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Konfliktbewältigung

Ist nicht sehr trivial, aber bewältigbar. Man muss bereit sein sich Mühe zu geben, Zeit zu investieren, Ziele zu definieren, den gemeinsamen Vorteil zu sehen und zu suchen und ansonsten einfach nur sensibel für die Problematik sein und konstatieren, dass der Weltfrieden, den wir doch hoffentlich alle anstreben ;-) bei uns vor der Haustür anfängt, und in unseren unmittelbaren Gruppen. Und eine dieser Gruppen wird für 5 Jahre die AGH-Fraktion sein, wenn wir uns aufstellen lassen und gewählt werden. --Feldhase (Diskussion) 23:15, 14. Jan. 2016 (CET)

P.S. den Text zu verstehen setzt ein Minimum an Bildung voraus. Wer mit diesem Text nichts anfangen kann, wird eine steile Bildungs-und Lernkurve schon vor dem Einzug ins AGH selbst organisieren müssen sonst geht das richtig schief. Leider ist der Text aber auch eine schlechte Übersetzung, und vieles ist naturgemäß für Gruppen wie eine AGF-Fraktion, die mit sehr vielen speziellen Problemen zu tun hat, nicht einschlägig.


Was unterscheidet AGH-Fraktionen grundsätzlich von anderen typischen Personengruppen dieser Größe?

  • sie sind kein freiwilliger Zusammenschluss, ihre Zusammensetzung ist darüber hinaus insbesondere bei größeren Fraktionen nicht gut vorhersagbar
  • sie sind 5 Jahre relativ aneinander gebunden, eine Veränderung der Gruppengröße ist nahezu ausschließlich nach unten möglich (da kein Nachwahlen möglich sind)
  • bei Unterschreiten einer Mindestzahl verliert sie ihren Status (keine Freiwilligkeit)
  • in der Öffentlichkeit werden sie viel stärker wahrgenommen als andere Gruppen dieser Größe oder die Partei, z.B. durch TV-Liveübertragung der Plena alle 14 Tage, Abendschau usw., Parteien bekommen dagegen eventuell ein mal im Jahr eine Live-Übertragung von Ausschnitten ihres Parteitags, wenn überhaupt
  • keinesfalls ist von gleichgerichteten Zielen und politischen Überzeugungen auszugehen, denn die Genese ihrer Entstehung ist in der Regel entweder von inneren individuellen Konkurrenzen oder von parteininternen Verteilungsmechanismen/Konkurrenzen abhängig (bei Piraten üblich ist, das sich oft Gruppen versuchen, komplett durchzusetzen)
  • sie und ihre Mitglieder haben gegenüber sämtlichen übrigen Mitbürgern und auch sämtlichen Parteimitgliedern spezielle Sonderrechte
 - Initiativrechte
 - Verfassungsorgan
 - Idemnität
 - Immunität
 - leistungsloses, relativ hohes Einkommen
 - Unabhängigkeit, keine Abberufbarkeit ("Unkündbarkeit“) - kein imperatives Mandat - sind an Weisungen nicht gebunden
 - leistungsloses steuerfreies frei verwendbares hohes Zusatzeinkommen
 - Teilzeitstatus, d.h. es ist erlaubt, daneben weitere Einkommen durch Erwerbsarbeit oder anderweitig zu erzielen
 - Abwesenheit bei Plena oder Sitzungen wird mit relativ minimalen Pönalen belegt (geringe finanzielle Abzüge), auch ein jahrelanges Schwänzen von Sitzungen, ständiges zu-Spät-Kommen und so weiter ist im Übrigen sanktionslos
 - auch starkes Fehlverhalten, völliges Freidrehen, selbst die Zustimmung zu rechtswidrigen oder verfassungswidrigen Gesetzen bleibt straffrei

Vergleichen wir das mal mit einer Gruppe zum Beispiel von Beschäftigten einer Fraktion

