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	<title>SN:Kreisverband/Dresden/Blogartikel/2014-06-05 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-10T03:11:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=SN:Kreisverband/Dresden/Blogartikel/2014-06-05&amp;diff=55922937&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Suse: Die Seite wurde neu angelegt: „Blogbeitrag vom 05.06.2014  == Keine Zukunft für Nazis - am Samstag Zivilcourage zeigen! ==  Die PIRATEN Dresden [http://no-tddz.org/unterstuetzer_innen/ unte…“</title>
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		<updated>2014-06-04T22:31:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Blogbeitrag vom 05.06.2014  == Keine Zukunft für Nazis - am Samstag Zivilcourage zeigen! ==  Die PIRATEN Dresden [http://no-tddz.org/unterstuetzer_innen/ unte…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Blogbeitrag vom 05.06.2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Keine Zukunft für Nazis - am Samstag Zivilcourage zeigen! ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PIRATEN Dresden [http://no-tddz.org/unterstuetzer_innen/ unterstützen] den Aufruf zur Kampagne &amp;quot;Keine Zukunft für Nazis&amp;quot; und werden selbst zahlreich am Samstag vor Ort sein, um friedlich zu protestieren und zu blockieren. Hilf auch du mit, den Naziaufmarsch zu verhindern. Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus. Kein Mensch ist illegal!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''offizieller Aufruf zur Kampagne:'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neonazis aus ganz Deutschland wollen am 7. Juni 2014 unter dem Motto  „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) in Dresden aufmarschieren. Bereits seit 2009 tragen sie unter diesem Motto in norddeutschen Städten ihre menschenverachtende Ideologie gegen die angebliche „Überfremdung“ auf die Straße. In Sachsen soll dieses Neonazievent nun neuen Auftrieb erhalten. Der TddZ wird vor allem durch Neonazi-Kameradschaften und Autonome Nationalist_innen vorangetrieben. Unterstützung erhalten sie in  Dresden durch die sächsischen Freien Kräfte um Maik Müller, Anmelder  der jährlichen Aufmärsche im Februar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der Parole einer deutschen Zukunft steckt deutsche Vergangenheit. „Deutschland den Deutschen“ steht in direkter Tradition  der Blut-und-Boden-Ideologie des deutschen Faschismus. Das Gerede von  „Überfremdung“ suggeriert eine ethnisch homogene Gesellschaft, die durch  Zuwanderung existenziell gefährdet sei. Diese Konstruktion einer  biologisch bestimmten Schicksalsgemeinschaft führt – das beweisen  tägliche Neonaziangriffe – zur gewalttätigen Ausgrenzung und Ermordung  derer, die nicht in das dazugehörige rassistische und chauvinistische  Weltbild passen. Mit diesen Inhalten können die Neonazis an rassistische  Einstellungen in der Mehrheitsgesellschaft anknüpfen. Die  Initiator_innen werden in der aktuellen Asyldebatte durch Äußerungen wie  „Asylmissbrauch“ (Friedrich) und „Überfremdung“ (Sarrazin) bestätigt,  jedwede staatliche Unterstützung von Geflüchteten und Asylsuchenden  sehen die Neonazis als „Entmündigung des deutschen Volkes“ an. Begründet  wird dies mit fehlender Teilhabe der Ortsansässigen bei der Wahl der  Orte für Asylunterkünfte. Seit dem Spätsommer letzten Jahres gehen  Neonazis immer wieder mit Bürger_innen gemeinsam auf die Straße, um  gegen die Unterbringung von Geflüchteten zu protestieren. Mit diesem  „Druck von der Straße“ wollen sie Tatsachen schaffen, also Städte und  Gemeinden zur Ablehnung von Asylunterkünften zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Sachsen – ein Symptom europäischer Zustände''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapitalistische Krisenbewältigung findet auf dem Rücken der Schwächeren  statt und rassistische Polemik lenkt dabei erfolgreich von den  eigentlichen Ursachen der gesellschaftlichen Probleme ab. Egal ob es um  die Festung Europa geht, an deren Grenze Geflüchtete unter den Augen der  Frontex-Schnellboote im Mittelmeer ertrinken, ob um die so genannte  Armutseinwanderung oder um rassistische Thesen auf den Bestsellerlisten.  Die Rhetorik vom vollen Boot erlebt erneut Konjunktur im breiten  gesellschaftlichen Diskurs und gerade prekarisierte oder vom sozialen  Abstieg bedrohte Bevölkerungsschichten greifen chauvinistische  Forderungen als vermeintlich einfache Lösung für Probleme auf. Selbst in  SPD-regierten Ländern wie Hamburg gibt es keinen humanitären Spielraum  in der Asylpolitik – was allerdings wenig verwundert, hat die SPD doch  mit der Dublin-II-Verordnung die gesetzlichen Grundlagen für das  europäische Asylabwehrsystem mit verantwortet. In diese Kerbe schlägt  auch Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Dieser setzte sich  energisch für die Herabsetzung der Asylantragszeiten von sechs auf drei  Monate ein, um Geflüchtete schneller abschieben zu können. Mit 1025  Abschiebungen im Jahr 2013 ist Sachsen Abschiebemeister in Deutschland  und damit positioniert sich die CDU-geführte Landesregierung im  bevorstehenden Wahlkampf klar am rechten Rand. Vom Schneeberger  „Lichtellauf“ bis zur brennenden Asylunterkunft ist es nicht weit –  beide sind Konsequenzen dieser Zustände. Bezeugen können dies die 319  Betroffenen von rechten Übergriffen im Jahr 2013 