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	<title>AG Steuerpolitik/Archiv/Definitionen/Länderfinanzausgleich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-12T12:01:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=AG_Steuerpolitik/Archiv/Definitionen/L%C3%A4nderfinanzausgleich&amp;diff=55790994&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiskyhotel am 2. Juni 2012 um 23:21 Uhr</title>
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		<updated>2012-06-02T23:21:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;==Das deutsche Steuerkarussell==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro-Kopf Transferleistung des Länderfinanzausgleichs (Stand 2004)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Länderfinanzausgleich ist ein staatsorganisationsrechtlicher Mechanismus in der Bundesrepublik Deutschland zur Umverteilung finanzieller Mittel zwischen Bund und Ländern; sie sollen so mit den zur Erfüllung ihrer jeweiligen Staatsaufgaben notwendigen Mitteln ausgestattet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Länderfinanzausgleich“ wird in zwei Ausprägungen verwendet:&lt;br /&gt;
	Der Länderfinanzausgleich im engeren Sinn bezeichnet den Ausgleichsmechanismus der Länder untereinander.&lt;br /&gt;
	Der Länderfinanzausgleich im weiteren Sinn bezeichnet darüber hinaus das gesamte finanzielle Ausgleichssystem zwischen Bund und Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abgrenzung und Einordnung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Länderfinanzausgleich ist das in Deutschland bekannteste Finanzausgleichssystem. Neben ihm sind deutsche staatliche Ebenen noch betroffen vom Kommunalen Finanzausgleich, mit dem in den Flächenländern die Finanzausstattung der Kommunen geregelt wird und vom Europäischen Finanzausgleich, dem Einnahmen- und Finanzierungssystem der EU, das die Aufgabenverteilung zwischen EU und Mitgliedstaaten regelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Art. 107 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes ist es Ziel des Länderfinanzausgleiches, dass „die unterschiedliche Finanzkraft der Länder angemessen ausgeglichen“ wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ausgleichsmechanismen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Länderfinanzausgleich im weiteren Sinne ist ein mehrstufiges Verfahren. Die einzelnen Ausgleichsstufen sind in der gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge anzuwenden. Insbesondere ist der Ausgleich unter den Ländern (horizontaler Finanzausgleich) strikt von Leistungen des Bundes an die Länder (vertikaler Finanzausgleich) zu trennen. Der Länderfinanzausgleich im engeren Sinne ist der bekannteste Bestandteil dieses Gesamtsystems:&lt;br /&gt;
	Horizontaler Finanzausgleich&lt;br /&gt;
	Umsatzsteuervorwegausgleich&lt;br /&gt;
	Länderfinanzausgleich im engeren Sinne&lt;br /&gt;
	Vertikaler Finanzausgleich&lt;br /&gt;
	Bundesergänzungszuweisungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle Finanzausgleich gründet sich auf das Maßstäbegesetz und das Finanzausgleichsgesetz 2005, beide im Jahr 2001 verabschiedet, und findet seit dem 1. Januar 2005 mit Inkrafttreten des FAG 2005 Anwendung. Dabei soll das Maßstäbegesetz als längerfristig geltende, die verfassungsrechtlichen Vorgaben konkretisierende Grundlage dienen, während das FAG die aktuell geltenden Berechnungsschritte des Ausgleichsmechanismusses vorgibt. Mit dieser ungewöhnlichen Konstruktion entsprach der Gesetzgeber Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts in seinem Urteil vom 11. November 1999.[1] Da das MaßstG und das FAG 2005 mit Ablauf des 31. Dezember 2019 außer Kraft treten, läuft das geltende Umverteilungssystem 2019 aus; ebenso wie der Solidarpakt II für den Aufbau Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der Länderfinanzausgleich einsetzt, sind zunächst die Steuern, die Bund und Ländern gemeinsam zustehen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer), zwischen den beiden Ebenen aufzuteilen. Ausgangspunkt der eigentlichen Ausgleichsmechanismen ist dann das örtliche Aufkommen der Länder. Nach Art. 107 Abs. 1 GG sind damit die in den Finanzämtern der Länder vereinnahmten Steuern, korrigiert durch die Zerlegung, zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umsatzsteuervorwegausgleich [Bearbeiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Umsatzsteueranteil der Länder werden maximal 25 % dazu verwendet, die Finanzkraft der schwachen Länder der durchschnittlichen Finanzkraft aller Länder anzunähern. Bei einem großen Abstand zur durchschnittlichen Finanzkraft wird zunächst 95 % des Unterschiedsbetrages ausgeglichen, mit zunehmender Annäherung an den Durchschnitt sinkt die Ausgleichsintensität degressiv auf 60 %.&lt;br /&gt;
Der Rest des Aufkommens wird entsprechend der Anzahl der Einwohner auf die Bundesländer verteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Länderfinanzausgleich im engeren Sinne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Länderfinanzausgleich im engeren Sinne besteht in Ausgleichszahlungen reicherer Bundesländer (Geberländer) an ärmere Bundesländer (Nehmerländer). Die Ausgleichspflichtigkeit ergibt sich aus einem Vergleich der sog. Ausgleichsmesszahl mit der Finanzkraftmesszahl. Dabei bildet die Ausgleichsmesszahl grundsätzlich ab, was ein Land an Einnahmen erzielt hätte, entsprächen seine Einnahmen den durchschnittlichen Einnahmen der Länder je Einwohner. In die Berechnung werden aber verschiedene Gewichtungsfaktoren einbezogen (s.u.). Die Finanzkraftmesszahl hingegen stellt die tatsächlichen Einnahmen gemäß Kameralistik des Landes dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen wird die Ausgleichsmesszahl berechnet, indem zuerst die Summe der Steuereinnahmen aller Bundesländer und der auf das Fördern von Erdöl und Erdgas erhobenen Förderabgaben durch die (gewichtete) Einwohnerzahl aller Bundesländer dividiert werden. Dann werden für jedes Land diese durchschnittlichen Einnahmen je Einwohner mit der Einwohnerzahl des betreffenden Landes multipliziert. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass den Stadtstaaten so genannte &amp;quot;veredelte Einwohner&amp;quot; zugebilligt werden, d.h. bei ihnen muss die Einwohnerzahl noch mit 1,35 multipliziert werden (Stadtstaatenprivileg). Dann müssen noch die Steuereinnahmen der Gemeinden aller Bundesländer durch die (gewichtete) Einwohnerzahl aller Bundesländer dividiert werden und mit 0,64 und der Einwohnerzahl des Bundeslandes multipliziert werden, für das die Ausgleichsmesszahl berechnet werden soll. Hierbei ist bei der Einwohnerzahl allerdings wieder zu beachten, dass die Einwohnerzahl