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	<title>Benutzer:Bzapf/Bildung/Gleitzeitschule/4 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T13:55:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=Benutzer:Bzapf/Bildung/Gleitzeitschule/4&amp;diff=55809393&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bzapf: Die Seite wurde neu angelegt: „ Wo die Gewalt rechtfertigbar ist, da wird sie zu Recht, vielleicht zu Macht. Da ist sie eben die ultima Ratio, zu der sie erklärt wird. Andernorts liegt der bö…“</title>
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		<updated>2012-02-24T19:46:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „ Wo die Gewalt rechtfertigbar ist, da wird sie zu Recht, vielleicht zu Macht. Da ist sie eben die ultima Ratio, zu der sie erklärt wird. Andernorts liegt der bö…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Wo die Gewalt rechtfertigbar ist, da wird sie zu Recht, vielleicht zu&lt;br /&gt;
Macht. Da ist sie eben die ultima Ratio, zu der sie erklärt wird.&lt;br /&gt;
Andernorts liegt der böse Schein der Willkür auf ihr. Dieses Prinzip&lt;br /&gt;
begreifen manche recht früh, manche sogar schon im Schüleralter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hierarchie einer Schule mit der kommunikativen Doppelbindung&lt;br /&gt;
eines jeden Teilnehmers wird Eskalation eines Sachverhalts durch bloße&lt;br /&gt;
Mitteilung schnell unmöglich, wird &amp;quot;Omerta&amp;quot;, das Gebot des Schweigens,&lt;br /&gt;
zum Daseinsprinzip für die Nichtprivilegierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrer deuten dieses Schweigen als Leistungsverweigerung (&amp;quot;Faulheit&amp;quot;)&lt;br /&gt;
und zementieren damit den niederen offiziellen Rang des schweigenden&lt;br /&gt;
durch ranghohe Bestätigung und schließen damit den Teufelskreis der&lt;br /&gt;
Selbstbestätigung von Hierarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliche Gewalt ist unter Jugendlichen ein gängiges Mittel der&lt;br /&gt;
Auseinandersetzung, ebenso wie die Vermeidung der Verantwortung dafür.&lt;br /&gt;
Sie stehen hierin Erwachsenen in nichts nach, ja übertreffen diese&lt;br /&gt;
sogar. In einer Dunkelfeldstudie aus dem Jahre 2008 gab etwa jeder&lt;br /&gt;
sechste Schüler an, in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal Opfer&lt;br /&gt;
von Gewalt geworden zu sein [1]. Zum Vergleich: Die Polizeiliche&lt;br /&gt;
Kriminalstatistik des Jahres 2010 [2] erwähnt etwa 200.000 angezeigte&lt;br /&gt;
Straftaten - also eine Inzidenz von etwa 0.25%. Ferner werden dort&lt;br /&gt;
35.000 jugendliche Tatverdächtige Angeführt, was zusammen mit [1] auf&lt;br /&gt;
eine extreme Dunkelziffer der polizeilichen Behandlung von Jugendgewalt&lt;br /&gt;
schließen läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entspricht auch der Alltagserfahrung, dass Schulgewalt als&lt;br /&gt;
&amp;quot;Lehrersache&amp;quot; bezeichnet wird. Dem Lehrer wird durch seine&lt;br /&gt;
Aufsichtspflicht die Verantwortung, Gewalt zu unterbinden, aufgebürdet.&lt;br /&gt;
Diese lehnt er in der Regel ab, wovon sich der aufmerksame Leser&lt;br /&gt;
überzeugen kann: gefragt, stellen Lehrer in der Regel in Abrede, die in&lt;br /&gt;
[1] erhobenen Umstände seien auch nur glaubhaft. In der Regel wird die&lt;br /&gt;
