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Benutzer:Rgeddert/Frageseite

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Hier ist Platz für alle nur denkbaren Fragen zu meiner Kandidatur für die Landesliste zur Landtagswahl Hessen 2013.

Frage 1: Warst Du Mitglied in einer anderen Partei?

Nein

Frage 2: Was werden deine (gewünschten) Schwerpunkte im Parlament sein?

Meine Interessen sind vor allem die Teilhabe und die Privatsphäre. Wichtige Schwerpunkthemen sehe ich bei der Bildung. Eine mündige Gesellschaft braucht ein gutes Bildungssystem. Ohne ein solches steht eine Demokratie auf wackeligen Beinen. Unser hessisches Bildungsprogramm hat viele gute Aspekte von verschiedenen Pädagogischen Ansätzen aufgegriffen. Als Vielreisender ist auch Verkehr ein Thema, das mich beschäftigt. Wir brauchen eine stabile, vielschichtige Infrastruktur. Ich habe in diesen Gebieten keine Profession sondern schöpfe "lediglich" aus meiner Erfahrung.

Frage 3: Weißt du schon welche Ausschüsse du gern besetzen möchtest?

Nein. Ich bin sehr offen. Wirtschaft liegt mir nicht so. Ansonsten bin ich bereit für die Aufgaben, die da kommen.

Frage 4: Fraktionszwang ja oder nein? Wie entscheidest du bei Themen, die in der Basis eine andere Wertung haben als bei dir persönlich?

Auf gar keinen Fall. Ich würde lange ins Grübeln kommen und nachhaken, wieso sich eine breite Menge eine andere Meinung dazu bildet als ich. Mein Ziel ist es, die Entscheidungen der Menschen zu verstehen und nachzuvollziehen. Wenn ich dann nach ausgiebigem Abwägen immer noch bei einer differenzierten Meinung bleibe, dann würde ich auch danach abstimmen. Dinge, die vielleicht mit weniger Herzblut vertrete und bei denen die Basis einen anderen Standpunkt annimmt, würde mich unter Umständen auch zu einer Enthaltung führen, damit ich nicht im Weg stehe. Muss man wohl von Fall zu Fall entscheiden. Ich lasse mich auch gerne mit guten Argumenten überzeugen.

Frage 5: Würdest Du vertrauliche Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, wenn diese politisch brisant sind?

Nicht auf teufel-komm-raus. Sowas würde ich nie alleine entscheiden wollen, sondern lieber im Einklang mit der Fraktion. Alleingänge bereiten mir da Bauchschmerzen. Das Zurückhalten von Informationen, die von elemtarer Bedeutung für die Bevölkerung sind jedoch auch.

Frage 6: Was genau verstehst du unter Tranzparenz?

Zu allererst die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Offenlegung der Informationen, die man hat, um seine Entscheidungen zu treffen. Man sollte nicht das Gefühl bekommen, die da oben (tm) tun was sie wollen. Ich finde es jedoch nicht falsch, dass sich Menschen, die einen Vorschlag erarbeiten wollen, dass erstmal unter sich machen und erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn der Vorschlag überhaupt diskussionwürdig ist. Wie gesagt, einen Vorschlag. Was es nicht geben darf, sind Entscheidungen, die schon gefällt sind, bevor überhaupt irgendwas für Außenstehende diskutierbar war. Eine Teilhabe muss immer gegeben sein. Hier in Kassel musste die Stavo über Verträge beschließen, deren Bestandteile selbst die Stadtverordneten nicht einsehen durften. Sowas ist ein Unding. Trotzdem sollen gute Ideen auch an Kneipentischen wachsen dürfen, ohne dass nachher nach einem Protokoll von dieser Sitzung gefragt oder sogar angeprangert wird, dass dazu nicht öffentlich eingeladen worden ist.

Frage 7: Wirst du deine Nebentätigkeiten komplett offen legen?

klar. werden aber sicherlich nicht viele sein. Ich werde froh sein, wenn ich restliche Zeit für meine Familie aufwänden kann. Da ich auch daran denken muss, was ich nach meiner Mandatszeit beruflich weiter mache, kann es noch sein, dass ich mit meinem jetzigen Arbeitgeber gelegentlich für Fortbildungsmaßnahmen aufsuche, um am Ball zu bleiben, sofern das möglich ist.

Frage 8: Wirst du gratis Angebote/Vergünstigungen annehmen?

Insofern ich sicherstellen kann, dass ich sie nicht aufgrund meines Mandats bekomme, sicherlich. Z.B. würde ich im Supermarkt nicht auf "nimm 3, zahl 2"-Angebote verzichten, nur weil ich Abgeordneter bin. Sprich, in dem Maße, wie sie jeder in Anspruch nehmen kann, würde ich das auch weiter tun. Interessant fände ich auch mal das Experiment, ob man als MdL Vergünstigungen aushandeln kann, die dann für alle gelten. Sowas würde ich aber auch nicht im Alleingang an gehen wollen.

Frage 9: Postgender? Für und Wider und deine persönliche Meinung

Ich gebe mir Mühe, alle Menschen gleich zu behandeln und glaube, dass mir das auch recht gut gelingt. Ich finde es sehr traurig, wenn Menschen ihre Wahlentscheidungen oder Ablehnungen aufgrund des Geschlechtes wählen. Vermutlich bin ich also Postgender.

