Dies ist ein ReadOnly-Mirror von wiki.piratenpartei.de!
Die Daten werden täglich aktualisiert.
Die Daten werden täglich aktualisiert.
Attribut:Begründung
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Dies ist eine Eigenschaft des Datentyps Text.
Dieses allgemene Attribut kennzeichnet eine beliebige Begründung auf einer Seite.
A
Das Parteiengesetz schreibt mindestens eine einfache Mehrheit vor, erlaubt jedoch auch weitergehende Beschräkungen.
Eine absolute Mehrheit (also mindestens die Hälfte der Anwesenden) sollte das Mindeste sein, was für eine Entscheidung notwendig ist, auf einem Parteitag, an dem etwa 90% der Stimmberechtigten überhaupt nicht anwesend sind.
Außerdem hat die einfache Mehrheit noch einen anderen Nebeneffekt, der sie ungeeignet macht: Die Stimmen derer, die sich Enthalten fallen völlig raus. Jemand, der sich enthält, will für gewöhnlich keine Stellung zu einem Thema beziehen; was er jedoch nicht will ist, dass die Hürde der notwendigen Stimmen durch seine Enthaltung niedriger wird. Die einfache Mehrheit würde alle, die sich eigentlich lieber enthalten würden, dazu zwingen mit Nein zu stimmen. +
Genausowenig wie ein Programmierer ein guter Admin sein muss, muss ein Forscher kein guter Ausbilder sein. Forschung und Lehrer erfordert unterschiedliche Kompetenzen. Die Schaffung von Lehrprofessuren, ist daher ein wichtiger Schritt für die verbesserung der Lehre. +
=> Begründung erfolgt für die einzelnen Maßnahmen
=== Bildungskomponenten ===
Abschaffung des Sitzenbleibens: Zeitersparnis für Schüler und Geldersparnis fürs Bildungssystem. Nur einzelne Komponente muss wiederholt werden, nicht das gesamte Jahr. Dies hat wiederum auch zum Vorteil, das der Schüler sich in leistungsstarken Fächern nicht langweilen muss.
Zeitersparnis bei Bildungsaufstieg: Wenn Schüler mit vorwiegend Realschulkomponenten einige Gymnasialkomponenten erwerben, müssen diese später nicht "nachgeholt" werden, sofern nachträglich ein höherer Abschluss angestrebt wird.
=== Lehr- und Lernteams ===
Durch Teamarbeit können Stärken und Schwächen einzelnder Lehrender besser kompensiert, bzw. genutzt werden, hierdurch ergibt sich ein enormes Effizienswachstumspotenzial.
Feedback über die Lehrmethodik durch andere Lehrende. Unterrichtsausfälle können teilweise abgepuffert werden, da durch die Kooperation mehrere Lehrende mit dem aktuellen Bildungsinhalt vertraut sind.
Durch die Aufhebung der Klassenstruktur wird die Selbstentfaltung der Schüler gefördert, sie sehen sich verschiedenen sozialen Umgebungen ausgesetzt und erhalten damit vielseitige und divergierende Rückmeldungen zu sich selbst und ihren Leistungen. (Verhindert Rollenmanifestation im Klassenverband).
Die Gruppen werden Schüler unterschiedlichen Alters enthalten, dadurch wird eine vielseitigere Entwicklung begünstigt.
Durch das Vouchersystem (siehe unten) können die Schüler diejenige Komponente wählen, die am ehesten ihrem Lerntypus entspricht, dies wäre im Klassenverband nicht möglich, da hier Lehrende zugeteilt werden.
=== Voucher (Voucher = Gutschein) ===
Durch Teachingvoucher werden erfolgreiche Lehrteams immer weiter ausgebaut, weniger erfolgreiche "sterben aus" es findet im positivem Sinne eine "natürliche Auslese" statt. Die Bildungstätigkeit passt sich hierdurch automatisch an den Bildungsbedarf an.
Durch das Vouchersystem haben Schüler die Möglichkeit, die Lehrteams zu wählen, die am besten ihrem Anforderungsprofil entsprechen (siehe auch oben).
Durch Mutualvoucher wird soziales Engagement von Schülern hornoriert.
