Dies ist der erste Entwurf für einen Text, der Piraten beim Kommentieren Orientierung geben soll. Wir freuen uns über Verbesserungen :)

Kommentieren für Piraten - ein (Pi)Ratgeber

Als Pirat findet man sich im Internet oft in der Situation wieder, die Partei oder ihre Amtsträger (in verwaltender Aufgabe) verteidigen zu wollen - und manchmal sogar gegen Menschen und Institutionen, die man als Verbündete verstanden oder wegen ihrer Arbeit bewundert hat. Dann fällt es einem um so schwerer, mit klarem Kopf zu sagen, warum ein Beitrag einen nun stört und dem Autor Kritik so mit zu teilen, dass er sie wahrnimmt und sich nicht auf die Füße getreten fühlt. Dieser Ratgeber soll nun kurz und verständlich dabei helfen, dich als Pirat konstruktiv zu äußern und im Fall der Fälle als Nachschlagewerk dienen, bevor Du Beiträge schreibst, die dir hinterher vielleicht unangenehm sind.

Was stört mich eigentlich?

Manchmal musst Du es dir vielleicht selbst erstmal bewusst machen, was dich nun an einem Beitrag stört: Was sind die Kritikpunkte, zu denen Du dich jetzt äußern willst? Ist es der Inhalt, der Ton? Wird es verstärkt durch die Person des Autors, von der du anderes erwartet hast? Bist Du sowieso schon gereizt, weil Du in letzter Zeit mal wieder viel Piraten-Bashing mitbekommen hast? Das alles beeinflusst die Art, wie du antwortest - deshalb solltest du vorher drüber nachdenken.

Wie drücke ich das so aus, dass man mir zuhört?

Der Ton macht die Musik... hörst du oft und wenig gerne, ist aber so. Klar, man schreibt sich gern den Frust von der Seele - aber gerade dann wird der Ton nicht so, dass dir auch zugehört wird. Und wenn du öffentlich Frust ablässt, hilft dir das selbst auch nicht auf Dauer - im Gegenteil. Du lieferst den Kritikern Futter und haftest den Piraten den Ruf an, dass ihre Anhänger und Sympathisanten für konstruktive Diskussionen nicht zu haben sind. Völlig egal, ob deren eigener Beitrag neutral war oder nicht - Du darfst dich nicht an Anderen messen, denn das tun die Anderen selbst nicht.

Nimm Dir Zeit

Manchmal ist ein eigener Blogbeitrag besser als im Kommentarsumpf zu versanden - vor allem, wenn Du dir die Zeit nimmst und tief Luft holst, bevor Du deine Kritik, deine Anregungen und Anmerkungen aufschreibst. Vor dem Abschicken solltest Du nochmal frische Luft schnappen. Mit etwas Glück hast Du den Luxus, jemanden neutrales in deiner Nähe zu haben - dann lass ihn kurz deinen Beitrag gegenlesen. Im Idealfall ist es sogar jemand, der dir klar die Meinung sagt, wenn Du falsch liegst - andere Piraten stimmen dir vielleicht eher zu, ohne deinen Text kritisch zu prüfen.

When in doubt...

Wenn Du jetzt immer noch sicher bist, dass dein Text ein Beitrag zur Debatte ist: Abschicken. Wenn Du Zweifel hast, ob Du kommentieren sollst oder nicht: Tu es nicht. Du solltest hinter deinem Text stehen können - und wenn du schon selbst zweifelst, warum sollen andere deinen Argumenten folgen? Gerade bei Trollen füttert man bekannterweise besser nicht - auch, wenn das schwer fällt.

Noch ein paar Fragen zur Selbstkontrolle:

  • Bringt dein Kommentar die Diskussion voran?
  • Kann dein Kommentar den Lesern (und gehe hier ruhig von Inhabern von Goldwaagen aus) in den falschen Hals geraten?
  • Kann dein Kommentar (und auch hier, gehe von Goldwaageninhabern aus) als Beleidigung wahrgenommen werden?
  • Bringt dein Kommentar die Diskussion wirklich voran?

Wenn Du diese Fragen nicht, oder schwer im Sinne einer produktiven (politischen) Diskussion beantworten kannst, solltest Du dir gut überlegen, ob du nicht vielleicht lieber nicht kommentieren willst.

Vielen Dank fürs Lesen!

Generelle Kommunikationshilfen

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