen kann, aber diese könnten mich nicht dazu bewegen gegen die Basis zu stimmen. Im Extremfall würde ich mich evtl. enthalten, diese Situation sehe ich im neuen Programm aber nicht.
Frage 3
Wir werden innerhalb der nächsten 5 Jahre noch viel Programm erstellen, Kandidaten sollten sich im Klaren darüber sein, dass nicht nur das vor der Wahl beschlossene Programm berücksichtigt werden sollte.
Frage 4
Sorry, da fehlte die Frage, bist du dir im Klaren darüber?
Antwort zu 4
Ja, darüber bin ich mir im Klaren. Ich bin mir aber auch sehr sicher, dass keine für für mich absolut untragbare Programmpunkte auftauchen. Absolut untragbar wäre für mich z.B. den Beischlaf mit Kindern zu erlauben. Genau dann würde ich die Partei verlassen und mein Mandat abgeben.
Frage 5
Was heißt es für dich Pirat zu sein? Was macht in deinen Augen einen Piraten aus?
Antwort zu 5
Zur Frage 1: Schwere zu beschreiben ... Es reicht Dir wahrscheinlich nicht, wenn ich jetzt sage: "Im meinem Leben spielen seit Anfang 2010 nur noch 3 Dinge eine Rolle, meine Familie, meine Arbeit und Zeit für die Parteiarbeit zu gewinnen." Seit dem ich am 1.11.11. eingetreten bin, bekommt jeder (ob er es will oder nicht) von mir etwas über die "Piraten" zu hören. Ich berichte über uns und unserer Politik, als wenn es nichts anderes mehr geben würde. Selbst Freunde meiner Kinder haben ihre Politiknote deutlich verbessern können, weil ich sie zu getextet habe ;-). Wenn ich mich mit Freunden und Bekannten treffe (z.B. in unserer Dartkneipe) berichte und diskutiere ich unsere Politik. Ich versuche bei jeder Gelegenheit, Unterstützer zu gewinnen und Menschen die unsere Politik als gut und vertretbar empfinden auch zur Mitgliedschaft zu bewegen. Ich bin immer wieder Überrascht, wie viele unsere Politik als sehr sinnvoll ansehen, aber auch klar sagen: "Ich wähle euch erst, wenn ihr zu den wichtigen Themen ein Programm habt." Ich bin Pirat, weil ich es geil finde unsere Politik an den Öffentlichkeit zu tragen, zu vertreten und wenn es irgendwie geht, umzusetzen.
Zu Frage 2: Das Interesse, die aktuelle konservative Politik zu ändern, freiheitliche Mitbestimmung zu fördern, sowie keinen Menschen, egal in welchem Bereich, zurückzulassen und jedem die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Frage 6
Wenn du die Möglichkeit bekommen würdest, von jetzt auf sofort etwas zu ändern, sei es Gesellschaftlich, sei es an unserem bisherigen Rechtssystem, was wäre das? Bitte begründe mir auch warum genau dieser Punkt :-)
Antwort zu 6
Jetzt sofort? Am liebsten würde ich sofort das bGE einführen, da ich aber auch noch keine 100%ige Finanzierungsidee habe, stelle ich das mal zurück. Aktuell sehe ich das größte Problem in der Einkommensschere. Es ist und bleibt eine Tatsache, dass mit Geld, derzeit mehr Geld verdient wird, als mit produktiver Arbeit oder im Dienstleistungsgewerbe. Allerdings werden die Menschen, die als "arbeitende Bevölkerung" bezeichnet werden, leider nicht so entlohnt wie es dem Wert ihrer Arbeit entspricht. Gleichzeitig werden die Gewinne der Firmen lieber in Dividenden, Finanzprodukte oder Bonusprogramme für Manager gesteckt. Dieses Geld fehlt den Bürgern in den Taschen und führt nicht nur zu einer wachsenden Unzufriedenheit, sondern auch zu einer deutlichen Verminderung der gesellschaftlichen Teilhabe Einzelner. Darum würde ich Einkommen aus Geldgeschäften höher besteuern und spezielle Bonuszahlungen die nicht jedem Mitarbeiter einer Firma zustehen, mit einem 50% Sondersteuer belegen. Diese zusätzlichen Einnahmen würde ich Zweckgebunden, der Erwachsenenweiterbildung (insbesondere zur Förderung junger Erwachsenen zwischen 18 und 30) und der Arbeitsagentur, zur Qualifikation Minderqualifizierter sowie älterer Umschüler, zuführen.
Frage 7
Thema Basisdemokratie: Die Piratenpartei wächst immer weiter, das macht basisdemokratische Abstimmungen auf Parteitagen schwieriger (allein durch die Menge an Stimmberechtigten). Meinst du, das Ziel der Basisdemokratie kann auch weiterhin erfüllt werden? Wie stehst du zur Basisdemokratie? Wie würdest du diese mit in den Bundestag nehmen?
Antwort zu 7
Ich fang mal mit Frage 2 und 3 an (2) Ich stehe voll zur Basisdemokratie und sehe die Einführung von Volksabstimmungen, zu wichtigen politischen Entscheidungen, als ein "muss" an. (3) Ich habe in meiner Kurzinfo schon beschrieben, dass ich die Zusammenarbeit AG, AK, wissenschaftlicher Referent und mich persönlich als sehr wichtig ansehe. Insbesondere, da ich mich für Fachbereiche einbringen möchte, zu denen es teilweise nur rudimentäre Programmpunkte gibt. Mein Gedankengang geht in die Richtung, mindestens alle 2 Wochen (wenn zeitlich möglich bzw. aufgrund der Aktualität auch öfter) gemeinsame Mumble Sitzungen zu veranstaltet, in denen die aktuelle Tagespolitik besprochen werden kann. Die Diskussion kann in die entsprechenden AG/AK Gruppen getragen werden und solange keine zeitkritischen Themen anstehen, könnte dann über die AG und/oder Lqfb ein Meinungsbild erstellt werden.
