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	<title>BY:Positionspapiere/POS-076 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T22:35:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=BY:Positionspapiere/POS-076&amp;diff=55882126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spinni: Die Seite wurde neu angelegt: „=Parlament im 21. Jahrhundert=  == Parlament und parlamentarischer Betrieb ==  Wir Piraten erachten eine möglichst umfassende  Gewaltenteilung im Staat als absol…“</title>
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		<updated>2013-02-06T09:04:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „=Parlament im 21. Jahrhundert=  == Parlament und parlamentarischer Betrieb ==  Wir Piraten erachten eine möglichst umfassende  Gewaltenteilung im Staat als absol…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;=Parlament im 21. Jahrhundert=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parlament und parlamentarischer Betrieb ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Piraten erachten eine möglichst umfassende  Gewaltenteilung im Staat als absolut&lt;br /&gt;
sinnvoll und notwendig. Wir sind daher der festen Überzeugung, dass das Parlament&lt;br /&gt;
gegenüber der Regierung gestärkt werden muss. Unser Fernziel ist eine strikte Trennung der&lt;br /&gt;
exekutiven und legislativen Gewalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu erreichen ist es unabdingbar das Parlament zu stärken und die parlamentarischen&lt;br /&gt;
Prozesse hin zu mehr Transparenz und Beteiligung der Bürger zu öffnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das starke Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im derzeitigen parlamentarischen Betrieb werden viele Gesetzesvorlagen von der Regierung&lt;br /&gt;
und ihrer Verwaltung ausgearbeitet. Wir können nachvollziehen, dass&lt;br /&gt;
Ministerialverwaltungen an der Entstehung von Gesetzen beteiligt werden möchten, sind sie&lt;br /&gt;
doch Experten auf ihrem Gebiet und in der Regel direkt von der Umsetzung und Anwendung der&lt;br /&gt;
Gesetze betroffen. Wir sind jedoch der Meinung, dass das konkrete Ausarbeiten der&lt;br /&gt;
Gesetzestexte dem Parlament vorbehalten sein muss. Die Verwaltung und die Exekutive sind&lt;br /&gt;
aus Sicht der Gesetzgebung externe Lobbyisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stärkung der Parlamentsverwaltung ==== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit das Parlament diese zusätzlichen Aufgaben erfüllen kann, muss es gezielt gestärkt&lt;br /&gt;
werden. Wir befürworten daher neben dem &amp;quot;Parlamentarischen Dienst&amp;quot; und dem &amp;quot;Zentralen&lt;br /&gt;
Dienst&amp;quot; in der bayerischen Parlamentsverwaltung weitere Abteilungen für die inhaltliche&lt;br /&gt;
Arbeit. Ein &amp;quot;Wissenschaftlicher Dienst&amp;quot;, analog zu dem des Bundestages, ermöglicht es den&lt;br /&gt;
Landtagsabgeordneten, sich unparteiisch und unabhängig von der Sachkompetenz der&lt;br /&gt;
Ministerien  zu bestimmten Themen zu informieren sowie entsprechende Gutachten erstellen&lt;br /&gt;
zu lassen. Ein &amp;quot;Juristischer Dienst&amp;quot; kann ohne parteipolitische Brille eingebrachte&lt;br /&gt;
Gesetze hinsichtlich ihrer rechtlichen Folgen bewerten und auf mögliche Fehler&lt;br /&gt;
untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stärkung der Parlamentsfraktionen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von der Parlamentsverwaltung müssen die Parlamentarier und Fraktionen mit&lt;br /&gt;
ausreichenden finanziellen Mitteln versorgt sein, damit sie entsprechend qualifiziertes&lt;br /&gt;
Personal beschäftigen können, um ihren zusätzlichen Aufgaben gerecht werden zu können.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das transparente Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für uns Piraten ist die Transparenz politischer Prozesse sowie parlamentarischer&lt;br /&gt;
Entscheidungsfindung und -träger ein elementarer Bestandteil der Demokratie im 21.&lt;br /&gt;
Jahrhundert. Die Einwohner Bayerns haben das Recht zu erfahren, wie politische&lt;br /&gt;
