Benutzer:Demed86/Treffen/20120606 profKoepcke
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Version vom 17. Oktober 2012, 18:35 Uhr von imported>Demed86
Zusammenfassung des Treffen mit Prof. Koepcke
- Treffen um 11:15 Uhr in der Südstadt Klinik
- Besprechung seiner Erfahrungen und gesammelten Daten
Gedächtnisprotokoll
- 20min vom Arzt bis zur Gebärenden können zu spät sein. Hausgeburten, Geburthäuser, Belegkliniken sind Probleme. Wenn einen Geburt abgleitet, hat man absolute Probleme
- Gespräch über Fkt und Leistung von Hebammen, die abrechenbaren Leistungen
- Wenn natürliche Geburt gewollt, muss man bedenken, dass die Natur auch killt!
- Karrierechancen für Ärzte aus der Kinderschiene sind gering.
- Geburtshilfe macht 40-50% der Fallzahlen aus, aber Geld verdient man durch andere Sachen. Dadurch sinken die Innovationen. Und es gibt starke Angst um rechtliche Forderungen
- Weg muss zurück, weg von den Sectios sein. Kliniken werden nur noch für Ausbildung missbraucht. Arbeitszeitgesetz für Ärzte ist bäh. Früher mit höheren Präsenzzeiten war alles besser.
- Durch die 30% Sectios 115 Mio Mehrkosten. An sich sind 50% davon sinnlos. Man könnte das Geld besser benutzen
- Seit zehn Jahren Abfall der Geburtenanzahl um 14%. Weiterer Abfall bis 2024 um 20-40% zu erwarten. -> Demagogie
- Bildung, Kultur und Gesundheit sollten durch das Volk bezahlt werden; Versicherte werden betrogen, einige Manger werden reich
- Der Berechnungsindex für Sectios ist höher; kosten aber höher (Man braucht 8-9 Leute und Zeugs) Aber Umsatz ist eben höher
- Kompetenzverlust in den Kliniken (Kliniken brauchen mehr Training), sogar Oberärzte verlieren Skills
- Rekord in HRO liegt bei 21 Kinder am Tag, danach braucht man Nachbesprechungen und Ausbildung
- 97% der Kinder haben während der Geburt ein auffälliges CTG. Man braucht Erfahrung um das deuten zu können. Nur bei 0,5% hat man echte Probleme! Entscheidend ist die Qualität der Ärzte, Nachbesprechung nötig
- Beachte die Struktureinheit (Pränatal und Geburtsmedizin), Gefahr das Gynäkologie von der Chirurgie einverleibt wird und nur noch das mit Kindern machen. Man muss eine Rundumversorgung und Ausbildung bieten können
- Regionale Trainingscenter für die Skills [Kosten für ein Phantom 40-100k€], auch die Weiterbildungsbefugten sollten das machen!
- CTG-Kenntnisse müssen wieder steigern, online Auswertung muss man können, auch Fetalblut
- Kliniken mit >600 Geburten/a haben einen gewissen Skill. Darunter ist das Training zu low. Auch die weiteren Fachrichtungen (Kinderarzt) Damals in der DDR war unter 750 schon low
- Kliniken sollten beachten, dass Geburten auch ein PR-Faktor sind und Patienten-Bindung erzeugt. Zusätzlich auch eine Strategie für den Ort/Region selber
- Insgesamt zu viel Ökonomie und zu wenig fachliche Kompetenz bei Handlungsentscheidern! (zB die Chefärzte mit ihre Privatpatienten und Oberärzte mit Intrigen)
- Wichtig ist die Akademische/Studentische Bildung! Vorlesungen sollten fast nur von Profs gehalten werden! Erfahrung ist alles.
- Bedenke bei 400 Geburten pro Jahr und 5% Zangengeburt sind das 20 pro Jahr. Bei 5 Ärzten ist da fast kein Training und Ausbildung!