Benutzer:Carsten Ries/Paedophilie
Pädophilie
Boom, das Wort hat gesessen... In Deutschland ruft man alleine mit dem Wort, Abscheu und Eckel hervor.
Da ist es klar, dass die Bundesregierung Heute mal wieder auf Propaganda setzt und sagt, man müsse mehr dagegen tun. Konkret heißt das:
- die Verjährungsdristen für Missrbauch verlängert werden
- unbefugte Nacktbilder machen und vertreiben, wird auch künftig strafbar
- der Besitz von Kinderpornografie soll künfttig härter bestraft werden
- außerdem will man mehr Personal um das ganze auch durchsetzen zu können.
Erst mal ist das ganze löblich, wenn es auch so ein bisschen den Beigeschmack hat, dass die Regierung damit von Ihren tatsächlichen Problemen ablenken will. Totschlagsargumente ziehen dann immer; "Wie Du möchtest nichts gegen Kinderpornographie unternehmen, bist Du ein Kinderficker?".
Leider ist das Problem aber damit überhaupt nicht gelöst und schon gar nicht sinnvoll angegangen. Gerade die Punkt 3 und 4 sehe ich sehr kritisch. Punkt 1 und 2 sind absolut notwendig, sinnvoll und ehrlich gesagt, längst überfällig.
Warum ich gegen Punkt 3 und 4 bin will ich durch nach folgenden Text näher erläutern.
Problem 1 - Tabus
In Deutschland wird aus Pädophilie immer noch ein Tabu Thema gemacht, was ein extrem fataler Fehler ist, alleine wen man schon die Zahlen sieht.
- 15.000 sexuell missbrauchte Kinder pro Jahr in Deutschland
- mehr als 8.000.000 Menschen in Deutschland die pädophile Neigungen haben (10-12% der Deutschen Bevölkerung)
Wie man sieht sollte man aus diesem Thema also auf keinen Fall ein Tabu Thema machen, sondern offen darüber sprechen und nur so kann auch tatsächlich Missbrauch verhindert werden.
Problem 2 - Kurs der Bundesregierung
Etwas gegen Kinderpornographie zu tun kann doch nicht so falsch sein, höre ich viele Leute sagen, mit denen ich über das Thema spreche. Ich finde auch, dass man was dagegen machen muss, aber es sollte gegen die gehen, die Sie verbreiten und vor allem gegen die, die Sie produzieren. Der Konsument, so schwer wie es für manche jetzt zu fassen ist, kann sich im besten Fall damit so kontrollieren, dass er nicht auch noch zu einem Täter wird.
Warum sehe ich den Kurs der Bundesregierung konkret als falsch an.
- es hilft bei der tatsächlichen Lösung nicht.
- es werden Personen kriminalisiert, die vielleicht gerade eine kriminelle Handlung verhindern wollten.
- selbst bei den niedrigsten geschätzten Zahlen müsste man 2.000.000 Bundesbürger der Prozess machen, dass kann nicht im Interesse des Staates sein. Wenn so etwas passiert hat der Staat in vollem Umfang versagt.
- der Staat kann mit seinem Vorgehen 2.000.000 Familie auseinanderreißen, was enorme Folgen für die Sozialkassen bedeuten könnte.
- Gegen die tatsächlichen Täter wurde in den letzten 5 Jahre so gut wie nichts gemacht, Ausrede Nummer eins: "Die sitzen im Ausland, da können wir nichts tun".
Die Liste könnte man endlos fortführen.
Fazit: Es muss Schluss sein mit dieser propagandistischen Hetze und endlich sinnvolle Entscheidungen getroffen werden, die dem Thema auch gerecht werden.
Problem 3 - Verstehen
Um etwas gegen Pädophilie tun zu können muss man es erst einmal verstehen.
Pädophilie ist eine sexuelle Neigung, nicht mehr und nicht weniger, aber hier fängt die Problematik auch schon an. Kein Trieb ist so stark wie der sexuelle Trieb, selbst der Überlebenstrieb kann gebrochen werden, der der sexuellen Lust nahezu überhaupt nicht.
