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	<title>HE:Marburg/Kommunalwahl/Eckpunkte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-10T05:09:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=HE:Marburg/Kommunalwahl/Eckpunkte&amp;diff=55689311&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nplhse: Die Seite wurde neu angelegt: „Zu unserem außerordentlichen Kreisparteitag am 11. Dezember 2011 haben wir einige Punkte ausgearbeitet, die für …“</title>
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		<updated>2010-12-17T14:06:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Zu unserem außerordentlichen Kreisparteitag am &lt;a href=&quot;/HE:Marburg/Kreisverband/Kreisparteitag_2010&quot; title=&quot;HE:Marburg/Kreisverband/Kreisparteitag 2010&quot;&gt;11. Dezember 2011&lt;/a&gt; haben wir einige Punkte ausgearbeitet, die für …“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Zu unserem außerordentlichen Kreisparteitag am [[HE:Marburg/Kreisverband/Kreisparteitag_2010|11. Dezember 2011]] haben wir einige Punkte ausgearbeitet, die für uns die Eckpunkte des Programms zur Kommunalwahl darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Basisdemokratie ==&lt;br /&gt;
=== Bürger bestimmen und entscheiden ===&lt;br /&gt;
Die PIRATEN sind gemäß dem im Grundgesetz festgeschriebenen Grundsatz der Ansicht, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht. Diesem grundlegenden demokratischen Prinzip muss verstärkt Geltung verschafft werden. Die PIRATEN sprechen sich für eine umfassende Beteiligung der Bürger aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, dass alle Entscheidungen entweder direkt oder unter unmittelbarer Einbeziehung der Bürger getroffen werden müssen. Die Möglichkeiten der Mitbestimmung für jeden Einzelnen auf kommunaler Ebene sollen ausgebaut werden. Dazu gehört die Möglichkeit, das öffentliche Handeln zu überprüfen, aber auch jene, Teil des öffentlichen Handelns zu werden. Eine Gemeinschaft, die Mitbestimmung praktisch ausübt, kann ihre Identität finden und leben, und vermeidet innere Konflikte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die PIRATEN werden das Handeln ihrer Abgeordneten im Auftrag der Öffentlichkeit überwachen, dokumentieren und veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Direkte Demokratie in Hessen ===&lt;br /&gt;
In Hessen gibt es die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens mit anschließendem Bürgerentscheid. Hierzu sind allerdings mitunter Unterstützungsunterschriften von mindestens 10% der wahlberechtigen Bürger erforderlich, alleine damit sich das Parlament sich mit dem Anliegen beschäftigen muss. Die PIRATEN sehen diese Hürde als zu hoch an. Diese ist allerdings in der Hessischen Gemeindeverordnung festgeschrieben und kann nur vom Landtag geändert werden. Auf  Landesebene gibt es schließlich noch das Mittel des  Volksbegehrens, bei dem die Hürden allerdings so hoch angesetzt sind, dass ein erfolgreiches Volksbegehren im Grunde ausgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine direktere Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, bieten die PIRATEN Marburg an:&lt;br /&gt;
* Errichtung  einer &amp;quot;offenen Partei&amp;quot;, die jedem Bürger umfassende Möglichkeiten des  Einblicks, der Diskussion und der Mitbestimmung gibt.&lt;br /&gt;
* Einrichtung einer Internetwebsite, auf der Bürger das Handeln der Verwaltung erkennen und kommentieren können.&lt;br /&gt;
* Technische Unterstützung und Beratung bei Bürgerbegehren und ähnlichen Verfahren.&lt;br /&gt;
* In  Zusammenarbeit mit dem Landesverband Hessen tragfähige und  durchsetzbare Konzepte für direktdemokratische Elemente in Hessen zu entwickeln.&lt;br /&gt;
* Ermöglichen einer einfachen Durchführung von Versammlungen unter freiem Himmel. Zuständige Versammlungsbehörde ist hier das Ordnungsamt oder der  Bürgermeister in kleineren Städten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indirekte Demokratie ===&lt;br /&gt;
Es  hat sich gezeigt, dass direkte Demokratie nicht das Allheilmittel ist. Repräsentative Elemente sind in unserem System fest verankert und kaum ersetzbar. Die Piratenpartei möchte folgende Mittel und Wege auf kommunaler Ebene fördern, einführen und nutzen, um Abgeordneten ihre Aufgabe zu erleichtern: &lt;br /&gt;
* Vor  jeder Stadtverordnetenversammlung soll jedem Bürger die Möglichkeit  gegeben werden, sich zu einem oder mehreren Themen der  Stadtverordnetenversammlung äußern können.  Die Redezeit für jedes Thema muss begrenzt werden. Dies entspricht den  in vielen Kommunen gängigen Bürgerfragestunde. Den in der Marburger  Stadtverordnetenversammlung vom Abgeordneten Dr. Michael Weber (PIRATEN) gestellten Antrag unterstützen wir.&lt;br /&gt;
