bloxx: cool, sieht ganz gut aus!
Sammelbegriffe: Beispiel A
Du könntest vielleicht die Dinger mal durchgehen und in sich so meta-klassifizieren... also was ist (s)ammelbegriff, was (p)araphrasierung, was (fa)cette, was (u)rsache, was (f)olge...
ansonsten wäre Zusammenführung und hiernach dann 5er-Punktevergabe und Zus.rechnung noch interessant...
Unsachlich-destruktives Verhalten einzelner
- Auftreten von disfunktionalen Phänomenen
- z.B.: Letzes Wort haben wollen, Flame-War, Aggitation/Sonntagsreden/Rhetorik
- Rhetorik
- Rethorische Taschenspielertricks treten auf
- Polemik
- Auftreten von Personen-Gebashe
- Dominanz-Gehabe
- Animositäten treten auf
- persönliche Angriffe
- "weiche" Angriffe sind möglich (trollen, gezielte Polarisierung,...)
- Trollerei
- Manipulation, siehe Wikipedia, NSA, etc.
- gezielte Fehlinformation
- falsches Einordnen von Information (als zielgerichtete Manipulation)
Hierarchien
- Seilschaften VS Individuen
- Machtstrukturen durch Rang und Namen
- Einschüchterung durch hierarchische Struktur
- Machtmissbrauch
- Moderationsrechte erlauben Manipulation
- Machtkonzentration in großen zentralen Systemen erleichtert effektiven Missbrauch (Manipulation, Abschaltung,...) von hoher Reichweite
- Machtge- und Missbrauch
- Zensur durch Missbrauch der Moderationsrechte
- Einflussnahme aufgrund Reichweite
- privacy und security mangelhaft unterstützt
- Angst vor dem öffentlichen Raum (Aspekte: Einstiegshürde, Anonymität, Angst, zur Aussage gezwungen zu werden)
- Angst vor sozialem Druck
Informationsüberflutung
- Menge
- Wall-of-Text
- Diskussionskultur skaliert nicht
- Schwierig, Gutes unter all dem Unnützen ausfindig zu machen
- Schwer, die guten Inhalte bei all dem Rauschen zu finden
- Schwer, Überblick zu behalten und Quintessenz zu erkennen
- Als Neuankömmling ist der inhaltliche Einstieg schwierig
- Es gibt keinen Weg, zu finden was ich suche, ohne auch nur das Volumen anzulesen
- unübersichtlich
- das Thema der Diskussion ist schwer erkennbar / ein klares Thema fehlt
- die Meinungen sind nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand auffindbar
- Konsensanteil wird für neue Teilnehmer nicht sofort sichtbar
- keine Ergebnissicherung
- Information ist schwer erreichbar / auffindbar
- Grafik-Interface ist zu zergliedert
- Datenflut
- zuviel (sinnvolle) Information
- redundante (doppelte) Darstellung von Information
- Die Zusammenführung der einzelnen Argumente / Infos wird bisher nicht unterstützt (Redundanz)
- fehlende Filterfunktion (nur Freunde, nur Pfälzer,...)
- Grafik-Interface ist zu überladen
- individuelle, limitierte Verarbeitungskapazität ==> Überforderung ==> Verunsicherung, Frustration
- Wiederholungen ;o)
- Off-Topic
- Ziel beim Diskutieren aus den Augen verlieren
- Viel Geschwafel
- hoher Rauschanteil (Geschwafel) in den einzelnen Äußerungen
Zersplitterung
- Event-strukturierte Zersplitterung
- kein auf einander aufbauen
- wenn man was sagt, ist das Schall & Rauch, statt Grundstein auf dem aufgebaut wird/für die zukünftige Diskussion
- Kollaborative Verbesserungen/Optimierungen nicht möglich
- Konsensbildung mangelhaft unterstützt
- Lernprozess mangelhaft unterstützt
- Diskussion ist nicht aufeinander aufbauend
- Folge: Viel Volumen, wenig Tiefe
- Filter-Blasen-Diskussion
- Sprach-Zersplitterung
- Deutsch-englisch-fr.
- gemeinsame Sprache/nicht aneinander vorbei sprechen
- verständlich?
- inhaltliche Erfassung ist zersplittert, oberflächlich und willkürlich-planlos
- Erklärung dafür: Eher zeitlich als logisch strukturiert
- Filterblasen-Problematik
- Verweigerung von Zusammenarbeit
- Personelle Zersplitterung
- Diskussion kommt mangels Diskussionsteilnehmern kaum bis gar nicht zustande
- Schwer, zu einer gesuchten, bestimmten Diskussion zu finden
- Barrierebehaftete Zersplitterung
- Digitale Spaltung
- falsches Einordnen von Information (als Fehler)
- Unvollständiger und oft fehlerbehafteter Inhalt
- fehlende Information
- Argumente werden ignoriert
- Missverständnis aufgrund verschiedenener persönlicher Hintergründe von Sender und Empfänger
- Vorwissen
- persönliche Erfahrungen (Schlüsselerlebnisse, etc.)
- Tagesform (Konzentration, etc.)