der Stadtstaaten mit 1,35 multipliziert werden muss, außerdem haben folgende Bundesländer veredelte Einwohner: Mecklenburg-Vorpommern: 1,05; Brandenburg: 1,03; Sachsen-Anhalt: 1,02. Addiert man die Ergebnisse aus den beiden Teilrechnungen, erhält man die Ausgleichsmesszahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzkraftmesszahl ist die Summe der tatsächlichen Einnahmen des jeweiligen Landes aus Steuern und der für das Fördern von Erdöl und Erdgas erhobenen Förderabgabe sowie aktuell 64% der von den Gemeinden des jeweiligen Landes erhobenen Steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Land ist ausgleichsberechtigt, wenn die Ausgleichsmesszahl größer als die Finanzkraftmesszahl ist. In diesem Fall erhält das Nehmerland Zuweisungen der Geberländer, die technisch über den Bund als Zahlstelle abgewickelt werden. Zur Bemessung der Ausgleichszahlungen wird ein dreigeteilter, teilweise linear-progressiver Tarifverlauf angewendet. Erreicht ein Nehmerland mehr als 93 % der durchschnittlichen Finanzkraft sinkt die Ausgleichsintensität deutlich ab. Eine Mindestausstattung finanzschwacher Länder wird dadurch nicht garantiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgleichspflichtigen Länder müssen von ihrem Überschuss einen progressiv wachsenden Anteil abgeben. Auch dieser Teil wird mit dem dreigeteilten Tarifverlauf, der für die Nehmerländer gilt, berechnet. Die maximale Abschöpfung von 75 % wird bei den über 121 % des Durchschnitts liegenden Teilen des Steueraufkommens erreicht. Von den gesamten Überschüssen eines Landes werden maximal 72,5 % abgeschöpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verbesserung der Anreizwirkung, eigene Steuereinnahmen zu steigern, ist ein Prämienmodell vorgesehen. Danach werden deutlich überdurchschnittliche Steigerungen des Steueraufkommens aus dem Ausgleichsmechanismus herausgenommen, verbleiben also vollständig bei dem jeweiligen Land.&lt;br /&gt;
Weitere Klauseln stellen sicher, dass Beiträge und Leistungen identisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bundesergänzungszuweisungen (BEZ)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesländer, deren Finanzkraft auch nach dem Länderfinanzausgleich im engeren Sinne noch unter 100 % des Länderdurchschnitts liegt, erhalten zudem Bundesergänzungszuweisungen aus dem Bundeshaushalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Bundesergänzungszuweisungen werden gewährt, wenn die Finanzkraft eines Landes nach LFA i. e. S. unter 99,5 % des Länderdurchschnitts bleibt. Der Fehlbetrag wird dann zu 77,5 % ausgeglichen.&lt;br /&gt;
An Bundesergänzungszuweisungen (BEZ) bezahlte der Bund 2006* folgende Beträge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bundesland	Betrag [Mio. €]&lt;br /&gt;
Baden-Württemberg	0&lt;br /&gt;
Bayern	0&lt;br /&gt;
Berlin	2.881&lt;br /&gt;
Brandenburg	1.982&lt;br /&gt;
Bremen	196&lt;br /&gt;
Hamburg	0&lt;br /&gt;
Hessen	0&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern	1.470&lt;br /&gt;
Niedersachsen	119&lt;br /&gt;
Nordrhein-Westfalen	0&lt;br /&gt;
Rheinland-Pfalz	223&lt;br /&gt;
Saarland	118&lt;br /&gt;
Sachsen	3.486&lt;br /&gt;
Sachsen-Anhalt	2.115&lt;br /&gt;
Schleswig-Holstein	120&lt;br /&gt;