 - Vorschlagsrechte
 - kein Verfassungsorgan
 - keine Idemnität
 - keine Immunität
 - leistungsabhängiges Einkommen
 - Abhängigkeit, Kündbarkeit - sind an Weisungen gebunden
 - kein leistungsloses steuerfreies frei verwendbares hohes Zusatzeinkommen
 - Erlaubnis, daneben weitere Einkommen durch Erwerbsarbeit oder anderweitig zu erzielen, kann verweigert werden, bei Vollzeitstelle nicht zulässig
 - Abwesenheit bei Plena oder Sitzungen kann mit Abmahnung, im Wiederholungsfall in der Regel auch mit Kündigung belegt, ein jahrelanges Schwänzen von Sitzungen, ständiges zu-Spät-Kommen und so weiter würde kaum ein Arbeitgeber akzeptieren
 - starkes Fehlverhalten, völliges Freidrehen und Ähnliches würde sehr schnell und massiv sanktioniert (fristlose Kündigung, Aufhebungsvereinbarung usw.)

Auch innerhalb der Gruppe einer Fraktion sind kaum Sanktionen möglich, da jedes Mitglied ein freies Mandat hat. Ein Funktionär innerhalb der Fraktion (Parlamentarischer Geschäftsführer, Fraktionsvorsitzender, ggf. Fraktionsgeschäftsführer) ist ebenfalls nicht weisungsgebunden, wenn er freidreht, kann er maximal wieder abberufen werden, hat aber in der Zwischenzeit u.U. schon enormen Schaden angerichtet.

Deshalb, aus all den vorgenannten Gründen, ist die Sicherung des Zusammenhaltes, eine gute Kooperation, ein gute Arbeitsatmosphäre oder gar harte Arbeit und erfolgreiche Arbeit in einer Fraktion nur durch Menschen möglich, die ein hohes Maß an Selbstreflexion, Selbstdisziplin, sozialer Kompetenz, bewusste Selbstbeschränkung und Selbstreflexion bei der Machtausübung nach innen und einem großen persönlichen Selbstbewusstsein (stabile Psyche) haben, dazu eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, komplexe Vorgänge zu durchdringen und strategisch so wie in Szenarien zu denken.

Die Aufstellungsversammlung hat daher eine hohe Verantwortung und sollte die Kandidierenden, die man auf die Liste setzt, sehr sorgfältig auswählen --Feldhase (Diskussion) 20:58, 15. Jan. 2016 (CET)


Welche weiteren Eigenschaften sollten Abgeordnete mitbringen?

• Fähigkeit, auf andere Menschen zugehen zu können, freundlich, und kommunikationsoffen

• Hohe soziale Kompetenz

• Breiter aktiver und passiver Wortschatz

• Fähigkeit zu freien Rede

• Fähigkeit, sich einfach und allgemeinverständlich auszudrücken, auch bezüglich komplexerer Sachverhalte

• Ruhig bleiben auch in stressigen und komplizierten Situationen

• Hohen Bildungsstand, breites Wissen um landes- und kommunalpolitische Sachverhalte und deren Entwicklung in der Vergangenheit

• Bereitschaft zum lebenslangen Lernen und zur aktiven Aneignung von Wissen

• Stets up to date sein im Fachgebiet, das er im Parlament vertritt (Sprecherfunktionen)

• Freundlich und bestimmt im Auftreten sein, auch wenn andere aggressiv, wütend, verzweifelt, verwirrt oder fordernd auftreten

• Grundkenntnisse der Psychologie und Soziologie

• Grundkenntnisse des Rechtssystems der Bundesrepublik, des Landes Berlins und der öffentlichen Verwaltung

• Fähig sein, zuhören zu können, gleichzeitig kritische Distanz zu wahren und kommunikative Brücken zu bauen, insbesondere in der Kommunikation mit Parteifreunden, Mitgliedern anderer Parteien, der Verwaltung, der Verbände („Lobbyisten“) und der Einwohner

• Bewusstsein, dass man als Abgeordneter außerordentlich priviliegiert ist („gewählte Elite auf Zeit“), aber dennoch ein ganz normaler Mensch ist, mit Fehlern und Schwächen

• Bewusstsein, dass eigene Macht potenziell korrumpiert und absolute Macht absolut korrumpiert

• Fähigkeit zur unbedingten Selbstreflexion

• Fähigkeit, mit eigenen und Fraktionsmitarbeitern kollegial und fair, auf Augenhöhe, umzugehen (vorbildlicher Arbeitgeber)


Welche Eigenschaften sollten Abgeordneten möglichst nicht haben?