Entscheidungen zustande kommen. Wichtig ist hierbei, dass Transparenz Teil der politischen&lt;br /&gt;
Prozesse ist und nicht erst zustande kommt, wenn Menschen z.B. aufgrund von&lt;br /&gt;
Informationsfreiheitsgesetzen aktiv Auskunft verlangen. Transparenz ist eine unabdingbare&lt;br /&gt;
Vorraussetzung für die Beteiligung der Menschen an der politischen Entscheidungsfindung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ausschüsse und Kommissionen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Parlamenten werden viele Entscheidungen in Ausschüssen und Kommissionen de facto&lt;br /&gt;
bereits getroffen, da sich viele Abgeordnete an die Empfehlungen ihrer Fraktionsmitglieder&lt;br /&gt;
in den Ausschüssen halten. Wir Piraten sind daher der Meinung, dass die Sitzungen dieser&lt;br /&gt;
Gremien nur in begründeten Ausnahmefällen nicht-öffentlich sein dürfen. Öffentliche&lt;br /&gt;
Sitzungen sind zu protokollieren und audiovisuell aufzuzeichnen. Protokoll und Aufzeichung&lt;br /&gt;
sind angemessen im Internet zu veröffentlichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abgeordnete ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landtagsabgeordneten tragen eine hohe Verantwortung. Ihre Entscheidungen beeinflussen&lt;br /&gt;
das Leben von Millionen Menschen direkt und indirekt. Wir Piraten sind daher der Meinung,&lt;br /&gt;
dass sie in der Pflicht sind, mögliche und tatsächliche Interessenskonflikte öffentlich&lt;br /&gt;
darzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fordern daher, dass alle Abgeordnete gesetzlich verpflichtet werden, die Höhe und&lt;br /&gt;
Herkunft ihrer Nebeneinkünfte genau offenzulegen. Darüber hinaus sollen alle Abgeordneten&lt;br /&gt;
ihre Mitgliedschaften in Vereinen, Gewerkschaften u.ä. offenlegen, ihre ehemaligen&lt;br /&gt;
Arbeitgeber dokumentiern und ihre Treffen mit Lobbyisten angemessen veröffentlichen.  Auch&lt;br /&gt;
unabhängig von einer gesetzlichen Verpflichtung werden Abgeordnete der Piraten die&lt;br /&gt;
genannten Forderungen erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====  Lobbyismus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lobbyismus ist Teil jeder Demokratie und an sich nichts Verwerfliches. In der&lt;br /&gt;
parlamentarischen Demokratie muss Lobbyismus jedoch transparent und für alle&lt;br /&gt;
nachvollziehbar geschehen. Wir fordern daher für den Landtag ein Lobbyistenregister, in&lt;br /&gt;
dem sich alle Lobbyisten und gehörte Experten im Landtag eintragen müssen sowie einen&lt;br /&gt;
Verhaltenskodex für Lobbyisten, der von den Abgeordneten beschlossen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fraktionen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fraktionen übernehmen im Landtag wichtige Aufgaben und Funktionen. Häufig werden in den&lt;br /&gt;
Sitzungen der Fraktionen wichtige Entscheidungen getroffen - leider meist hinter&lt;br /&gt;
verschlossenen Türen. Wir finden, dass Fraktionssitzungen im Rahmen der gesetzlichen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten öffentlich sein sollen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben erhalten Fraktionen&lt;br /&gt;
zusätzliche finanzielle Mittel. Die Verwendung dieser Mittel muss öffentlich dokumentiert&lt;br /&gt;
werden. Ebenfalls ist zu dokumentieren, welche Angestellten für welche Funktionen&lt;br /&gt;
beschäftigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Punkte wird eine Piratenfraktion im Landtag auch unabhängig von einer&lt;br /&gt;
gesetzlichen Regelung erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das digitale Parlament ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Code is Law&amp;quot; hielt der angesehene Rechtswissenschaftler Lawrence Lessig fest. Wir Piraten&lt;br /&gt;
meinen: Code kann die Geschäftsordnung sein. Diese regelt u.a. das Antragsverfahren und&lt;br /&gt;
die Besetzung der Ausschüsse, damit hat die Geschäftsordnung großen Einfluss auf das&lt;br /&gt;
Gesetzgebungsverfahren. &lt;br /&gt;
Die bisher auf den Internetseiten des Parlaments eingesetzte Software dient ausschließlich&lt;br /&gt;