Das Vouchersystem belohnt praktikables oder prosoziales Verhalten und verstärkt es. (Im Prinzip ein Token-System)
=== Leistungszertifizierung ===
Es macht aus mehreren Gründen Sinn die Leistungszertifizierung vom eigentlichen Bildungsprozess abzukoppeln:
# Können Noten nicht mehr als Sanktion für unerwünschtes Verhalten verwendet werden.
# Werden die Noten vergleichbar, was derzeit nicht gegeben ist.
# Eignen sich Noten nur bedingt zur Rückmeldung von Verbesserungsmöglichkeiten im Prozess und sollten daher durch individuelles Feedback ersetzt werden.
Kurz: Noten funktionieren weder als Verstärker, noch als Feedback zur Selbskorrektur. Vergleichbarkeit zwischen Leistungen zu messen erfordert gleiche Bedingungen, diese sollen durch die externe Leistungszertifizierung gewährleistet werden.
=== Evaluation ===
Feedback ist unabdingbar um sich selbst zu reflektieren und sich zu entwickeln. Daher sollen die Beiteiligten am Bildungsprozess erfahren, wie andere über ihre Stärken und Schwächen denken, damit ein Dialogprozess angeregt wird.
=== Lebenslanges Lernen und Bildungsflatrate ===
# Lebenslanges Lernen wird gefördert und Schule wird zum kulturellem Begegnungsraum.
# Erwerbslose könnten sich ohne große behördliche Hürden schulisch weiterbilden und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.
# Es wird die Entwicklung einer liberalen Bildungskultur begünstigt: Stichwort Informationszeitalter.
# Könnten Erwachsene an den Schulen in sozialen Brennpunkten deeskalierend wirken.
=== Feedbackpool ===
# Die Schüler lernen Aufgaben im Team zu bewältigen.
# Die Schüler können die Gedankengänge anderer kennenlernen und erhalten einen vielseitigeren Blick aufs Thema.
# Lernen bedeutet oft auch Lernen am Modell, Menschen kopieren oft erfolgreiche Arbeitsweisen von anderen, der Feedbackpool soll dies unterstützen.
=== Wissenstank ===
# Oftmals erarbeiten Lehrende Arbeitsblätter, Aufgaben, Übungen etc., obwohl andere Lehrende dafür bereits gute Konzepte besitzen. Dies kostet Zeit, die anderweitig verwandt werden könnte.
# Lernen am Modell, Lehrende können von anderen Lehrenden lernen, Schüler von anderen Schülern. Durch das Nachvollziehen fremder Methoden können eigene Kompetenzen erweitert werden.
=== Funktionelle Innenarchitektur ===
Verschiedene Aufgaben erfordern verschiedene Umgebungen, Räume die der Kommunikation dienen, eignen sich schlecht zum Recherchieren, Präsentationsräume eignen sich schlecht zum Kommunizieren. Die Schüler und Lehrenden sollen erfahren, dass verschiedene Aufgaben auch verschiedene Umgebungen erfordern. Zudem wird hierdurch die Qualität dessen was man gerade tun möchte maßgeblich verbessert, da Störeinflüsse vermindert werden.
=== OneLaptopPerSchüler ===
Alle können unabhängig vom sozioökonomischen Status den Wissenstank und den Feedbackpool verwenden.
=== Demokratisierung des Bildungsbetriebs ===
Die Lernenden und Lehrenden lernen Kompromisse zu schließen und demokratisch Entscheidungen zu treffen.
Der Umfang, der immer häufiger vorkommenden Geheimabkommen wie ACTA und der
Mautvertrag, wäre ohne Leaks nicht frühzeitig öffentlich bekannt geworden. Skandale wie
der um Gammelfleisch oder um die Vermarktung des Nürburgrings zeigen, dass es im
öffentlichen Interesse notwendig ist, Hinweisgeber zu unterstützen und soweit wie möglich
zu schützen.
Dieser Antrag formuliert dieses wichtige Anliegen als Grundsatz der Piratenpartei
Rheinland-Pfalz. +
Wir haben die Punkte ausführlich diskutiert, ausgearbeitet und beschlossen. Diese bereits gemachte Arbeit sollten wir festhalten. +
Begründung: Statt der womöglich entfallenen Beschlußversammlungen sollen landesweite Arbeitstreffen, beispielsweise zur Vorbereitung überregionaler Aktivitäten und von Beschlußanträgen, durchgeführt werden. +
In den Medien heißt es immer, wir hätten kein Programm / keine zusammenhängende Programmatik und ähnliches. Die Journalisten wollen eine ganz, ganz kurze prägnante Einordnung in das politische Spektrum haben. In Gesprächen mit Bürgern erwarten auch diese von uns eine ganz kurze prägnante Einordnung, bevor sie sich hoffentlich weiter informieren.
