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	<title>BY:Interessensgruppe Energiepolitik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=BY:Interessensgruppe_Energiepolitik&amp;diff=55677583&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;El-sa am 18. Januar 2022 um 09:45 Uhr</title>
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		<updated>2022-01-18T09:45:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;BR&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 1px solid #a3a8ff; background-color:#e3e8ff; padding: 10px; margin: 5px;&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
== Auftrag ==&lt;br /&gt;
Ziel der Interessensgemeinschaft (IG) Energiepolitik Bayern ist es, den Themenbereich Energiepolitik ins bayrische Wahlprogramm aufzunehmen und kontinuierlich weiter zu entwickeln. Selbstverständlich dürfen auch Nicht-Bayern mitdiskutieren und mitarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kooperationen ==&lt;br /&gt;
* Um Ressourcen zu schonen, besteht eine enge Kooperation mit der bundesweit operierenden [[AG_Energiepolitik | AG Energiepolitik]]. Dies stellt auch sicher, dass lokal erarbeiteten Beiträge zur Energiepolitik breit kommuniziert werden, so dass eine Abstimmung der Konzepte erleichtert wird. Die Mitglieder der AG Energiepolitik diskutiert in regelmäßigen Telefonkonferenzen und auf einer Mailing-Liste über Themen der Energiepolitik. Außerdem werden Anträge für Landes- und Bundesparteitage erarbeitet. Siehe dazu auch die [[AG_Energiepolitik/Protokolle | Protokolle]] und die Zusammenstellung unserer [[AG_Energiepolitik/Aussagen | Ergebnisse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die IG ist Teil der [[FG_Umwelt_Bayern | Fachgruppe Fachgruppe Umwelt, Verkehr, Energie Bayern]]&lt;br /&gt;
* [[BY:Bezirksverband Oberbayern/AG Energiepolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine enge thematische Verbindung besteht mit der  [[IG_Energie-Transportinfrastruktur_Bayern]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;BR&amp;gt;&amp;lt;BR&amp;gt;&lt;br /&gt;
=&amp;lt;FONT COLOR=&amp;quot;ORANGE&amp;quot;&amp;gt;Bayerisches Wahlprogramm: &amp;lt;br&amp;gt;Für eine zukunftssichere Energiewirtschaft&amp;lt;/FONT&amp;gt;=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Dieser Programmantrag wurde während des Landesparteitags am 14. März 2012 in Straubing angenommen, wobei die Zustimmung deutlich über der erforderlichen Zweidrittelmehrheit lag.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;B&amp;gt;1 Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit&amp;lt;/B&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die  aktuelle energiepolitische Ausrichtung ist geprägt von Erzeugungs- und  Verteilungsstrukturen, die zu einseitig wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund stellen. Die verfügbaren Ressourcen sind jedoch endlich und deren Verbrauch ist terminiert. Dies erfordert eine kurzfristige und vollständige Umstellung der Energiewirtschaft auf (re)generative Ressourcen, die nachhaltig, umweltschonend, transparent, volkswirtschaftlich sinnvoll, sozial und gesellschaftlich verträglich gestaltet werden muss. Wesentlich sind dabei auch Energieeinsparungen sowie Effizienzgewinne bei der Energieerzeugung, Verteilung und Verbrauch. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein  wesentlicher Aspekt der Versorgungssicherheit ist die Dezentralisierung der Energiegewinnung und -verteilung. Kleinteilige Strukturen schaffen mehr Sicherheit, als große, zentralisierte Einheiten. Zugleich sind die  Betriebs- und Ausfallrisiken geringer. Die Energiewirtschaft soll zudem so organisiert werden, dass Beschaffung, Erzeugung und Verteilung möglichst diversifiziert und transparent erfolgen und auch die Preisgestaltung öffentlich nachvollziehbar vorgenommen wird. Dies wird durch heterogene Strukturen und fairen Wettbewerb nach den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft unter staatlicher Aufsicht erreicht. Die  Betonung der Dezentralisierung schließt jedoch Großprojekte, beispielsweise grenzüberschreitende Verteilungsnetze, nicht grundsätzlich aus. Diese müssen jedoch vor allem auf Kooperation und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein und nicht auf Gewinnmaximierung und Bildung von Infrastrukturmonopolen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der dauerhaften Verfügbarkeit  einer bezahlbaren Energieversorgung hängt unser aller Zukunft wesentlich ab. Die  Piratenpartei Deutschland setzt sich daher für einen mit allen Beteiligten abzustimmenden Energieplan zur Erreichung der oben genannten Ziele ein. