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	<title>LiquidFeedback/Themendiskussion/2379 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-10T06:25:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=LiquidFeedback/Themendiskussion/2379&amp;diff=55850985&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiskyhotel am 13. August 2012 um 10:45 Uhr</title>
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		<updated>2012-08-13T10:45:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;==Perspektiven für Menschen ohne oder mit unzureichender Erwerbsarbeit==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lqfb.piratenpartei.de/lf/initiative/show/4144.html&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Antragsentwurfstext:=&lt;br /&gt;
#Die PIRATENPARTEI fordert die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für  die Möglichkeit der Einrichtung staatlich subventionierter  Wirtschaftsbetriebe als freiwillig nutzbares Angebot für von  Arbeitslosigkeit betroffener und von ihr bedrohter Menschen durch  gemeinnützige Institutionen der Erwachsenenbildung, die Produkte und  Dienstleistungen erstellen und veräussern können, um damit einen Teil  ihrer Kosten zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Begründung:=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitslosigkeit hat sich auf hohem Niveau in den letzten  Jahrzehnten manifestiert, so dass ein großer Teil interessierter  Menschen dauerhaft vom Erwerbsleben ausgeschlossen ist. &lt;br /&gt;
Dazu gehören unter anderem Menschen ohne Schulabschluss und  Ausbildung, mit einer ausschließenden beruflichen Biografie, mit  lückenhaft ausgebildeten Schlüsselqualifikationen, im unregelmäßigen  Wechsel von Beschäftigung und Nichtbeschäftigung, gesundheitlichen  Einschränkungen physischer und psychischer Art und Menschen, die an  ihren Arbeitsplätzen in gesundheitsgefährdender Weise überbeansprucht  wurden.&lt;br /&gt;
Alle diese Menschen haben eins gemeinsam: Unternehmen in  Deutschland können mit ihnen nichts anfangen, weil ihre Kosten höher  sind, als das, was an Erträgen zu erwarten ist. Damit würde ihre  Einstellung in den Betrieb dem obersten Ziel desselben widersprechen:  Gewinne zu machen. Zudem sind die Akteure dieses Wirtschaftssystems  nicht in der Lage, jedem, der als Konsument daran teilnimmt, praktische  Partizipationsmöglichkeiten zu bieten. Wenn also Unternehmer nicht  bereit sind, Menschen einzustellen, die der Logik ihres  Wirtschaftssystems nicht entsprechen, muss sich der Staat um diese  kümmern. Das geschieht unter anderem durch die Verwaltung und Verteilung  der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, jedoch nicht im  entscheidenden Teil: Indem er dafür sorgt, dass sie das Angebot einer  gesellschaftlichen Teilhabe an Produktion und Dienstleistung in Anspruch  nehmen können, wenn sie wollen. &lt;br /&gt;
Dies kann dadurch geschehen, dass er die Möglichkeit für  gemeinnützige Institutionen der Erwachsenenbildung schafft, Projekte  einzurichten, die selbst erstellte, meist innovative, Produkte und  Dienstleistungen anbieten und veräußern dürfen, um einen variablen Teil  ihrer Kosten zu decken. Das können Werkstätten, Dienstleistungsbetriebe,  Läden, die Organisation der Mitarbeit in Museen und viele andere  Einrichtungen sein. In den Projekten werden Qualifizierungen in  vielfältigen theoretischen und praktischen Bereichen ermöglicht. Die Einrichtung derselben bietet zahlreiche Perspektiven der sinnvollen  Beschäftigung auf freiwilliger Basis. Da der Betrieb nicht auf Gewinn  angewiesen ist und auch aus den oben genannten Gründen relativ schwer  einen erwirtschaften kann, lässt sich jeder Mitarbeiter abhängig von  seinen Einschränkungen verantwortungsvoll in den Arbeitsablauf  integrieren. &lt;br /&gt;
