Diskussionstheorie
Links und Schlagworte:
(falls das hier zu lang wird, ans Ende verschieben!)
(sorry, Wolfgang, ich wollte deinen Beitrag verschieben, jetzt ist er verschwunden. Sinngetreu:)
- Lesenswert - aber mMn nicht(!) hilfreich(!) für aktives Problemlösen.
- Könntest du beschreiben, wo's hakt? Fragezeichen helfen nicht weiter ;)
Ausganspunkt:
- Jede Person hat ein Weltbild
- Weltbild besteht aus:
- Erfahrungen
- Sachverhalte, die höchstwahrscheinlich so sind, weil sie wahrgenommen wurden+1
- Axiomen
- Sachverhalte, die vermutet(?) werden
- Schlussfolgerungen
- Sachverhalte, die sich aus Sicht einer Person aus ihren Erfahrungen und Axiomen ergeben(?)
- Das Begründungsmuster (z.B. A = B, B = C => A = C) ist auch Erfahrung oder Axiom
- Hier können Denkfehler auftreten (!!
- Der Konsens einer bestimmten Gruppe G besteht aus der Schnittmenge(?) aller (?) Weltbilder der G-Mitglieder.(?)
- Schnittmenge: Alle Erfahrungen, Axiome und Schlussfolgerungen, die überall vorhanden sind.
Diskussion zu zweit:
- Person A und Person B
- Streitpunkt (Sachverhalt) S
- Beide begründen ihre Position
- Wenn das Gegenüber den genannten Gründen (Sachverhalten) zustimmt und auch die Schlussfolgerungen alle akzeptiert, dann wurde es überzeugt.(oder war schon ...)
- Wenn nicht, dann müssen die Dissenspunkte, solange das beiden sinnvoll erscheint, als Unterdiskussion genauer beleuchtet werden.
- Ziel ist es, die Sachverhalte von sich und seinem Gegenüber auf Denkfehler und falsche Annahmen zu überprüfen.+1
- Um vom Dissens zum Konsens zu gelangen, muss also mindestens eine Person ein Element ihres Weltbildes verwerfen oder ändern.(Würde so nur für vollständigen Konsens gelten - den es jedoch nie(!) gibt.
- Letztlich "entscheidend"(!) ist der Konsens von N Personen über gemeinsames Verhalten bzw. Handeln. Dafür ist nicht notwendig, dass "eine Person ein Element ihres Weltbildes verwerfen oder ändern" muss. Das leistet der "qualifizierte Konsens! Aus dieser Sicht gehen die nachfolgenden Erörterungen großenteils an den aktuellen Problemen vorbei.
Effekte, die nur zu zweit auftreten:
- Das Ziel ist nicht, durch eine "Podiumsdiskussion" andere Leute zu überzeugen, sondern mit seinem Gegenüber einen Konsens zu finden
- Warum kann das nicht mit Mehreren auftreten? Hat doch am Montag gut geklappt z.B. ;-)
- Man diskutiert mit mehreren Personen zumindest meistens nicht nur an den aktuellen Gesprächspartner gerichtet, sondern versucht, durch ein positives Auftreten die anderen Beteiligten zu überzeugen. In unserer Gruppe lief es besser, weil wir alle diesbezüglich Idealisten sind. In Wirklichkeit jedoch wird es immer Leute geben, die auf das reine Überzeugen der Masse aus sind.
- Es reicht daher(?), wenn man weiß(?), was der Partner denkt, ob er einem Schluss zustimmt oder nicht, er muss es nicht offen zugeben(?). ((Finde ich missdeutbar!))
- Somit ist Unehrlichkeit hier nicht wirksam.
- Man muss auch genau auf die Punkte des Gegenübers eingehen, die ihm wichtig sind.+1
- Vorbeireden wird hier zum Selbstgespräch, macht also auch keinen Sinn.+1
- Auch das gilt in Diskussionen mit mehreren Personen.+1
Methoden für die Diskussion mit mehr Personen:
Diskussion mit N Personen:
- Erzeugt für jeden Streitpunkt S Zweierdiskussionen zwischen allen Person deren Weltbild betreffs S noch nicht übereinstimmt.?? Ist mir unvorstellbar1
- Dabei können für jede Person unterschiedliche Unterdiskussionen entstehen.