* Schnittstellenöffnung der Rats- und Parlamentsinformationssysteme, Verbesserung dieser zur Verwirklichung demokratischer Grundrechte&lt;br /&gt;
* Förderung von außerparlamentarischen Kontrollinstanzen ähnlich wie &amp;quot;Abgeordnetenwatch&amp;quot;.&lt;br /&gt;
* Stärkung der Ortsbeiräte und anderer Gremien&lt;br /&gt;
* Die  Schnittstellen der Rats- und Parlamentsinformationssysteme müssen geöffnet werden, um die Möglichkeit der Einreichung von  Bürgervorschlägen zur Verbesserung des  kommunalen Lebens im eigenen Viertel/Stadtteil (Verkehr, Kultur, Infrastruktur, etc.) zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches  funktionierte bereits in Frankfurt unter dem Motto &amp;quot;Frankfurt Gestalten - Bürger machen Politik&amp;quot;. Dazu müssen die Gemeindeordnungen geändert werden. Die Einrichtung von Petitionsausschüssen ist zwingend notwendig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgerhaushalt ===&lt;br /&gt;
Wir wollen, dass Ausgaben von denen kontrolliert werden, denen sie  zustehen: den Mitgliedern der jeweiligen Gemeinschaft. Die Haushalte der  Gemeinden, Kommunen und Kreise beinhalten viele Punkte, die in ihrer  Ausgabenhöhe nicht durch gesetzliche Vorgaben eingeschränkt sind oder  Mindestlöhne enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die  Piratenpartei will den Bürgerinnen und Bürgern ein Mitspracherecht  verschaffen, denn sie ist der Auffassung, dass mehr demokratische  Partizipation bei der Haushaltsgestaltung die  Identifikation des  Einzelnen mit seiner Gemeinde, Kommune und seinem Kreise erhöht.  Entscheidungen im Haushalt erfahren bei einem Mitspracherecht der  Bürgerinnen und Bürger eine höhere Akzeptanz als solche, die ohne  direkte Beteiligung gefällt werden. Zusätzlich können Vetternwirtschaft  und Korruption durch die deutlich erhöhte Transparenz bereits im Ansatz  verhindert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt weltweit bereits zahlreiche Gemeinden und Städte, die ihren  Bürgerinnen und Bürgern  erfolgreich diese Form der demokratischen Teilhabe ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstverwaltung ===&lt;br /&gt;
Die Piratenpartei unterstützt die Forderung des Ortsteilbeirat Ockershausen, dass Ortsteilbeiräte in der Stadtverordnetenversammlung für Anliegen des Ortsteils antragsberechtigt sein sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transparenz ==&lt;br /&gt;
=== Transparentes Gemeinwesen statt &amp;quot;gläserner Bürger&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Für uns PIRATEN bedeutet Transparenz, dass der Bürger Einsicht in die Erfüllung hoheitlicher Aufgaben erhält. Es bedeutet insbesondere, dass die Arbeit der Verwaltung unmittelbar durch den Bürger überprüft werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es heißt: Dienstvorschriften und Anweisungen müssen öffentlich einsehbar sein und mustergültig protokolliert werden. Welche  genau, wie hier anonymisiert wird, unter welchen Bedingungen sie  einsehbar wären, sind die Fragen, denen wir uns stellen müssen. Zu diesem Zweck müssen auf jeden Fall standardisierte, maschinenlesbare und automatisiert abrufbare Formen etabliert werden. Die mit hoheitlichen Aufgaben betrauten Personen müssen - unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte, die Ihnen wie jedem anderen zusteht - benannt werden können. Dazu gehört beispielsweise die Kennzeichnung von Polizeibeamten, wie sie mittlerweile in Berlin betrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis soll die Ausnahme werden ===&lt;br /&gt;
Das Geheimnis muss dem Prinzip der Öffentlichkeit weichen: Alles was von Steuergeldern bezahlt wird, geht den Bürger grundsätzlich etwas an - ob es nun Bebauungspläne sind oder die Ergebnissen aus Kontrollen komunaler Behörden - wie etwa dem Gesundheitsamt (&amp;quot;Gammelfleisch&amp;quot;, Hygiene in Krankenhäusern) und dem Ordnungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den PIRATEN ist es ein wichtiges Anliegen, dass solche Informationen - in allgemeinverständlicher, leicht zugänglicher Form - veröffentlicht werden. &amp;quot;Leicht  Zugänglich&amp;quot; verstehen wir hier technologisch: die Technologie - in all  ihrer Breite, von der Druckerpresse über das Telefon bis zum  Internetzugang - ist uns ein Werkzeug, eine immer komplexer werdende  Welt zu erschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während  die Bemühungen der Stadtverwaltung, ein Informationssystem bereitzustellen, Früchte tragen, würden wir eine übersichtlichere Lösung begrüßen. Beispielsweise könnte das Abstimmungsverhalten der  Abgeordneten zu Beschlüssen besser zugänglich gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für einen allgemeinverständlichen Haushaltsplan ===&lt;br /&gt;