angeblich niedersächsische Herkunft eines Coautors dieser Studie,&lt;br /&gt;
Christian Pfeiffer, von Lehrern für die Natur der erhobenen Daten&lt;br /&gt;
verantwortlich gemacht, trotzdem ein Kausalzusammenhang ausgeschlossen&lt;br /&gt;
erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während also Gewalt von Lehrern als &amp;quot;Nichtthema&amp;quot; marginalisiert wird und&lt;br /&gt;
von Schülern im Geheimen praktiziert, dient sie gleichzeitig den&lt;br /&gt;
stärkeren Schülern als Mittel zur Fixierung der Hierarchie: das Gesetz&lt;br /&gt;
der Straße kennt viele Strafen für das Hierarchievergehen, die&lt;br /&gt;
beliebteste davon ist körperliche Gewalt im geheimen, und diese wird&lt;br /&gt;
nach wie vor praktiziert, darf aber im Unterricht nicht rational&lt;br /&gt;
behandelt werden und der Umgang mit ihr ist - ebenso wie der mit der&lt;br /&gt;
Machtfrage - offensichtlich nur in Ausnahmefällen der Gegenstand von&lt;br /&gt;
Pädagogik oder Teil der Ausbildung von Lehrern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wird offensichtlich erwartet, dass Schüler, die in der Regel schon&lt;br /&gt;
mit den Randbedingungen von Schule überfordert sind, die bewährten&lt;br /&gt;
Regeln zum Umgang mit Gewalt durch Osmose lernen, also ohne Mitteilung&lt;br /&gt;
aus dem Verhalten ihrer Mitschüler, dem der Lehrer (die sich in einer&lt;br /&gt;
kollossal anderen Situation befinden) und dem ihrer Eltern erschließen.&lt;br /&gt;
Mit etwas Glück erhalten Schüler Zugang zu Regelwerken der&lt;br /&gt;
Erwachsenenwelt (GG, StGB, StPO etc.) - dessen direkte Anwendung ihnen&lt;br /&gt;
verunmöglicht ist, die aber leicht verständliche Hinweise auf mögliche&lt;br /&gt;
Lösungen enthalten. Ob oder ab welchem Alter Schüler in der Lage sind,&lt;br /&gt;
diese Lösungen unverändert anzuwenden, sollte durchaus diskutiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tatsachen sollten nicht nur mit einer&lt;br /&gt;
Ex-Cathedra-&amp;quot;Stichalter&amp;quot;-Reglung gewürdigt werden. Es ist nämlich zu&lt;br /&gt;
beobachten, dass die jetzige Stichalter-Reglung (&amp;quot;Strafmündigkeit&amp;quot; ab&lt;br /&gt;
dem Alter von 14) von Schülern mit hoher Auffassungsgabe ausgenutzt wird&lt;br /&gt;
und diese bis zu diesem Stichalter scheinbar zu willkürlicher und&lt;br /&gt;
unkontrollierbarer Gewalt berechtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles soll nicht bedeuten, dass Gewalt niemals berechtigt ist, es&lt;br /&gt;
soll nur das Ausmaß und die Folgen der unberechtigten Gewalt&lt;br /&gt;
verdeutlichen. Berechtigte Gewalt bleibt nach wie vor berechtigt und das&lt;br /&gt;
einzige Mittel zur Verhütung noch schlimmerer Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu unterscheiden ist in diesem Zusammenhang auch zwischen Aggression und&lt;br /&gt;
Gewalt. Gewalt ist Verhalten, das Verletzung, also dauerhafte Folgen für&lt;br /&gt;
das Gegenüber, beabsichtigt. Aggression ist Verhalten, das Verletzung&lt;br /&gt;
vermeidet. Auch wenn die Absicht nicht immer erkennbar ist und manchmal&lt;br /&gt;
eben nicht verwirklicht wird, bietet diese wenigstens eine Möglichkeit&lt;br /&gt;
zur Unterscheidung der Begriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verlagerung von Gewalt auf das soziale und psychische (&amp;quot;Mobbing&amp;quot;&lt;br /&gt;