(1) Es wird von mal zu mal schwieriger, das muss ich zugeben. Ich finde das man tatsächlich an einer "SMV" arbeiten muss. Allerdings würden "schnell Schüsse" zu einer Katastrophe führen, darum finde ich die aktuell vorgeschlagene Lösung nicht optimal. Mein Vorschlag wäre, das sich alle Landesverbände an einen Tisch setzen und eine gemeinsame Lösung erarbeiten, die von allen getragen werden kann. Diese sollte man dann mal an Positionspapieren testen (allerdings mit 2/3 Mehrheit) und die negativen Erfahrungen dann heilen. Insbesondere sollte verhindert werden, dass aufgrund irgendwelcher Verifizierungen für die SMV verschiedenen Klassen von Piraten entstehen. Eine Anmerkung möchte ich hier noch zum Thema Bochum machen. Ich fand es persönlich erschreckend, wie wenige sich tatsächlich VORHER mit den zur Abstimmung stehenden Programmpunkten auseinander gesetzt haben. Evtl. würde es helfen, dass Antragsportal 4 Wochen früher zu schließen und davon 3 Wochen eine Diskussion innerhalb der Antragsseite (ggf. in Forenform) ermöglichen. In der letzten Woche könnte man noch die beanstandeten Formulierungen "heilen" und sich endlose Diskussionen mit gleichem Inhalt sparen.
Frage 8
In letzter Zeit gab es immer wieder Shitstorms dank unbedachter Tweets auf Twitter. Wie stehst du dazu? Denkst du ein Listenkandidat sollte auf seine Wortwahl, bzw. aus das was er preis- und von sich gibt achten? Bitte begründe deine Antwort.
Antwort zu 8
Tja, das schnelle tippen von 140 Zeichen ... Ich bin seit > 22 Jahren für die gleiche Firma permanent im Kundenkontakt. Hätte ich mir einmal ähnliches erlaubt, wäre ich bestimmt nicht mehr dabei. Privates tweeten: Ich möchte hier keinem in sein Privatleben rein reden das ist nicht meine Art. Ich bin der Meinung, jeder muss für sich selbst entscheiden was er von sich gibt und dann aber auch mit den Konsequenzen leben. Politisches tweeten: Klar kann es passieren, dass ein kurzer Text falsch verstanden wird. Besser wäre es aber sich entweder die Zeit für mehrere Tweets zu nehmen, oder seine Gedanken in einen Blog schreiben und den dann verlinken.
Frage 9
Kannst Du deinen Namen tanzen? Und wenn ja, wo hast Du das erlernt?
Antwort zu 9
Nein, das kann ich nicht. Zu meiner Schulzeit, konnte man froh sein, dass die Prügelstrafe abgeschafft war. ;-) Ich finde die traditionelle Unterrichtsform zwar verbesserungswürdig, möchte auf ein Bewertungssystem aber nicht verzichten. Insbesondere das von uns angestrebte Kurssystem würde, in meinen Augen, eine deutliche Verbesserung darstellen. Da ich selbst Kinder habe, konnte ich bei allen feststellen, dass sie sich mit Teilbereichen mancher Fächer sehr schwer getan haben. Dies dann mit pauken, Tränen und Stress zu überbrücken (um ihre Gesamtnote nicht zu versauen) hat teilweise ordentlich Nerven gekostet. Im nachhinein stellte sich dann jedes Mal heraus, dass es für die weitere Entwicklung, die unwichtigsten Dinge waren und nie wieder gebraucht wurden. In einem Kurssystem hätte man diesen Teil einfach "nicht bestanden" und es hätte keine weiteren Konsequenzen gehabt. Dafür hätte man die Stärken weiter entwickeln können und so eine deutlich höhere Qualifikationsebene erreichen können.
Frage 10
Wenn Du gewählt werden solltest, was verändert sich für Dich privat und für Deine Familie? Umzug? Kommt der Partner, die Familie mit? Schulwechsel der Kinder notwendig? Welchen Job/welches Leben gibst Du auf?
Antwort zu 10
Wie in meiner Kurz Info schon geschrieben, habe ich geplant meinen Wohnsitz in meinem Wahlkreis nicht aufzugeben. Für meine Familie würde sich dadurch fast nichts ändern. Die meisten meiner Kinder haben bereits eine eigene Wohnung und sind Berufstätig. Mein jüngster Sohn (16), lebt bei der leiblichen Mutter und besucht mich häufiger am Wochenende und in den Ferien. Nur die jüngste Stieftochter (im März 18) lebt noch im gemeinsamen Haushalt. Alle beteiligten Kinder würden mich also höchstens ein bisschen weniger sehen, ansonsten ändert sich für sie nichts. Meine Frau ist einverstanden, dass unsere Beziehung eine Art Fernbeziehungsstatus erhält. Da ich in Oberhausen ein Wahlkreisbüro für den Bürgerkontakt einrichten möchte, wäre es aber keine Wochenendbeziehung, da ich in Sitzungsfreien Wochen auch aus diesem Büro arbeiten würde. Natürlich wäre in den ersten 3 – 6 Monaten Berlin mein Hauptarbeitsplatz, da (wie wir ja alle aus dem NRW Landtag gelernt haben) die konstituierende und organisatorischen Arbeit Unmengen an Zeit verschlingt. Im Berlin möchte ich mir in dieser Zeit auch eine kleine Zweitwohnung suchen, um jederzeit auch länger ( > 1 Monat ) vor Ort problemlos leben zu können. Da die Kommunikation der Fraktion sowieso über die üblichen Kanäle ablaufen wird, sollte eine permanente Anwesenheit nicht von Nöten sein und der Kontakt zu Bevölkerung und damit auch zur Basis wird gepflegt. Ich will als NRW Abgeordneter in den Bundestag und nicht in den Bundestag um Berliner zu werden. Ich arbeite seit dem 1.4.1990 in der gleichen Firma. Ich werde sehr gut bezahlt und meine Arbeit ist Routine. Ich könnte mich bequem zurücklegen und meine Rente abwarten ;-). Diese Leben würde ich aufgeben, wenn ich als Abgeordneter in den Bundestag einziehe. Ja es gibt Stimmen in meinem Umfeld, die mich fragen ob ich einen an der Mütze habe ;-). Als ich eingetreten bin, habe ich nicht geplant für irgendwas (Vorstand, Mandat) zu kandidieren. Während des letzten Jahres ist mir immer mehr bewusst geworden, dass man sich als Mitglied auch einer Verantwortung stellen muss. Aus diesem Bewusstsein heraus, bewerbe ich mich um einen Listenplatz, mit dem wissen, dass ich die anfallende Arbeit auch bewältigen kann. Ich weiß auch, dass in unserer Partei die Arbeit deutlich schwieriger ist, als das absegnen einer vorgegeben Meinung, wie in anderen Parteien üblich. Unter Nutzung unserer Kommunikationsmittel, der Zusammenarbeit mit der Basis und der Fähigkeit unsere Politik auch umzusetzen, sehe ich mich in der Lage, UNS im Bundestag zu vertreten. Aus diesem Grund bin ich bereit mein "bequemes Leben" für einen 80 Stunden Job aufzugeben.