(typisches Negativbeispiel in Klammern)

• Egomanie (Barschel)

• negativen Narzismus, Selbstverliebtheit (der „gute Narzist“ kann eventuell funktionieren, wenn dennoch ein ausreichendes Maß an Selbstreflexion gegeben ist) (Schröder, aktueller Extremfall Donald Trump)

• Faulheit (kein Spitzenpolitiker)

• Übermäßig aggressives oder asoziales Verhalten (kontrollierte und gesteuert kann es im Einzelfall als Handlungsoption hilfreich sein) (Wehner, Strauss)

• Merkbefreitheit, Empathielosigkeit (kein Spitzenpolitiker)

• Drogenabhängigkeit (viele Spitzenpolitiker)

• Kriminalität (Barschel)

• Unzuverlässigkeit, penetrantes zu-Spät-Kommen oder Termine platzen lassen (kein Spitzenpolitiker)

• schon alles zu wissen, und für alles Lösungen parat zu haben (Lafontaine)

• Arroganz der Macht an den Tag legen (Fischer, Schröder usw.)

• Andere erniedrigen um selber besser (erhöht) dazustehen (oft bedingt durch Mangel an Selbstvertrauen) (kein Spitzenpolitiker)

• Worthülsen oder Sprechblasen absondern, um eigene Unkenntnis oder Unvorbereitetheit zu kaschieren ([„Abgeordneter Karl-Heinz Stiegler“]]/Loriot)

• Lüge als politisches Strategieinstrument einsetzen (Barschel)

• missionarischer Eifer (Kelly)

• Linientreue („Kadavergehorsam“) (Krenz)

• Stolz auf Schulterklappen wie z.B. eine niedrige Mitgliedsnummer oder Titel, Ämter und Funktionen („Pöstchengenerator“) (Ulbricht)

• möglichst nicht mehr als 1 Lehrer oder Jurist auf der Kandidatenliste, denn diese sind in allen Parlamenten unseres Landes bereits überrepräsentiert (viele Spitzenpolitiker, u.a. Wowereit, Künast, Gysi, Schröder, Diepgen usw.)


Jeder sei aufgefordert, diesen Katalog nach eigenem Gutdünken zu verändern und zu ergänzen, und seine in die engere Wahl kommenden Kandidaten daraufhin zu priorisieren.

Jeder sollte sich sehr gut überlegen, ob es sich lohnt und sinnvoll ist, Kandidaten danach auszusuchen, ob sie einem Vorteile zukommen lassen wollen, wenn man sie wählt, oder (noch problematischer) Nachteile zukommen lassen wollen, wenn man sie nicht wählt.

Meine Auffassung ist: entweder überzeugt euch ein Kandidat, dass ihn zu wählen für Berlin, für den Erfolg der Fraktion und für das Voranbringen und möglichst erfolgreiche Thematisieren unserer politischen Ziele von größtmöglichem Vorteil ist, oder nicht. Im letzteren Fall solltet ihr ihn nicht wählen.

Der Feldhase kann sich in den obigen pros und cons gut wiederfinden.

Von den negativen Eigenheiten hat er zum Glück keine, bei den positiven fehlen ihm der „gute Narzismus“, den es ja nur selten gibt, an seiner Fähigkeit zur freien Rede muss er noch arbeiten (sie entwickelt sich aber positiv), ebenso an seiner Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach auszudrücken. Aber auch das macht Fortschritte.

Da diese beiden Fähigkeiten (freie Rede, einfache Sprache) insbesondere im Parlament sehr wichtig sind, übt und trainiert der Feldhase das regelmäßig.

Auch pc-Sprache (political correctness) ist nicht das Ding des Feldhasen, bei ihm heißen POC weiterhin „Farbige“, Dünnsäureverklappung heißt „Gift ins Meer kippen“ und Schuldistanz heißt weiterhin „Schule schwänzen“. Der Feldhase will nämlich nicht in einem politikwissenschaftlichen Proseminar, sondern von der Breite der Bevölkerung verstanden werden. Politikverdrossenheit ist inzwischen auch zunehmend Politikersprechblasenverdrossenheit.

