BE:Kooperation/Wahlprüfsteine/OpenData

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Wahlprüfstein OpenData

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Im Rahmen des “Digitale Gesellschaft e.V.” hat sich eine Arbeitsgruppe zum Thema Open-Data gebildet. Für den laufenden Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus wurden Wahlprüfsteine verfasst, die wir heute an alle sechs aussichtsreichen Parteien verschickt haben. Hier sind das Anschreiben und die Fragen:

Berlin, 1. August 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind davon überzeugt, dass politisches Handeln nicht nur effizienter, sondern vor allem demokratischer gestaltet werden kann, wenn Daten und Informationen für alle Beteiligten frei verfügbar und verwendbar sind. Bürger, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und nicht zuletzt die Verwaltung können sich dann einfach und umfassend informieren. Umgekehrt wird nicht nur der gesellschaftliche Informationsfluss, sondern auch das politische Handeln behindert, wenn staatliche Informationen nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind.

Wir glauben daher, dass die Politik das Thema “Open Data” voranbringen muss. Um transparent zeigen zu können, wie die Parteien in Berlin dieses Thema angehen, haben wir “Wahlprüfsteine für Open Data” entwickelt. Bitte antworten Sie uns bis spätestens zum 31. August auf die unten stehenden Fragen an opendata(at)digitalegesellschaft(dot)de. Ansonsten müssen wir von den Informationen ausgehen, die wir Ihren Wahlprogrammen entnehmen konnten, die aber eventuell nicht vollständig sind.

Für den Bereich “Open Data” des Digitalen Gesellschaft e.V. verbleiben mit freundlichen Grüßen,

Christiane Schulzki-Haddouti Daniel Dietrich Lorenz Matzat Markus Beckedahl

Fragen zum Wahlprüfstein

Wahlprüfsteine für Open Data:


Fragenkomplex 1

  • 1. Hat Ihre Partei eine Strategie für eine “transparente Verwaltung” für das Land Berlin?


* 1a. Wenn ja: Was sind die Kernbestandteile? Welche Ziele wollen Sie bis wann wie erreichen?

  • 1b. Wenn nein: Warum widmet sich Ihre Partei nicht dieser Thematik?

Fragenkomplex 2

2. Inwieweit werden Sie aktiv den Ausbau des für diesen Herbst angekündigten Open-Data-Katalogs für Berlin unterstützen: Welche Mittel werden Sie dafür bereitstellen; etwa für Personal?

Fragekomplex 3

3. Welche Lizenzform halten Sie für die Daten in dem Katalog für angebracht, damit sie frei verfüg- und verwendbar sind?

Fragenkomplex 4

  • 4. Welche Daten haben für Sie Priorität hinsichtlich einer Veröffentlichung als frei verfügbare behördliche Daten?
  • 4a. Umwelt-, Kataster- und Geodaten

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig, [ ] vollständig in Echtzeit

  • 4b. Haushalt

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig

  • 4c. Daten von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten bezüglich Delikten und Straftaten

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig, [ ] vollständig in Echtzeit

  • 4d. Daten des öffentlichen Nahverkehrs, etwa Fahrpläne und Verspätungsmeldungen,

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig, [ ] vollständig in Echtzeit

  • 4e Verkehrsdaten (Baustellen, Blitzanlagen, etc.)

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig, [ ] vollständig in Echtzeit

  • 4e. Daten aus dem Ausbildungs- und Bildungsbereich (Kindergarten, Schule, etc.)

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig

  • 4f. Daten aus dem Gesundheitsbereich

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig, [ ] vollständig in Echtzeit

  • 4g. Daten aus dem Stadtentwicklungsbereich (Karten, Baupläne, Verkehrsplanung etc.)

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig

  • 4h. “Amtlichen Werken”, etwa Gesetzestexte und Verlautbarungen, die nach §5 UrhG gemeinfrei sind?

[ ] nein, [ ] teilweise, [ ] vollständig, [ ] vollständig und regelmäßig

Fragenkomplex 5

5. Inwieweit halten Sie Fortbildungen von Verwaltungs- und Landesregierungsmitarbeitenden unter dem Aspekt “frei verwendbare behördliche Daten” und “transparente Verwaltung” für angebracht? Welche Mittel würden Sie dafür bereitstellen; wie könnten solche Bildungsmaßnahmen umgesetzt werden?


Fragenkomplex 6

6. Als Landesregierung können Sie im schulischen Bildungsbereich tätig werden: Inwiefern gehört für Sie Medienkompetenz – und damit auch IT- und Datenkompetenz – in einen modernen Unterricht? Fallen für Sie die Themen ““frei verwendbare behördliche Daten” und “transparente Verwaltung” in den Bereich der politischen Bildung?


Fragenkomplex 7

7. Werden Sie bei einer Beteiligung an einer Landesregierung für eine pro-aktive Veröffentlichungspflicht innerhalb des Landesinformationsfreiheitgesetzes (IFG) eintreten (siehe Bremen)? Bis wann könnte eine Neufassung des IFG möglich sein?

Fragenkomplex 8

8. Werden Sie bei einer Beteiligung an einer Landesregierung gegebenenfalls für eine in der obigen Frage angesprochene Veröffentlichungspflicht auf Bundesebene, etwa im Bundesrat, eintreten?