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	<title>SL:Politik/Arbeitspapiere/Ablehnung der CCS-Technologie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T02:14:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=SL:Politik/Arbeitspapiere/Ablehnung_der_CCS-Technologie&amp;diff=55836637&amp;oldid=prev</id>
		<title>Anonymous am 3. September 2012 um 13:34 Uhr</title>
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		<updated>2012-09-03T13:34:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{SaarlandArbeitspapier&lt;br /&gt;
|titel=Ablehnung der CCS-Technologie&lt;br /&gt;
|text=CCS ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Carbon Dioxide Capture and Storage, im&lt;br /&gt;
Deutschen spricht man üblicherweise von CO2-Abscheidung und -Speicherung. CCS-Kraftwerke&lt;br /&gt;
sind unter gewissen Gesichtspunkten umweltfreundlicher als andere Kohlekraftwerke, hinsichtlich&lt;br /&gt;
Energiegewinnung aber nicht so effizient wie die bestehenden Kohlekraftwerke. Das damit&lt;br /&gt;
verbundene Einbringen von CO2 in Gewässer oder Gesteinsschichten erfordert enorme Mengen&lt;br /&gt;
von Energie und birgt erhebliche Gefahren und Risiken. Nach der Atomenergie ist CCS die nächste&lt;br /&gt;
Brückentechnologie, die einen Aufschub der Umstellung auf (re-)generative Energiequellen&lt;br /&gt;
bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CCS ist eine Weiterentwicklung der Kohlekraft, also der Energiegewinnung durch die Verbrennung&lt;br /&gt;
von Kohle. Bei dieser Verbrennung entsteht bei CCS wie auch bei herkömmlichen&lt;br /&gt;
Kohlekraftwerken Kohlendioxid, also CO2. Dieses kommt zwar auch sonst in der Natur vor, ist&lt;br /&gt;
nicht per se giftig und wird sogar vom Menschen &amp;quot;produziert&amp;quot; und kann von Pflanzen wieder in&lt;br /&gt;
Sauerstoff umgewandelt werden, doch das Problem dabei ist, dass es im Rahmen fortschreitender&lt;br /&gt;
Industrialisierung verstärkt produziert und ausgestoßen wird und in dieser größeren Menge als&lt;br /&gt;
Treibhausgas wirkt. Bei CCS-Kraftwerken wird das entstehende CO2 deshalb nicht in die&lt;br /&gt;
Atmosphäre geleitet, sondern herausgefiltert und durch Pipelines zu Reservoirs gepumpt, wo es&lt;br /&gt;
dann im Boden verpresst wird. Gegen die Installation solcher Pipelines haben Bauernverbände&lt;br /&gt;
bereits berechtigte Beschwerden vorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zusätzliche Arbeit zur CO2-Filterung kostet wiederum Energie, so dass das CCS-Kraftwerk&lt;br /&gt;
einen nicht unerheblichen Teil der von ihm produzierten Energie für die Entsorgung der eigenen&lt;br /&gt;
Abgase braucht. Der effektive Wirkungsgrad des Kraftwerks sinkt somit, d.h. aus der gleichen&lt;br /&gt;
Menge Kohle wird weniger Energie ins Stromnetz eingespeist. Die eigentliche Anforderung ist aber&lt;br /&gt;
umgekehrt: Ein Kraftwerk muss die vom Verbraucher benötigte Energie liefern und ein CCSKraftwerk&lt;br /&gt;
braucht für die Lieferung der gleichen Nettomenge an Energie einfach mehr Kohle.&lt;br /&gt;
Optimistische Schätzungen gehen hierbei von &amp;quot;nur&amp;quot; 50% mehr Kohle für die gleiche Energiemenge&lt;br /&gt;
aus. CCS verschlingt somit eine nicht regenerative Resource also noch schneller und produziert&lt;br /&gt;
dabei auch mehr CO2 als traditionelle Kohlekraftwerke, nur dass es dieses Gas eben nicht in die&lt;br /&gt;
Atmosphäre abgibt. Hinzu kommen die Risiken bei Betrieb und Lagerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Versicherer haben festgestellt, dass die Risiken bei der CCS-Technologie nicht durch&lt;br /&gt;
Versicherungen abgedeckt werden können. Damit würden diese zu Lasten der Allgemeinheit gehen.&lt;br /&gt;
(Eine Betreiber-GmbH oder -AG wird im Schadensfall nicht für die Schäden aufkommen können,&lt;br /&gt;
ähnlich wie Betreiber-GmbHs oder -AGs von Kernkraftwerken.) Großanlagen in anderen Ländern&lt;br /&gt;