Die Grenze zieht der Feldhase aber bei Fäkal- und Gossensprache, sein aktiver Wortschatz in der politischen Auseinandersetzung beinhaltet weder „Arschloch“ noch „Vollhonk“, „Depp“ oder „Idiot“, auch wenn solche Worte von fast allen Menschen verstanden werden. Solche Worte töten den Dialog, führen zu Wagenburgeffekten und fördern Graben- und Stellungskriege, und das ist nicht nur nicht die Aufgabe der neuen, demokratischen und gegenüber der Bevölkerung offenen Piratenpartei, sondern das ist in der Regel sozial äußerst schädlich und zu vermeiden.

Die Piratenpartei ist als lernendes, sich selbst fortentwickelndes System nur überlebensfähig, wenn sie zu einem Umgang untereinander und mit anderen zurückfindet, der Lernen und Fortentwicklung fördert und ermöglicht. --Feldhase (Diskussion) 11:42, 17. Jan. 2016 (CET)



(Auszüge - Konflikte und Konfliktbewältigungsstrategien in Gruppen)

1.8 Individuumunterschiede

Es gibt individuelle Unterschiede zwischen den Menschen

1.8.1 Social Value Orientations

Ein Art der Einteilung ist die Sozial Wert Ortientierung, diese geht auf Paul Van Lange et al. (1991, 1994, 1995 S.303) zurück. Nach ihr zeigt sich das die Hälfte prosozial ist, ihr Ziel ist die Maximierung des Ertrags für alle innerhalb der Gruppe. Ein Viertel sind die Individualisten, ihr Ziel ist die Maximierung des eigenen Ertrages, und das restlich Viertel sind die Kompetoren, sie sind in der Regel misstrauisch und versuchen durch kompetieren gegenüber den anderen zu erlangen.

1.8.2 Dual Concern Approach

Nun lassen sich soziale Dilemma aus der Sicht des Betroffen aus zwei Blickwinkel betrachten aus der Sicht der Gruppe und aus der Sicht des Einzelnen. Der Einzelne hat ein hohes bzw. niedriges Interesse am eigenen Ertrag bzw. am Ertrag den die Gruppe erhalten kann. Daraus resultieren vier Fälle bzw. Typen, denen die Personen zugeordnet werden können.

1.9 Konfliktlösung

1.9.1 Kommunikation

Die Vorteile der Kommunikation sind, daß durch sie der erste Schritt in Richtung Vertrauensbildung zwischen den Gruppen getroffen wird. Sie ermöglicht eine Planung und verbessert die Koordination. Auch werden den Gruppen die Vorteile, die die Kooperation hat, sichtbar. Sie reduziert die Sinnestäuschung, d.h. sie reduziert die Fehler die man in der eigen Vorstellung über die Ziele der anderen Gruppe hat, ein Beispiel dafür ist Camp David und der Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel. Und sie hilft vom fixed sum game weg zu kommen. Verhandlungen sind eine weitere Möglichkeit die Kooperationsbereitschaft zu steigern, diese werden durch eine positive und kooperative Kommunikation verbessert.


1.9.2 Strategien

Es gibt Strategien um Kooperation zu erzeugen, eine davon ist Tit for Tat, in der ersten Runde (Zug) kooperieren, und dann immer das tuen was der andere gemacht hat. Erfolgreiche Strategien haben folgende gemeinsame Charakteristika

  • einfach zu durchschauen
  • kooperationswillige Programme
  • abwehrfähig (Schutz vor Ausbeutung)
  • vergebend

Bei Multilateral PDs, ist Tit for Tat keine geeignete Strategie, es ist nicht zielgenau, für die Verfehlungen eines Einzelnen, ist es nicht sinnvoll die Gruppe zu bestrafen. (Was ein Grund für die Privatisierung der Allemende war) Tit for Tat kann aber auch zu einer Konfliktspirale führen.


1.9.3 Dritte Partei

Das Hinzuziehen eines Unbeteiligten Drittens bzw. einer dritten Partei, dies sollte geschehen bevor der Konflikt all zu groß wird. Eine Form davon ist die Mediation. Voraussetzung für eine Lösung ist, daß der Mediator den Streit kennen sollte, um in der Lage zu sein, den Konflikt zu lösen.

