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	<title>Benutzer:Bzapf/politisches Portfolio/Versuch ueber den defekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-04-19T19:17:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=Benutzer:Bzapf/politisches_Portfolio/Versuch_ueber_den_defekt&amp;diff=55888134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bzapf: Die Seite wurde neu angelegt: „Wie mehrmals angeregt, werde ich diese Mail mit einer Zusammenfassung ihrer Inhalte beginnen.  Die Schulen sind Abhängig von einem starren und überholten System…“</title>
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		<updated>2013-03-18T22:32:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Wie mehrmals angeregt, werde ich diese Mail mit einer Zusammenfassung ihrer Inhalte beginnen.  Die Schulen sind Abhängig von einem starren und überholten System…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Wie mehrmals angeregt, werde ich diese Mail mit einer Zusammenfassung&lt;br /&gt;
ihrer Inhalte beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schulen sind Abhängig von einem starren und überholten System. Dies&lt;br /&gt;
wird immer wieder in einem Zirkelschluss zur Begründung der&lt;br /&gt;
Notwendigkeit eben dieses Systems herangezogen. Über eine Beschreibung&lt;br /&gt;
des Konzepts &amp;quot;Unterricht&amp;quot; erreiche ich eine Kritik des hier&lt;br /&gt;
praktizierten Schulkonzepts, die ich verwende, um gewisse&lt;br /&gt;
Fehlwahrnehmungen, die es bis ins hessische Landesprogramm geschafft&lt;br /&gt;
haben, zu kommentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Diskussion über g+ - natürlich ging es &amp;quot;offiziell&amp;quot; um&lt;br /&gt;
&amp;quot;digitale Bildung&amp;quot; - beklagte sich ein Pädagagoge irrigerweise über die&lt;br /&gt;
Filtersouveränität der Schüler. Diese würden &amp;quot;nicht zuhören&amp;quot;,&lt;br /&gt;
&amp;quot;schwatzen&amp;quot;, &amp;quot;zeichnen&amp;quot; und dergleichen, sich also &amp;quot;ordnungsgemäßer&lt;br /&gt;
Beschulung verweigern&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein nur geringfügig radikalerer Pädagoge könnte auch in dieser Situation&lt;br /&gt;
ohne weiteres behaupten, diese Schüler würden eben auch etwas lernen:&lt;br /&gt;
falsche Autorität zu ignorieren, Kommunikation unter gleichgestellten,&lt;br /&gt;
Zeichnen, und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nicht nicht kommunizieren, lautet ein zentraler Satz der&lt;br /&gt;
&amp;quot;Anleitung zum Unglücklichsein&amp;quot;. In der Tat ist ja auch&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schulverweigerung&amp;quot; Kommunikation, sie gibt Auskunft über die Ablehnung&lt;br /&gt;
des gelehrten, des Lehrpersonals oder der Umstände. Schwierigerweise ist&lt;br /&gt;
der Zeichenvorrat der Sprache &amp;quot;Schulverweigerung&amp;quot; beschränkt. Im Grunde&lt;br /&gt;
gibt es in Schulen nur noch die eine Option &amp;quot;nicht aufzupassen&amp;quot; - und&lt;br /&gt;
dies wird bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bild krankt an seiner Unvollständigkeit und bleibt eben ein Bild,&lt;br /&gt;
eine vereinfachte Darstellung. Es gibt tatsächlich wenigstens drei Pole:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Aufmerksamkeit/Mitarbeit&lt;br /&gt;
# Innere Resignation (Langeweile/stille Nichtteilnahme)&lt;br /&gt;
# Offene (mitgeteilte) Verweigerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei häufig 1 und 2 verwechselt werden, da sie von aussen gleich&lt;br /&gt;
erscheinen können. Wäre Aufmerksamkeit sichtbar, würde wahrscheinlich&lt;br /&gt;
erkannt, dass zu einem gegebenen Zeitpunkt nur wenige Menschen in einer&lt;br /&gt;
Lerngruppe Aufmerksam sind. Dies ist eines der Probleme mit den&lt;br /&gt;
überlieferten Lernmethoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strafe für Option 3 ist natürlich zunächst einzig die Gruppenstrafe&lt;br /&gt;
