Benutzer:Sikk

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<ul><li>URIs der Form „simon.klages (at) piratenpartei-hessen.de“ sind nicht zulässig.</li> <!--br--><li>Die Verwendung von „identi.ca“ als Attributkette ist während des Hinzufügens von Annotationen nicht möglich.</li></ul>Vorlage:Piratenprofil/Politischer Kompass
Kurzprofil
Persönlich
Name: Simon Klages
Nick: Sikk
Wohnort: Langen
Berufl. Qual.: Diplom-Informatiker (FH)
Tätigkeit: IT-Consultant bei einem großen Computerhersteller
Familienstand: verheiratet
Geburtstag: 23.10.1969
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: Mai 2007
Landesverband: Hessen
Stammtisch: Offenbach)
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: simon.klages (at) piratenpartei-hessen.de
Blog: http://sikk.wordpress.com
IRC: Sikk_ (?)
ICQ: (?) 305012440 (?)
Jabber: Sikk@jabber.piratenpartei.de (?)
Twitter: Sikk
Identi.ca: (?) Sikk (?)
XING Simon_Klages


Simon Klages

Bis vor einiger Zeit war ich wie viele andere Bürger in Deutschland politisch überhaupt nicht interessiert, um nicht zu sagen: demotiviert. Natürlich habe ich immer so mitbekommen, was sich politisch so tut, war aber immer der Meinung, man könne doch sowieso nichts tun. Gerade in den letzten Jahren habe ich mich jedoch mehr und mehr darüber geärgert, in welcher Weise die Stimmung in der Bevölkerung, die Angst vor Terroranschlägen angeheizt wurde und somit Wege geebnet wurden, Überwachungsmaßnahmen zu etablieren, wie sie vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären.

Die meiner Meinung nach einzige Möglichkeit, diese Zustände zu bekämpfen ist nun mal, politischen Druck auf die Leute zu machen, die dies zu verantworten haben.

Als Informatiker weiss ich, dass viele der gerade eingeführten und geplanten Maßnahmen ein gewaltiges Mißbrauchspotential haben und die Erfahrung zeigt immer wieder, dass dieses Potential gnadenlos ausgenutzt wird. Wenn durch die automatische Kennzeichenerfassung keine Terroristen gefunden werden (300 Verdächtige Fahrzeuge aus 1 Mio erfassten = 0,03%), nutzt man sie eben, um z.B. Geschwindigkeitsübertretungen zu ahnden (definierter Abstand zwischen zwei Scannern, Zeitstempel abgleichen, fertig). Es wird passieren, dass ein unschuldiger Autofahrer gefragt wird, warum er z.B. Samstag nachts um zwei Uhr auf der A5 Richtung Frankfurt gefahren ist und sich dafür rechtfertigen muss.

Wenn es erstmal umfangreiche Auskunftssysteme über jeden Bürger Deutschlands gibt (und das geht schneller als man denkt), wird jemand mit Zugriff auf dieses System herausfinden wollen, ob der neue Freund seiner Tochter "Dreck am Stecken" hat. Und wenn es tausendmal verboten ist, es wird passieren. Jeder hat schonmal eine Suchmaschine mit seinen eigenen Daten oder denen eines Bekannten befragt und sich gewundert, was alleine hier möglich ist.

Das Finanzamt kann mittlerweile auf Konten aller Steuerzahler zugreifen und nutzt diese Möglichkeit bereits übereifrig, Videoüberwachung kann bald schon automatisch und personenbezogen ausgewertet werden, zusammen mit den Nummernschildscannern lassen sich damit Bewegungsprofile erstellen. Dank der Vorratsdatenspeicherung wird bald sämtliche Kommunikation registriert und gespeichert. Im Reisepass sind Fingerabdrücke gespeichert, können aus der Entfernung ausgelesen werden, ohne dass man es bemerkt oder verhindern könnte, biometrische Fotos, die selbstverständlich digital vorliegen sind sowieso bereits Standard. Diese Daten muss man nur noch zusammenführen.

Freilich wäre das einfacher, wenn man eine personenbezogene ID hätte, damit man die gewünschte Person in allen Datenbanken einfacher und eindeutig findet - doch genau diese wird gerade diskutiert und in Form einer einheitlichen Steuernummer auf den Weg gebracht. Der gläserne Bürger wird immer mehr zur Realität, ob man das wahrhaben möchte oder nicht, ob man etwas zu verbergen hat oder nicht, ob man das möchte oder nicht.

Auf der anderen Seite stehen Politiker, die sich weigern, Ihre Nebeneinkünfte offenzulegen, die vor Wahlen Versprechen abgeben, die sie anschließend nicht halten, die sich von Experten erklären lassen, dass die Vorratsdatenspeicherung und auch die anderen erwähnten Dinge falsch, unmoralisch und dumm sind und die sie trotzdem beschließen. Politiker, die elektronische Pässe einführen und in Aufsichtsräten von Firmen sitzen, die diese Pässe herstellen.

Und dann soll man versuchen, in eine Partei einzutreten, um über diese Mißstände aufzuklären. Gegen Windmühlen kämpfen ist wohl der passende Begriff.

Doch dann entdeckte ich die Piratenpartei, die all das, was ich gerade schrieb bereits anprangert, die sich dafür einsetzt, die Privatsphäre zu schützen, die Menschen- und Bürgerrechte nicht weiter auszuhöhlen, sondern zu erweitern. Und ich erkannte, dass ich längst ein Pirat war und dass es noch viele andere gibt, die genauso denken.

Und so wurde ich auch offiziell ein Pirat.