Frage 11
Welche Erfahrungen mit Parlamenten hast Du bisher. Hast Du Parlaments- und / oder Ausschusssitzungen besucht. Wenn ja, in welchen Parlamenten: Rat, Kreistag, Landtag, Bundestag. Wenn ja, wie war Dein Eindruck ?
Antwort zu 11
Die meiste Erfahrung die ich erlangt habe, liegt länger zurück. Während meiner Bundeswehrzeit habe ich auch "Politischen Unterricht" erteilen müssen. In diesem Zusammenhang habe ich (zur Vorbereitung), Informationsveranstaltungen im Bundestag und im Landtag NRW besucht. In der letzten Zeit war ich einmal im Landtag NRW, bei einer Fraktionssitzung anwesend. Aufgrund meiner Arbeitszeiten, habe ich danach keine weitern Veranstaltungen besuchen können. Es ist ein Besuch der Piraten aus Oberhausen im Landtag, auf Einladung Daniel Düngel, geplant an dem ich teilnehmen werde. Da ich während der Arbeit problemlos Live Streams hören kann, verfolge ich diese auch regelmäßig, insbesondere die der 20 Piraten. Sitzungen des AGH schaue ich mir zwischendurch als Aufzeichnung an, und wenn Zeit ist auch die der anderen Fraktionen. Die Plenarsitzungen in NRW verfolge ich ebenfalls regelmäßig sowie Versammlungen (LPT/AV) von unserer Partei. Früher hatte ich natürlich keinen Einblick in die Hintergründe der politischen Arbeit der Parlamente, so dass mir alles sehr ordentlich und klar geregelt vorgekommen ist. Ach ja "damals" waren die Plenarsäle auch deutlich voller ;-). Mich erinnern die Sitzungen der Piratenfraktionen an ein Teammeeting in unserer Firma. Es wird gearbeitet, gezankt und ein konstruktives Ergebnis abgestimmt. Manchmal dauert es etwas länger, aber die 20 und die 15 Piraten lieferten immer. Ich möchte SH und das Saarland hier nicht beurteilen, da ich aus Zeitgründen wenig mitbekomme. Leider lässt es meine Arbeit nicht zu, mal eben auch nach SH oder ins Saarland zu fahren, darum habe ich für 2013 verlängerte Wochenenden eingeplant, um auch dort die Mitglieder des Landtages zu besuchen (wenn auch nicht unbedingt in den Sitzungen).
Frage 12
Du schreibst: Das Interesse, die aktuelle konservative Politik zu ändern, freiheitliche Mitbestimmung zu fördern, sowie keinen Menschen, egal in welchem Bereich, zurückzulassen und jedem die gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Wie möchtest du das bewerkstelligen, bzw. hast du bereits Ideen dazu? Wie würdest du dies umsetzen wollen?
Antwort zu 12
Konservative Politik ändern: Wir haben sie bereits in Ansätzen geändert, das „murren“ der Politiker in anderen Parteien wird lauter, ein erster Versuch der Basisdemokratie bei den Grünen hat stattgefunden, das Wort „Transparenz“ wird von anderen Parteien inflationär genutzt. Klar erfolgen die Veränderungen langsam, dass andere Parteien Teile unserer Politik kopieren findet aber schon statt. Da müssen wir dran bleiben und Druck aufbauen um zu zeigen, dass es auch anders geht.
Freiheitliche Mitbestimmung: Wir praktizieren das ja bereits, wobei ich an dieser Stelle aber darauf hinweisen möchte, dass ich Hetze und Beleidigungen NICHT als Meinung sehe.
In manchen Bereichen unserer Gesellschaft gibt es die Mitbestimmung schon, in einigen nicht. Insbesondere die Mitbestimmung in der Politik hat noch große Lücken. Volksbegehren und Volksabstimmungen sind ein Ziel die es zu erreichen gilt. Diese Veränderungen werden wir aber nicht kurzfristig erreichen können, auf den Willen der Bevölkerung hinweisen können wir aber schon.
Keinen Menschen zurückzulassen: Gerade Jugendliche haben während ihrer Pubertät manchmal sehr merkwürdige Vorstellungen vom Leben. Sei es, das sie die Ausbildung nicht mehr als wichtig ansehen oder aufgrund Aussichtslosigkeit jedem nachrennen, der ihnen was auch immer verspricht. Hier müssen Lehrer besser geschult werden, um die Probleme frühzeitig zu erkennen und ggf. in Kombination mit den Eltern helfen. Die Eltern sind alleine oft überfordert, da sie entweder beruflich so eingebunden sind, dass sie nichts mehr mitbekommen, oder auch selbst keine Entwicklungsmöglichkeit mehr sehen. Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass Jugendliche aus finanziell besser gestellten Familien. Sei es das Umfeld, oder die eigene Perspektivenlosigkeit oft geraten sie in eine Situation, die zu einem Absturz führt, von denen sich die Meisten nicht wirklich erholen. Sie enden dann als Minderqualifizierte, wenn überhaupt in einem Niedriglohnbereich und haben alleine keine Chance wieder auf die Füße zu kommen. Darum finde ich, dass gerade im Bereich der 20-30 jährigen, Fördermaßnahmen eingerichtet werden müssen, die junge Partnerschaften / Familien ihr eigenes Selbstbestimmtes Leben ermöglicht.
Gleiches gilt auch für Behinderte, auch wenn dort bereits viel Unterstützung eingebracht wird, ist das noch lange nicht ausreichend. Ein Arbeitskollege von mir ist mit einer Behinderten Frau verheiratet, darum weiß ich welche Unterstützung seine Familie bekommen hat und welche Steine manchmal im Weg lagen. Mittlerweile hat seine Frau eine Festanstellung in einem Pflegeheim und fühlt sich wieder als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.