Von den 2 - 10 % geschätzten Bundesbürger die Lust auf Kinder verspüren, schämen und bekämpfen es ca. 95-98%. Häufigste Probleme sind:
Warum werden manche doch zu Tätern:
- durch das Tabu Thema "Pädophilie" sprechen sie natürlich nicht mit Ihren Freunden und nicht mit der Familie, die Gefahr ist groß, dass Personen in Situationen geschoben werden, die Sie selbst nicht wollen.
- die Abdeckung von Psychologen im Land, die dieses Thema bearbeiten können, ist so gering, dass Betroffene bis zu 5 Jahre auf einen Platz warten müssen
- durch die Kriminalisierung vom Besitz der Kinderbilder, wird ein Ventil geschlossen, dass die Personen zu Täter werden lassen kann
Zusammengefasst: Der Trieb ist da, er wird sich durch nichts verhindern lassen, was die Bundesregierung beschließt. Selbst in den eigenen Reihen der Bundesregierung sind zahlreiche Betroffene, die leicht zu Täter werden können. Im Bundestagsgebäude und auch im Berliner Senat gibt es Politiker die auf Kinder stehen, selbst dort wird diese Thema totgeschwiegen, was gegenüber den Opfern eine bodenlose Unverschämtheit ist.
Problem 4 - Medien
Die Medien berichten darüber meist recht einseitig, einzig das ZDF hat sich dem Thema in einer extra Dokumentation angenähert.
Leider wird von den Medien auch zu gerne und zu schnell auf die Personen getreten, anstatt von den tatsächlichen Problemen zu berichten.
Damit haben Medien die Macht, Karieren und Familien zu zerstören, aber auch das Leben von Personen zu gefährden.
Ich höre oft den Satz: "Die Bürger haben ein Recht die Wahrheit zu erfahren", was eigentlich übersetzt nichts anderes heißt, ich sichere meinen Job durch das Leiden eines Anderen, der es sowieso verdient hat. Das Persönlichkeitsrecht wird mit allen Mitteln verletzt und das nur mit dem niederen Beweggrund "GELD".
Berichtet doch mal von den Erfolgen des Netzwerks "Kein Täter werden".
Lösung
Wie kann es auch anders sein, eine Lösung braucht Zeit.
Durch die Schaffung des Netzwerkes "kein Täter werden" sind wir auf einem guten Weg, aber noch weit davon entfernt, das Problem zu lösen.
Auch bedeutende Sexualforscher wie Volkmar Sigusch, die propagandistisch sagen "Es müsse jetzt endlich um die Opfer gehen" (Interview mit der Zeit), werden diese Thema niemals lösen. Nur wer die Ursachen kennt, den Personen hilft die unter "Pädophilie" leiden, wird zukünftige Opfer vermeiden.
Versteht mich nicht falsch, ich finde jedes Opfer zu viel und deren Leiden werde ich niemals nachvollziehen können, aber ich will und muss dafür sorgen, dass es in Zukunft keine Opfer mehr gibt.
Man muss es knallhart sagen, hätten vorher nicht so viele Personen (inkl. Bundesregierung) das Thema solange verschlafen und ignoriert, müsste man sich heute über die meisten Opfer keine Gedanken mehr machen.
Meine Lösungen sind:
- weiterer und schneller Ausbau des Netzes "kein Täter werden", mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln
- im Internet neu erscheinende Daten verhindern, blocken und ggf. angreifen
- Hetzkampagnen verhindern, die helfen weder den Opfern, noch vermeiden sie neue Opfer
- mit Universitäten sprechen und Psychologen auf das Thema aufmerksam machen, dass keiner mehr abgelehnt wird, der über das Thema sprechen will
- das Thema nicht mehr Tabuisieren und so die Möglichkeit schaffen, dass man darüber sprechen kann
Ich hoffe dass ich endlich auf dieses Thema aufmerksam machen konnte und die Bundesregierung ihren Kurs korrigiert.