Benutzer:Andre...

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diese Seite befindet sich im Aufbau. Ich bitte um Nachsicht, dass sich der Content derzeit nur auf die wesentlichen Inhalte beschränkt und insbesondere noch keine Designelemente vorhanden sind.

Vielen Dank und viele Grüße,

Dein André


Politische Ziele

Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens (als Element einer wirklich Sozialen Marktwirtschaft)

Demokratie (als konsequente Weiterentwicklung des heutigen Parlamentarismus)

Soziale Marktwirtschaft (Wiederherstellung einer echten Sozialen Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards, weiterentwickelt und übertragen auf die Gegenwart, insbesondere auf den Umgang mit leistungslosen Einkommen aus privatisierten Gemeinschaftsgütern (Commons))

Die nachfolgenden Absätze geben einen ersten Überblick über wesentliche Inhalte dieser politischen Zielsetzungen. Am Ende des Absatzes zum Grundeinkommen befindet sich ein Link zu einem Interview, in dem Finanzierungsfragen zum Grundeinkommen besprochen werden. Nach dieser inhaltlichen Einleitung folgt ein Absatz zu meiner Person sowie einige Zitate, die meine persönlichen und politischen Überzeugungen und Hoffnungen charakterisieren.


Grundeinkommen

Die Politik der vergangenen dreißig Jahre hat die Freiräume vieler Menschen in Deutschland und weltweit reduziert anstatt sie zu erhöhen, obwohl dies durch die gestiegene Produktivität möglich und sogar geboten wäre. 1,5 Mio. Menschen in Armenspeisungen (Tafeln) in Deutschland, teils nach jahrzehntelanger Arbeit, 1,3 Mio. "Aufstocker", etwa 6 Mio. ALG-II-Empfänger bei knapp 600.000 offenen Stellen sprechen Bände.

Die Gründe hierfür sind vielfältig und lassen sich kontrovers diskutieren. Fest steht: Wirtschaften bedeutet heute Arbeitsteilung, also ein Leisten füreinander. Ob wir dies wollen oder nicht, ob es uns gefällt oder nicht, Tatsache ist: wirtschaftlich erfolgreich kann heute nur werden, wer die Bedürfnisse anderer erkennt und erfüllt.

Realwirtschaftlich bedeutet dies die Realisierung des Prinzips der Nächstenliebe: der eine trägt des anderen Last. Wir ernähren uns gegenseitig, arbeitsteilig. Das Problem: Wir tun dies heute noch sehr stark in dem Bewusstsein "ich arbeite für mich, für mein Einkommen, und lebe von meinem Einkommen". Tatsächlich leben wir, in der Arbeitsteilung, stets und ausschließlich von den Leistungen anderer, also von den Leistungen, die andere Menschen für uns erbringen. Zugleich tun wir alles, was wir im Wirtschaftsleben tun, realwirtschaftlich für andere.

Hierin liegt eine epochale Wende. Sie ist so grundlegend, dass viele unserer Zeitgenossen ihre Bedeutung noch nicht erkannt haben. Hierfür ist ein Paradigmenwechsel erforderlich, dessen Notwendigkeit sich durch die sogenannten "Wirtschaftskrisen" der Gegenwart ausdrückt.

Dass es sich bei genauerer Betrachtung nicht um eine Krise des Wirtschaftslebens handelt, wird jedem deutlich, der sich nach dem Sinn des Wirtschaftslebens fragt. Er kann zu der Erkenntnis gelangen, dass es die primäre Aufgabe des Wirtschaftslebens ist, Güter und Dienstleistungen für die Menschen hervorzubringen.

Wer dies als primäres Ziel und Aufgabe des Wirtschaftsleben erfasst, sieht auch, dass es sich bei den gegenwärtigen Krisen nicht um Wirtschaftskrisen halten kann. Begründung: Die Fähigkeit, Güter und Dienstleistungen hervorzubringen, ist trotz aller Krisenerscheinungen der vergangenen Jahre nicht zurückgegangen. Die Automobilkonzerne beispielsweise haben nicht im Geringsten an Fähigkeit eingebüßt, Fahrzeuge herzustellen. Im Gegenteil. Wenn es also nicht an der Fähigkeit liegt, Güter und Dienstleistungen hervorzubringen, woran liegt es dann?