Wir sollten hier mal Stellung beziehen, damit man eine basisdemokratisch bestätigte Aussage treffen kann, auch wenn diese nur extrakurz sein soll.
Das rechts-links-Schema ist hier absolut nicht tauglich für uns.
Da wir uns aber ganz allgemein in sehr, sehr vielen Bereichen für die Freiheit der Menschen einsetzen, dürfte "liberal" oder "libertär" wohl für uns passen. Klar ist, dass wir damit nicht das gleiche "liberal" meinen, wie die FDP oder der Neoliberalismus. "Liberal" in unserem Sinne ist nicht die verantwortungslose, egoistische Freiheit.
Wir wollen für die Menschen nicht nur die negative Freiheit ("Freiheit von etwas"), sondern auch die positive ("Freiheit zu etwas"). Das drückt sich z.B. auch in unserer Position zum bedingungslosen Grundeinkommen aus.
Und das "Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe" zeigt auch, dass wir eine soziale Partei sind.
"Sozial" bedeutet hierbei auch nicht zwangsläufig links. Die CSU trägt das sozial auch im Namen.
Wenn wir uns also als "sozial-liberal" oder "sozial-libertär" bezeichnen, legen wir uns damit nicht im rechts-links-Schema fest. Wir fassen lediglich ein Großteil der Punkte unserer Programmatik in einen ganz kurzen Begriff.
Das ist benutzerfreundlich. Für viele Wähler und Journalisten kann diese Kurz-Einordnung einen Einstieg in unsere Programmatik sein. +
Die Landtagswahl 2011 ist vorüber, wie aber schon beim letzten Landesparteitag festgestellt wurde, hat es nach wie vor Gültigkeit. Damit es zu keinen Missverständnissen kommt, sollte der Titel deshalb geändert werden. +
Quelle des ersten Absatzes:
http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/ueberwachung/elektronische-gesundheitskarte
weitere Infos, Texte, Materialien:
http://www.piratenpartei.de/navigation/presse/gesundheitskarte
Infos zur Fotopflicht:
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/gesundheitskarte/article/671664/e-card-geduld-fotoverweigerern-ende.html
http://www.krankenkassen-direkt.de/news/news.pl?val=1317363322&news=219640778
http://www.taz.de/t10/Elektronische-Gesundheitskarte/Kommentare/!c46634/
Aufruf des CCC:
http://www.ccc.de/de/updates/2008/egk-verzoegern +
Eine Positionierung der Piraten zu einem der prominentesten Themen in der momentanen politischen Debatte wird immer wieder angefragt. Dieses Positionspapier versucht, einen grundsätzlichen Konsens diesbezüglich zu formulieren. Es schlägt keinen grundsätzlich neuen Weg vor und lässt sowohl europäische Hilfen unter Auflagen als auch Staatsinsolvenzen als Möglichkeiten explizit zu. Es benennt einige Punkte, die es schwer machen, zu einer eindeutigen Entscheidung für den richtigen Weg zu kommen, sowie Grundanforderungen, wessen Interessen dabei zu berücksichtigen sind. Es endet mit einem Bezug zu unseren grundsätzlichen Forderungen nach Transparenz und direktdemokratischen Entscheidungen.
Der Text wurde im Piratenpad https://rlp.piratenpad.de/Positionspapier-Euro von einigen Piraten gemeinsam er- und bearbeitet.
Die Absätze sind weitgehend so formuliert, dass sie bei Bedarf modular abgestimmt werden können. +
Die wiederkehrenden heftigen Diskussionen um unser Verständnis von Datenschutz, ausgelöst vor allem durch Äußerungen aus dem Umfeld der „datenschutzkritischen Spackeria“, machen eine detaillierte grundsätzliche Positionierung in diesem Bereich sinnvoll. Hierbei versucht dieses Positionspapier Argumentationslinien von beiden Seiten der Diskussion produktiv aufzunehmen.
Der Text wurde im Piratenpad https://rlp.piratenpad.de/Positionspapier-Datenschutz er- und bearbeitet.