etc.) ist nur der erste und offensichtliche Schritt in der&lt;br /&gt;
Lernentwicklung der Gewaltfreiheit. Hier herrscht in Schule das kalte&lt;br /&gt;
Grausen: gegenüber der gewalttätigen Eigendynamik von Gruppen zeigen&lt;br /&gt;
sich Lehrer fast immer Machtlos, ja werden gar manchmal zum Opfer&lt;br /&gt;
solcherlei Gewalt. Dieser &amp;quot;Super-GAU der Erziehung&amp;quot; des Gewaltopfers&lt;br /&gt;
Lehrer zeigt mehrere Sachverhalte auf einmal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Schüler können Gewalt selbst gegenüber ihren Lehrern ausüben&lt;br /&gt;
- Auch in diesem Fall sind die angeblich vorhandenen formalen oder&lt;br /&gt;
offiziellen Antworten des Systems &amp;quot;Schule&amp;quot; schwach&lt;br /&gt;
- Auch in diesem Fall ist &amp;quot;Omerta&amp;quot; Nahrung für Violence, nicht die&lt;br /&gt;
passende Antwort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der psychischen Gewalt stehen die &amp;quot;Sachzwänge&amp;quot; des Schulsystems&lt;br /&gt;
wenn nicht in ursächlichem Verhältnis doch wenigstens im Zusammenhang&lt;br /&gt;
mit den Geschehnissen. Der Mangel an Wahl der Bezugsgruppe sowie der&lt;br /&gt;
Zwang zur Teilnahme an schematisch organisierten Veranstaltungen&lt;br /&gt;
verunmöglicht das Ausweichen. Hier schließt sich wieder ein Kreis: das&lt;br /&gt;
System, der Hobbessche Leviathan, schützt sich selbst, indem es die&lt;br /&gt;
Privilegien als solche und den Abgrund als solchen definiert und&lt;br /&gt;
bestätigt. Wo keine anderen Kriterien gefunden wurden, müssen&lt;br /&gt;
oberflächliche her. Und niemand, der klar bei Verstand ist, riskiert&lt;br /&gt;
durch Trübung des Wässerchens Oberfläche seine Privilegien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System durchdringt in der Modellgesellschaft, im Modellstaat&lt;br /&gt;
&amp;quot;Schule&amp;quot; eben in seiner Allmacht bis hinab zum geringsten ihrer&lt;br /&gt;
Mitglieder - selbst dort, wo nicht einmal mehr Lehrer Einblick erhalten.&lt;br /&gt;
Es ist, als würde die Polizei gewisse Schichten oder auch gewisse&lt;br /&gt;
Stadtviertel nicht mit ihren Diensten versorgen - ein undenkbarer und&lt;br /&gt;
unhaltbarer Zustand ist das Zentrum des Systems Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Aufrechterhaltung dieser Zustände - eben auch zur Aufrechterhaltung&lt;br /&gt;
der Illusion des richtigen Handelns (&amp;quot;wenn schon nicht richtig, dann&lt;br /&gt;
wenigstens einheitlich&amp;quot; etc.) - ist es zwingend erforderlich, die&lt;br /&gt;
Freiheit der Betroffenen auf das Mindestmaß zu beschränken. Jede&lt;br /&gt;
Freiheit darüber hinaus würde die Endlichkeit der Mächtigen zeigen,&lt;br /&gt;
würde die Sinnlosigkeit ihres tuns zeigen. Die Schüler würden schneller&lt;br /&gt;
lernen als die Lehrer, die Verhältnisse verkehren, würden die Macht&lt;br /&gt;
ergreifen und die Lehrer eben alt aussehen lassen. Dies ist leider eben&lt;br /&gt;
auch der einzige wahrnehmbare Zweck von Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fehler des Lehrers liegt eben darin, die Macht über die&lt;br /&gt;
Lebensgestaltung der Schüler mit der Möglichkeit zur Lehre zu&lt;br /&gt;
verwechseln. Er liegt darin, aus der Möglichkeit die Pflicht zu machen&lt;br /&gt;