Das leitende Personal und die Mitarbeiter der Projekte erhalten  Arbeitsverträge, die den Leistungen im öffentlichen Dienst entsprechen  und bundesweit einheitlich sind. Ehrenamtliche Mitarbeiter können ebenso wie Mitarbeiter aus dem  Bundesfreiwilligendienst entsprechend ihrer Qualifikationen integriert  werden. Die Finanzierung der Raum-, Personal- und Materialkosten kann durch die  Gelder der eingesparten Kosten der Arbeitslosenverwaltung, des AlgII und  durch die teilweise Einstellung der bisherigen Zahlungen für Maßnahmen  der Instrumente aktiver Arbeitsmarktpolitik sichergestellt werden. &lt;br /&gt;
Die werden derzeit benutzt, um in Teilen zweifelhafte  Qualifizierungsmaßnahmen zu finanzieren, die es den Teilnehmern  bestenfalls ermöglichen soll, in Konkurrenz zu anderen zu treten. Wenn  sie ihre Chance am Arbeitsmarkt erfolgreich erhöhen, dann fällt bei  dieser „Reise nach Jerusalem“ immer wieder ein Teil der Bewerber raus,  die keinen Arbeitsplatz bekommen haben. Meistens erfüllen sie nicht  einmal diesen Zweck. &lt;br /&gt;
Im Vorfeld und nach der Einführung eines bundeseinheitlichen  bedingungslosen Grundeinkommens bilden die genannten Projekte eine  sinnvolle Ergänzung der Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe, die  von den mit Abstand meisten Menschen in diesem Land angestrebt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Diskussion/Anregungen=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Anregung 1:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich finde diese Initiative nicht piratig. Nach meiner Lesart haben die  Piraten erkannt und durch RESET anerkannt, dass es faktisch keine  Sicherung des Lebensunterhalts durch Erwerbsarbeit mehr gibt. Sinnlose  subventionierte Erwerbsarbeit zu fordern läuft dieser Einsicht zuwieder.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;  Es geht mE. grundsätzlich nicht um die Sicherung des Lebensunterhaltes durch Erwerbsarbeit, sondern um die Sicherung der gesellschaftlichen Teilhabe ausserhalb von Unternehmen der Wirtschaft. Eddy &amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Dass jeder arbeiten muss, ist die Ansicht konervativer Parteien. Ich  lehne jeden Arbeitszwang ab. Wenn jemand sein Leben sinnvoll mit Arbeit  gestalten will wird er etwas finden... das muss nicht unbedingt  Erwerbsarbeit sein. Sondern könnte auch das Engagement in einer  politischen Partei sein, dem viel Zeit gewidmet wird. Unterm Strich  bereichert auch dieses unsere Gesellschaft und sollte neben dem Bezug  von Grunsicherung legitim und möglich sein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt; Es gibt nach meinen Erfahrungen niemanden, der nicht unter bestimmten Voraussetzungen arbeiten will. Jemand, der ausserhalb der jetzigen gesellschaftlichen Zwänge (ALGII etc) arbeiten will, mag sinnvolle Arbeit finden, aber die wird nicht staatlich legitimiert sein und er wird füher oder später von den Argen oder Jobcentern sanktioniert werden. Zudem kann er sich auch nicht in jedem Fall als Unternehmer in eigener Sache engagieren, weil ihm einfach die Voraussetzungen fehlen. Insbesondere nicht die in der Begründung angeführten Menschen. Da ist ein vernünftiger organisatorischer Rahmen wichtig. &lt;br /&gt;
Es geht in dem Antragsentwurf nicht darum, die Forderung nach Grundsicherung infrage zu stellen, sondern darum, was heute für Menschen ausserhalb des Wirtschaftssystems getan werden kann. Bisher landen viele von ihnen in sinnlosen Qualifikationsmaßnahmen, die dann und wann an der individuellen Situation der Teilnehmer etwas ändern - aber nicht ohne jemand anderes &amp;quot;freizusetzen&amp;quot;.  Die etablierten Unternehmer sind nicht (mehr) in der Lage und werden es auch nicht mehr sein, allen Beteiligten des Wirtschaftssystem eine Teilnahmemöglichkeit zu garantieren. Eddy &amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anregung 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Von öffentlicher Hand subventionierte Wirtschaftsbetriebe dürfen nach  jetzigem Recht nicht in Konkurrenz zu wirtschaftlich geführten Betrieben  treten, weil sie dessen Preise unterbieten und so deren Existenz  bedrohen würden. Die Initiative müsste also so formuliert werden, dass  die entstehenden Betriebe von vornhinein als &amp;quot;normale&amp;quot; wirtschaftliche  Betriebe und für die Betroffenden als Ausstieg aus der Arbeitslosigkeit  geplant sind. Eine einmalige Starthilfe und Versorgung mit &amp;quot;Know how&amp;quot;  von Unternehmensberatern wäre denkbar. Ein entsprechender Passus müsste  dann in das Hartz IV-Regelwerk aufgenommen werden. Dazu müsste man aber  vorher genau erkunden, welche Unstützung bereits existieren und wie  diese Leistungen evtl. verbessert werden müssten.