- der Schüler wird &amp;quot;pfui&amp;quot;, ist &amp;quot;gegen die Gesellschaft&amp;quot;, &amp;quot;fällt hinten&lt;br /&gt;
herunter&amp;quot;, &amp;quot;möchte wohl Hartz-IV-Empfänger werden&amp;quot; usw. - wird also&lt;br /&gt;
schlicht verhöhnt. Das verhindert, dass schwerere Strafen auch nur&lt;br /&gt;
angesprochen werden müssen. Völlig ohne &amp;quot;Unhöflichkeit&amp;quot; werden also&lt;br /&gt;
Schüler zu einem Leben zwischen den Polen 1 und 2 gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So simpel die Diagnose, so schwierig die Behandlung: Auch wenn Lehrern&lt;br /&gt;
im Prinzip klar sein darf, wie diese Methoden funktionieren, werden auch&lt;br /&gt;
sie in eine ähnliche Zwangslage versetzt. Da sie aber als behördlich&lt;br /&gt;
stillgelegte keinerlei Möglichkeit haben, ihr Umfeld wirksam zu&lt;br /&gt;
beeinflussen, werde ich mich in diesem Text nur auf die systematisch&lt;br /&gt;
gegebenen Umstände eingehen und den möglicherweise vorhandenen guten&lt;br /&gt;
Willen von Pädagogen ignorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip scheint klar, das erste Mittel muss lauten: diese Umstände&lt;br /&gt;
abzuschaffen. Frei nach dem SNAFU-Prinzip wird aus diesem grundlegenden&lt;br /&gt;
Dilemma der Systemschulen von Behörden kaum Erkenntnis gewonnen. Dies&lt;br /&gt;
ist problematisch, da Behörden diese Schulen eben &amp;quot;betreiben&amp;quot;, also&lt;br /&gt;
gegebene Ressourcen ausschließlich gehorsamen Pädagogen zuteil werden&lt;br /&gt;
lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtigerweise erkennt Mittelstädt in einem solchen Zusammenhang ( &amp;quot;Verhaltensanomalien der Schulentwicklung&amp;quot; -&lt;br /&gt;
Wirtschaft &amp;amp; Entwicklung 2012/9 [http://www.vlw.de/fileadmin/documents/downloads/wirtschaft_erziehung/092012_2/files/assets/basic-html/page14.html]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als erhebliches Forschungsdefizit innerhalb der pädagogischen&lt;br /&gt;
Schulentwicklung ist anzusehen, dass bislang kein empirischer Beleg&lt;br /&gt;
vorzufinden ist, ob das Leitbild von der lernenden Organisation&lt;br /&gt;
innerhalb des bürokratischen Konstrukts Schule überhaupt realisierbar&lt;br /&gt;
ist, d. h. ob es zur &amp;quot;Grammatik von Schule&amp;quot; passt (T YACK/T OBIN 1994).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Sarkasmus, dass die irgendwie lernend gewordene Schule bislang noch&lt;br /&gt;
nicht einmal gelernt haben will, dass Schüler gelegentlich&lt;br /&gt;
unterschiedliche Interessen haben könnten, kann man sich hier kaum&lt;br /&gt;
enthalten. Zweckoptimismen wie die Ausgabe von Parolen von einer&lt;br /&gt;
&amp;quot;lernenden Schule&amp;quot; scheinen vor dem Hintergrund der Geschichte und der&lt;br /&gt;
Behörden als zynische Beschwichtigungen der Allgemeinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der politischen Ebene gehen wir also über die reine Betrachtung des&lt;br /&gt;
durch &amp;quot;die Grammatik von Schule&amp;quot; geformten Bildes der&lt;br /&gt;
Lehrer/Schüler-Beziehung hinaus und fragen: wie kann sich eben diese&lt;br /&gt;
Grammatik ändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschläge dazu waren zu hören. Ob Montessori, Negt, die Schulen von&lt;br /&gt;
Sudbury und Summerhill, sogar Steiner - alle diese Ansätze teilen den&lt;br /&gt;
Versuch, eben &amp;quot;die Grammatik von Schule&amp;quot; zu ändern. Nicht auf dem Wege&lt;br /&gt;
des zentralen Kommandos, eben eine Gliedrigkeit oder eine Jährigkeit zu&lt;br /&gt;
ändern, damit sein Bildungsziel der Chancengleichheit erfüllt zu haben&lt;br /&gt;
und endlich Ruhe zu haben vor diesem frustrierenden Thema. Sondern auf&lt;br /&gt;
dem Wege der Einsicht, der Erkenntnis und des inneren Gleichgewichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Existenz einzelner vorbildlicher Schulen nutzt allerdings nicht,&lt;br /&gt;
nicht der Allgemeinheit. Ein politisches Ziel einer Bildungspolitik kann&lt;br /&gt;