Jedem die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen: Tja, der erste Schritt ist klar, es kann nicht sein, dass Menschen die nur ALGII bekommen, einen Betrag, der noch nicht einmal für einen Kinobesuch ausreicht für kulturelle Erlebnisse zur Verfügung stelle. Alleine die Berechnungsgrundlagen sind teilweise an den Haaren herbeigezogen. Wahrscheinlich nimmt keiner der Verantwortlichen mehr wahr, was heutzutage „Freizeit“ kosten kann. Klar wenn jeder seine Opern/Theaterkarten geschenkt bekommt, merkt man nicht was falsch ist. Selbst Weiterbildungsmöglichkeiten kosten heute soviel Geld, dass kaum einer der Bedürftigen eine Chance hat daran teilzunehmen. Hartz IV hat dafür gesorgt, dass selbst Verantwortungsvolle Familien, das gesamte Geld in ihre Fixkosten und Ernährung stecken müssen. Jedes außergewöhnliches Ereignis führt zu einer kleinen Katastrophe. Insbesondere die derzeitige Energiepreiserhöhung wird viele vor finanzielle Probleme stellen. Unfälle (Hausbrand) sind da jetzt schon vorprogrammiert. Wenn ich sehe, das Firmen die Riesengewinne einfahren, auf Kosten der Haushalte bevorteilt werden und eine normale Familie mit Kindern den Strom abgeschaltet bekommt, weil sie ihre Nachzahlung nicht mehr bezahlen kann, könnte ich kotzen. Wenn dann noch einer kommt und großspurig erzählt, dann müsst IHR mehr Energie sparen, kommen mir merkwürdige Gedanken.
Kurzfristig (um bei diesem Beispiel zu bleiben) sehe ich hier eine vernünftige Neureglung für Bedürftige. Langfristig wird nur ein, wie auch immer geartetes, Grundeinkommen allen Menschen die gleichen Möglichkeiten geben.
Frage 13
Wie stehst Du zu Schußwaffen in Privatbesitz und der Aufbewahrung von Waffen und Munition zu hause?
Antwort zu 13
Ich halte das derzeitige Waffengesetz für ausreichend. In manchen Details könnte man es vielleicht verbessern, aber einen dringenden Handlungsbedarf sehe ich nicht. Eine Munitionsmengenbeschränkungen in privaten Haushalten, wäre ein solches Detail, oder diese merkwürdige Anscheinswaffen Regelung.
Als Bundeswehrsoldat habe ich den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen gelernt und auch selbst Waffenkundeunterricht erteilt. Ich habe selbst keine Waffen, die unter das Waffengesetz fallen in meinem Besitz und gedenke auch nicht mir welche anzuschaffen.
Die Auflagen die Sportschützen und Jäger heute gemacht werden sind schon hoch und fordern einen.verantwortlichen Umgang. Auch wenn es zu tragischen Fällen kommt, sind diese Taten doch Einzelfälle, die ggf. auch mit illegalen Waffen oder anderen Mitteln genau so durchgeführt worden wären. Hier sollte man viel mehr die Hintergründe aufklären und den Einzelnen mit seinen Problemen nicht alleine lassen. Amokläufe werden weder durch ein Verbot von Computerspielen noch durch eine Verschärfung des Waffenrechts verhindert.
Frage 14
Die Bundesrepublik Deutschland hinkt in der Umsetzung von etlichen von ihr ratifizierten internationalen Vereinbarungen starkt zurück. Ist das Verfehlen von durch internationale Verträge definierten Zielen (wie z.B. der Umsetzung der Inklusion behinderter Menschen oder des Erreichens der 0,7%-Linie für die Entwicklungszusammenarbeit) deiner Meinung nach zu Gunsten innerpolitischer oder wirtschaftlicher Ziele legitim oder nicht?
Antwort zu 14
Nein, gerade die beiden Beispiele die Du gebracht hast, sollten nicht zugunsten innerpolitischer oder wirtschaftlicher Ziele verzögert werden. Anders sieht das mit der, von der EU beschlossenen Umsetzung der VDS aus. Deine Beispiele helfen den Sozial Schwächeren und wenn man sich da mal International einig ist, sollte man das auch schnellst möglich umsetzen.
Frage 15
Wie wichtig ist für dich das Verfolgen von Zielen, die direkt einen Benefit für deinen Wahlkreis und seine Region erbringen?
Antwort zu 15
Im Gegensatz zu meinen Stammtischkollegen, bin ich in der Kommunalpolitik hier in Oberhausen nicht so bewandert. Ich wohne in Oberhausen und arbeite seit fast 23 Jahren in Dortmund. Seit etwa 32 Jahren habe ich kaum Kontakt zur Oberhausener Politik, darum beschäftige ich mich auch mehr um Landes- und Bundesthemen. Ich habe bereits geschrieben, dass ich in Oberhausen wohnen bleiben werde und auch ein Wahlkreisbüro einrichten möchte. Dies soll mir natürlich die Nähe zum Bürger bringen, aber auch hier entsprechend der Themen, für die ich mich im Bundestag stark machen kann. Ich möchte mein Mandat (sofern ich eines bekomme) nicht für meine Vorteile oder zum Vorteil der zufällig in meinem Wahlkreis wohnenden Bürgern ausnutzen, sondern für alle Bürger die von der Bundespolitik betroffen sind. Natürlich bin ich durch NRW geprägt, kann aber sicher sein, dass ich als MdB NRW nicht bewusst übervorteilen würde. Auf der anderen Seite würde ich aber einer Benachteiligung auch verhemend entgegentreten. Denn ich möchte als Nordrhein Westfale nach Berlin, und nicht nach Berlin um Berliner zu werden.
Frage 16
In Niedersachsen ist Landtagswahl am 20.01.2013. Die Nds-Piraten benötigen Hilfe im Wahlkampf, da sie in vielen Landkreisen bisher nur wenige Aktive sind. Was hast Du bisher beigetragen, um die Nds-Piraten zu unterstützen und was wirst Du noch tun ?
Antwort zu 16
Ich konnte bisher keine Unterstützung für NDS leisten. Da ich keinen Urlaub (2012) mehr habe und auch Anfang Januar keinen bekommen werde (mein Kollege benötigt schon Urlaub zur Kinderbetreuung) werde ich auch nicht mehr persönlich vor Ort aktiv sein können.
Frage 17
Die Piraten wollen eine neue Politikkultur entwickeln. Was heißt das für Dich und welche Beiträge hast Du bisher dazu geleistet ?
Antwort zu 17
Wir bekommen in den letzten Jahrzehnten nur noch Einheitsbrei serviert. Egal ob Schwarz/Gelb, Schwarz/Rot oder Rot/Grün, Politik auf Bundesebene wird nicht mehr für den Bürger sondern für Wirtschaft und Lobbys gemacht. Firmen schreiben Gesetze bzw. die Entwürfe dazu und die gewählten Politiker dürfen diese dann freundlicherweise noch absegnen.