Mediation

Mediation ist eine Form der dritten Partei Der Mediator muss den Streit kennen und befähigt sein den Konflikt zu lösen. Der Mediator hat verschiedene Taktiken zur Auswahl:

  • Vertrauen zwischen den Parteien schaffen
  • Getrennt mit den Partei konferieren
  • Ihnen dabei helfen die Notwendigkeit des Komprisses einzusehen

Mediation klappt man besten wenn es eine gemeinsame Grundlage gibt und wenn beide Parteien glauben das ein Kompromiss möglich ist, und den Gedanken teilen, das der Unbeteiligte Dritte helfen kann.

2. Konflikte zwischen Gruppen

Die Ursache für einen Konflikt ist wie schon beschrieben, dass mehrere Parteinen versuchen, verschiedene nicht miteinander kompatiple Ziele zu erreichen und die Angst besteht das nicht alle Parteinen ihr Ziel erreichen können bzw. das Grund für ein mögliches nicht erreichen in der gegenwart der anderen Gruppe gesehen wird, sie wird als bei dem Problem das Ziel zu erreichen als Wettbewerber wahrgenommen.


2.1 Gründe für Konflikte zwischen Gruppen

Grund hierfür sind oft Missverständnisse darüber was die andere Partei überhaupt für Ziele hat. Der anderen Partei wird dann häufig unterstellt dieselben Ziele zu verfolgen, was im Fall einer knappen Ressource zu einen sogennaten realistischen Konflikt führt. Diese Missverständnisse führen auch zu der Bildung von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber der anderen Gruppe. Das primär Ziel der Gruppe ihren Ertrag zu erhalten, ist oft mit dem sekundär Ziel verbunden eine andere Gruppe davon abzuhalten, sich diesen Ertrag selbst einzuverleiben.

2.1.1 Realistische Gruppen Konflikte

Wenn zwei oder mehr Partein um eine wirklich knappe bzw. begrenzte Ressource mitander kompetieren, ist dies ein realistischer Konflikt. Es kann z.B. nur eine Nation Fußballweltmeister werden. Ein Experiment zu realistischen Gruppenkonflikte war die Robber's Cave Studie von Shefrin. kurzer Abriss um was es geht. Im Lauf des Konfliktes wurden die Kinder, die sich am feindseligsten gegenüber den Mitglieder der Out Group verhalten, zu den Anführeren ihrer eigen Gruppe.

2.1.2 Wahrgenomme Konflikte und Missverständnisse

Der Grund für Konflikte zwischen Parteinen ist oft ein realistischer Konflikt, aber während der Konfliktphase kommt es dann zu einem im Vergleich zum Ertrag unangemessen Maß an Feindseligkeit gegenüber der anderen Partei. Ein Grund dafür könnte sein, daß sich die Parteien im gegenseitigen Schlagabtausch, dem Gegner die "Strafe" mit Zins und Zinseszinsen heimzahlen wollen. Das führt dann zu einer nach oben offnen Spirale der gegenseitigen Feindseligkeiten zwischen den Parteien. Missverständnisse könne zwischen verschieden Gruppentypen auftreten, der wahrscheinlich gefährlichste Fall ist, wenn es zwischen Nationen geschieht, hier kann das Ergebnis dann eine militärische Auseinandersetzung sein. Die Partein beschuldigen sich gegenseitig der Auslöser der Gewalt zu seien. Es kann bei der Anwendung der Tit for Tat Strategie zur Gewaltspirale kommen.

2.2 Konflikte und Stereotype

Konflikte führen zu der Bildung von Stereotypen gegenüber der Outgroup. Die Out Group wird als homogen aufgefasst, dies kann bis zur Dehumanisierung der Out Group gehen. Mit steigender Konfliktdauer sinkt auch die Anzahl der Interaktion zwischen den betroffenen Parteien, was es noch mehr erschwert die negative Wahrnehmung über den anderen zu ändern.

2.2.1 ultimativer Attribution Fehler

Der ultimative attributions Fehler Kurz gesagt, daß positive Verhalten eines In Group Mitgliedes, wird als typisch angesehen, während wenn das selbe postive Verhalten von einem Mitgield der Out Gruop vollzogen wird, wird es als untypisch angesehen, und umgekehrt.