in unserem Fall nur sein, die Umstände für alle zu verbessern. Und hier&lt;br /&gt;
können wir tatsächlich im Sinne einer politischen Forderung ansetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst beobachtet man, dass diese Schulmodelle gemeinsam haben, dass&lt;br /&gt;
sie eine Alternative zum bisher praktizierten Modell darstellen müssen,&lt;br /&gt;
dass sie sich also in ihrer konkreten Umsetzung immer noch an gewisse&lt;br /&gt;
behördliche Vorgaben halten müssen. Dies ist insofern pathologisch, als&lt;br /&gt;
dass diese Vorgaben teilweise keine erkennbare Grundlage haben. Trotz&lt;br /&gt;
all der Einschränkungen ist es aber gelungen, einzelne Schulen zu&lt;br /&gt;
konstruieren, deren Grammatik von der der Systemschulen abweicht. Dass&lt;br /&gt;
dies, bis auf die sogenannten &amp;quot;Waldorfschulen&amp;quot;, eben nur in Einzelfällen&lt;br /&gt;
gelungen ist, die eben in dieser Form nicht ausreichen, die&lt;br /&gt;
Allgemeinheit mit auch nur akzeptablen Schulen zu versorgen, darf&lt;br /&gt;
durchaus als Problem gesehen werden. Die Gründe für den Erfolg &amp;quot;der&lt;br /&gt;
Waldorfschulen&amp;quot; als Konzept (über den Einzelfall hinaus) sind übrigens&lt;br /&gt;
vielschichtig und schwer zu reproduzieren, aber durchaus interessant zu&lt;br /&gt;
studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dergleichen alternative Schulen werden derzeit stets als Privatschulen&lt;br /&gt;
organisiert. Dies liegt an einigen Details der Schulgesetze und derer&lt;br /&gt;
Umsetzung, die wir hier nicht im Detail diskutieren wollen. Auffällig&lt;br /&gt;
ist aber, dass unter Pädagogen eine breite Front der Aktivität gegen&lt;br /&gt;
Privatschulen im Allgemeinen organisiert wurde. Die &amp;quot;Privatisierung von&lt;br /&gt;
Bildungseinrichtungen&amp;quot; oder die Gründung von Privatschulen widerspricht&lt;br /&gt;
dann meist angeblich irgendwelchen Idealen. Ist eben &amp;quot;gegen die&lt;br /&gt;
Gesellschaft&amp;quot; oder so. Dass hier übersehen wird, dass Privatschulen&lt;br /&gt;
nicht immer steinzeitlich organisierte Internate sind, könnte man&lt;br /&gt;
durchaus einen Ideologiefehler nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schulgesetze sehen Schulversuche vor, sehen Schulen besonderer&lt;br /&gt;
pädagogischer Prägung vor. In der Realität ist davon nicht viel zu&lt;br /&gt;
erkennen. Da gründet einer eine staatliche Waldorfschule [http://www.erziehungskunst.de/nachrichten/inland/in-hamburg-entsteht-erste-staatliche-waldorfschule/] und die&lt;br /&gt;
müde versammelten Pädagogen sind begeistert. Wenn sie denn nicht&lt;br /&gt;
zufällig Waldorf-Gegner sind. Endlich ein Argument! Endlich ein&lt;br /&gt;
Schulversuch! Jetzt nur noch 30 Jahre warten, bis die Ergebnisse...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Nicht so, bitte. Schulversuche! Besondere Prägung vor! Die&lt;br /&gt;
Behörden versagen uns seit Jahrzehnten, den gesunden Menschenverstand in&lt;br /&gt;
die Schulen einkehren zu lassen. 8 € pro Schüler und Tag reichen nicht.&lt;br /&gt;
Diese Schulen sind eine Schande für diesen Staat und ihre Verfechter&lt;br /&gt;
erscheinen als das letzte Aufbäumen einer untergegangenen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schüler sind Menschen. Sie sind nicht die, die am Niedergang der&lt;br /&gt;
Gesellschaft schuld haben. Sie haben unseren Respekt verdient für das,&lt;br /&gt;
was sie tun. Und dazu gehört bedeutend mehr als eben &amp;quot;ein bißchen&lt;br /&gt;
lernen&amp;quot; - was im übrigen eine der eher anstrengenden Tätigkeiten ist,&lt;br /&gt;
die Menschen möglich ist. Unterordnung wird von diesen Schulen verlangt.&lt;br /&gt;
Unterordnung unter &amp;quot;die Verhältnisse&amp;quot;. Gewöhnung an ein eintöniges,&lt;br /&gt;
fremdbestimmtes Leben. Das ist das Problem - nicht etwa die Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empört Euch!&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bzapf</name></author>
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