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	<title>SL:Politik/Arbeitspapiere/Mindestlohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-12T13:49:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=SL:Politik/Arbeitspapiere/Mindestlohn&amp;diff=55836640&amp;oldid=prev</id>
		<title>Anonymous am 3. September 2012 um 13:39 Uhr</title>
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		<updated>2012-09-03T13:39:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SaarlandArbeitspapier&lt;br /&gt;
|titel=Mindestlohn&lt;br /&gt;
|text=Die Piratenpartei Deutschland leitet in ihrem Grundsatzprogramm[1] unter Punkt 10 aus der&lt;br /&gt;
Unantastbarkeit der Würde des Menschen gemäß Artikel 1 Grundgesetz[2] ein Recht auf sichere&lt;br /&gt;
Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ab, welches wiederum ein gesichertes Grundeinkommen&lt;br /&gt;
impliziert. Doch bis dahin kann es noch ein weiter Weg sein, weshalb sich die Piratenpartei&lt;br /&gt;
Landesverband Saarland darüberhinaus für einen Mindestlohn einsetzt. Durch den Mindestlohn soll&lt;br /&gt;
sichergestellt werden, dass Arbeit sich im Vergleich zu Hartz IV wieder lohnt, die Bewegung in&lt;br /&gt;
Richtung Niedriglohnland gestoppt wird und dass wir im sozialen Bereich wieder mit anderen&lt;br /&gt;
Ländern gleich ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe und in unserer &amp;quot;Geldwirtschaft&amp;quot;&lt;br /&gt;
daraus folgend ein Einkommen sind Forderungen der Piratenpartei Deutschland. Wenn jeder ein&lt;br /&gt;
solches Einkommen hätte, müsste er nicht mehr für einen Hungerlohn arbeiten, d.h. die Arbeitgeber&lt;br /&gt;
müssten automatisch einen gewissen, angemessenen Betrag zahlen, da die Arbeit sonst aus&lt;br /&gt;
Kosten/Nutzen-Gründen keiner mehr machen würde. Durch ein solche Regelung würde sich ein&lt;br /&gt;
Mindestlohn also mehr oder weniger von selbst ergeben, selbst wenn er nicht gesetzlich&lt;br /&gt;
vorgeschrieben wäre und insbesondere die Höhe dieses Lohns nicht gesetzlich oder tarifvertraglich&lt;br /&gt;
festgelegt wäre. Eine solche Regelung stellt allerdings im Vergleich zum jetzigen System eine große&lt;br /&gt;
Veränderung dar, die in mehrere kleinere Schritte aufgeteilt werden kann. Ein Mindestlohn wäre ein&lt;br /&gt;
erster solcher Schritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Mindestlohn geht es darum, gesetzlich eine untere Grenze für den Stundenlohn&lt;br /&gt;
vorzuschreiben und es Arbeitgebern somit zu verbieten, weniger zu zahlen, um eine Ausbeutung&lt;br /&gt;
von Erwerbstätigen zu verhindern. Arbeitgeber müssen also mindestens den festgesetzten Betrag&lt;br /&gt;
zahlen, doch umgekehrt findet keine Begrenzung nach oben statt. Dabei eine Regelung über den&lt;br /&gt;
Stundenlohn statt über den Monatslohn zu treffen ist deshalb sinnvoll, weil es eben auch&lt;br /&gt;
Teilzeitkräfte gibt und es explizit zu verhindern gilt, dass Vollzeitkräfte durch Teilzeitkräfte ersetzt&lt;br /&gt;
werden, weil es für die keine Regelung gibt. Interessant ist hierbei sicher auch der Effekt für&lt;br /&gt;
Zeitarbeitsfirmen: Auch diese müssten natürlich den Mindestlohn zahlen und wenn sie den&lt;br /&gt;
Verwaltungsoverhead und die Bezahlung der gerade nicht arbeitenden Angestellten noch tragen&lt;br /&gt;
können wollen, müssten sie von den Firmen, denen sie Arbeiter leihen, zwangsläufig mehr als nur&lt;br /&gt;
den Mindestlohn verlangen. Alleine schon dadurch würde Leiharbeit sicher wieder stärker&lt;br /&gt;
eingedämmt. Zuletzt ist zu beachten, dass im Gegensatz zu einem bedingungslosen&lt;br /&gt;
Grundeinkommen oder dem Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ein&lt;br /&gt;
Mindestlohn zunächst einmal Arbeitsplätze kosten wird. Manche Arbeitsplätze sind so schlecht&lt;br /&gt;
bezahlt, weil auch der Arbeitgeber sich nicht mehr leisten kann oder für die zu erledigende Arbeit&lt;br /&gt;
nicht mehr zahlen will. Nach der Einführung eines Mindestlohns muss es deshalb zwangsläufig eine&lt;br /&gt;