Die  Macht darüber, was mit dem Geld der Bürger geschehen soll, obliegt den  Parlamenten. Die Kontrolle dieser Macht obliegt dem Bürger. Die  Durchführung dieser Kontrolle ist nur mit Übersicht möglich. Bislang ist  diese Übersicht nur durch &amp;quot;Fußarbeit&amp;quot; erhältlich, indem man sich  bemüht, indem man fragt, indem man forscht. Wir setzen große Hoffnung  darin, die Tätigkeit der Verwaltung unseren Mitbürgern mit modernen  Mitteln verständlicher zu machen, den Staat &amp;quot;handhabbarer&amp;quot; zu machen. Ein wichtiges Element hierbei ist, den Haushaltsplan (ca. 700x A4) in Computerlesbarer Form zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ausverkauf des Gemeinguts ===&lt;br /&gt;
Überall  in Deutschland sprießen &amp;quot;Lease-Back-Geschäfte&amp;quot; und  &amp;quot;Public-Private-Partnerships&amp;quot; wie die Pilze aus dem Boden. Oft reibt  sich eine - im dunklen gehaltene - Öffentlichkeit dann erstaunt die  Augen und stellt fest, dass die Abwasserpreise steigen oder die S-Bahn nicht mehr fährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fragen:&lt;br /&gt;
* Darf eine Regierung öffentliches Gut überhaupt verkaufen, ohne den Bürger zu informieren?&lt;br /&gt;
* Wie erfahren wir von solchen Vorhaben, noch bevor sie realisiert werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verträge  mit langer Laufzeit oder über große Geldsummen gehören prinzipiell  offengelegt, möglicherweise sogar nur über eine Volksabstimmung ermöglicht. Ein Recht zur Einsicht in wesentliche Verträge ist das mindeste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für Open Source-Software in der Stadtverwaltung nach dem &amp;quot;Münchner Modell&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Die  Marburger Piraten fordern den Einsatz von freier Software in der  Stadtverwaltung, wo immer dies sinnvoll möglich ist. Hierzu zählt  insbesondere der Einsatz von Open Source Software, wie Linux,  OpenOffice.org oder Mozilla Firefox nach dem Vorbild der Stadtverwaltung  München („LiMux“-Projekt). Die Piraten fordern eine schrittweise  Umstellung im Rahmen von Ersatzinvestitionen. Lizenzen kommerzieller Produkte sind keine dauerhafte Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgerrechte und Datenschutz ==&lt;br /&gt;
=== Für einen Staat, der sich aus dem Privatleben raushält ===&lt;br /&gt;
Wir fordern eine Politik die  die informationelle Selbstbestimmung aller Bürger achtet – und nicht  solche “Datenkraken” erfindet, wie die jetzt geplante Volkszählung  2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jegliches  staatliche Handeln, muss maximale Datensparsamkeit als Grundsatz haben.  Es darf keine Aufhebung der Zweckbindung von Verwaltungsdaten geben.  Eine Auskunftspflicht für intime Daten, die zudem auch noch strafbewehrt  ist, erinnert eher an eine Diktatur als an  einen freiheitlichen  Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals  darf es eine Zusammenfassung unterschiedlicher Lebensbereiche unter  einem eindeutigen Personenkennziffer geben. Solch eine Ordnungsnummer  ist gefährlich für die Demokratie und wurde durch das BVerfG bereits im Volkszählungsurteil ausgeschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Die   Erhebungsstellen sind räumlich, organisatorisch und personell  von   anderen Verwaltungsstellen zu trennen. Es ist sicherzustellen, dass die   Angaben in den Erhebungsunterlagen nicht für andere Aufgaben   verwendet  werden.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesverfassungsgericht im Volkszählungsurteil 1983 ===&lt;br /&gt;
Eine  Weitergabe von statistischen Daten darf nur in vollständig  anonymisierter Form erlaubt sein. Diese Daten dürfen sich auch nicht  deanonymisieren lassen. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert  in Hinblick auf die informationstechnischen Entwicklungen der letzten   Jahrzehnte eine grundlegend veränderte Haltung zur Erhebung und  Speicherung persönlicher Daten: Nur nicht existente Daten sind sichere Daten! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marburg]]&lt;/div&gt;</summary>
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