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt; Innovativ initiierte &amp;quot;normale&amp;quot; wirtschaftliche Betriebe sind vor dem Hintergrund jahrzehntelanger Massenarbeitslosigkeit illusorisch. Wenn das funktionieren würde, würde es umgesetzt - schließlich könnte man dann damit Geld verdienen. Die etablierten Unternehmen haben oftmals schon richtig erkannt, daß es mit vielen Menschen nicht möglich ist, unter den gegebenen Bedingungen Gewinn zu machen. Jemand, der Geld kostet, wird nicht eingestellt. Denkbar ist und praktiziert wird höchstens Auslese.&lt;br /&gt;
Die ändert jedoch nichts an den absoluten Zahlen.&lt;br /&gt;
Zu erwarten, daß die angesprochenen Menschen allesamt in der Lage sind, sich durch Starthilfe und Vermittlung von &amp;quot;Know how&amp;quot; selbstständig zu machen, geht sehr stark an der Realität vorbei. Damit sind schon viele gescheitert, die dafür ausreichend qualifiziert waren - wie sollen es die angesprochenen Menschen schaffen?&lt;br /&gt;
Die Produkte und Dienstleistungen, die unter den genannten Voraussetzungen produziert werden können, sind kaum in der Lage, zu konkurrenzfähigen Preisen gleiche Produkte, wie wirtschaftliche geführte Betriebe zu erstellen. Sie werden also in erster Linie auf innovative Produkte eigener Krativität angewiesen sein, die dann wiederum Impulse an Wirtschaftsbetriebe zu liefern. Ausserdem sind Produkte aus diesem Bereich, die derartig leicht konkurrenzfähig in der selben Qualität mit gering qualifiziertem Personal gefertigt werden können ohnehin eine Aufforderung an die Betriebe, hier intensiv über neue Produkte nachzudenken, was mit grossem Vertrauen in die deutsche Wirtschaft möglich scheint.Eddy &amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anregung 3:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auch wenn das gefordertre Angebot freiwillig in Anspruch genommen wird. Aus freiwilligkeit wird schnell Zwang.  &lt;br /&gt;
z.B. Die Regelstudienzeit die ursprünglich durch studierende  erkämpft wurde um ein ausreichendes Lehrangebot zu erhalten, sodass  Studienabschlüsse binnen bestimmter Zeit möglich waren, wird heute gegen  die Studierenden verwendet. &lt;br /&gt;
z.B. Frauen wollten selbstbestimmt am Arbeitsmarkt teilnehmen  können. Heute müssen Frauen am Arbeitsmarkt teilnehmen weil sie sonst  durch Drohung der Kürzung des Existenzminimums unter das Existenzminimum  sanktioniert werden. &lt;br /&gt;
Es ist immer wieder passiert dass auf einem Recht das man freiwillig  in Anspruch nehmen kann nicht nach einigen Jahren Pflichten werden! &lt;br /&gt;
Da ich nicht sehe, wie dies verhindert werden könnte, kann ich den Antrag einfach nicht unterstützen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt; Den Zwang gibt es heute: Zum einen die ausgesprochene Erwartung, sich auch ohne Aussicht auf Erfolg dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen und zum anderen, sich an Maßnahmen zu beteiligen, an die man via Eingliederungsvereinbarung vor dem Hintergrund von Sanktionen gebunden ist.&lt;br /&gt;
Letztendlich kann alles unter Zwang laufen - auch das vorgeblich bedingungslose Grundeinkommen, welches jederzeit nach Einführung etlichen Bedingungen unterworfen werden kann. Eddy &amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LiquidFeedback:Themendiskussion|2379]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiskyhotel</name></author>
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