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	<title>Benutzer:Kme/txt/Verfassungsbeschwerde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-10T03:54:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=Benutzer:Kme/txt/Verfassungsbeschwerde&amp;diff=55889623&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kme am 3. April 2013 um 13:53 Uhr</title>
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		<updated>2013-04-03T13:53:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bitte ergänzen und verbessern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiermit lege ich Verfassungsbeschwerde gegen § 48 LVerfGG ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Paragraph lautet: &amp;quot;Die Verfassungsbeschwerde kann nur binnen eines&lt;br /&gt;
Jahres seit Inkrafttreten des zur Überprüfung gestellten&lt;br /&gt;
Landesgesetzes erhoben werden.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landesverfassung von Sachsen-Anhalt garantiert jedermann das&lt;br /&gt;
Recht, Verfassungsbeschwerde einzulegen mit der Behauptung, durch ein&lt;br /&gt;
Landesgesetz unmittelbar in seinen Grundrechten, grundrechtsgleichen&lt;br /&gt;
Rechten oder staatsbürgerlichen Rechten verletzt zu sein (gemäß&lt;br /&gt;
Art. 75, 6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich behaupte, daß mich § 48 LVerfGG in diesem grundlegenden Recht aus&lt;br /&gt;
Art. 75, 6 Landesverfassung unmittelbar verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beantrage, das Gericht möge die Nichtigkeit des § 48 LVerfGG&lt;br /&gt;
feststellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Befristung der Möglichkeit, gegen die Verletzung von Grundrechten,&lt;br /&gt;
grundrechtsgleichen Rechten oder staatsbürgerlichen Rechten zu klagen,&lt;br /&gt;
ist nicht in Übereinstimmung zu bringen mit der überragenden Bedeutung&lt;br /&gt;
dieser Rechte, die deshalb in der Landesverfassung festgeschrieben&lt;br /&gt;
sind.  Die blosse Überschreitunǵ einer in einem Landesgesetz&lt;br /&gt;
vorgeschriebenen Frist zur Einreichung der Verfassungsbeschwerde, kann&lt;br /&gt;
eine damit mögliche fortdauernde Verletzung solcher grundlegenden&lt;br /&gt;
Rechte nicht rechtfertigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der §48 LVerfGG schränkt den Gehalt des Art.75,6 der Landesverfassung&lt;br /&gt;
wesentlich ein.  Die Landesverfassung sieht die Klage für jedermann,&lt;br /&gt;
der unmittelbar durch ein Gesetz in den genannten Rechten verletzt&lt;br /&gt;
ist, vor.  Die unmittelbare Verletzung von grundlegenden Rechten durch&lt;br /&gt;
ein Gesetz und vor allem die Bedeutung einer solchen Rechtsverletzung&lt;br /&gt;
im Leben und deshalb die Notwendigkeit eines Vorgehens dagegen ist&lt;br /&gt;
aber zumindest für mich als Bürger, der nicht selbst der vollziehenden&lt;br /&gt;
Gewalt oder der Justiz angehört, erst im Laufe des Vollzugs eines&lt;br /&gt;
Geseztzes, der Sanktionierung von Übertretungen eines Gesetzes, oder&lt;br /&gt;
allgemein wenn ich in eine entsprechende Situation komme, erkennbar.&lt;br /&gt;
Der Begriff der Unmittelbarkeit im Art.75,6 kann nicht sinnvoll so&lt;br /&gt;
ausgelegt werden, dass der blosse Wortlaut eines Gesetzes ohne&lt;br /&gt;
Vermittlung durch jedwede Anwendung, Auslegung oder situative&lt;br /&gt;
Betroffenheit, allein durch sein davon unberührtes Inkrafttreten,&lt;br /&gt;
etwas bewirkt.  Wenn ich wie in diesem Fall die Verletzung eines&lt;br /&gt;
grundlegendem Rechtes durch ein Gesetz bemerke, ist die Frist deshalb&lt;br /&gt;
schon abgelaufen.  Ausserdem entfalten Gesetze in Zusammenhang mit&lt;br /&gt;
anderen Gesetzen, hoheitlichem Handeln und Rechtsprechung oft&lt;br /&gt;
Wirkungen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes und im&lt;br /&gt;
ersten Jahr seiner Gültigkeit noch gar nicht absehbar waren.  Die&lt;br /&gt;
unmittelbare Verletzung von grundlegenden Rechten durch ein&lt;br /&gt;
Landesgesetz kann auch bewirkt werden durch eine nicht&lt;br /&gt;
grundrechtskonforme Auslegung, die sich erst lange nach Inkrafttreten&lt;br /&gt;
oder allmählich etabliert.  Der Art. 75,6 Landesverfassung eröffnet&lt;br /&gt;
die Möglichkeit, in allen diesen Fällen Verfassungsbeschwerde&lt;br /&gt;
einzulegen.  Der §48 LVerfGG widerspricht dem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer solchen wesentliche Einschränkung des Gehaltes der&lt;br /&gt;
Landesverfassung durch ein Landesgesetz ist der Gesetzgeber nicht ermächtigt.&lt;br /&gt;
Der Art.76 der Landesverfassung ermächtigt den Gesetzgeber nur, &amp;quot;Verfassung und&lt;br /&gt;
Verfahren des Landesverfassungsgerichts&amp;quot; festzulegen sowie zu bestimmen, &amp;quot;in welchen Fällen die Entscheidungen des Landesverfassungsgerichts Gesetzeskraft haben&amp;quot;.  Die Bestimmung des §48 LVerfGG überschreitet diesen Rahmen.  Eine Analogie zu §93,3 BVerfGG ist nicht gegeben, da das Institut der Verfassungsbeschwerde im Land Sachsen-Anhalt ganz anders ausgestaltet ist als auf Bundesebene.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der §48 LVerfGG stellt auch gerade keinen Beitrag zur&lt;br /&gt;
Rechtssicherheit dar.  Das Landesverfassungsgericht müsste nach diesem&lt;br /&gt;
Paragraphen selbst offensichtlich begründete Klagen abweisen, wenn die&lt;br /&gt;
Frist verstrichen ist.  Gesetze, die Grundrechte verletzen, dürfen&lt;br /&gt;
aber nicht der Einfachheit halber weitergelten.  Dies ergibt sich&lt;br /&gt;
schon aus Art 1 Abs. 3 Grundgesetz.  Eine solche Situation würde&lt;br /&gt;
deshalb gerade Rechtsunsicherheit bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch pragmatische Gründe der Arbeitsbelastung des&lt;br /&gt;
Landesverfassungsgerichts oder des Gesetzgebers können nicht für die&lt;br /&gt;
fragliche Norm sprechen.  Dies ergibt sich schon daraus, daß es die&lt;br /&gt;
wesentliche Aufgabe dieser Verfassungsorgane ist, grundrechtskonforme&lt;br /&gt;
und konsistente Normen zu setzen, zu prüfen, anzupassen und&lt;br /&gt;
weiterzuentwickeln.  Die beschriebene Fristsetzung ist nicht geeignet,&lt;br /&gt;
die Funktion des Landesverfassungsgerichts sicherzustellen, sondern&lt;br /&gt;
sie schränkt sie ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit frundlichen Grüßen,&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kme</name></author>
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