Verschiebung von Prioritäten geben und manche Jobs werden danach sicher besser bezahlt, andere&lt;br /&gt;
aber eben auch aufgelöst. Wenn man sich jedoch klarmacht, dass diese Leute für Vollzeitarbeit zum&lt;br /&gt;
Teil derzeit weniger Lohn erhalten als Hartz IV-Empfänger bekommen, dann bedeutet das, dass sie&lt;br /&gt;
danach trotzdem nicht weniger Geld haben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dementsprechend machen sich auch andere Verbände der Piratenpartei[5] und andere Parteien wie&lt;br /&gt;
z.B. die Linke[6] dafür stark. In Ländern wie den USA und Großbritannien gibt es bereits&lt;br /&gt;
langjährige, positive Erfahrungen mit Mindestlöhnen. Zudem wurden dort in diesem&lt;br /&gt;
zusammenhang keine negativen Auswirkungen auf die Arbeitsnachfrage oder das&lt;br /&gt;
Arbeitsplatzangebot festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dringlichkeit der Einführung eines vorgeschriebenen Mindestlohns wird deutlich, wenn man&lt;br /&gt;
sich den Begriff des &amp;quot;Aufstockers&amp;quot;[7] vor Augen führt: Das sind Menschen, die für Vollzeittätigkeit&lt;br /&gt;
weniger Geld erhalten als ein Hartz IV-Empfänger, weshalb der Staat die Differenz zahlt. Dies&lt;br /&gt;
wiederum ist eine versteckte Subvention von extrem schlecht zahlenden Firmen, denn würden diese&lt;br /&gt;
Firmen zumindest den Hartz Regelsatz zahlen, so bekämen die &amp;quot;Aufstocker&amp;quot; das gleiche Geld wie&lt;br /&gt;
jetzt auch, aber eben nur von der Firma. Dadurch, dass die Firma weniger zahlt, trägt der Staat den&lt;br /&gt;
Rest und subventioniert damit die Firma um eben diesen Betrag. Auf Klartext bedeutet das, dass&lt;br /&gt;
eine Entwicklung hin zum Niedriglohnland staatlich gefördert wird. Diese Entwicklung gilt es zu&lt;br /&gt;
stoppen! Wenn selbst Länder wie die USA und UK, die eine weit stärker neoliberale&lt;br /&gt;
Wirtschaftspolitk betreiben, Mindestlöhne für sinnvoll halten, spricht nichts dagegen, diese auch in&lt;br /&gt;
Deutschland einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es darf nicht sein, dass die Völker Billionen an Bail-Outs für einen Casino-Kapitalismus aufbringen&lt;br /&gt;
sollen, viele Menschen jedoch mit harter Arbeit kaum ein würdiges Existenzminimum wahren&lt;br /&gt;
können. Ein Mindestlohn soll die extremen Auswüchse, die freie Märkte produzieren können,&lt;br /&gt;
begrenzen. Viele Menschen haben schwere, anstrengende Berufe, für die sie oftmals viel zu wenig&lt;br /&gt;
Lohn erhalten. Oftmals sogar so wenig, dass es nicht einmal zum Leben reicht. Der Mindestlohn&lt;br /&gt;
sorgt dafür, dass Arbeitstätigkeit wieder einen höheren Status als Hartz 4 bekommt und schafft&lt;br /&gt;
somit einen Anreiz, Leute aus einer zum Teil bequemen Arbeitslosigkeit heraus zu treiben bzw.&lt;br /&gt;
heraus zu locken. Solange sich ein Beschäftigungsverhältnis gegenüber Hartz 4 nicht rentiert, nutzt&lt;br /&gt;
diese Debatte nichts. Arbeiten muss sich lohnen! Und genau deshalb setzt sich die Piratenpartei LV&lt;br /&gt;
Saarland für einen Mindestlohn ein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referenzen und weiterführende Literatur, Links oder Medien:===&lt;br /&gt;
* [1] http://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/0/04/Grundsatzprogramm-Piratenpartei.pdf&lt;br /&gt;
* [2] http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html&lt;br /&gt;
* [3] http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=58&amp;amp;t=8771&lt;br /&gt;
* [4] https://lqpp.de/be/initiative/show/543.html&lt;br /&gt;
* [5] http://wiki.piratenpartei.de/BE:Parteitag/2010.2/Beschl%C3%BCsse/Wahlprogramm_Bausteine#Mindestlohn_und_Grundeinkommen&lt;br /&gt;
* [6] http://www.die-linke.de/index.php?id=251&amp;amp;tx_ttnews[tt_news]=14630&amp;amp;tx_ttnews[backPid]=35&amp;amp;no_cache=1&lt;br /&gt;
* [7] http://de.wikipedia.org/wiki/Aufstocker&lt;br /&gt;
|lpt=2011.1&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anonymous</name></author>
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