2.3 Eskalierende Konflikte

Eskalierende Konflikte als ein Resultat von Missverstädnissen Im Laufe eines Konfliktes kommt es zum sich gegenseitigen Hochschaukeln zwischen den Parteien. Das gleich ziehen mit dem Gegner reicht als Antwort meistens nicht aus, man versucht den Gegner zu übertrumpfen, in diesem Verhaltensschema gibt es keinen Unterschied ob die Parteien einzelne Individuenen oder Gruppen sind. Ein Teil der Ursache ist das sich Gruppen durch Konflikte enger zusammenschließen und eine immer leistungsfähigere soziale Identität entwickeln, das "wir Gefühl" wird gestärkt. Mit dem steigen der Identität werden auch mehr feidselige Gruppennormen entwickelt. Mit der Zustimmung oder durch die Ermuterung durch die Gruppenführer werden dann auch mehr negative Verhaltensweisen gegenüber der Out Group an den Tag gelegt. "Geistige Brandstifter" Kleine Beleidigungen haben frührer zu Duellen auf Leben und Tod geführt, und Weltkrieg sind durch relative kleine Übergriffe entstanden.

2.4 Konfliktformen

Auch hier gibt es wieder verschiedene Konfliktformen: Ein Mitglied der Out Group wird in der Schule anders behandelt. Im Geschäftsleben werden die Mitglieder verschiedener Ethinen unterschiedlich behandelt. Zwischen Nationen kann es zu kriegerischen Auseinandersetzung kommen. Die maximal erreichbare Konfliktstufe zwischen zwei Gruppen ist der Genozid, dessen Ziel es ist, die andere Gruppe komplett und endgültig auszulöschen. Die Anwendung des Genozid zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit. z.B. Rom vs. Karthago z.B. Osmanisches Reich vs. Armenien z.B. "Volksdeutsche" vs. Juden z.B. Der Konflikt in Jugoslawien z.B. Dafour Araber vs. Schwarzafrikaner Der erste Schritt ist die Deindividualisierung der Mitglieder der Out Group. z.B. Verpflichtung zur Annahme der Vornamen Sara u. Israel (ab 1. 1. 1939) der Juden im dt. Reich. Die Religion ist i.d.R. ein Mittel zur Deindividualisierung. Ziel der Deindividualisierung ist es, daß die Mitglieder der Out Group als homogene Masse wahrgenommen werden. Der zweite Schritt ist dann die Dehumanisierung, Ziel ist es das Mitglieder der Out Group nicht mehr als Menschen wahrgenommen werden. Dehumanisierung geht um so schneller und effektiver je mehr sich die Mitglieder außerlich von Mitglieder der In Group unterscheiden, z.B. der Dafour Konlikt.

2.5 Warum sind Gruppen kompetativer?

Warum verhalten sich Gruppen kompetativer als Individuen? Eine mögliche Ursache, ist die Erwartung von Menschen, das sich Gruppen kompetativer verhalten, was dann zur sich Selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Kompetativität kann auch zu einer positiven Ingroup Identität führen. "Der Feind von außen, verstärkt das Wir Gefühl innerhalb der Gruppe.

2.5.1 Deindividualisierung und Verantwortungsdiffusion

Ein der wichtigsten Vorhersagen, ist die deindividualisierung von Mitgliedern einer Gruppe, die deindividualisierung führt dazu das soziale Normen nicht mehr eigenhalten bzw. befolgt werden, dies wiederum kann zu negativem Gruppen Verhalten führen, einschlieslich Feindseligkeit und Gewalt. Auch kommt es dann zur Verantwortungsdiffusion.

2.5.2 individual-group discontinuity

Die Tatsache das sich Gruppe competativer als Individuenen verhalten ist unter dem Ausdruck "individual-group discontinuity" bekannt. Ein Experiment dazu : Chestor Insko PD Spiel in drei Varianten Ind. vs. Ind. Gruppe vs. Gruppe Stellvertreter vs. Stellvertreter Stellvertreter fühlt sich an die getroffen Entscheidung der Gruppe gebunden, und kann im Gegensatz zum Gruppenfall ja auch keine erneute Diskussion über die Frage beginnen.