in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Sachsen – Standortvorteile für Neonazis''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedingungen in Sachsen sind günstig für einen Neonaziaufmarsch  dieses Kalibers. Sachsen ist das Kernland der NPD, hier leben und wirken  viele Neonazis in gut organisierten Netzwerken. So gab es in der  Vergangenheit bewaffnete Kameradschaften wie die „Skinheads Sächsische  Schweiz“, „Sturm 34“ oder die „Terrorcrew Muldental“ mit Verbindungen  zum „Blood and Honour”-Netzwerk, welches über rechte Musiklabels die  Strukturarbeit der Neonazis finanzierte. Sachsen war nicht einfach nur  eine Zufluchtsstätte des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Der  Naziterror wurde hier durch ein breites Netzwerk unterstützt und gedeckt  – offensichtlich auch staatlicherseits. In Vorbereitung auf die im Mai  statt findenden Europa- und Kommunalwahlen und die sächsischen  Landtagswahlen im August verstärkt die NPD ihre Hetze gegen das  Asylrecht. Sie bedienen europapolitische Themen von rechts, um gegenüber  der Alternative für Deutschland (AfD) ihr Profil zu schärfen. Dabei  sind die Verbindungen zwischen NPD und Kameradschaften in Sachsen so  eng, dass einzelne Ortsverbände überwiegend aus „Freien Kameraden“  bestehen. Die Wahl Dresdens als Aufmarschort kann als Problemlösung für  die Neonazis gesehen werden: Nach dem Wegfall des Dresdner  Februaraufmarsches und dem „Antikriegstag“ in Dortmund soll wieder ein  Großaufmarsch geschaffen werden. Dafür bietet Sachsen mit seiner  rechtskonservativen Landespolitik einen guten Nährboden. Der TddZ soll  in diesem Umfeld neuen Schwung holen, um in Zukunft auch in anderen  Städten erfolgreicher zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dresden fand jahrelang der größte Neonaziaufmarsch in Europa  statt, er war Sinnbild für das Zelebrieren deutscher Opfermythen  anlässlich des Gedenkens an die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg. Auch  in anderen Städten wie in Chemnitz oder Plauen wurde an diese Form des  neonazistischen „Trauermarschs“ angeknüpft. In den letzten Jahren  verhinderten antifaschistische Proteste den Aufmarsch in Dresden – ein  möglicher Grund dafür, dass die Neonazis nun versuchen, mit einem  größeren Event zu einem anderen Termin in der Stadt zu punkten. Hinzu  kommt, dass die Form des „Trauermarschs“ mittlerweile offenbar einiges  an Attraktivität eingebüßt hat. Nicht Schweigen und vermeintliche  Besinnlichkeit mobilisieren junge Neonazis, sondern aggressive Töne und  offensives Auftreten. Wurde dies schon zu den letzten TddZ-Aufmärschen  deutlich, soll nun offensichtlich der Sprung ‘raus aus Norddeutschland  gewagt werden. In Sachsen finden sie ein Mobilisierungspotenzial vor,  dass diese Intention bedienen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Sächsische Demokratie''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich gegen diese Zustände und gegen Neonazis auflehnt, wird  diffamiert, isoliert und kriminalisiert, wie in Dresden im Zusammenhang  mit den Protesten im Februar geschehen. „Antifaschismus ist nicht die  Lösung“, so Innenminister Ulbig im Jahr 2012, „sondern Demokratie“, und  delegitimiert damit jeden Protest. In der „sächsischen Demokratie“  werden Antifaschist_innen, die sich gegen Rechts engagieren, massenhaft  mit haltlosen Anschuldigungen vor Gericht gezogen und oft mit völlig  absurden Begründungen verurteilt. Wir fordern die Einstellung aller  politischen Verfahren gegen Antifaschist_innen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Blockaden – Endlich im Sommer nach Dresden!''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lassen uns von der Repression nicht aufhalten. Wir blockieren  weiter, und wir werden uns auch weiterhin Neonazis entgegenstellen, wenn  sie ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße tragen wollen.  Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Neonaziaufmarsch. Von uns wird  dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die  unser Ziel teilen, den Neonaziaufmarsch zu verhindern. Bezugsgruppen  bilden und raus auf die Straße!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, dass wir die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht an  einem Tag ändern können. Aber wir wissen auch, dass eine ungestörte  Demonstration von Neonazis dem Rassismus weiter Auftrieb gibt. Das  werden wir verhindern! Unsere Politik endet jedoch nicht mit dem Kampf  gegen Neonaziaufmärsche. Genauso wie wir Neonazis und ihre Aufmärsche  bekämpfen, widersetzen wir uns jedem rassistischen und nationalistischen  Denken und Handeln – für eine emanzipatorische Gesellschaft ohne  Rassismus, Ausbeutung und Unterdrückung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juni 2014 in Dresden heißt es für uns:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Neonaziaufmärsche – Verhindern – Blockieren – Sabotieren.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://ticker.no-tddz.org/ zum Liveticker am 07. Juni]&lt;br /&gt;
* [http://no-tddz.org zur Kampagnenwebseite]&lt;br /&gt;
* [http://www.facebook.com/notddzdd zur Facebook-Gruppe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liveticker am 07. Juni: http://ticker.no-tddz.org/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Suse</name></author>
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