Thüringen	1.962&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen (SoBEZ) werden derzeit aus drei Gründen gewährt: wegen teilungsbedingter Sonderlasten der neuen Länder, Sonderlasten durch strukturelle Arbeitslosigkeit und überdurchschnittlich hoher Kosten politischer Führung. Die teilungsbedingten SoBEZ sind degressiv ausgestaltet. Sie sinken von zunächst 10,5 Mrd. € jährlich ab 2007 auf 2,096 Mrd. € im Jahr 2019 ab. Diese SoBEZ sind ein bedeutender Bestandteil des Solidarpaktes II. Bis Ende 2004 gewährte der Bund darüber hinaus Bremen und dem Saarland SoBEZ zur Behebung ihrer Haushaltsnotlage. Nach Auslaufen dieser Hilfe klagten beide Länder vor dem Bundesverfassungsgerichtauf Fortsetzung. Derzeit ruht diese Klage jedoch. Auch der Berliner Senat hat eine inzwischen abgewiesene Klage [2] eingereicht. *: vorläufiges Ergebnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Finanzvolumen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Volumen im Länderfinanzausgleichs hat sich im Lauf der Zeit mit dem gestiegenen Volumen der Landeshaushalte ebenfalls ausgedehnt. Sprunghaft nahm das Volumen 1995 zu, als erstmals die neuen Länder und Berlin in das System mit einbezogen wurden.&lt;br /&gt;
Aufgeschlüsselt nach den einzelnen Bundesländern entwickelten sich die Ausgleichszahlungen des Länderfinanzausgleichs im engeren Sinne wie folgt: (Negative Zahlen bezeichnen Zahlungen des einzelnen &amp;quot;Geberlands&amp;quot;, positive Zahlen erhaltene Gutschriften des einzelnen &amp;quot;Nehmerlands&amp;quot;. (Alle Zahlen in Mio. €, teilweise umgerechnet).&lt;br /&gt;
Jahr	BE	BW	BY	BB	HB	HH	HE	MV	NI	NW	RP	SL	SN	ST	SH	TH	Volumen&lt;br /&gt;
	Berlin	Baden-&lt;br /&gt;
Württemberg	Bayern	Branden-&lt;br /&gt;
burg	Bremen	Hamburg	Hessen	Mecklenburg-&lt;br /&gt;
Vorpommern	Nieder-&lt;br /&gt;
sachsen	Nordrhein-&lt;br /&gt;
Westfalen	Rheinland-&lt;br /&gt;
Pfalz	Saarland	Sachsen	Sachsen-&lt;br /&gt;
Anhalt	Schleswig-&lt;br /&gt;
Holstein	Thüringen	&lt;br /&gt;
19501	./.	−33	18	./.	0	−17	−14	./.	41	−65	18	./.	./.	./.	53	./.	± 130&lt;br /&gt;
1951	./.	−16	7	./.	0	−19	−10	./.	13	−43	15	./.	./.	./.	52	./.	± 88&lt;br /&gt;
1952	./.	−23	8	./.	0	−21	0	./.	29	−69	17	./.	./.	./.	59	./.	± 113&lt;br /&gt;
1953	./.	−40	14	./.	0	−11	0	./.	31	−74	10	./.	./.	./.	71	./.	± 126&lt;br /&gt;
1954	./.	−41	20	./.	0	−17	0	./.	37	−77	9	./.	./.	./.	69	./.	± 135&lt;br /&gt;
1955	./.	−59	52	./.	−6	−67	−5	./.	65	−139	47	./.	./.	./.	113	./.	± 277&lt;br /&gt;
1956	./.	−72	56	./.	−18	−82	0	./.	92	−169	61	./.	./.	./.	131	./.	± 341&lt;br /&gt;
1957	./.	−89	71	./.	−8	−102	−24	./.	107	−182	89	./.	./.	./.	140	./.	± 406&lt;br /&gt;
1958	./.	−61	113	./.	−6	−136	−37	./.	136	−249	115	./.	./.	./.	124	./.	± 489&lt;br /&gt;
1959	./.	−76	119	./.	−1	−163	−29	./.	132	−256	143	./.	./.	./.	130	./.	± 525&lt;br /&gt;
19602	./.	−55	95	./.	0	−113	−35	./.	133	−265	131	./.	./.	./.	109	./.	± 468&lt;br /&gt;
1961	./.	−98	112	./.	0	−170	−79	./.	228	−385	170	65	./.	./.	156	./.	± 732&lt;br /&gt;
1962	./.	−141	117	./.	0	−193	−98	./.	251	−370	178	74	./.	./.	182	./.	± 802&lt;br /&gt;
1963	./.	−154	99	./.	0	−199	−117	./.	204	−269	182	83	./.	./.	172	./.	± 740&lt;br /&gt;
1964	./.	−183	119	./.	0	−184	−159	./.	220	−252	166	90	./.	./.	182	./.	± 778&lt;br /&gt;
1965	./.	−188	97	./.	6	−165	−185	./.	260	−276	165	107	./.	./.	179	./.	± 814&lt;br /&gt;
1966	./.	−222	72	./.	5	−181	−210	./.	256	−208	180	113	./.	./.	195	./.	± 821&lt;br /&gt;