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;B&amp;gt;2 Energiegewinnung aus generativen und regenerativen Ressourcen&amp;lt;/B&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die  Piratenpartei Deutschland steht für eine langfristig sichere Energieversorgung. Daher soll die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen und Atomkraft so schnell wie möglich durch nachhaltig verfügbare und umweltschonende Ressourcen ersetzt werden, wozu auch der  adäquate Ausbau von Verteilungsnetzen und Energiespeichern gehört. Dies wird ökologisch und ökonomisch durch wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und wahrscheinliche Szenarios begründet. In Frage kommen generative, also praktisch unbegrenzt verfügbare Ressourcen wie Wind,  Sonne und Wasser, aber auch Gezeiten und Geothermie sowie in begrenztem Umfang Biomasse als regenerative Energiequelle. Wir wollen erreichen, dass innerhalb einer Generation durch (re-)generative Ressourcen der  Energiebedarf in Bayern  gedeckt werden kann. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Uns  ist dabei bewusst, dass auch die Umstellung auf erneuerbare Energien Risiken birgt. Beispiele sind Gefährdungen bei exzessiver Nutzung von Wasserkraft und Geothermie, aber auch die Gewinnung von Biomasse als Energieträger in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion. Deswegen sind umweltverträgliche Verfahren zu bevorzugen, welche die Inanspruchnahme von  landwirtschaftlich genutzten Flächen und Naturgebieten minimieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;B&amp;gt;3 Energiespeicherung, Netzausbau und Netzneutralität&amp;lt;/B&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im  Sinne der nachhaltigen Versorgungssicherheit und zur Vermeidung einer Konzentration auf wenige Anbieter sollen insbesondere Strom-, Gas- und  Wärmenetze durch die öffentliche Hand reguliert werden. Unsere Politik wird gewährleisten, dass die Netzinfrastruktur den Systemwandel in der  Energiewirtschaft unterstützt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der  Ausbau der generativen Energiequellen wie Photovoltaik- und  Windkraftanlagen erfordert eine Anpassung der Netztopologie und zugleich eine ökonomisch und energetisch effiziente Speicherung von Energie. Der  gleichberechtigte Netzzugang einer Vielzahl von Erzeugern mit großen regionalen Unterschieden in Erzeugungskapazität und zeitlicher  Verteilung erfordert den verstärkten Einsatz intelligenter Managementsysteme, die unter Wahrung des Datenschutzes angebotene und abgenommene Energiemengen messtechnisch erfassen und zur optimal aufeinander abgestimmten Lastregelung sowohl der Anbieter als auch der Verbraucher nutzen. Generell soll stärker als bisher der Verbrauch der  Energieerzeugung folgen und weniger die Energieerzeugung dem Verbrauch. Außerdem sollen verstärkt Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie eine effiziente  Kraft-Wärme-Kopplung aktiv mit einbezogen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor  diesem Hintergrund treten wir für eine genossenschaftlich organisierte, dezentrale und diversifizierte Energieerzeugung in kleinteiligen Kraftwerksverbunden und dementsprechend für kurze Netzwege ein. Zur Sicherstellung des gerechten Netzzugangs aller Marktteilnehmer ist außerdem eine neutrale, rekommunalisierte Netzinfrastukur erforderlich. So lassen sich für regionale Netze auf Stadt- und Landkreisebene im Jahresmittel ausgeglichene Energiebilanzen erzielen. Dazu kommt, dass kleinere, autarke Netze und dezentrale Anbieter die Versorgungssicherheit deutlich erhöhen und die Gefahr von Blackouts verringern. Außerdem wird so der Aufbau einer dezentralen Energiespeicherinfrastruktur neben großen, zentralen Lösungen gefördert, was wiederum die Investitionen für den Ausbau von  Fernleitungsnetzen reduziert. Neben gängigen Speichermethoden sollen auch neue Möglichkeiten genutzt werden, so etwa die Erzeugung von Methangas durch Windenergie, was den Vorteil bietet, dass die bereits bestehende Speicher- und Verteilungsinfrastruktur für Gas genutzt werden kann. Auch Wasserkraft und Pumpspeicherwerke können in Bayern einen größeren Beitrag liefern, wobei wir auf Modernisierung und Effizienzsteigerungen und begrenzten Zubau setzen.