dazu, den parlamentarischen Betrieb zu dokumentieren und darzustellen. Damit werden jedoch&lt;br /&gt;
nur die Ergebnisse transparent dargestellt, die politischen Prozesse die zu diesen&lt;br /&gt;
Ergebnissen führen dagegen kaum. Solange aber keine geheimen Abstimmungen  nötig sind,&lt;br /&gt;
ermöglichen es  Demokratie-Softwaresysteme, demokratische  Prozesse transparent &lt;br /&gt;
darzustellen und diese auch transparent und  partizipativ zu gestalten.  Das zeigen uns&lt;br /&gt;
die Experimente mit und der  Einsatz von solcher Softwares  innerhalb der Piratenpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parlamentssoftware - Parliament Feedback ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Piraten halten es deshalb für notwendig, dass das bayerische Parlament eine Open&lt;br /&gt;
Source Software bekommt, in der alle Aspekte des parlamentarischen Betriebes abgebildet&lt;br /&gt;
sind. Sie soll den analogen Parlamentsbetrieb nicht nur dokumentieren, sondern den&lt;br /&gt;
Parlamentsbetrieb nach Möglichkeit auch (teilweise) organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Software soll das Zentrum des parlamentarischen Betriebes bilden und gewissermaßen ein&lt;br /&gt;
ständiges Plenum des Landtages darstellen. Das Einstellen von Anträgen in das System&lt;br /&gt;
entspricht dem Einreichen eines Antrags beim Parlament. Anschließend durchlaufen alle&lt;br /&gt;
Anträge einen definierten Prozess bis zur Beschlussfassung. Für jeden Schritt (z.B.&lt;br /&gt;
Diskussion, Einbringen von Änderungen, Anhörungen von Experten, Beschlussfassung) sind&lt;br /&gt;
bestimmte Zeiträume vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im System sollen alle relevanten Informationen zu einzelnen Anträgen wie &lt;br /&gt;
Änderungsanträge, Protokolle der zugehörigen Ausschuss- und Parlamentssitzungen, Reden im&lt;br /&gt;
Parlament, Berichte und Stellungnahmen von Experten sowie Einwürfe von Lobbyisten&lt;br /&gt;
dokumentiert und mit den Anträgen verknüpft werden. Dabei ist auch auf Barrierefreiheit zu&lt;br /&gt;
achten (z.B. maschinenlesbarer Text, Untertitel in und Transkription von Videos). Eine&lt;br /&gt;
geeignete Suchroutine ist ebenso Teil der Software. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem sollen in dem System alle Abstimmungen des Parlaments und der Auschüsse erfolgen&lt;br /&gt;
und natürlich das Abstimmverhalten der Abgeordneten für jeden nachvollziehbar dokumentiert&lt;br /&gt;
werden. Es ist zu erwarten, dass Online-Abstimmungen die Beteilungsquote bei Abstimmungen&lt;br /&gt;
erhöhen, da die Anwesenheit der Abgeordneten zu einem festen Zeitpunkt im Maximilianeum&lt;br /&gt;
entfällt. Selbstverständlich sind jederzeit (geheime) Abstimmungen im Plenum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte gesetzgeberische Prozess soll durch das Umstellen auf den digitalen&lt;br /&gt;
Parlamentarismus für die Einwohner nachvollziehbarer und begreifbarer werden. Damit wird&lt;br /&gt;
es möglich, Menschen in den parlamentarischen Betrieb direkt einzubinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich soll das digitale Parlament den Menschen in Bayern ermöglichen, sich an&lt;br /&gt;
Meinungsbildern über einzelne Anträge zu beteiligen, Änderungsanträge zu stellen oder&lt;br /&gt;
selbst Anträge in den parlamentarischen Betrieb einbringen zu können, wenn sich dafür eine&lt;br /&gt;
ausreichende Anzahl an Unterstützer in der Bevölkerung oder unter den Parlamentariern&lt;br /&gt;
findet. Somit wäre auch eine Fortentwicklung des mühsamen und teuren Prozess aus&lt;br /&gt;
Volksbegehren und Volksentscheid gegeben. Direkte Demokratie im 21. Jahrhundert ist&lt;br /&gt;
Digitale Demokratie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Beschluss=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Antrag wurde auf dem [[BY:Landesparteitag_2013.1/Protokoll|Landesparteitag 2013.1]] (Protokoll) in Unterhaching als PP082 angenommen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spinni</name></author>
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