2.5.3 Mögliche Erträge aus dem Wettstreit

Ein potentieller Ertrag aus dem Konflikt für die Gruppe, ist die Stärkung des "Wir Gefühles". Die Gruppenmitglieder arbeiten effizienter zusammen und entwickeln engere Beziehungen untereinander. Ist die Bedrohung zu groß kann die Gruppe zerfallen, da die Eigeninterssen der Gruppenmitglieder den Gruppenzusammen halt sprengen.

2.6 Reduzierung von Konflikten zwischen Gruppen

2.6.1 Generelles Problem

Persistenz und Wandel von negativen Einstellungen. Vorurteile und Stereotypen sind über lange Zeiträume stabil. Wenn es zu einem Wechsel is der Art der Bedrohung durch die andere Gruppe kommt, wechselt sich auch die Stereotype für diese Out Group, z.B. der Wechsel von "intelligent" zu "industrieos" als Stereotyp der Amerikaner für Japaner zwischen 1933 und 1960.

2.6.2 Individualisierung

Die Individualisierung ist eine Möglichkeit, Konflikte zwischen Gruppen zu verringern. Durch sie nimmt man Mitgleider der Out Group, als einzelne Individuen wahr, und nicht mehr als Gruppenmitglieder. Dadurch wird das Urteil über den einzelnen gerechter, und es sinkt das Vertrauen in Stereotypen zu dieser Gruppe. Individualisierung ist deshalb so erfolgreich, weil es die Sichtweise von der Gruppenebene auf ein mehr persönlicher/individuellere Ebene verlagert. Eine andere Möglichkeit ist versuch die Homogenität der Out Group zu senken, dies erfolgt auch über die Individualisierung. Ein Vorteil der Individualisierung ist, das nicht versucht wird die Stereotypen und Vorurteile der Menschen abzubauen, was auch sehr schwer ist. Ein Nachteil der Individualisierung ist das sie viel Zeit und Mühe kosten von den Beteiligten. Das gemeinsame lösen eines Problemes bei denen beide auf die Kooperation des anderen angewiesen sind, kann dabei helfen.

2.6.3 Kontakt Hypothese

Veränderung von Stereotypen und Vorurteilen durch Intergruppen Kontakte. Die Kontakt Hypothese besagt, daß sich durch Kontakte Vorurteile abschwächen bzw. auflösen lassen. (vgl. Individualisierung) Beispiel Ein Beispiel dafür ist die Aufhebung der Rassentrennung an US Schulen, die durch das "bussing" begleitet wurde. Bussing umschreibt die Tatsache das Kinder beider Rassen zu der Schule des jeweils anderen mit dem Bus gefahren worden sind, so daß aus der formellen Aufhebung der Rassentrennung, eine praktische Rassenzusammenführung wurde. Dies hatte unter anderem einen positiven Einfluss auf die Bildungschancen von Schwarzen. Auch wuchs das Intersse an Interaktion mit Weißen bis hin zu rassenübergreifenden Freundschaften. Da der Prozeß der Veränderung nur langsam von statten geht, sind keine schnellen Erfolg zu erwarten. Problem Ein Problem bei der Wirksamkeit der Kontakthypothese ist, lag es wirklich am Kontakt selbst, oder hatten die Personen die daran teilgenommen haben, vielleicht schon eine positive Einstellung ? S.323 Experimentler Beweis Bedinungen Damit der Kontakt Erfolg haben kann müssen die fünf folgenden Bedingungen eingehalten werden : gleicher Status der beteiligten Gruppen Die Situation sollte auf eine kooperative Beziehung ausgerichtet sein Die Situation sollte gegenseitige Abhänigkeit beinhalten, d.h. das Ziel sollte nur gemeinsam gelösst werden können Das Umfeld muss den Kontakten positive gegenüberstehen bzw. sie befürworten. z.B. Lehrer bzw. andere Respektspersonen genug Zeit Generalisierungproblem Kontakt kann auch dazu führen das der andere als Ausnahme betrachtet wird, keine bzw. kaum eine Änderung zur Betrachtung der Gruppe. Erweiterte Kontakthypothese Der positive Effekte von Kontakten, kommt auch durch indirekte Kontakte zustande. Es reicht aus, mit jemanden befreundet zu sein, der wiederum mit einem Mitglied der Out Group befreundet ist, um eine positivere Einstellung gegenüber der Out Group zu entwickeln.

