Die Daten werden täglich aktualisiert.
Benutzer:Eddy/Tätigkeitsberichte/2013
Moin auch,
„Den allgemeinen Hang zur wie auch immer motivierten detaillierten Dokumentation piratischer Aktivitäten teile ich nicht. (...)“
Das, sowie einige meiner politischen Grundsätze schrieb ich mir und der uninteressierten piratischen Öffentlichkeit in mein Wiki-Profil. Drum halt ich es in diesem Bericht so, daß ich ihn im wesentlichen politisch oder so verfasse.
Bei uns ist der Tätigkeitsbericht eine eher intern im ungünstigsten Fall chronologische Darstellung von Aktivitäten eines bestimmten Zeitraums. Wenn's gut läuft werden die auch noch irgendwie begründet.
Als im letzten Jahr der Vorstand gewählt wurde, stand vom alten Vorstand niemand mehr zur Wahl, so daß die Kontinuität des Stadtverband s meiner Ansicht nach nicht mehr gewährleistet war. Das war der wesentliche Grund meiner Kandidatur. Getragen war mein Engagement von der Hoffnung, daß es im Jahr 2013 bis 2014 Entwicklungen gäbe, die dazu angetan gewesen wären, eine Fortführung des Stadtverbandes ohne meine erneute Kandidatur zu gewährleisten.
Das ist augenscheinlich erst Mal so nicht der Fall. Jedenfalls sehe ich bis dato (Stand 23.03.2014) keine Kandidaturen für den Vorstand. Das mag sich hoffentlich noch ändern.
Insgesamt war es doch sehr ruhig in Oldenburg. Wir haben für das terminliche Grundgerüst des Stadtverbandes gesorgt und es regelmässig kommuniziert. Also Stammtische, Hauptversammlungen und das monatliche Frühstück. Nebenbei war auch eine Bundestagswahl, vor der wir mit einigen Grossplakaten auf uns aufmerksam gemacht haben.
Nebenbei war ich noch Pressesprecher, wobei wir allerdings der Presse nichts zu sagen hatten.
Die Teilnahme an fast allen Mitgliederversammlungen des Jahres verbuche ich mal nicht unter Vorstandsaktivitäten. Die Vorbereitungen, die dafür nötig sind, um "auf dem laufenden" zu bleiben auch ncht. Allerdings war der Stadtverband durch Mitglieder immer auf diesen Events vertreten.
Vorstand bei den Piraten heisst erstmal reine Orgastruktur nach dem Motto, was die Mitglieder draus machen, ist deren Sache. Als Mitglied also auch die eigene. Allerdings roch man aus den Vorbereitungen zur Landtagswahl mit den AV's in Nienburg und dem Programmparteitag in Celle schon so ein bisschen heraus, daß die Mitglieder, die für den Aufbau des Parteiapparates verantwortlich zeichneten, sehr wohl in ihrer Auslegung des Grundsatzprogramms politisch positioniert waren. Ausserdem war es ein relativ festgefügter Stamm von Leuten, deren Namen immer wieder in den Parteimedien zu lesen waren.
Es war im Folgenden für mich davon auszugehen, daß die aufgebauten Strukturen nicht allen soweit möglichen, sondern sehr bestimmten politischen Inhalten zugedacht waren. Wenn jemand vorhatte, durch diese orgapolitische Pipeline andere Inhalte zu leiten kam oft der für diese Zeit charakteristische Spruch: Dazu haben wir nichts im Programm.
Es waren und sind reichlich unterschiedliche Gruppen von Mitgliedern bei den Piraten in verschiedenen Wählerschichten unterwegs. Sie repräsentieren entweder deren Einstellungen, tragen sie mit und möchten sie nicht mit Inhalten vergraulen, die sie nicht hören wollen.
Die kamen dann allerdings des öfteren von den eigenen Leuten und die Tatsache, daß jetzt ein Bpt ansteht, hat genau damit zu tun.
Das Experiment der Schaffung einer Plattform, die Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Einstellungen eine Möglicheit zur einer Auseinandersetzung bietet, die gewissermassen gesellschaftliche Debatten und den Umgang damit vorlebt, ist meiner Ansicht nach gescheitert.
In Oldenburg allerdings nur zum Teil, weil es hier immer Ebenen der Auseinandersetzung gibt und gab, bei denen sich nicht gegenseitig ausgeschlossen wurde.