1967	./.	−239	62	./.	−2	−216	−215	./.	347	−216	172	119	./.	./.	190	./.	± 889&lt;br /&gt;
1968	./.	−220	51	./.	−1	−246	−224	./.	313	−190	185	131	./.	./.	201	./.	± 881&lt;br /&gt;
1969	./.	−317	119	./.	−7	−353	−319	./.	454	−249	250	155	./.	./.	266	./.	± 1.245&lt;br /&gt;
1970	./.	−161	76	./.	46	−150	−148	./.	208	−162	117	73	./.	./.	102	./.	± 621&lt;br /&gt;
1971	./.	−194	102	./.	26	−176	−100	./.	230	−188	122	73	./.	./.	106	./.	± 659&lt;br /&gt;
1972	./.	−303	91	./.	37	−158	−158	./.	312	−176	149	80	./.	./.	126	./.	± 795&lt;br /&gt;
1973	./.	−302	85	./.	36	−169	−186	./.	347	−174	127	94	./.	./.	141	./.	± 831&lt;br /&gt;
1974	./.	−260	177	./.	28	−260	−164	./.	380	−293	153	100	./.	./.	139	./.	± 977&lt;br /&gt;
1975	./.	−338	188	./.	23	−278	−105	./.	367	−222	150	91	./.	./.	122	./.	± 943&lt;br /&gt;
1976	./.	−368	170	./.	26	−277	−98	./.	393	−258	174	100	./.	./.	138	./.	± 1.001&lt;br /&gt;
1977	./.	−541	204	./.	74	−316	−132	./.	475	−183	147	108	./.	./.	165	./.	± 1.172&lt;br /&gt;
1978	./.	−556	153	./.	79	−299	−241	./.	453	−62	182	110	./.	./.	181	./.	± 1.158&lt;br /&gt;
1979	./.	−581	168	./.	120	−426	−265	./.	512	0	149	117	./.	./.	205	./.	± 1.271&lt;br /&gt;
1980	./.	−769	206	./.	91	−160	−152	./.	385	−39	126	147	./.	./.	165	./.	± 1.120&lt;br /&gt;
1981	./.	−838	137	./.	82	−218	−183	./.	515	0	155	133	./.	./.	216	./.	± 1.239&lt;br /&gt;
1982	./.	−915	83	./.	122	−220	−143	./.	577	0	142	134	./.	./.	219	./.	± 1.278&lt;br /&gt;
1983	./.	−730	69	./.	134	−197	−170	./.	360	0	131	156	./.	./.	249	./.	± 1.097&lt;br /&gt;
1984	./.	−747	21	./.	159	−151	−294	./.	427	0	145	170	./.	./.	268	./.	± 1.191&lt;br /&gt;
1985	./.	−738	14	./.	170	−208	−370	./.	423	46	191	184	./.	./.	288	./.	± 1.317&lt;br /&gt;
1986	./.	−891	25	./.	228	−101	−400	./.	437	0	194	195	./.	./.	314	./.	± 1.393&lt;br /&gt;
1987	./.	−978	0	./.	258	−30	−628	./.	570	85	244	172	./.	./.	306	./.	± 1.636&lt;br /&gt;
1988	./.	−982	0	./.	262	0	−736	./.	807	15	159	170	./.	./.	305	./.	± 1.718&lt;br /&gt;
1989	./.	−722	−33	./.	322	−6	−985	./.	856	−51	155	168	./.	./.	296	./.	± 1.797&lt;br /&gt;
1990	./.	−1.264	−18	./.	327	−4	−739	./.	985	−32	250	187	./.	./.	308	./.	± 2.057&lt;br /&gt;
1991	./.	−1.282	−2	./.	301	−34	−682	./.	898	−4	301	195	./.	./.	308	./.	± 2.003&lt;br /&gt;
1992	./.	−770	28	./.	262	0	−942	./.	661	−2	338	219	./.	./.	206	./.	± 1.714&lt;br /&gt;
1993	./.	−518	−6	./.	325	58	−1.094	./.	510	16	398	215	./.	./.	95	./.	± 1.618&lt;br /&gt;
1994	./.	−210	−342	./.	291	31	−935	./.	490	80	336	222	./.	./.	37	./.	± 1.487&lt;br /&gt;
1995	2.159	−1.433	−1.295	442	287	−60	−1.101	394	231	−1.763	117	92	907	574	−72	521	± 5.724&lt;br /&gt;
1996	2.217	−1.289	−1.463	529	325	−246	−1.657	438	283	−1.598	118	120	1.005	635	8	576	± 6.253&lt;br /&gt;
1997	2.266	−1.232	−1.586	504	179	−140	−1.610	431	344	−1.564	151	104	981	601	−3	574	± 6.134&lt;br /&gt;
1998	2.501	−1.778	−1.486	534	466	−314	−1.758	448	403	−1.583	219	117	1.020	617	0	595	± 6.920&lt;br /&gt;
1999	2.725	−1.760	−1.635	587	340	−345	−2.433	464	532	−1.318	195	153	1.122	672	89	612	± 7.490&lt;br /&gt;
2000	2.812	−1.957	−1.884	644	442	−556	−2.734	500	568	−1.141	392	167	1.182	711	185	670	± 8.273&lt;br /&gt;
2001	2.653	−2.115	−2.277	498	402	−268	−2.629	434	952	−278	229	146	1.031	591	60	573	± 7.568&lt;br /&gt;
2002	2.677	−1.663	−2.047	541	407	−197	−1.910	439	487	−1.628	419	139	1.047	607	112	571	± 7.445&lt;br /&gt;
