Anforderungskatalog für Auszählverfahren

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Anforderungskatalog für Auszählverfahren

Dieser Artikel soll die grundsätzlichen Anforderung an ein Auszählungsverfahren darstellen ohne an dieser Stelle eine Bewertung über einzelne Verfahren zu geben.

Problem

Große Parteitage (Bundesparteitag, Landesparteitage) werden für die Wahlleiter schnell sehr unübersichtlich, sodass keine manuelle und nachvollziehbare Einzelauszählung von Stimmkarten oder Händen nicht mehr möglich ist (Grenze: 50 Personen?). Daher ist der jeweilige Parteitag darauf angewiesen, dass die Meinung des Parteitages durch die Wahlleitung über ein Auszählverfahren festgestellt wird.

Abstrakter Ablauf einer Abstimmung mit Auszählung

  • Der Abstimmende bildet sich seine Meinung
  • Der Abstimmende teilt dieses Meinung dem Parteitag mit

  • Die Einzelergebnisse der verschiedenen Abstimmenden werden aufsummiert (Auszählung)
  • Die (Einzel-/Zwischen-)Ergebnisse werden der Wahlleitung mitgeteilt (Übermittlung)
  • Die Wahlleitung bewertet die Ergebnisse (Ergebnisfindung)

  • Die Wahlleitung stellt das Endergebnis fest und teilt es dem Parteitag mit

Verschiedene Auszählverfahren unterscheiden sich im mittleren Teil, in dem Auszählung, Übermittlung und Ergebnisfindung in unterschiedlichen Reihenfolgen und mit unterschiedlichen Mitteln erfolgen können.

Anforderungen

Unmanipulierbarkeit

Wie schwer können beabsichtigte Fehler geschehen?

Fehlerunanfälligkeit

  • Wie schwer können unbeabsichtigte Fehler geschehen?
  • Wie sicher entsprecht ein festgestelltes Endergebnis auch wirklich der Summe aller Einzelstimmen? Gibt es irgendeine verfahrensbedingte Fehlerstreuung?

Transparenz

Wie leicht kann der einzelne Abstimmende feststellen, ob seine Stimme korrekt im Endergebnis enthalten ist?

Geschwindigkeit

Wie viel Zeit wird für die Abstimmung benötigt, bevor der Parteitag fortfahren kann?

Ausfallsicherheit

Kann auch bei auftretenden Problem weiterhin abgestimmt und ausgezählt werden?

Kostensparsamkeit

Kann das Verfahren auf kostensteigernde Elemente verzichten?

Wiederverwendbarkeit

Modularität

  • Kann das Verfahren auch auf anderen Parteitagen verwendet werden?
  • Kann es gleichzeitig an mehreren Standorten eines verteilten Parteitages verwendet werden?

Flexibilität

Kann das Verfahren an eine unerwartet große oder kleine Teilnehmerzahl angepasst werden?

Bewegungsfreiheit

Können Teilnehmer nach dem Verlassen ihres Platzes (individuelle Pause: Klo, Rauchen, ..) auch von einem anderen Punkt im Raum abstimmen?

Eingeschränkt: Anonymität

Da es sich hierbei nur um nicht-geheime Abstimmungen handelt, ist eine Anonymität nie ganz gegeben. Das Kriterium dient daher eher der Frage, ob eine Anonymität ggf. unnötig verkleinert werden muss.

Bekannte Abstimmungsverfahren

Siehe: Kategorie:Abstimmtool