haben bereits mit ernsten Problemen zu kämpfen, unter anderem mit vor Kohlensäure sprudelnden&lt;br /&gt;
Gewässern und toten / erstickten Tieren in der Natur über dem Lager. CO2 ist schwerer als Luft und&lt;br /&gt;
verdrängt beim Austreten die bodennahe Atemluft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nachteile im Überblick:&lt;br /&gt;
* Das Fernhalten des CO2 aus der Biosphäre ist nicht gewährleistet, obwohl dies die eigentliche Intention des Verfahrens ist.&lt;br /&gt;
* CO2 ist geruchlos und austretendes Gas gefährdet Menschen und Tiere. Eine Anreicherung in der Luft von 5 % führt zur Bewusstlosigkeit, ein Anteil von 8 % führt innerhalb kurzer Zeit zum Tode.&lt;br /&gt;
* Die Speicherkapazitäten in Deutschland würden gerade einmal für einen Zeitraum von 30 Jahren den CO2-Ausstoß von 5-7 Kraftwerken aufnehmen können.&lt;br /&gt;
* Es entstehen Folgekosten für den Staat über mehrere 1000 Jahre zur Überwachung und Sicherung des Lagers. 30 Jahre nach Stillegung gehen alle Kosten und Risiken vom Betreiber auf den Bund über.&lt;br /&gt;
* Es besteht ein Nutzungskonflikt mit Geothermie-Kraftwerken: Wo CCS eingelagert wird, kann man kein Geothermie-Kraftwerk errichten.&lt;br /&gt;
* Die Risiken sind noch nicht vollständig erforscht.&lt;br /&gt;
* CCS selbst sowie die weitere Erforschung ziehen hohe Subventionskosten nach sich.&lt;br /&gt;
* Die Erforschung der CCS-Technologie verschlingt erhebliche Forschungsgelder, die bei Investitionen in nachweislich funktionierende Verfahren wie erneuerbare Energieträger wesentlich sinnvoller angelegt wären.&lt;br /&gt;
* CCS zu subventionieren bedeutet Kohlekraft zu subventionieren.&lt;br /&gt;
* Eine fehlende Raumordnung und fehlende Möglichkeiten der Einflussnahme vor Ort.&lt;br /&gt;
* Der bereits genannte, niedrigere Wirkungsgrad.&lt;br /&gt;
* Das Risiko ist nicht versicherbar und wird somit von der Allgemeinheit getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CCS muss daher als risikobehaftete Brückentechnologie gesehen werden. Man wird auf diesem&lt;br /&gt;
Wege ganz einfach nicht bis in alle Ewigkeit Strom produzieren können. Zur in erhöhtem Maße&lt;br /&gt;
benötigten und nicht unbegrenzt verfügbaren Kohle kommen auf der anderen Seite die gar nicht mal&lt;br /&gt;
so großen Kapazitäten zur Lagerung des abgeschiedenen Kohlendioxids hinzu. Beides macht&lt;br /&gt;
deutlich, dass es nur eine Brückentechnologie sein kann und anstatt diese zu erforschen und zu&lt;br /&gt;
fördern könnte man gleich in nachhaltige Energiequellen investieren. Zudem birgt CCS zwar&lt;br /&gt;
andere, aber nicht weniger kritische Risiken als traditionelle Kohlekraftwerke. Die Piratenpartei LV&lt;br /&gt;
Saarland möchte Forschungsgelder nicht in hilflose Versuche zur CO2-Umlagerung stecken,&lt;br /&gt;
sondern Technologien zur (re-)generativen Energiegewinnung fördern. Diese helfen effektiv und&lt;br /&gt;
nachhaltig, CO2 zu vermeiden, stellen keine Lebensgefahr für Mensch und Tier dar und erzeugen&lt;br /&gt;
auch keine Lager, die über Jahrhunderte hinweg gesichert werden müssen! Wir sprechen uns&lt;br /&gt;
deshalb gegen die Subventionierung der CCS-Technologie sowie deren weiterer Erforschung aus&lt;br /&gt;
und sind gegen die Errichtung von CCS-Kraftwerken und gegen die Umrüstung bestehender&lt;br /&gt;
Kohlekraftwerke mit dieser Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Referenzen und weiterführende Literatur, Links oder Medien:===&lt;br /&gt;
* [1] http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Abscheidung_und_-Speicherung&lt;br /&gt;
* [2] http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Parteiprogramm_piratenpartei_niedersachsen.pdf&lt;br /&gt;
|lpt=2011.1&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anonymous</name></author>
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