2003	2.639	−2.169	−1.859	502	346	−656	−1.876	392	393	−50	259	107	936	520	16	500	± 6.610&lt;br /&gt;
2004	2.703	−2.170	−2.315	534	331	−578	−1.529	403	446	−213	190	116	930	532	102	517	± 6.804&lt;br /&gt;
2005	2.456	−2.235	−2.234	588	366	−383	−1.606	434	363	−490	294	113	1.020	587	146	581	± 6.948&lt;br /&gt;
2006	2.709	−2.057	−2.093	611	417	−623	−2.418	475	240	−132	346	115	1.078	590	124	617	± 7.322&lt;br /&gt;
2007	2.900	−2.316	−2.311	675	471	−368	−2.885	513	318	−38	343	125	1.165	627	136	644	± 7.917&lt;br /&gt;
2008	3.139	−2.499	−2.923	621	505	−371	−2.470	538	317	54	374	116	1.158	627	177	637	± 8.264&lt;br /&gt;
2009	2.877	−1.488	−3.354	501	433	−45	−1.902	450	110	-59	293	93	910	514	169	497	± 6.848&lt;br /&gt;
2010 (vl.)	2.884	−1.694	−3.491	397	444	−62	−1.738	393	256	358	263	86	843	491	100	466	± 6.985&lt;br /&gt;
Gesamt (bis 2008)&lt;br /&gt;
	36.571	−44.980	−24.406	7.816	9.077	−11.513	−40.445	6.310	21.810	−17.353	10.687	6.281	14.594	8.497	8.860	8.194	&lt;br /&gt;
Inflationsbereinigt (bis 2008)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	40.338	−65.092	−20.985	8.624	11.768	−23.082	−53.636	6.972	40.620	−32.319	20.617	11.447	16.136	9.422	20.104	9.066	&lt;br /&gt;
	Berlin	Baden-&lt;br /&gt;
Württemberg	Bayern	Branden-&lt;br /&gt;
burg	Bremen	Hamburg	Hessen	Mecklenburg-&lt;br /&gt;
Vorpommern	Nieder-&lt;br /&gt;
sachsen	Nordrhein-&lt;br /&gt;
Westfalen	Rheinland-&lt;br /&gt;
Pfalz	Saarland	Sachsen	Sachsen-&lt;br /&gt;
Anhalt	Schleswig-&lt;br /&gt;
Holstein	Thüringen	&lt;br /&gt;
Jahr	BE	BW	BY	BB	HB	HH	HE	MV	NI	NW	RP	SL	SN	ST	SH	TH	Volumen&lt;br /&gt;
Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, Bundesfinanzministerium [3]&lt;br /&gt;
1: Im Jahr 1950 erfolgten nur Vorauszahlungen; 2: Im Jahr 1960 wurde der Länderfinanzausgleich nur für neun Monate durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	BE	BW	BY	BB	HB	HH	HE	MV	NI	NW	RP	SL	SN	ST	SH	TH	&lt;br /&gt;
	Berlin	Baden-&lt;br /&gt;
Württemberg	Bayern	Branden-&lt;br /&gt;
burg	Bremen	Hamburg	Hessen	Mecklenburg-&lt;br /&gt;
Vorpommern	Nieder-&lt;br /&gt;
sachsen	Nordrhein-&lt;br /&gt;
Westfalen	Rheinland-&lt;br /&gt;
Pfalz	Saarland	Sachsen	Sachsen-&lt;br /&gt;
Anhalt	Schleswig-&lt;br /&gt;
Holstein	Thüringen	&lt;br /&gt;
Durchschnittsleistung pro Jahr über die letzten 10 Jahre(1999–2008) (in Mio. €, inflationsbereinigt)&lt;br /&gt;
	2.952	−2.250	−2.315	625	433	−468	−2.426	495	504	−583	327	141	1.150	655	123	638	&lt;br /&gt;
Anteile der Geber- bzw. Nehmerländer im Jahr 2008*&lt;br /&gt;
Geber	-	30,3%	35,3%	-	-	4,5%	29,9%	-	-	-	-	-	-	-	-	-	100%&lt;br /&gt;
Nehmer	37,9%	-	-	7,5%	6,1%	-	-	6,5%	3,9%	0,6%	4,5%	1,4%	14,1%	7,6%	2,1%	7,7%	99,9%&lt;br /&gt;
Pro-Kopf-Transferleistung (in EUR)&lt;br /&gt;
2006	796,88	−191,50	−167,74	239,41	627,55	−356,41	−397,88	279,39	29,99	−7,29	85,37	110,16	252,93	240,23	43,69	265,40	&lt;br /&gt;
2007	851,63	−215,49	−184,83	265,43	710,59	−208,77	−475,20	303,97	39,80	−2,09	84,62	120,18	275,12	258,23	48,00	280,10	&lt;br /&gt;
2008*	921,07	−234,37	−234,68	247,73	765,57	−212,18	−410,03	325,66	40,50	2,78	93,23	112,89	278,18	263,72	62,91	282,39	&lt;br /&gt;
Berechnungen basieren auf den nicht gerundeten Einwohner- und LFA-Leistungszahlen des Bundesministerium für Finanzen, sowie den Preisveränderungsraten des Statistischen Bundesamtes. Abweichungen in den Summen durch Runden.&lt;br /&gt;
