Dies ist ein ReadOnly-Mirror von wiki.piratenpartei.de!
Die Daten werden täglich aktualisiert.

Benutzer:Newtrial

Aus Piratenwiki Mirror
Version vom 3. Oktober 2011, 10:48 Uhr von imported>Newtrial (→‎Was kann ich einbringen?)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kurzprofil
Persönlich
Name: Heinz-Jürgen
Nick: Newtrial
Berufl. Qual.: Wissenschaftlicher Referent (Soziologe)
Geburtstag: 1959
Kontakt
Webmail: Form-Mailer


Politischer Hintergrund

Ich war seit Ende der 70er-Jahre bis ca. 2004 in vielen politischen Basisbewegungen, Initiativen (u.a. Anti-AKW-, Friedens- und Volkszählungsboykottbewegung) - und zum Schluß noch in der Wuppertaler "Stiftung W" - aktiv. Von 1980 bis 1987 war ich zudem Mitglied der GRÜNEN und zeitweise auch Kreisvorstandssprecher in Trier-Saarburg. Infolge der zunehmenden "realpolitischen" Vermachtung hab ich die Partei dann aber verlassen und verspüre da heute keine politische Nähe mehr.

Warum bin ich hier?

Seit 2004 lebe und arbeite (leider eher umgekehrt!) ich in München und habe trotz entsprechender Suche bislang keine politische Gruppierung gefunden, die ich aktiv unterstützen möchte.

Ich bin eigentlich keiner, der auf Trends abfährt, muss aber zugeben, auf die Piraten erst so richtig durch den Berliner Wahlerfolg und durch das Gespräch mit einer befreundeten Berliner Wissenschaftlerin aufmerksam geworden zu sein. Bis dahin hielt ich die Partei wohl eher für einen Haufen sympathisch-verpeilter Computer-Nerds, hatte mir aber auch weiter keinen Kopf drum gemacht. Also hab ich mich erst nach der Berlin-Wahl mal ein bißchen im Piraten-Wiki rumgetrieben und fand die politischen Positionen dann doch recht anregend. Mir gefällt vor allem, dass Positionierungen nicht ein für allemal fixiert, sondern in der "liquid democracy" korrigierbar gehalten werden sollen. Und mir gefällt, dass Politik scheinbar nicht auf Basis fester Kategorien (Geschlecht, Migrationshintergrund, Bildungsferne usw.) gemacht wird und Menschen nicht irgendwelchen "Problem"- und "Risikogruppen" zugeordnet werden.

Was kann ich einbringen?

Ich bin als Soziologe ein in Fachkreisen bundesweit relativ gefragter Spezialist für die lokale Vernetzung von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangeboten für Kinder und Jugendliche im Schulalter (so genannten "lokalen Bildungslandschaften") sowie für Ganztagsschule und Ganztagsbildung. Ich vertrete hierbei dezentralisierte Vernetzungskonzepte, die nicht die Schule zum Mittelpunkt von allem und jedem machen und die Kinder und Jugendlichen auch nicht-pädagogisierte Freiräume schaffen bzw. lassen. Außerdem wehre ich mich dagegen, große Bevölkerungsgruppen als "bildungsfern" abzuqualifizieren, anstatt an ihren durchaus vorhanden Fähigkeiten und Fertigkeiten anzuknüpfen. In diesem ganzen Feld könnte ich mich auch kommunalpolitisch einbringen.

Und der "philosophische Stammtisch", oder wie der heißt, interessiert mich auch sehr! Hier würde ich bei Interesse gerne sozialphilosophische Dekonstruktionsansätze einbringen, die der Piraten-Denke - wie mir scheint - sehr, sehr verwandt sind. In der herrschenden Sozialwissenschaft fristen diese Ansätze hierzulande ein Schattendasein, weil sie zum einen philosophisch sehr anspruchsvoll und daher nicht leicht zu vermitteln sind und zum anderen manchen Zeitgenossen aufgrund der Denkweise buchstäblich den Boden unter den Füßen wegziehen. Und da habe ich ganz einfach die Hoffnung, dass es bei den Piraten mehr Leute gibt, die sich nicht sofort an den Kopf fassen, wenn man z.B. die Einteilung aller Menschen in genau zwei Geschlechter in ihrer Herrschaftsfunktion analysiert und in Frage stellt oder z.B. auch "Ethnien" als soziale Konstruktionen analysiert.

Mitglied werden?

Na ja, ich bin noch GRÜNEN-geschädgt und werde erst mal genau verfolgen, ob bei den Piraten nicht dieselben Vermachtungsprozesse und rein machtpolitisch motivierten Fraktionskämpfe einsetzen wie es seinerzeit dort der Fall war. Wenn das wieder nur ein Sprungbrett ins Parlament für ein paar Karrieristen wird, bin ich sofort weg! Ich kämpfe da nicht mehr gegen Windmühlenflügel, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Jetzt pilgere ich aber erst mal zum Münchener Stammtisch und schaue, ob ich da als 51 Jahre alter Sack überhaupt noch Boden unter die Füße kriege. :-)