Gvmkri2
Antragsentwurf (Sinnvolle Korrekturen sind willkommen):
Ergänzung/en zum Grundsatzprogram bzw. den Zielsetzungen für die Piratenpartei – (Entwurf)
Über die Kernthemen des Wirtschafts- & Finanzwesens ist viel Information gesammelt und mehr oder weniger politisch neutral in Piratenwiki und anderen ähnlichen Plattformen festgehalten worden. Um diesen Themen ins Parteiprogramm zu übernehmen sind gewisse parteiinterne Stellungnahmen notwendig. Daher stelle ich den Antrag, die Partei möge folgende Stellungnahme zu wählen, damit wir in diesem Sinne die Grundsatz- und Wahlprogramme der Partei weiter entwickeln können.
Vorschlag: Jedes Individuum soll jederzeit mittels seiner physischen und/oder mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten seinen Lebensunterhalt bestreiten können. In Fällen von Krankheit, Alter usw. sollen ausreichend selbst bezahlbare Versicherungsmöglichkeiten gegeben sein. Bei der Regierungsbeteiligung der Partei sollen die Voraussetzungen dafür im Rahmen eines quasi neuen Systems geschaffen werden. Das neue System soll für allen Gesellschaftsteilen akzeptabel sein sowie die Veränderungen sollen gewaltfrei und demokratisch stattfinden.
Konsequenz: Die indiviual-ausbeuterische Praktiken und Komponenten des Systems sollen schon in Entwurfsstadium vermieden werden. Da es Neuland ist, sind die Ergebnisse und der Zeitaufwand noch nicht voraussehbar.
Den Vorschlag nicht annehmen heisst, dass die Partei möchte keine Veränderung des real-existierenden Systems.
Konsequenz: Das bedeutet, die Partei unterstützt die existierende Praxis der ausbeuterische leistungslose Einkommensbildung wie alle anderen Parteien. Die potentielle Wähler sehen keine Vorteile und damit keine triftige Gründe diese Partei zu wählen.
Ende des Entwurfs -
Erklärungen:
Wirtschafts- & Finanzwesen bilden den zentralen Punkt jedes Parteiprogramms. Ohne sie wird keine politische Partei signifikante Wählerstimmen bekommen können. (Siehe SZ vom 15.07.2015, S. 6). Kernpunkte/Komponenten dieses Teils sind das Geld (Definition), dessen Entstehung, Verbrauch sowie die Verteilung aus Verwaltungs- bzw. individuelle Sichtweisen (Psychologie). Meistens wird nur die Verwaltungssichtweise betrachtet und die individuelle Sichtweisen werden vernachlässigt, obwohl all diese zivilisatorische Errungenschaften allen Bürgern dienen sollen. Diese Vorgehensweise führt zur Bevorteilung weniger opulenten Gesellschaftsteilen sowie der Benachteiligung der meisten anderen.
Das Real-existierende sozioökonomisches (s-ö) System definiert Geld als Ware bzw. Anrecht auf mehr Geld, wie in der Tabelle von Gerhard Rinnberger dargestellt ist: <https://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Geldtheorien_Systematik>
Emission, Verteilung etc. des Geldes geschieht mittels des Banken-Wesens. Wie schon erwähnt, findet hier nur die Sichtweise der Verwaltung/Banken Geltung. Scheinbar sollen die Individuen sich an das System bedingungslos anpassen.
Aus der obigen Definition des Geldes ergibt sich, dass aus Geld mehr Geld erzeugt werden darf/kann (d.h. jede Person leistungslose Einkommen erzielen darf) und die Fähigen beliebig Vermögen ansammeln dürfen. Diese Tatsache begründet die Beliebtheit dieses Systems. Jeder versucht weitestgehend legal (wenn nicht ertappt werden kann, auch illegal) soviel Vermögen wie (er kann,bzw.) möglich, zu sammeln.
Ferner entstehen Nachteile durch folgende unsichtbare bzw. von „Fachleuten“ aller Couleur nicht beachteten Komponenten:
Natürliche Ressourcen – insbes. Land/Boden - werden als „Individualeigentum“ zugelassen. Das erzeugt Möglichkeiten zur erpresserische Nutzung und Inflation.