und bei Folgsamkeit Freude zu unterstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein freier Mensch kann und wird sich Gewalt (vor allem Violence, aber&lt;br /&gt;
auch Power) entziehen. So wäre dann eben &amp;quot;kein Staat zu machen&amp;quot;: so wäre&lt;br /&gt;
Freiheit. Die maßlose Übertreibung in der Anwendung von Power und der&lt;br /&gt;
unklare Übergang zu Violence sind die Stigmata totaler Institutionen,&lt;br /&gt;
nicht Kennzeichen der pseudoromantischen Begrifflichkeiten einiger&lt;br /&gt;
Vorzeigepädagogen (&amp;quot;Bildungsvisionen&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fehler, diese Romantik mit der Realität von Schule zu verwechseln,&lt;br /&gt;
ist zu vermeiden. Daher werde ich weiter die Einführung von&lt;br /&gt;
Gleitzeitsystemen an Schulen fordern, denn diese Forderung zeigt&lt;br /&gt;
deutlich die Unvollkommenheit der pädagogischen Gedankengebäude. Ein&lt;br /&gt;
Gleitzeitsystem unterläuft eben diese Zusammenhänge und würde die&lt;br /&gt;
Schüler - wenn auch nur in geringem Maße - zur Selbstbestimmung&lt;br /&gt;
ermächtigen. Die Konsequenzen dieser Maßnahme wären - und da haben&lt;br /&gt;
Lehrer in ihren Ängsten recht -  nicht absehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich befürworte schlicht, den einen unabsehbaren Konsequenzen des&lt;br /&gt;
bestehenden Schulsystems (emotionale und intellektuelle Verstümmelung,&lt;br /&gt;
Erziehung zum bedingungslosen Gehorsam, Gewalt) andere unabsehbare&lt;br /&gt;
Konsequenzen - die der Freiheit - entgegenzusetzen. Das bestehende&lt;br /&gt;
Schulsystem ist nicht in Einklang zu bringen mit Freiheit, nicht mit&lt;br /&gt;
Demokratie und nicht mit Pluralismus. Dieser Beleidigung der&lt;br /&gt;
Gründungsgedanken dieses unseres Staates ist - sofort und wirksam -&lt;br /&gt;
Einhalt zu gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fast immer heftig emotionale Reaktion der Lehrer, die ich mit diesem&lt;br /&gt;
Gedanken einer Gleitzeitschule konfrontiert habe, hat mir gezeigt, dass&lt;br /&gt;
ich auf der richtigen Fährte bin, was die Probleme von Schule angeht.&lt;br /&gt;
Ich will nicht meine Traumata verarbeiten. Ich will die absehbare&lt;br /&gt;
Traumatisierung künftiger Generationen nach Möglichkeit verhindern oder&lt;br /&gt;
wenigstens: so weit wie möglich vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Lehrer leugnen, dass es wenn auch vielleicht nur für eine Minderheit&lt;br /&gt;
von Schülern unerträglich ist, täglich um 6 Uhr geweckt zu werden, um&lt;br /&gt;
sich in einem gewalttätigen Umfeld den Errungenschaften einer überreich&lt;br /&gt;
beschenkten Beamtenkaste zu widmen, zeigt mir eben diese Verleugnung&lt;br /&gt;
die Richtigkeit meiner Argumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
%[1]&lt;br /&gt;
%Dirk Baier, Christian Pfeiffer, Julia Simonson, Susann Rabold 2009&lt;br /&gt;
%Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt&lt;br /&gt;
%&lt;br /&gt;
%http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb107.pdf&lt;br /&gt;
%&lt;br /&gt;
%[2]&lt;br /&gt;
%%http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2011/PKS2010.pdf?__blob=publicationFile&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bzapf</name></author>
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