Frage 10: Wie stehst Du zum BGE?

Wenn das funktioniert, finde ich das eine gute Sache. Ich sehe da allerdings noch viele Hürden. Ich selbst würde mich wohl erstmal eine Auszeit nehmen und wäre erstmal für eine Zeit von der Bildfläche verschwunden. Wirtschaft ist aber wirklich nicht mein Fachgebiet. Meine Kasse ist meist leer. Was auch daran liegt, dass ich andere gerne teilhaben lasse.

Frage 11: Wirst Du einen Teil Deiner Diät an die Partei spenden?

Ich denke, dass ich das nicht in festen Beträgen, die regelmäßig kämen machen wollte, sondern immer dann, wenn ich irgendwo den Bedarf sehe, gezielt einzeln unter die Arme greifen. Im Prinzip machen wir das jetzt auch schon so. Nur wäre mein Unterstützungspotential größer.

Frage 12: Hast Du Erfahrungen mit komplexen Gesetzestexten und Verwaltungsvorgängen?

Wahrscheinlich nicht in dem Umfang, wie das im Landtag auf mich zukäme. Ich bin jedoch in der Qualitätssicherung tätig, welche unter Umständen ähnlich geartet ist. Ich halte mich für sicher im Umgang mit Gesetzestexten.

Frage 13: Hast Du schon einmal Mitarbeiter eingearbeitet/geführt?

Ich habe des öfteren kleine Teams von bis zu 7 Mitarbeiten unter schwierigsten Umständen in Entwicklungsländern und auch sonst viel auf der Welt organisiert, geschult, angeleitet, betreut, geführt und für ihre Sicherheit gesorgt. Ich leite stellvertretend eine kleine Abteilung in der Firma und bin in Personalfragen eingebunden.

Frage 14: Kannst Du mit Leuten zusammen arbeiten die Dir unsympathisch sind?

Ja, ich bin sehr anpassungsfähig und kann mein Verhalten auch so weit anpassen, dass ich auch mit Menschen, die wenig Kompatibilität aufweisen, ein gemeinsames Ziel verfolgen kann. Mitarbeiter sind wie Familienmitglieder. Kann man sich nicht immer aussuchen. Probleme habe ich mit Hinterhältigkeit, grobem Vertrauensmissbrauch und gezielter Destruktivität. Dort finden sich dann auch meine Grenzen. Ich bin aber auch bei so etwas über meinen Schatten gesprungen. Übrigens wird man sich mit gemeinsamen Erfolgen oft sympathischer. Das Bier nach der Arbeit trinke ich jedoch bevorzugt mit sympathischen Menschen ;-)

Frage 15: Bist Du bereit den Verlust an Privatsphäre und Lebensqualität durch das Mandat hinzunehmen?

Ich befürchte, dass sich da nicht viel ändert. Ich bin bereits jetzt schon sehr offen und vielbeschäftigt. Ich bin 70-Stunden-Wochen durchaus gewohnt und haben schon unzählige Nächte auswärts verbringen müssen. Ich habe mit meiner Frau schon besprochen, wie wir das handhaben wollen. Ich sehe das nicht so kritisch.

Frage 16: Hast Du innerhalb des letzten Vierteljahres regelmäßig mindestens einen Stammtisch besucht?

Oh ja. Sonst wäre ich sicherlich nicht in den Vorstand des KV-Kassel gewählt worden.

Frage 17: Wie stellst du dir die Einbindung der Basis und damit die Meinungsbildung vor?

Vor allem viel Zuhören und Reden. Ich habe viele geöffnete Kanäle die ich auch fleißig nutze. Ich bin zumindest im nördlichen Hessen viel präsent. Ich stehe auf unser vMB. Am LQFB störe ich mich derzeit an der jetzigen Form der Delegation und an der benutzerunfreundlichen Oberfläche. Vielleicht bekommen wir das ja mal besser hin. Ich beteilige mich jetzt auch an den wichtigsten Mailinglisten, auch wenn ich mich gelegentliche frage, warum. Ich bin per Twitter, Facebook, Google, Mail, Telefon und in real ansprechbar und spreche auch von mir aus Menschen an, wenn ich das Gefühl habe, dass es Diskussionsbedarf gibt. Gerade in Hessen habe ich das Gefühl, dass es nicht reicht, AG-Sprecher allein zu fragen, da es oft konträre Meinungen zum Thema außerhalb der AGs gibt. Hier darf man einfach nicht mit Scheuklappen umherwandeln. Kommunikation ist ein entscheidender Teil meines Tagesablaufes. Ich werde den Kontakt sicherlich nicht verlieren. Den Rest klären wir bei einem Bier ;-)

Frage 18: Wie stellst Du dir die konkrete Arbeit der Abgeordneten untereinander vor?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. sollte das auf die Abgeordneten innerhalb einer Fraktion handeln, so halte ich für besonders wichtig, dass man ein Team schafft, dass sich vertraut. Ich wünsche mir sowas wie eine LandtagsCrew. Sie müssen symbiotisch handeln können. Es darf kein Konkurenzdenken geben. Schließlich verfolgen wir alle ein gemeinsames Ziel. Ich werde mich dem nicht entgegen stellen. Sollte die Frage anders gemeint sein, bitte nochmal nachfragen.