Wir haben es mit einer Krise der Einkommenszumessung zu tun. Dieses Umdenken, ist noch nicht sehr weit verbreitet. Die Krisenerscheinungen der Gegenwart lassen sich aber auf die Notwendigkeit zum Umdenken zurückführen. Die Wirklichkeit ist schon weiter als das Bewusstsein, dass viele von uns von dieser Wirklichkeit haben. Es ist wie eine kopernikanische Wende in der Art und Weise, wie wir über das Wirtschaftsleben denken.

Mit anderen Worten: realwirtschaftlich sind das, was wir herstellen, und das, was wir konsumieren, bereits voneinander getrennt. Viele leben aber noch im Bewusstsein der Selbstversorung: "ich arbeite für mein Einkommen". Kurz gesagt: Arbeit und Einkommen sind realwirtschaftlich (Realeinkommen im Sinne dessen, was wir konsumieren) völlig getrennt, Arbeit und Einkommen nominell auch nur im Ansatz voneinander zu trennen überfordert viele, die sich der Frage nach einem bedingungslosen Grundeinkommen noch nicht unvoreingenommen zugewendet haben.

Dank Industrialisierung und Automation wird die Produktion von Waren und Dienstleistungen mit immer weniger menschlicher Arbeit möglich. Wenn wir die menschliche Arbeit als Produktionsfaktor ersetzen, sollten wir sie nicht auch in gleichem Umfang als Einkommensfaktor bzw. Einkommensquelle ersetzen, um zu verhindern, dass diejenigen, die dank technischen Fortschritts von der Arbeit befreit werden, zynischerweise auch von ihrem Einkommen "befreit" werden?

Es soll hier jedoch nicht Utopisten das Wort geredet werden, die in den Begriff der "Trennung von Arbeit und Einkommen" die Vermutung hineininterpretieren, Leistung solle sich nicht in angemessener Bezahlung wiederspiegeln. Im Gegenteil.

Viele Menschen in Deutschland leisten viel und erhalten nur wenig Lohn. Woran liegt das? Weil sie unter Existenzbedrohung zu Arbeit gezwungen werden können und jeden Lohn akzeptieren müssen. Ein Bedinungsloses Grundeinkommen versetzt jeden Menschen in die Lage, einen fairen Lohn für seine Tätigkeit auszuhandeln.

Wie lässt es sich finanzieren? http://www.youtube.com/watch?v=jK9OSIRmKPw

Demokratie

Wenn ein Wähler die Wirtschaftspolitik einer CDU wollte, die Sozialpolitik einer SPD (es gibt jene, die behaupten, man könne das eine nur mit dem anderen finanzieren), die Steuerpolitik der FDP (einmal abgesehen von der Günstlingswirtschaft der Hotelsteuer), die Umweltpolitik der Grünen und, ja, die Außen- und Sicherheitspolitik der Linken (weil ich der Auffassung bin, dass deutsche Soldaten am Hindukusch nichts verloren haben), und die Grundeinkommenspolitik der Piratenpartei, wie und wen wähle ich dann?

Richtig. Ich habe nicht wirklich die Wahl. Wählen heute ist, wie einem Vegetarier die Wahl zwischen Schweinefleisch und Rindfleisch zu lassen. Das, worauf es wirklich ankommt, steht nicht wirklich zur Wahl. Als mündiger Bürger im 21. Jahrhundert, von dem in Sonntagsreden immer gern die Rede ist, bestehe ich darauf, in Sachfragen zu entscheiden.

Ob es um die Euro-Einführung oder den Euro-Austritt und viele andere Themen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung geht: ich will mitreden und zu Sachfragen abstimmen dürften.

Selbstverständlich spreche ich mich damit nicht für eine Abschaffung von Parteien aus (wie einige dies gern interpretieren). Im Gegenteil. Parteien sollten entscheidungsvorbereitenden Charakter haben, ähnlich wie in der Schweiz. Zu Sachfragen können Parteien jeweils eigene Positionen ausarbeiten und dazu alle Experten hinzuziehen, die sie für notwendig und hilfreich halten. Zur Abstimmung durch die Bürgerinnen und Bürger stehen dann die durch die Parteien ausgearbeiteten Konzepte.


Zu meiner Person Mitwirkung durch Vorträge im Kreisverband Karlsruhe und anderen Kreisverbänden, in verschiedenen AGs (AG Wirtschaft, Sozialpiraten, AG Geldordnung) sowie der SG Presse auf Bundesebene (bei Fragen u. a. zu den hier angesprochenen Themen). Mitwirkung am aktuellen Programmantrag Wirtschaftspolitik zur Ergänzung des Grundsatzprogramms (https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/4197.html) anlässlich des BPT in Bochum. Bei Anregungen und Tipps zu den hier berührten Themen, das Wirtschaftsprogramm und anderen Inhalten freue ich mich sehr über eine Mail an andre.presse@hhl.de.