Die Absätze sind weitgehend so formuliert, dass sie bei Bedarf modular abgestimmt werden können, was auch sinnvoll erscheint, da sie teilweise auch unter den Mitbearbeitern des Pads nicht unumstritten waren. +
Aus derzeitiger Sicht erscheint eine zweimalige Beschlußversammlung pro Jahr ausreichend. Eine höhere Frequenz ist bei Bedarf dadurch meines Erachtens auch nicht ausgeschlossen.
Der Antrag ist eingereicht und auch zu finden unter:
[[RP:2011_LPT_3_2011_Rheinland-Pfalz/Satzungs%C3%A4nderungsantr%C3%A4ge#S.C3.84A_1]] +
Die häufigen Landesparteitage stellen hohe Anforderungen an Mitglieder
und Organisation. Zwei Parteitage im jahr lassen eine deutlich bessere
Vorbereitung auf den Parteitag zu. Die freigewordenen Termine können
für Barcamps oder Landesweite Thementreffen genutzt werden.
Bei bedarf kann der Landesvorstand weiterhin zusätzliche Parteitage
einberufen. +
Siehe andere Anträge zu dem Thema. Einziger Unterschied ist
die Ergänzung von "nicht mehr als", um auch die Einberufung von LPT mit kürzerem Abstand bei Bedarf zu ermöglichen. +
Dies erleichtert die Arbeit der Versammlungsleitung. +
Übernommen von Jan Doerrenhaus/NRW
Ich möchte, dass sich der Landesverband klar zum Selbstverständnis der Partei und den auf dem letzten BPT angenommenen Anträgen gegen Rechtsextremismus bekennt. Dabei geht es nicht(!) um eine generelle Abkehr von Extremismus - die ich befürworte! - sondern ganz speziell und insbesondere um Rechtsextremismus. Wer der Meinung ist, dass wir auch ebenso klar und deutlich gegen andere Formen von Extremismus Stellung beziehen sollten, darf gern einen solchen Antrag stellen. Ich bitte daher von Kommentaren, die eine Änderung des Antrages in diese Richtung vorschlagen, abzusehen. Das ist NICHT Thema dieses Antrages.
Zur weiteren Argumentationsunterstützung sei auf das oben verlinkte Blog sowie das von Tarzun verwiesen.
Diesen Antrag habe ich 1:1 übernommen von einem Antrag für den LPT Sachsen-Anhalt, weil ich finde, dass sich jeder Landesverband dem stellen sollte. Mir ist klar, dass der Extremismusbegriff bei den Piraten in der Diskussion ist, dieses soll aber nicht primär der Inhalt des Antrags sein sondern schlicht eine klare Abgrenzung vom Rechtsextremismus- das ist offenbar trotz Satzung etc. nötig. +
erfolgt mündlich +
Dies ist ein Konkurrenzantrag zum Antrag [[RP:Antragsfabrik/Übernahme der Änderungen am Bundes-Parteiprogramm]].
Unser derzeitiges Parteiprogramm des Landesverbandes ist zum allergrößten Teil eine Kopie einer alten Version des Programms des Bundesverbandes.
Das Programm des Bundesverbandes umfasst mittlerweile wesentlich mehr Punkte. Damit, dass wir einige Punkte aus dem (alten) Bundesprogramm im Landesprogramm haben, andere aber nicht, erwecken wir den Eindruck, wir würden diese nicht übernommenen Punkte nicht befürworten.
Ob Presseberichte, in denen unser Landesverband als konservativer Landesverband oder als Kernie-Landesverband dargestellt wurde, dadurch zustande kamen, ist nicht sicher, aber wahrscheinlich.
Außerdem ist es einfach unschön, wenn wir eine 2 Jahre veraltete Version des Bundesprogramms als Landesprogramm haben.
Dies zu lösen gibt es zwei Möglichkeiten:
A) Wir übernehmen alle Punkte in der aktuellen Version aus dem Bundesprogramm. Das ist dieser Antrag.
B) Wir streichen alle Punkte, die aus dem Bundesprogramm stammen, aus unserem Landesprogramm. Dazu habe ich den Antrag [[RP:Antragsfabrik/Redundanzen_Landes-und_Bundesprogramm|Redundanzen Landes-und Bundesprogramm]] gestellt. +
Dies ist ein Konkurrenzantrag zum Antrag [[RP:Antragsfabrik/Übernahme der Änderungen am Bundes-Parteiprogramm]].