2.6.4 Soziale Kategorien

Schwierigkeit Die Schwierigkeit soziale Kategorien zu ignorieren. Das ignorieren von sozialen Kategorie ist wahrscheinlich unmöglich. Und es ist vielleicht auch garnicht erwünscht, sowohl aus der Person die Kategorisiert, wie auch aus Sicht der Person die kategorisiert wird. Da Kategorie ein Teil unseres Selbstkonzeptes bilden und Teil unserer kulturellen Vorstellungen sind. Ändern des Kategoriesieren Wenn man den Vorgang der Kategorisierung selbst nicht unterbinden kann, kann man versuchen die Kategorie in die einkategoriert wird zu ändern. z.B. nicht in schwarz & weiß sondern ist Student derselben Uni

2.6.5 Soziale Normen

Ein Beispiel das Kontakte nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung beitragen, wird das Beispiel von Berkleuten angebracht. Unter Tage sind sie gleich, aber nach der Arbeitet gehen sie jeden ihren eignen Weg. Ein Ergebnis aus dieser Studie ist, daß die Stereotype und die Vorurteile nicht nur von den individuellen Erfahrungen, sondern auch von der Wahrnehmung der sozialen Normen abhängen. Das Verhalten gegenüber der Out Group wird auch dadurch beeinflußt was als angemesse Behandlung gilt. Auch die Wahrnehmung von dem was die anderen Mitglieder der In Group denken, hat einen großen Einfluss darauf, was das einzelne Individeum selbst denkt. Es gibt einen positiven Zusammenhang zwischen diesem Verhalten, und der sozialen Identifikation mit der Gruppe gibt. Es ist also weniger entscheident was man selbst denkt, sondern was man denkt, was die anderen in der In Group denken. Dies ist um so wichtiger, je mehr man sich mit der Gruppe identifiziert. (= voll auf Linie) Tendenzverstärkung Die Sozialen Normen können die Tendenz diskremierendes Verhalten des Individeums verstärken bzw. abschwächen. Dieses Ergebnis ist konsistent mit der Erwarung, das sich die Vorstellungen über Gruppen, nur mit dem Wechsel der sozialen Normen erfolgen kann. Ändern der sozialen Normen Das ändern der sozialen Normen, kann zum einen durch Bildung erfolgen und zum anderen die Gruppenführer, wenn diese deutlich machen das solches Verhalten nicht toleriert wird.

2.6.6 Gemeinsame In Group Identität

Versuchen eine gemeinsame In Group Identität zu erschaffen. Durch ein nur gemeinsam erreichbares Ziel, werden aus zwei Gruppen eine. Möglichkeiten Möglichkeiten den Konflikt zwischen Gruppen zu vermiedern, sind z.B. übergeordnete Ziele. Das Ziel muß so gewählt sein, daß es von einer Gruppe alleine nicht erreicht werden kann. Dadurch sind die Gruppen auf die Kooperation untereinander angewiesen (wie oben schon erwähnt, hängt die Kooperationsbereitschaft zum Teil auch von der Aufgabenstellung ab). Durch das übergeordnete Ziel wird die Ursache für den Konflikt beseitigt, da der Ertrag nur durch die Kombination beider Gruppen erst realisiert werden kann. Somit kolidiert das sekundär die andere Gruppe vom Ertrag abzuhalten mit dem primär Ziel den Ertrag für die eigene Gruppe zu realisieren, und wird deshalb verworfen. Kooperation im Klassenzimmer Im "jigsaw classroom" bekommt jeder nur einen kleinen Teil des Lernstoffes, und alle sind auf die Kooperation aller anderen Kinder angewiesen, um den kompletten Stoff zu erlangen. Zum einen führt die Kooperation zu der Bildung einer gemeinsamen Gruppe und Identität. Gelingt die Kooperation gewinnen die Kinder an sozialer Identität. Die gegenseitige Abhängigkeit führt auch zum Individualisieren der anderen Kinder. Wenn sich durch unterschiedliche Noten differenzen im Status der einzelnen Kinder bilden, kann dies die Effiziens der kooperienden Gruppe begrenzen.

Literatur: C.Strangor, "Social Groups in Action and Interaction" (2004)