Ich war früher (nach meiner Bundeswehrzeit) so mit Familie und Arbeit beschäftigt, dass mir persönliche politische Arbeit nicht in den Sinn gekommen ist. Erst so 1998/99 bin ich durchs Internet mit der Nase drauf gestoßen worden, aktiv Einfluss zu nehmen. Zum einen die Masse an Informationen, zum zweiten die Möglichkeit sich mit Anderen auszutauschen, deren Level nicht durch Massenmedien geprägt war. Use Net und Foren waren für mich was neues und die unsägliche Explorer Diskussion zum Thema Markenrechte, ausgelöst durch den Münchener Rechtsanwalt FvG mit seiner Klage gegen Stefan Münz, brachten dann das Fass zum überlaufen. Wir haben damals viel in der Gruppe Klostermaier erreichen können und so habe ich gemerkt, wie viel auch der Einzelne erreichen kann, wenn er bereit ist Zeit zu investieren findet. Heute weiß ich, dass alles nur möglich war, weil wir unbeeinflusst arbeiten konnten und wie man doch früher künstlich dumm gehalten wurde, weil die Informationen irgendwo versteckt waren.
Die aktuelle Politik wird bestimmt von Druck auf den einzelnen Politiker. Sei es Fraktionszwang oder die Angst vor Jobverlust, die Politik ist Fremdbestimmt. Der Bürger/Wähler ist nichts mehr wert, seine Meinung wird durch die Massenmedien beeinflusst und die etablierten Parteien wissen, dass sie die Regierung stellen werden, egal in welcher Kombination.
Mein Wunsch ist es, die Aufmerksamkeit auf die Fehler im System zu richten, die offene und versteckte Korruption aufzudecken und die Politik so wieder offen zu gestalten. Mir ist bewusst, dass dies nicht in kurzer Zeit zu erreichen ist, aber auch kleine Schritte führen zum Ziel. Sollte ich als Kandidat mit dabei sein, wenn wir den Bundestag entern, möchte ich diese kleinen Schritte umsetzen und zeigen das in Berlin keine Götter sitzen, die über jeden Zweifel erhaben sind, sondern Menschen die derzeit ihren eigenen Vorteil vor das Gemeinwohl setzen.
Meine Arbeit innerhalb unserer Partei, besteht im Moment hauptsächlich aus Stammtischarbeit, Unterstützung unser nicht Internet affinen Stammtischbesucher durch Informationssammlung und -verbreitung der Landes und Bundesthemen. Insbesondere spreche ich die Themen der Mailinglisten an, die für die Anwesenden wichtig sein können. Des weiteren suche ich Gespräche mit Leuten die ich kenne oder im Gespräch kennen lerne (hauptsächlich in meiner Dartkneipe) um sie von unserer Sache zu überzeugen. Mein persönliches Ziel dieser Gespräche ist immer den Beteiligten die Augen zu öffnen, was schief läuft und welche Ideen wir haben, um das zu ändern.
Ansonsten habe ich die Infostände im Zuge der Landtagswahl, durch persönliche Anwesenheit unterstützt und auch dort unsere Themen an die Wähler gebracht. Aktionen in Oberhausen (in den letzten Monaten) konnte ich aus beruflichen Gründen leider nicht unterstützen, da die Termine immer in der Woche lagen. Leider sind in Oberhausen die Infostände kostenpflichtig, so dass wir (nach der Landtagswahl) keine mehr durchgeführt haben.
Frage 18
Ich erkenne kein Abheben bzw. Herausstechen gegenüber den anderen Kandidaten. Was aber erkannt werden kann, ist eine sehr gewagte Auffassung zum Unterpunkt Transparenz auf deiner Wiki-Seite. Hier widersprichst du dich innerhalb zweier Sätze und zwar massiv. Frage Warum?
Antwort zu 18
Du beziehst Dich auf: Die Worte "Geheim" und "nicht öffentlich" haben in der Politik nur dann eine Berechtigung, wenn es sich um Persönlichkeitsrechte handelt. Ausnahmefälle (z.B. Sicherheitsrelevante Daten zum Schutz der Bevölkerung) sind der Öffentlichkeit, mit ausführlicher Begründung, anzuzeigen.
Den 2. Satz habe ich nachträglich eingefügt. Da ich mich in Ausschüssen einbringen würde, in denen Sicherheitsrelevante Daten behandelt werden, u.a. der Gemeinsame Ausschuss, kann und dürfte ich nicht alle mir bekannte Informationen weitergeben. Da dort auch Sachbezogene und nicht nur Personenbezogene Daten verwaltet/besprochen werden, habe ich darüber nachgedacht, ob es nicht auch nicht Personenbezogene Daten gibt die schützenswert sind. Das Ergebnis dieser Überlegung steht nun in Satz 2. ein Beispiel wäre dafür: „Mir sind Pläne der Regierung bekannt, die im Verteidigungsfall relevant werden. Diese dürfen nicht veröffentlicht werden, weil sie die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland betreffen“. Das es solche Daten gibt, ist mir bekannt, da ich während meiner Bundeswehrzeit alle Sicherheitsstufen außer Eloka hatte.
Insoweit widersprechen sich die beiden Sätze nicht, sondern Satz 2 trägt der Tatsache Rechnung, dass es schützenswerte Daten gibt, die nicht zwingend Personen, sondern Sachbezogen sind.
Frage 19
Bist du oder hast du vor Mitglied des Frankfurter Kollegiums zu werden?
Antwort zu 19
Nein ich bin kein Mitglied und ich glaube nicht, dass mich jemand davon überzeugen kann, dass solche Gruppenbildung uns, auf unserem Weg, weiterbringen.
Frage 20
Was war deine Motivation in die Politik gehen zu wollen?
Antwort zu 20
Wie schon in meiner Antwort an DerfairePirat geschrieben, die Abmahnwellen im Markenrecht. Insbesondere die Störerhaftung gegen Stefan Münz wegen der Verlinkung des FTP-Explorer. Damals hatte ich, mit einigen Anderen, schon die Idee eine Partei zu gründen. Leider kam dann die Trennung von meiner Frau dazwischen und ich hatte dann erst einmal andere Probleme.
Frage 21
Ich kenne dich leider nicht persönlich, daher weiß ich nicht wie du mit Druck umgehst. Bist du dir darüber bewusst, dass du monatelange Durststrecken mit Kritik und ohne direkt erkennbaren Erfolg verbringen wirst?
Antwort zu 21
Ja, leider haben wir uns noch nicht Kennenlernen können.