- Sprache
- Reputation (wenn die Kekse reden, haben die Krümel Pause)
- Zusammenfluß und Verlinkung der Inhalte funktioniert nicht
- toolübergreifend: Medienbruch
- innerhalb einer Diskussion: Schwarmintelligenz (kollektives Wissen) wird nicht zusammengeführt (Redundanz / Fragmentierung)
CP-20141014
Unsachlich-destruktives (Massen)Verhalten
- Konkurrenzdenke statt Kooperationsdenke
- Hang dazu, nur die am höchsten bewerteten Ideen zu bewerten, und potentiell überlegene Ideen nicht zu sehen
- Unkonzentriertes Massenverhalten
Unattraktive Gestaltung
- Diskutieren ist im Vergleich zu sonstigen zivilisatorischen Erzeugnissen (Games, Kinofilme, etc.) langweilig und trocken gestaltet
- Tool ist schwer zu benutzen (Attraktivität)
Ergebnis
- Nur Erzeugung von "kleinster gemeinsamer Nenner"-Inhalt
- es ist schwierig, gemeinsam gute Lösungen zu finden, deren Teile von einander abhängig sind (Bsp. Auto entwerfen, und in diesem Rahmen auch dessen Motor, Passagier-Raum, etc. ) (Kooperation / Kollaboration)
- Kein Ergebnis?
- Kaum/Keine Lernkurve (optimierungen, kollektive Kehrtwendefähigkeit)
Qualität
- aktuell keine Trennung von Fakten und Meinungen
- keine Trennung von Rational und Emotional in der Diskussion
Konzeption
- zu starke Spezialisierung (wünschenswert: Vielseitigkeit, auch bezüglich Art der Diskussion)
- zu wenig Spezialisierung
- das beste Diskussionssystem wird beim Diskussionssystemverbund wahrscheinlich von den anderen Diskussionssystemen jenes Verbunds qualitativ runtergezogen
- Je größer die Unterschiedlichkeit der Diskussionssysteme eines Diskussionssystemverbunds, desto kleiner die Synergie-Effekte zwischen ihnen
- Kein Raum dafür, seine subjektive Meinung zu einem Thema in Freiform einzubringen, was ja vielen Menschen ein Bedürfnis ist (bei vielen Diskussionssystemen müssen die Diskussionsteilnehmer sich entweder einer relativ detailierten Diskussionsstruktur fügen, oder jeweils einen konsensorientierten Beitrag verfassen
- basisdemokratisch bedingt verstärkte Prägung durch Populismus
- unzureichender Minderheitenschutz
DONE-20141028
TOP 5:
1. Zersplitterung
2. Informationsüberflutung
3. Destruktives Verhalten
4. Gestaltung
5. Hierarchien
Wenn in einer Kategorie alles parapharisung ist, ist der Kategorie-Begriff ein guter Bezugspunkt bei der TOP 5, wenn jedoch nicht alles Paraphrasierung sondern facetten sind, nicht.
Kann durchaus sein, dass man nach dem besten Diskussionssystem zu suchen anfängt, sobald man an und für sich Folge-Punkten konkrete Ursachen zuordnet. Demnach wäre es dann denkbar, als schlimmste Missstände nicht die schlimmsten (gemutmaßten?) Ursachen, sondern die tatsächlichen schlimmsten Folgen auszuweisen… die ihrerseits natürlich wiederum Ursache für andere Folge-Punkte sein können…
Also, die 1. Kategorie kann gut als 1 Punkt durchgehen…
Wir haben es hier mit einem unglaublich komplexen Problem zu tun. Eigentlich müsst' man 3 Dinge machen – folgende Fragen klären:
Wie ist das jeweilige Problem total isoliert als Ausgangspunkt im Ideal zu bewerten- Wie ist das jeweilige Problem total isoliert als Ausgangspunkt im Status-Quo zu bewerten
Wie ist das jeweilige Problem total isoliert als ewiges Manko (samt Implikationen hieraus) im Ideal zu bewerten- Wie ist das jeweilige Problem total isoliert als ewiges Manko (samt Implikationen hieraus) im Status-Quo zu bewerten
Und zuvor muss man die 4 Fragestellungen auf Wichtigkeit/Priorität hin ranken; also sind alle gleich wichtig, oder ist Fragestellung 2 am wichtigsten und Fragestellung 3 am unwichtigsten ? ... irgendwie hab' ich den Eindruck, dass einen das zu der ursprünglichen Fragestellung in klarster Ausführung und zum Zücken des Rotstifts bzgl. 3 der 4 obigen Fragen führt...
Und in diesem Netzwerk aus Problemen gelten folgende Regeln:
- Je mehr Folgen und Folge-Folgen ein Problem hat, desto gewichtiger ist es
- Je weniger Ursachen ein Problem hat, desto wichtiger ist es
Ich hab' etwas den Eindruck, dass Dinge umso strittiger werden, je ursächlicher und konkreter sie werden; Beispiel: Trollerei ist scheiße; NATÜRLICH ist sie das, da gibt es überhaupt gar nix zu diskutieren... aber was ist Anonymität ? Fluch oder Segen ?
Da gibt es irgendwo eine bis dato undefinierte Unstrittigkeitsgrenze, die es von Einzelfall zu Einzelfall zu erörtern und nicht zu überschreiten gilt, denn ansonsten würd' man direkt in die "was ist das beste Diskussionssystem"-Diskussion rutschen...
All diese Erwägungen machen natürlich den Kategorien-Ansatz umso reizvoller, wo da doch ganz klar unstrittige Probleme benannt sind und zusam auch noch Allumfasstheit vorliegt... das ist also was, dass jeder versteht und bei dem jeder irgendwie mitgehen kann und das zudem in seiner Priorisierung nicht so strittig und müßig ist...
Fazit: Ey, ich mach's so wie oben...