*: vorläufiges Ergebnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl von wissenschaftlicher Seite als auch Seite der größten Geberländer wird der Länderfinanzaus-gleich heftig kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptargument gegen den Länderfinanzausgleich ist, dass er die finanziell problematische Lage von langfristigen Nehmerländern weiter zementiert. Durch die Ausgestaltung des Länderfinanzausgleichs würden Nehmerländern die ökonomischen Anreize genommen, selbst Anstrengungen zu unternehmen, ihre eigene Finanzposition zu stabilisieren, statt sich mit einer dauerhaften Subventionierung der Geberländer zu arrangieren. So hätten defizitäre Länder weder einen Anreiz, ihre Ausgaben und Kosten entsprechend zu senken, noch einen Anreiz, ihre Einnahmen und Steuern zu steigern. Insofern sehen die Kritiker eine grundsätzliche Wettbewerbsfeindlichkeit des Systems, vgl. Wettbewerbsföderalismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Seiten der Geberländer gibt es deswegen von Zeit zu Zeit Bestrebungen, das System des Finanzausgleichs so zu ändern, dass insbesondere dauerhafte Nehmerländer Anreize erhalten, ihre Finanzposition überhaupt zu stabilisieren und aus dem dauerhaften Nehmerstatus herauszukommen.&lt;br /&gt;
Nicht selten beschließen Bundesländer, in denen ein Regierungswechsel stattgefunden hat, in ihrem ersten &lt;br /&gt;
Regierungsjahr eine hohe Neuverschuldung. Dieses nehmen die größten drei aktuellen Geber-Bundesländer zum Anlass, Reformen am Länderfinanzausgleich zu fordern.[4] Da die Nehmerländer nicht bereit waren, zugunsten einer verbesserten Anreizwirkung auf einen Teil ihrer finanziellen Vorteile im System zu verzichten, waren konsensorientierte Modifikationen des Systems im Sinne der Kritiker nicht möglich. Eines solches Konsenses hätte es aber bedurft, um das System ändern zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
	Stephan Ebner: Verfassungsrechtliche Ausgestaltung des horizontalen Finanzausgleichs. Länderfinanzausgleich ein bundesstaatlicher Eckpfeiler (?), Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-639-11665-6.&lt;br /&gt;
	Adrian Jung: Maßstäbegerechtigkeit im Länderfinanzausgleich. Die Länderfinanzen zwischen Autonomie und Nivellierung. Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2008, ISBN 978-3-428-12673-6.&lt;br /&gt;
	Martin Seybold: Der Finanzausgleich im Kontext des deutschen Föderalismus. Perspektiven für einen zukünftigen Länderfinanzausgleich. Nomos Verlag, Baden-Baden 2005, ISBN 3-8329-1193-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	↑ (LFA III)&lt;br /&gt;
2.	↑ Urteil des BVerfG vom 19. Oktober 2006 (Berlin-Klage)&lt;br /&gt;
3.	↑ Bundesfinanzministerium zu Ausgleichsbeiträgen und -zuweisungen&lt;br /&gt;
4.	↑ stern.de vom 21. Juli 2010: Vom Geben und Nehmen der Länder&lt;br /&gt;
	Statistisches Bundesamt zu Länderfinanzausgleich und Bundesergänzungszuweisungen&lt;br /&gt;
	Finanzausgleichsgesetz bis 2004 (PDF)&lt;br /&gt;
	BVerfG-Urteil vom 24. Juni 1986 (LFA I)&lt;br /&gt;
BVerfG-Urteil vom 27. Mai 1992 (LFA II) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bearbeitet nach Wikipedia&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AG Steuerpolitik:Archiv|Definitionen Länderfinanzausgleich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiskyhotel</name></author>
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