Zitate

"Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit" (Marie von Ebner-Eschenbach)

"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind." (Albert Einstein)

"Für mich steht fest: derselbe technische Fortschritt, der an sich berufen wäre, den Menschen einen großen Teil der zu ihrer Erhaltung nötigen Arbeitslast abzunehmen, ist die Hauptursache des gegenwärtigen Elends. Es gibt deshalb Beurteiler, welche allen Ernstes die Einführung technischer Vervollkommnungen verbieten wollen! Das ist offenbar unsinn. Wie aber kann auf vernünftigerem Weg ein Ausweg aus unserem Dilemma gefunden werden? Wenn es gelingen würde, auf irgendeinem Weg zu verhindern, dass die Kaufkraft der Masse unter ein bestimmtes Minimalniveau (in Warenwert gemessen) sinkt, so wären derartige Stockungen des wirtschaftlichen Kreislaufes, wie wir sie gegenäwrtig erleben, unmöglich gemacht." (Albert Einstein, in: Mein Weltbild (1934, Wiederauflage 2005, S. 82))

"Wenn nämlich jedes einzelne Werkzeug auf einen Befehl hin, oder einen solchen schon voraus ahnend, seine Aufgabe erfüllen könnte, [...] wenn also das Weberschiffchen so webte [...], dann bedürften weder die Baumeister der Gehilfen, noch die Herren der Sklaven." (Aristoteles)

"So wollte ich jeden Zweifel beseitigt wissen, dass ich die Verwirklichung einer Wirtschaftsverfassung anstrebe, die immer weitere und breitere Schichten unseres Volkes zu Wohlstand zu führen vermag. Am Ausgangspunkt stand da der Wunsch, über eine breitgeschichtete Massenkaufkraft die alte konservative soziale Struktur endgültig zu überwinden. Diese überkommene Hierarchie war auf der einen Seite durch eine dünne Oberschicht, welche sich jeden Konsum leisten konnte, wie andererseits durch eine quantitativ sehr breite Unterschicht mit unzureichender Kaufkraft gekennzeichnet. Die Neugestaltung unserer Wirtschaftsordnung musste also die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dieser einer fortschrittlichen Entwicklung entgegenstehende Zustand und damit zugleich auch endlich das Ressentiment zwischen 'arm' und 'reich' überwunden werden konnten. Ich habe keinerlei Anlass, weder die materielle noch die sittliche Grundlage meiner Bemühungen mittlerweile zu verleugnen. Sie bestimmt heute wie damals mein Denken und Handeln." (Ludwig Erhard, in: Wohlstand für alle (1957, S. 7))

"Wir sollten uns nicht so gebärden, als ob das Erkennen volkswirtschaftlicher Zusammenhänge nur den Gralshütern vorbehalten bliebe, die sich auf der einen Seite wissenschaftlich, auf der anderen Seite demagogisch ihre verhärteten Standpunkte vortragen. Nein, jeder Bürger unseres Staates muss um die wirtschaftlichen Zusammenhänge wissen und zu einem Urteil befähigt sein, denn es handelt sich hier um Fragen unserer politischen Ordnung, deren Stabilität zu sichern uns aufgegeben ist." (Ludwig Erhard, 1962)

"Der Jammer mit der Menschheit ist, dass die Narren so selbstsicher sind und die Gescheiten so voller Zweifel." (Bertrand Russel, und in der Weiterentwicklung von Truman Capote:)

"Der Jammer mit der Menschheit ist, daß die Klugen feige, die Tapferen dumm und die Fähigen ungeduldig sind. Das Ideal wäre der tapfere Kluge mit der nötigen Geduld." (Truman Capote)

"Die Menschenkinder sind ja alle Brüder, aus einem Stoff wie eines Leibes Glieder. Hat Krankheit nur einzig Glied erfasst, bleibt anderen weder Ruh und Rast. Wenn anderer Schmerz dich nicht im Herzen brennt, verdienst du nicht, dass man noch Mensch dich nennt." (Saadi (persischer Dichter, 1190-1283))

"Imagine all the people, living life in peace. You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one. I hope one day you'll join us, and the world will live as one." (John Lennon, "Imagine")