Nach dem Tod des Eigentumers wird dieses „Besitztum“ an den „Erben“ übertragen. Das erzeugt eine Konzentration des Vermögens. Vor ein Paar Jahrhunderten - zu den Entstehungszeiten dieser Praktiken - vlt. hätten sie gewisse Gültigkeit gehabt. Ob sie heute genauso sinnvoll sind, ist zu untersuchen.
Diese Praktiken sind unnatürlich. Da die Einflussreichen aller Parteien dadurch profitieren, wollen sie offenbar dieses System beibehalten.
Wie schon erwähnt, wird die Sichtweise des Individuums nicht beachtet. Heute erwarten wir, dass jedes Individuum ausreichend Möglichkeiten und Gelegenheiten zum Gestalten eines von materieller Not befreitem Leben bekommen soll. Unser tägliche Erfahrung lehrt meisten von uns, dass nur durch Tausch von persönlichem Einsatz (Betätigung, Wissen, Kenntnisse etc.) zu Geld gelangen können. In der oben erwähnten Tabelle über Geld fehlt (oder unterschlagen!) jede Bezug zur Arbeit.
Die genannte negative Komponenten mögen zu deren Entstehungs-Zeitpunkt gewisse Gültigkeit gehabt haben. Bei heutigen Bedingungen erzeugen sie ein Gefühl von „Ungerechtigkeit“ in vielen Benachteiligten. Vermutlich unbewusst glauben wiederum viele durch Verhaltens-Nachahmung die Opulenz und die Vorteile der Wohlhabenden zu erreichen.
Sichtweisen:
Jedes Individuum versucht maximale Ergebnisse mit minimalen Einsatz seiner Ressourcen zu erzielen. Da die individuelle Ressourcen ohnehin begrenzt sind, ist diese Aussage akzeptabel.
Andererseits in einer Gemeinschaft (eine Firma, eine Familie o.Ä) wird meistens eine Ergebnis-Maximierung eines Individuums (Eigentumer) bzw. eine kleine Gruppe ("Investoren") zu unakzeptablen Reduzierung der Ergebnisse mehreren anderen Mitgliedern führen. Da kommen Begriffe wie „Gerechtigkeit, Gegenseitigkeit usw.“ ins Spiel. In diesem Fall eine „Optimierung“ der Ergebnisse stellt die harmonisches Zusammenleben in der Gemeinschaft wieder her.
Heute erwarten wir, dass jedes Individuum ausreichend Möglichkeiten und Gelegenheiten zum Gestalten eines von materieller Not befreitem Leben bekommen soll. Unser tägliche Erfahrung lehrt uns, dass nur durch Tausch von persönlichem Einsatz (Betätigung, Wissen, Kenntnisse etc.) zu Geld gelangen können. In allen Betrachtungen über Geld fehlt (oder wird unterschlagen?) jede Bezug zur Arbeit.
Aus Grundsatzprogram 2013:
Arbeit und Mensch
Arbeit ist für uns nicht nur eine handelbare Ware, sondern immer auch die persönliche Leistung eines Menschen. Es ist daher ein Gebot der Menschenwürde, dass jeder Mensch frei entscheiden kann, welchen Beruf er ausüben will und welche Arbeit er annehmen will, aber auch, dass diese Leistung entsprechend gewürdigt wird. Die technologische Entwicklung ermöglicht es, dass nicht mehr jede monotone, wenig sinnstiftende oder sogar gefährliche Aufgabe von Menschenhand erledigt werden muss. Wir sehen dies als großen Fortschritt, den wir begrüßen und weiter vorantreiben wollen.
(?? Widerspruch) Daher betrachten wir das Streben nach absoluter Vollbeschäftigung als weder zeitgemäß noch sozial wünschenswert. Stattdessen wollen wir uns dafür einsetzen, dass alle Menschen gerecht am Gesamtwohlstand beteiligt werden und werden dazu die Einführung eines bedingungs-losen Grundeinkommens prüfen. (??)