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	<title>AG Männer/Programmantrag: Gemeinsames Sorgerecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T04:24:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Piratenwiki Mirror</subtitle>
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		<id>https://wikimirror.piraten.tools/wiki/index.php?title=AG_M%C3%A4nner/Programmantrag:_Gemeinsames_Sorgerecht&amp;diff=55693292&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wiskyhotel: .</title>
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		<updated>2012-01-24T23:56:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Alt/Archiv}}&lt;br /&gt;
=Gemeinsames Sorgerecht als regelfall=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gemeinsame Sorgerecht soll für alle Eltern, gleich ob verheiratet, ledig oder&lt;br /&gt;
geschieden, zum Regelfall werden. Die Alleinsorge soll es nur in Ausnahmefällen geben. &lt;br /&gt;
Der Staat hat darauf hinzuwirken, dass geschiedenen Eltern Hilfe&lt;br /&gt;
geboten wird, um sich bei Streitigkeiten im Hinblick auf die gemeinsame Verantwortung&lt;br /&gt;
gegenüber ihren Kindern zu einigen. Der Staat ist in der Pflicht,&lt;br /&gt;
Mediation zwischen Eltern zu fördern und Entfremdung zu verhindern. Mit&lt;br /&gt;
dem Sorgerecht geht auch die Sorgepflicht einher. Auch das Umgangsrecht muss stärker geschützt sein als bisher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begründung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Gleichstellung verheirateter und lediger Eltern'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ledige Väter nehmen bis heute eine Sonderstellung ein. Sie erhalten nicht&lt;br /&gt;
automatisch das Sorgerecht zugesprochen. Dies erfolgt nur auf besonderen&lt;br /&gt;
Antrag und bedarf der ausdrücklichen Zustimmung der Mutter, die von ihr jederzeit&lt;br /&gt;
widerrufen werden kann. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte&lt;br /&gt;
hat diese Praxis jüngst als menschenrechtswidrig verurteilt und die deutsche&lt;br /&gt;
Regierung dazu aufgefordert, Gleichberechtigung zwischen ledigen und verheirateten&lt;br /&gt;
Vätern zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Schlichten statt streiten - Mediation fördern'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Scheidung wird nach der richterlichen Streitdiagnose zu oft die Alleinsorge&lt;br /&gt;
ausgesprochen, meistens für die Mutter. Diese Praxis läuft den Bedürfnissen&lt;br /&gt;
des Kindes zuwider, das auch nach einer Trennung sowohl Mutter als auch&lt;br /&gt;
Vater gleichermaßen braucht. Um das gemeinsame Sorgerecht lebbar zu machen,&lt;br /&gt;
müssen Eltern nach einer Trennung in die Lage versetzt werden, ihre Streitigkeiten&lt;br /&gt;
zum Wohle des Kindes zu überwinden. Die deutsche Rechtspraxis ist&lt;br /&gt;
zu sehr darauf ausgelegt, Mütter und Väter so schnell als möglich voneinander&lt;br /&gt;
zu trennen, um dann zwischen den Rechten der Mutter einerseits und den&lt;br /&gt;
Rechten des Vaters andererseits abzuwägen. Im Fokus stehen also die Ansprüche&lt;br /&gt;
der Eltern und nicht die Bedürfnisse des Kindes, das Kind wird zum Besitzgut. &lt;br /&gt;
Eine Ehe mag geschieden sein, die gemeinsame elterliche Verantwortung ist unauflösbar&lt;br /&gt;
Eltern müssen weder verheiratet sein noch müssen sie unter einem Dach leben, um gemeinsam&lt;br /&gt;
für ihre Kinder zu sorgen. Der Staat soll nun Maßnahmen fördern, um&lt;br /&gt;
zwischen streitenden Eltern zu vermitteln und zu schlichten. Vorbild hierfür&lt;br /&gt;
kann das Cochemer Modell sein. Dabei arbeiten Rechtsanwälte, Familienrichter,&lt;br /&gt;
Gutachter, Sozialarbeiter, Psychologen und Sozialpädagogen zusammen. Die&lt;br /&gt;
Abwicklung des rechtlichen Verfahrens wird auf das Nötigste beschränkt, im&lt;br /&gt;
Mittelpunkt stehen die Mediation und die Sicht des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Umgangsverweigerung verhindern'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgerecht und Umgangsrecht klaffen in der Rechtspraxis allzu oft auseinander.&lt;br /&gt;
Oftmals verfügt ein Elternteil zwar über das Sorgerecht, jedoch wird ihm der&lt;br /&gt;
Umgang mit dem Kind durch den anderen Elternteil verweigert. Jahrelange&lt;br /&gt;
gerichtliche Streitigkeiten auf dem Rücken der Kinder sind die Folge. Um dem&lt;br /&gt;
Sorgerecht bzw. der Sorgepflicht nachzukommen, ist der regelmäßige Umgang&lt;br /&gt;
mit dem Kind unerlässlich. Wer hingegen seiner Sorge- bzw. Umgangspflicht&lt;br /&gt;
nicht nachkommt, soll auch keinen Anspruch auf das Sorgerecht haben. Zur&lt;br /&gt;
Sorgepflicht gehört jedoch auch, den Umgang des Kindes mit dem anderen Elternteil nicht zu vereiteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''gleichwertige Anerkennung unterschiedlicher Familienmodelle'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forderung nach einem gemeinsamen Sorge- und Umgangsrecht als Standardfall&lt;br /&gt;
für alle Eltern gleich welchen Familienstandes trägt auch dem Grundsatzprogramm&lt;br /&gt;
der Piratenpartei Rechnung. Laut diesem setzt sich die Piratenpartei&lt;br /&gt;
&amp;quot;für die gleichwertige Anerkennung von Lebensmodellen ein, in denen&lt;br /&gt;
Menschen füreinander Verantwortung übernehmen&amp;quot; . Ebenso darf sich &amp;quot;aus der&lt;br /&gt;
geschlechtlichen oder sexuellen Identität bzw. Orientierung [...] weder ein&lt;br /&gt;
Vorrecht noch eine Verpflichtung zu einer höheren oder geringeren Einbindung&lt;br /&gt;
in die Kinderversorgung ergeben&amp;quot;. Die Ungleichbehandlung lediger und verheirateter&lt;br /&gt;
bzw. geschiedener Paare beim gemeinsamen Sorgerecht diskriminiert&lt;br /&gt;
nicht nur Väter, sondern allgemein Männer und Frauen, die jenseits des klassischer&lt;br /&gt;
Familienmodelle leben wollen.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archiv]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wiskyhotel</name></author>
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