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Trotz der Konzentration auf dezentrale Strukturen müssen zum Ausgleich typischer Fluktuationen in Wind- und Solarenergie sowie zum Abfangen von Bedarfs- bzw. Angebotsspitzen die lokalen Netze mit Nachbarnetzen und diese wiederum mit größeren Einheiten gekoppelt und durch Energiespeicher gepuffert werden. Durch diesen Regionenverbund kann der aufwändige und Großanlagen bevorzugende Energietransport über große Entfernungen, etwa von Offshore-Windparks mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsstrecken, auf wenige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen reduziert werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In  diesem Szenario nutzen alle Regionen ihre Potenziale für  generative und regenerative Energien weitgehend aus. Es findet ein regionaler und deutschlandweiter Stromaustausch statt, so dass nur zu einem geringen Anteil Strom aus Nachbarstaaten, beispielsweise Österreich, importiert oder in diese exportiert  werden muss. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Insgesamt ist dieses Konzept kurzfristig umsetzbar und es bringt zudem sowohl ökologische als auch regional- und  volkswirtschaftliche Vorteile. Die  Piratenpartei tritt daher für eine entsprechende Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bayern und ganz Deutschland ein. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;B&amp;gt;4 Ausstieg aus der Stromerzeugung durch Atomkraftwerke&amp;lt;/B&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die  Piratenpartei Deutschland setzt sich dafür ein, die Stromerzeugung  durch Kernspaltung in Atomkraftwerken schnellstmöglich zu beenden.  Bayern braucht keine Atomkraftwerke. Anlagen für medizinische und wissenschaftliche Anwendungen sind davon  nicht betroffen. Wir begründen dies mit den Risiken bei Uranbergbau, Transport, Anreicherung, Betrieb, Wiederaufbereitung und insbesondere Endlagerung. Dazu kommt die potentielle Gefährdung durch Katastrophen und Anschläge. Dies bedeutet, dass die  bestehenden Kernkraftwerke Hand in Hand mit dem Ausbau generativer Energiequellen abgeschaltet werden. Laufzeitverlängerungen und Neubauten werden ausgeschlossen. Unabhängig davon ist die offene Frage der Endlagerung zu lösen, wobei die Betreiber von Atomkraftwerken  stärker als bisher eingebunden werden müssen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;B&amp;gt;5 Förderprogramme&amp;lt;/B&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der  Umstieg auf generative Energien soll durch bundesweite aber auch spezifisch bayerische Förderprogramme  unterstützt werden. Damit verbundene Zuschüsse, Einspeisevergütungen, Prämien und Steuervorteile müssen ökologisch und volkswirtschaftlich sinnvoll, sozial ausgewogen sowie unmittelbar für den vorgesehenen Zweck und die  Schonung von Ressourcen wirksam sein. Wichtige Förderschwerpunkte  sind dabei dezentrale Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme, Wärmedämmungsmaßnahmen, Verbesserung der  Energieeffizienz und Verbrauchsvermeidung. Als flankierende Maßnahme sollen kostenlose Angebote zur Energieberatung geschaffen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Förderprogramme  müssen langfristig angelegt sein und Planungssicherheit bieten, aber  andererseits nach Erreichung des Förderzwecks auch konsequent zurückgefahren werden. Speziell für die Photovoltaik ist eine maßvolle Reduzierung der  umlagefinanzierten Einspeisevergütung für Solarparks mit hohem Landschaftsverbrauch angebracht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Grundsätzlich  hat die steuerfinanzierte Förderung von Grundlagenforschung und  Entwicklungsprojekten gegenüber der reinen Bezuschussung von  Investitionsausgaben Vorrang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnisse aus staatlich finanzierten Programmen müssen der Öffentlichkeit allgemein zugänglich gemacht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Umstellung unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsform auf erneuerbare Energien führt kein Weg vorbei. Mit den hier genannten Maßnahmen wird es gelingen, diese Herausforderung zu meistern. Bayern kann dabei ein Vorreiterrolle spielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diskussion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für direkte Kommunikation: [[AG_Energiepolitik | AG Energiepolitik]] oder [[Benutzer:Hartmut | Hartmut Ernst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interessensgruppe in Bayern]] [[Kategorie:AG Energiepolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;El-sa</name></author>
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