Zu Deiner Frage, ja dessen bin ich mir bewusst. Ich stehe bereits seit 36 Jahren im Arbeitsleben, davon 22 Jahre im direktem Kundenkontakt. Insbesondere in der Zeit bis 2000 habe ich spezielle Programmanpassungen für Kunden programmiert. Jede Kritik des Kunden ob berechtigt oder unberechtigt musste ich natürlich einstecken, Absprachen die einem im Mund umgedreht wurden, Pflichtenhefte die permanent anderes ausgelegt wurden wie beschrieben (egal ob vom Chef oder vom Kunden) Termindruck und alles was man sich sonst so vorstellen kann. Du kannst mir glauben, in meinem Arbeitsleben lief es ähnlich wie in unserer Partei ;-). Seit 2001 bin ich nicht mehr beim Kunden vor Ort, sondern nur noch im Büro tätig. Meine Arbeit besteht nur hauptsächlich aus der Betreuung unserer Kunden und delegieren der entsprechenden Support- bzw. Angebotsanfragen. Von meinen Vorgesetzten (etwas übertrieben Ausgedrückt) höre ich nur was, wenn sich mal ein Kunde (berechtigt oder unberechtigt) beschwert hat. Lob gibt es nur zum Jubiläum oder Weihnachten ;-).
Frage 22
Kannst du Vorträge halten? Wieviel hast du schon gehalten? Wieviele Reden hast du bereits geschrieben? Bist du dir darüber bewusst, dass du vor hunderten Abgeordneten die dich alle nicht leiden können werden weil du Pirat bist eine Rede halten können musst, während sie dir ins Wort schreien, buhen oder dich auslachen?
Antwort zu 22
Vorträge habe ich im Zuge meiner beruflichen Tätigkeit oft gehalten. Die Gruppengröße war sehr unterschiedlich. Als ich noch nur für Volkshochschulen zuständig war, so zwischen 5 und 10 Personen bei Produktvorstellungen, und so 100 – 300 bei Versammlungen zur Vorstellung der Updates. Produktvorstellungen liefen so ca. 8 / Jahr, Präsentationen der Update jeweils 4 / Update (Nord, Süd, West und Ost). Zusätzlich habe ich Multiplikatoren Schulungen durchgeführt, allerdings nur mit einer maximalen Gruppenstärke von 15 Personen, sowie Messestandbetreuung CEBIT u.ä. Während meiner Bundeswehrzeit habe ich Schulungen vor Gruppen in Zugstärke und auch Politische Referate, vor Gruppen in Kompaniestärke halten müssen. Direkte Reden habe ich noch keine geschrieben, aber eben Vorträge und Referate.
Zum 2. Teil Deiner Frage Wenn ich da Angst vor hätte, würde ich mich nicht bewerben ;-). Im Ernst, ja ich habe auch schon viele Plenarsitzungen gesehen. Leider nur im Fernsehen, aber die teilweise sehr hitzige Stimmung kommt schon rüber. Mehrere hundert Gegner sind zwar eine Hausnummer, vor der man Respekt haben sollte, aber auch dort wird nur mit Wasser gekocht. Spontan eine unterbrochene Rede umstellen und kontern, traue ich mir sehr wohl zu.
Frage 23
Wie stellst du dir den Alltag im Bundestag vor?
Antwort zu 23
Gute Frage, schwere Antwort. Ich kann mir meine Arbeiten dort vorstellen, aber der Alltag .. Ich gehe davon aus, dass es ähnlich wie im Landtag läuft. Plenarwochen, Ausschusssitzungen, Fraktionssitzungen, Arbeitskreise und Gespräche mit mehr oder weniger wichtigen Leuten. Auf jeden Fall hat man in den ersten Monaten sehr viel organisatorisches zu erledigen, wenn das dann einmal läuft wird es etwas einfacher, weil man die Unterstützung der Mitarbeiter hat. Im großen und ganzen kein ruhiges und gemütliches Leben, sondern Arbeit hoch 3. Ich bin wie alle Bewerber kein „ausgebildeter“ Politiker, darum muss ich natürlich auch einiges auf mich zukommen lassen. Da es aber bereits Menschen im Bundestag gibt, ist es auf jeden Fall ein lösbares Problem.
Frage 24
Konflikte erfordern die Auseinandersetzung. Die PIRATEN stehen vor allem durch ihre öffentliche Streitkultur immer wieder im Fokus. Ich unterstelle: sinkende Umfragewerte korrellieren mit zunehmenden öffentlichen Auseinandersetzungen. Welchen Ansatz verfolgst Du im Umgang mit Auseinandersetzungen? Welche Veränderungen siehst Du in der künftigen Streitkultur der PIRATEN?
Antwort zu 24
Gestritten wird überall, leider interessiert sich die Presse bei uns mehr für die Streiterei als für unsere Inhalte. Ganz ehrlich gesagt, ist das aber auch bei den anderen Parteien nicht anders, oder hast Du schon mal Auszüge aus dem Parteiprogramm der CDU so nebenbei in der Presse gelesen oder von irgendwelche kleinen Anfragen der FDP? Sobald sich aber jemand findet auf dem „eingeprügelt“ werden kann, wird „eingeprügelt“. Schlagzeilen bestimmen die Auflage oder die Einschaltquote und somit das Einkommen des Journalisten.
Ich halte mich im Regelfall (solange ich nicht selbst betroffen bin) aus Streitereien raus. Maximal gebe ich ein Statement ab um meine Position bekannt zu geben. Beleidigungen und/oder Beschimpfungen spare ich mir, dafür baue ich manchmal ein bisschen Ironie oder Sarkasmus in meinen Aussagen ein.
In Diskussionen bleibe ich sachlich und bin an Lösungen interessiert, wobei ich meine Meinung vertrete, aber mich auch von Argumenten sehr wohl überzeugen lasse und ggf. meine Meinung ändere.
Veränderungen in unserer grundsätzlichen Streitkultur sehe ich in naher Zukunft nicht, da es immer Gruppen gibt, die sich gegenseitig ausschließen, wird es auch immer wieder Streit geben.
Frage 25
Wie stehst du zu Homöopathie, Anthroposophie und Waldorfpädagogik?
Antwort zu 25
Zu Homöopathie: Es mag Menschen geben für die das die letzte Hoffnung ist, denen möchte ich sie auch nicht nehmen, aber ich halte von dieser Behandlungsmethode nichts.
Zum Rest: Wer daran glaubt ….. schön. Nicht mein Ding.
