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	<title>Schiedsgerichte/Parteiausschlussverfahren - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-07T18:32:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=Schiedsgerichte/Parteiausschlussverfahren&amp;diff=55785480&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiskyhotel am 24. November 2013 um 11:52 Uhr</title>
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		<updated>2013-11-24T11:52:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Text auf dieser Seite ist als Antwort auf eine Frage auf einer Mailingliste entstanden. Wenn das jemand in eine Wikiseite ausbauen will - viel Spaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Was ich mich noch gefragt habe, was vielleicht auch andere interessiert, wie läuft denn ein PAV bei der Piratenpartei genau ab und wie lange dauert es &amp;quot;normalerweise&amp;quot;?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesvorstand, oder (bei entsprechender Satzungsregelung, die&lt;br /&gt;
soweit mir bekannt ist alle Landesverbände haben) der Landesvorstand,&lt;br /&gt;
oder (bei entsprechender Satzungsregelung, derer mir keine in der&lt;br /&gt;
Partei bekannt sind) weitere Untergliederungen, beispielsweise&lt;br /&gt;
Bezirks-, Kreis- oder Ortsvorstände können ein Ausschlussverfahren&lt;br /&gt;
einleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formell ist dazu ein einfacher Beschluss (Mehr Ja als Nein-Stimmen,&lt;br /&gt;
vorbehaltlich einer abweichenden Regelung in der Satzung) des&lt;br /&gt;
entsprechenden Gremiums notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beschluss kann, soweit die entsprechende Satzung dies vorsieht&lt;br /&gt;
(Bund und Land tun das), auch die Mitgliederrechte bis zum&lt;br /&gt;
Schiedsgerichtsurteil suspendieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend muss der entsprechende Vorstand den Beschluss vor dem&lt;br /&gt;
zuständigen Landesschiedsgericht vortragen.&lt;br /&gt;
Tut er das nicht, so passiert auch nichts. (Allerdings kann der&lt;br /&gt;
PAV-betroffene Pirat schon anfangen sich vor dem Schiedsgericht zu&lt;br /&gt;
verteidigen, insbesondere wenn Mitgliederrechte suspendiert werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Landesschiedsgericht hört sich die Sachen an. Bei einer&lt;br /&gt;
Suspendierung der Mitgliederrechte kann es diese auch per&lt;br /&gt;
einstweiliger Maßnahme aufheben. Tut es das nicht, so kann ein Antrag&lt;br /&gt;
auf einstweilige Aufhebung der Suspendierung vor dem&lt;br /&gt;
Bundesschiedsgericht und dem weiteren (ordentlichen) Rechtsweg&lt;br /&gt;
vorgetragen werden, sprich: AG/LG, OLG, BGH. Die Entscheidung im&lt;br /&gt;
einstweiligen Verfahren ist zunächst vom Hauptsacheverfahren&lt;br /&gt;
unabhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Urteil des Landesschiedsgerichts ist das erstinstanzliche&lt;br /&gt;
Verfahren abgeschlossen, beide Seiten können binnen Monatsfrist&lt;br /&gt;
Berufung zum Bundesschiedsgericht einreichen. Andernfalls wird der&lt;br /&gt;
Ausschluss wirksam oder eben nicht.&lt;br /&gt;
Durch Berufungsurteil des Bundesschiedsgerichtes ist das parteiinterne&lt;br /&gt;
Verfahren in jedem Fall abgeschlossen. Dieses Urteil wird meines&lt;br /&gt;
Erachtens dann sofort wirksam. Hiergegen ist dann die Klage vor&lt;br /&gt;
ordentlichen Gerichten ebenfalls wieder möglich. Diese können das&lt;br /&gt;
Urteil der Parteigerichte aber nur eingeschränkt prüfen. (Insofern&lt;br /&gt;
'spielen' wir in den Gerichten nicht nur konsequenzfrei rum, sondern&lt;br /&gt;
sprechen tatsächlich Recht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu deiner Frage wie lange so etwas läuft: Prinzipiell bis es fertig&lt;br /&gt;
ist. Im Falle Hohmann (&amp;quot;Tätervolk&amp;quot;, CDU, siehe Wikipedia) lief das&lt;br /&gt;
Ausschlussverfahren über viele Jahre, und ging bis zum BGH hoch. Bei&lt;br /&gt;
jeder ordentlichen Instanz lag das Verfahren im Schnitt ein Jahr rum.&lt;br /&gt;
Für die innerparteilichen Instanzen haben wir die Vorgabe, dass&lt;br /&gt;
Verfahren binnen drei Monaten entschieden werden *sollen*. Aber manche&lt;br /&gt;
Fälle sind eben einfacher, andere sind komplizierter gelagert.&lt;br /&gt;
Insofern stellt das kein festes Zeitlimit dar. Daher kommen&lt;br /&gt;
Konsequenzen aus einer längeren Verfahrensdauer auch nur nach i)&lt;br /&gt;
Beschwerde und ii) Prüfung durch ein übergeordnetes Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist dann die Grenze? Eine Grenze liegt analog in Art 6 der&lt;br /&gt;
Europäischen Menschenrechtskonvention, die fordert, dass ein Verfahren&lt;br /&gt;
&amp;quot;innerhalb angemessener Frist verhandelt wird&amp;quot;. Sagt auch nichts&lt;br /&gt;
konkretes aus, ist auch nicht direkt auf uns anwendbar - aber stellt&lt;br /&gt;
klar, dass auch die Rechte des Betroffenen zu berücksichtigen sind.&lt;br /&gt;
Wenn der innerparteiliche Instanzenzug zu lange braucht, dann steht&lt;br /&gt;
btw. auch die Beschwerde an die ordentliche Gerichtsbarkeit zur&lt;br /&gt;
Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Oder gibt es irgendwelche gesetzlichen Vorschriften, wie ein PAV grundsätzlich bei allen Parteien abzulaufen hat?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
§10 Absätze 4 und 5 des Parteiengesetzes regeln das Verfahren. Und es&lt;br /&gt;
gibt auch viel Extralektüre dazu.&lt;br /&gt;
http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__10.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Und was sind die Voraussetzungen für ein PAV?'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das ist selbstverständlich eine Sache die im Einzelfall entschieden werden muss, aber im [[:Datei:BSG_2011-04-11-3.pdf|Urteil BSG 2011-04-11-3]] hat das Bundesschiedsgericht mal exemplarisch dazu Stellung genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiedsgerichte|Parteiausschlussverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiskyhotel</name></author>
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