Unser derzeitiges Parteiprogramm des Landesverbandes ist zum allergrößten Teil eine Kopie einer alten Version des Programms des Bundesverbandes.
Das Programm des Bundesverbandes umfasst mittlerweile wesentlich mehr Punkte. Damit, dass wir einige Punkte aus dem (alten) Bundesprogramm im Landesprogramm haben, andere aber nicht, erwecken wir den Eindruck, wir würden diese nicht übernommenen Punkte nicht befürworten.
Ob Presseberichte, in denen unser Landesverband als konservativer Landesverband oder als Kernie-Landesverband dargestellt wurde, dadurch zustande kamen, ist nicht sicher, aber wahrscheinlich.
Außerdem ist es einfach unschön, wenn wir eine 2 Jahre veraltete Version des Bundesprogramms als Landesprogramm haben.
Dies zu lösen gibt es zwei Möglichkeiten:
A) Wir übernehmen alle Punkte in der aktuellen Version aus dem Bundesprogramm. Dazu habe ich den Antrag [[RP:Antragsfabrik/%C3%9Cbernahme-%C3%84nderungen-Bund-BPT2010.2-und-BPTs2011|Übernahme-Änderungen-Bund-BPT2010.2-und-BPTs2011]] gestellt.
B) Wir streichen alle Punkte, die aus dem Bundesprogramm stammen, aus unserem Landesprogramm. Das ist dieser Antrag. +
Was ist Fracking?
Fracking ist eine unkonventionelle Fördermethode, um schwer zugängliche Quellen anzuzapfen. Beim Fracking wird unter sehr hohem Druck (>1000 bar) eine Flüssigkeit in den Boden gepresst. Dadurch werden künstliche Risse erzeugt oder vorhandene Haarrisse vergrößert, um die Durchlässigkeit des Bodens für Gas oder Flüssigkeiten zu vergrößern und so den gewünschten Energieträger freizusetzen.
Es wird ein Gemisch aus Wasser und Sand eingesetzt. Die Sandkörner sollen die Haarrisse offen halten. Gleichzeitig werden diverse Chemikalien beigemischt, die zunächst dazu führen, dass Sand und Wasser sich nicht trennen, sondern in einer geleeartigen Masse eine Emulsion bilden. Nachdem die erwünschten Risse im Untergrund entstanden sind, muss das Gemenge wieder verflüssigt werden, damit das Gas gefördert werden kann. Auch werden Biozide beigemischt, die im Untergund vorhandene oder von der Oberfläche eingebrachte Methan-zersetzende Bakterien abtöten, sowie Algen, die zu Schleimteppichen und Verstopfungen führen können.
Warum Fracking?
Erdgas muss nicht immer in großen Hohlräumen vorliegen, sondern kann auch in Form von Einschlüssen im Gestein, in Poren oder Haarrissen vorkommen. Fracking wird verwendet, um solche Erdgasvorkommen, die in Böden mit geringer Durchlässigkeit für Gas (Permeabilität) vorliegen, zu erschließen.
Welche Risiken gibt es?
Das größte Risiko ist sicherlich die Verseuchung des Grundwassers und der Umgebung des Bohrlochs an der Erdoberfläche. Weil sich die künstliche Rissbildung beim Fracking weder kontrollieren noch steuern läßt, können Risse prinzipbedingt auch an unerwünschten Stellen entstehen. Die Rissbildung ermöglicht, dass sowohl Gas wie auch Bohrflüssigkeit (Fracfluid) an die Oberfläche gelangen - gewünscht ist dies jedoch nur für das Gas und auch nur an der Förderstelle. An allen anderen Stellen kann es zur Kontamination mit Gas oder Fracfluid führen - insbesondere zur Verseuchung des Grundwassers. Aus den USA sind Fälle öffentlich geworden, bei denen das Grundwasser so sehr mit Gas kontaminiert ist, dass es zum Trinken nicht mehr geeignet und sogar "brennbar" wurde [03].