Frage 26
Lieber Kandidat, haben sich Menschen bereit erklärt, dich explizit in deiner evtl. Mandatszeit inhaltlich, organisatorisch oder anderweitig zu unterstützen? Wenn ja, wer hat sich als Unterstützer bereiterklärt und wie wird die Unterstützung konkret aussehen?
Antwort zu 26
Hi ....... ich habe derzeit noch keine festen Kontakte geknüpft, da ich keine Seilschaft aufbauen möchte. Sollte ich einen Listenplatz erreichen und nach der Wahl in den Bundestag einziehen, werde ich gezielt auf die Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise zugehen, die unsere Politik in meinen Fachbereichen mit erarbeiten. Hier ist es mir wichtig, dass nicht nur Piraten die mich mögen mitarbeiten, sondern dass sich auch konstruktive Kritiker beteiligen. Nichts ist schlimmer als Betriebsblindheit, die kleine Fehler nicht bemerkt, die sich dann zu einem großen aufschaukeln. Wie schnell das passieren kann, hat man ja in Bochum beim Programmantrag zur Inklusion gesehen.
Auf eine Unterstützung in der Wahlkampfzeit, kann ich auf meinen Stammtisch zählen, selbst wenn ich dort nicht als Direktkandidat gewählt werden würde. Wie haben das auf dem letzten Stammtisch besprochen und jeder Kandidat aus Oberhausen wird im Wahlkampf voll unterstützt. Die Organisation wurde geklärt und einer der regelmäßigen Stammtisch Besuchern übernimmt die Koordination in Verbindung mit den Büropiraten. (siehe auch letztes Protokoll des Stammtisch Oberhausen). Kontakte zu unserem Dinslakener Bereich (gemeinsamer Wahlkreis) werden momentan von einem Büropiraten hergestellt, der auch die Planung der AV übernommen hat.
Frage 27
Im November letzten Jahres fand die erste 'landesweit' geplante Aktion 'Musik braucht keine GEMA!' statt - allerdings nicht in Deiner Stadt Oberhausen. Denn dazu wäre ein lokaler Ansprechpartner nötig gewesen, der das vor Ort organisiert. (http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:DanielSan/GEMA#Lokale_Ansprechpartner). Wieso hast Du dich da nicht eingebracht? Hast du dich sonst irgendwie daran beteiligt?
Antwort zu 27
Im Vorfeld liefen in Oberhausen entsprechende Gespräche. Einer vom Stammtisch hatte auch schon etwas vorbereitet. Wir haben darüber auf dem Stammtisch (siehe auch Stammtischprotokolle Oberhausen) gesprochen. Da praktisch alle in Frage kommende Teilnehmer, aufgrund beruflicher oder privater Einschränkungen, zeitlich nicht in der Lage waren, haben wir uns dazu entschlossen nicht aktiv zu werden.
Ich persönlich, hätte zwar alleine an dem Wochenende vor dem BPT noch was machen können, aber genau an dem Sonntag (früh morgens) ist meine Frau für 14 Tage in die Türkei geflogen. Dem geschuldet, war ich natürlich auch an dem Wochenende voll beschäftigt. Leider kann man sich solche Termine ja nicht wirklich aussuchen.
Frage 28
Wenn Du Mitglied des Bundestages wirst, hast Du dies der Partei zu verdanken. Wirst Du regelmäßig einen Teil Deiner Bezüge (z.B. 10%) an die Partei, den Landesverband oder (virtuellen) Kreisverband spenden?
Antwort zu 28
Spenden? Ja auf jeden Fall. Regelmäßig? Ich dachte eher gezielt für Projekte. Betrag? Da kann und will ich mich nicht festlegen. Ich rede ungern über ungelegte Eier.
Erklärung dazu ;-)
Ich fahre da auf der Schiene der 20 Piraten. Spenden für Projekte jederzeit, aber nicht per Gießkanne. Um Beispiele zu nennen: Fahrkosten und/oder Übernachtungskosten, Unterstützung für Piraten die sich Anreisen zu Veranstaltungen nicht leisten können. Unterstützung kleiner Veranstaltungen z.B. AG Treffen u.ä.. Natürlich würde einiges über Bund/Land/vKV gehen, aber der eine oder andere Euro bestimmt auch bei Veranstaltungen vor Ort.
Der Gesamtbetrag lässt sich nicht so einfach in Prozenten ausdrücken, denn auch ich habe Verpflichtungen denen ich nachkommen muss und auch jetzt liegt mein gesamtes Haushaltseinkommen > 4000 € netto. Aus diesem Grund muss ich natürlich sehen welche Zusatzausgaben dazu kommen und wie viel übrigbleibt. Mein ggf. geplantes Wahlkreisbüro gibt es auch nicht umsonst, aber auch da muss man erst mal sehen. Da Daniel Düngel schon eins in Oberhausen vorbereitet hat.
Kurz und knapp, ja es gäbe Geld ich bin da nicht geizig und habe an einer persönlichen Bereicherung kein Interesse.
Frage 29
Mich als Queerat interessiert es, wie du dich bei der Thematik LGBT positionierst. Was denkst du über gleichgeschlechtliche Ehen, Adoptionsrecht und völlige steuerliche Gleichstellung. Wie würdest du als Bundestagsabgeordneter versuchen diese Thematik voranzubringen?
Antwort zu 29
Ich unterscheide da nicht. Wenn es nach mir ginge, wären diese Probleme schon aus der Welt geschafft. Ich werde nie begreifen warum man Lebensgemeinschaften überhaupt einschränkt. Warum sollen nicht gleiche Rechte für alle gelten? Die Argumentation „Schutz der Ehe“ ist so was von abgedroschen.... geht gar nicht mehr. Jede Patchwork Familie hat es leichter im Leben. Insbesondere die Tatsache, dass mit in die Beziehung gebrachte Kinder nicht adoptiert werden können, ist unbegreiflich. In meinen Augen ist eine Lebensgemeinschaft, egal ob F/F F/M M/M eine Lebensgemeinschaft und diese gilt es in allen Bereichen, mit der heute so genannten Ehe, rechtlich gleichzustellen.
Ja, im Bundestag würde ich mich dafür einsetzen, auch wenn ich mich mit diesem Thema nicht 100% auskenne. Die Probleme sind mir aber grundsätzlich geläufig und ich habe dazu auch, auf den Infoständen zur LTW NRW 2012, Rede und Antwort gestanden.
Anmerken möchte ich noch, dass Erbrecht und Sorgerecht für vorhandene Kinder (meines Wissens) noch gar nicht geregelt sind. Auch hier gilt es schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen.
Frage 30
Wie kommst du zu der Annahme, dass du mehr als 50% der Stimmen auf dich wirst vereinen können?
Antwort zu 30
Ich maße mir nicht an, im Vorfeld zu beurteilen ob ich 50% bekomme oder nicht. Ich stelle mich und meine politische Einstellung hier und auf der Versammlung zu Wahl. Wenn man mich aufstellen sollte und ich auch in den Bundestag gewählt werde, stehe ich voll hinter unserem Programm und werde mich und meine Fähigkeiten voll einbringen. Wenn die Versammlung mir das nicht zutraut, ist es ihr gutes Recht mich nicht aufzustellen.
Frage 31
Kleine Sammelfrage: 1. Sollte, wer mehr leistet, mehr haben? 2. Hast du schon mal diskriminiert? 3. Was sagst du zur Neiddebatte um die Vermögenssteuer? 4. Wenn du über ein „neues“ Politikfeld – also eines, zu dem wir noch keine offizielle Meinung haben – nachdenkst. Welche Grundlage nutzt du, um auf „piratige“ Lösungen zu kommen? 5. Glaubst du an irgendwas Irrationales? Also an etwas Unbewiesenes? Glaubst du an überhaupt irgendwas?
Antwort zu 31
Zu 1. .Ja, warum nicht? Das bGE z.B. sieht das sogar explizit vor. Jeder bekommt das, was er zu gesellschaftlichen Teilhabe braucht. Wer sich Luxus leisten möchte arbeitet dafür und kann so zusätzlichen Besitz oder Vermögen aufbauen.
Zu 2. Ich bin 51 Jahre alt, bestimmt habe ich schon mal jemanden und auch Gruppen diskriminiert. In jungen Jahren waren mir diese Diskriminierungen nicht bewusst, später bestimmt auch noch aus Gedankenlosigkeit. Heute vielleicht noch unbewusst. Niemals aber absichtlich und um Menschen zu verachten.
Zu 3. Ich bin dafür,ab einer gewissen Höhe, jegliches Einkommen (ggf. auch hoch) zu versteuern, aber ich bin dagegen zusätzlich bereits versteuerten Besitz, zu versteuern.
Zu 4. Nach Grundsatz- und Wahlprogramm, die bereits gelaufenen Diskussion in den AGs, bereits gelaufene LQFB Abstimmungen (auch die, die eine klare Ablehnung erhalten haben). Wenn genügend Zeit zur Meinungsbildung besteht, in den AGs dazu diskutieren, ggf. Umfragen starten und eine Konsens finden. Wenn keine Zeit besteht, in Anlehnung an unser Grundsatz und Wahlprogramm (ggf. dann auch unter Berücksichtigung der Positionspapiere) eine eigene Meinung bilden, um eine Gewissensentscheidung in unserem Sinne zu treffen.
Zu 5. Auch wenn ich RK erzogen wurde, glaube ich nicht an unsichtbare Freunde, die nur mein Bestes wollen. Wissenschaftliche Theorien muss man hinterfragen und oft ändern sie sich schneller als man denkt. Trotzdem haben sie oft mehr Tatsachen zum Inhalt als irgendwelche Verschwörungstheorien. Trotzdem glaube ich an etwas, nämlich an das Gute im Menschen. Manchmal findet man es zwar nicht, aber vielleicht liegt es an der Art wie man sucht.
Frage 32
Bitte beschreibe in 140 Zeichen, warum Du unter den ersten sechs Piraten auf unserer Landesliste stehen solltest.
Antwort zu 32
Weil ich es kann wenn man mich lässt.
Frage 33
Wenn Du Dir einen Kandidaten aussuchen könntest, wen würdest Du mit in den Bundestag nehmen und warum?
Antwort zu 33
Acepoint, weil er seine und unsere Meinung vertritt, auch wenn es mal kontrovers wird. Außerdem ist er aufgrund seiner Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit, als Allrounder zu sehen, der sich in fast allen Fachbereichen auskennt.
Frage 34
Seit wann spielst du mit dem Gedanken, in den Bundestag gehen zu wollen?
Antwort zu 34
So etwa Ende Mai als DK für Oberhausen und nach dem Landesparteitag 12.3 im Juni/Juli für die Liste. Endgültig habe ich mich dem Bundesparteitag in Bochum entschieden.
Frage 35
Ein Politiker einer anderen Fraktion bittet dich um Bundestag um eine Vier-Augen-Gespräch hinsichtlich eines deiner Fachthemen. Wie verhältst du dich?
Antwort zu 35
Naja, erst mal hingehen und schauen was er will. Neugier ist mein 2. Vorname ;-). Meine ersten Fragen wären: Warum unter 4 Augen und worum geht’s? Während und nach dem Gespräch würde mein Verhalten natürlich von dem Gespräch abhängen.
Frage 36
Was ist das Wichtigste, was du bislang für die Piraten gemacht hast? Bitte beschränke Dich auf genau EINE Antwort und beschreibe kurz warum.
Antwort zu 36
Dich bei Deinem Wahlkampf so gut wie möglich zu unterstützen. Ansonsten mache ich ja eher Nebensächlichkeiten, die zwar gemacht werden müssen, aber keine allzu hohe Wichtigkeit besitzen.
Frage 37
Fiktiv: Rot-Grün und Schwarz-Gelb ziehen mit gleicher Anzahl an Sitzen in den Bundestag ein. Eine Koalition mit den Linken und den Piraten schließen alle aus. Wie verhältst Du Dich bei einer eventuellen Kampfabstimmung zwischen Merkel und Steinbrück?
Antwort zu 37
Puh da malst Du aber den Teufel an die Wand. Teufel und Beelzebub … Ich würde mich der Fraktionsmehrheit anschließen willst Du jetzt aber nicht hören. Vielleicht würde ich das persönliche Gespräch suchen und beide mal fragen warum ich für sie stimmen soll. Wenn ich genau jetzt, ohne weitere Beratung entscheiden müsste, würde ich mich enthalten.
Frage 38
Arbeitest Du entgeltlich für die Piratenfraktion im NRW-Landtag? Wenn ja, was ist Deine Funktion?
Antwort zu 38
Nein
Ich komme im Moment nicht mehr mit dem Einstellen, der Fragen und Antworten, hier nicht mehr nach. Ich werde sie zu einem späteren Zeitpunkt einstellen.