Nur ein Teil der Firmen gibt Informationen zu den verwendeten Chemikalien heraus - die Zusammensetzungen ändern sich ständig, es wird viel herumexperimentiert. Es besteht auch der Verdacht, dass giftige Abfälle auf diese Weise als "wertvolle Hilfsmittel" umdeklariert und eingesetzt werden, um eine teure Entsorgung zu vermeiden. Ein signifikanter Teil der Frackflüssigkeit bleibt im Boden zurück. Wer in Bergbaugebieten lebt, kennt die Bergbauschäden, die natürlich auch entstehen können, wenn man Gestein zerstört. Schwarmbeben sind aufgetreten. Bei mindestens einem Fracking befanden sich in der Nähe alte unbekannte, nicht kartierte oder vergessene Bohrungen. Nachdem bereits eine große Menge Frackflüssigkeit eingebracht war, schoss diese einige hundert Meter entfernt aus einer der alten Bohrungen wieder an der Oberfläche heraus - eine eindrucksvolle Fontäne, die eine Woche lang sprudelte und die Umgebung mit Frackflüssigkeit und den aus dem Untergrund gelösten Salzen vergiftete. Generell löst die Frackflüssigkeit auch unerwünschte Stoffe aus dem Untergrund: Salze, aber auch radioaktives Material, das ähnlich wie beim Bohrschlamm aus der Erdölförderung ein "vergessenes" bzw. verschwiegenes, verdrängtes, ignoriertes Problem ist. In der Umgebung von Hamm soll gefrackt werden. Dort enthält der Untergrund große Mengen radioaktives Thorium und dessen ebenfalls radioaktive Zerfallsprodukte, die unvermeidlich an die Oberfläche gelangen werden. In NRW sollen Kohleflöze gefrackt werden. Die sind dann für die Nachwelt unbrauchbar. Kohle ist eine wertvolle Ressource, die eventuell später einmal gefördert werden könnte - und zwar nicht, wie bisher, zum Verbrennen, sondern zu anderen Zwecken. Grundsätzlich gilt, wer behauptet "es gibt keine Risiken", der lügt!
Wer will daran verdienen?
Das Erdgas will ExxonMobil aus dem Boden unter NRW fördern. Die Bohrlizenzen wurden schon vergeben, ohne dass die Öffentlichkeit darüber informiert wurde. Eins sollte man auf jeden Fall bedenken, wenn es um Ölkonzerne geht: Sicherheit kostet, und die Ölkonzerne bzw. Subunternehmer sparen da sehr gerne. Der Unfall im Golf von Mexiko zeigte, wie sehr die Konzerne willens sind, das Risiko zu übergehen, um Profit auf Kosten der Gesellschaft zu erwirtschaften. Einigen ist vielleicht auch die Exxon Valdez [08] in Erinnerung geblieben. Im Gegensatz zu ihren Versprechungen haben sie keineswegs vor, als Gesamtgesellschaften zu haften. Es werden bereits jetzt für die Probebohrungen Tochtergesellschaften gegründet, GmbHs, die im Falle von Problemen haften, und das wegen des geringen Eigenkapitals nur geringfügig - "Gesellschaften mit beschränkter Haftung". Und das nur für Probebohrungen.
Wie beurteilen andere Länder das Fracking?
In den USA wird Fracking intensiv angewandt, und die Schäden für Mensch und Natur wurden bereits offensichtlich. Dort scheint der Energiehunger größer zu sein als die Bedenken. Einzelne Bundesstaaten haben es jedoch bereits auf ihren Gebieten verboten, ebenso wie Frankreich. Wenn man bedenkt, wie Frankreich das Risiko von Atomkraft einschätzt, könnte daraus der Schluss gezogen werden, dass die Franzosen Fracking für gefährlicher als Atomkraft halten!
Quellen:
# [01] http://de.wikipedia.org/wiki/Fracking
# [02] http://www.gegen-gasbohren.de/artikeluebersicht/
# [03] http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,711107,00.html
# [04] http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de/
# [05] http://piratenpartei-duisburg.de/unkonventionelles-erdgas/
# [06] http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/NRW-will-riesige-Erdgasfelder-anzapfen-id3899416.html
# [07] http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,725697,00.html
# [08] http://de.wikipedia.org/wiki/Exxon_Valdez
# [09] http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Danebod/Unkonventionelles_Erdgas
# [10] http://www.xtranews.de/2011/07/01/fankreich-verbietet-fracking/
# [11] http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=france-bans-fracking-2011-06-30
# [12] http://www.greenpeace-energy.de/windgas.html