- Dabei können unterschiedliche Denkfehler auftreten, sodass es in Teilgruppen einen Konsens geben kann, in anderen Teilgruppen jedoch einen anderen.
- Wenn alle Zweierkombinationen miteinander diskutiert haben, muss der Prozess wiederholt werden, weil sich manche Positionen verändert haben. "Unorganisierbar"
- Sehr langwierig, daher für Kleingruppen; sonst theoretisch!(Auch für Kleinstgruppen!)
- Wird durchaus auch im großen Maßstab gemacht, eigentlich immer wenn ein Thema öffentlich Beachtung findet. Es wird (aus praktischen Gründen) natürlich weit vor dem gesamtgesellschaftlichen Konsens abgebrochen. Dieser wäre eh ein Trugbild - deshalb ist jeglicher Bezug darauf eher für konkretes Handeln hinderlich.
- Es bilden sich aber "Filterbubbles" - man redet hauptsächlich mit ähnlich Gesinnten über die Themen (was machen wir hier?!).+1
- Wenn immer nur in den gleichen Teilgruppen diskutiert wird können manche Schlussfolgerungen nicht alle Personen erreichen. Dies entspricht einem Wahrnehmungsfilter.+1
- Podiumsdiskussionen, Rundfunk, Zeitungsartikel u.ä. können die Informationsübertragung in einer Richtung vereinfachen. Das ist dann eigentlich bereits eine (rudimentäre) Tool unterstützte Diskussion.+1
Durch Tool unterstützte Diskussion mit N Personen:
- Basierend(?) auf einer Diskussion zu zweit werden die dabei genutzten Erfahrungen, Axiome und Begründungsmuster dokumentiert die genutzt wurden um die für den Streitpunkt S relevanten Schlussfolgerungen zu erreichen.
- Basierend auf der Dokumentation können alle anderen Teilnehmer die Schlussfolgerungen unterstützen und ihr Weltbild ändern ohne dass weitere Diskussionen zu zweit nötig werden.
- Wenn ein Denkfehler gefunden wird, kann die Dokumentation entsprechend ergänzt werden.+1
- Der Aufwand die passende Dokumentation zu finden und nachzuvollziehen muss geringer sein als eine weitere Diskussion zu zweit zu führen.
- bzw. die Dokumentation muss durchdachter sein, auch wenn der Weg dorthin vllt. etwas länger dauert.
- Wer "durchdenkt" die Dokumentation?
- Diejenigen, die das Thema bereits diskutiert haben.
- Die erste Diskussion und das erstellen der Dokumentation darf länger dauern. Die Benutzung danach muss für den einzelnen schneller sein als eine neue Diskussion. Auch bei höherer Qualität der Doku wird der Nutzer die am wenigsten Zeitaufwändige Variante wählen.
- -1 Solche Nutzer sind nicht meine Zielgrupe.
- Für den Fall, dass es um gesellschaftspolitische Themen gibt, ist Partizipation und Integration sehr wichtig! Versuch mal, bei der Entscheidungsfindung an Mr. Normalverbraucher vorbeizukommen...
- Eine Diskussion zu zweit ist was völlig anderes: Man betrachtet nur die eigenen Meinungen, die werden aber sehr gründlich gegeneinander abgewägt. Hier ist das Problem, dass man der Wahrheit(?) aufgrund weniger Meinungen nicht so nah kommt wie bei vielen beteiligten Meinungen.
- Dagegen muss man bei einer Diskussion mit N Personen N Meinungen(?) beachten. -1 Von jeder "Meinung" werden (nur!) die eingebrachten Argumente berücksichtigt! Dadurch enststehen praktische Probleme wie Hierarchien oder Unordnung.
- Ein Tool, das schließlich andere(? bessere!*) Ergebnisse hervorbringt als eine 2er-Diskussion, wird sicher auch benutzt, wenn es mehr Zeit als eine 2er-Diskussion braucht, solange sie für ihn verkraftbar ist. Weil er sich von der N-Diskussion neue, andere Erkenntnisse verspricht.
- *) Nein, andere. Bei einer Zweierdiskussion wird sehr ehrlich diskutiert wie oben dargelegt. Bei einer Massendiskussion dagegen sind viele Ideen vorhanden. Die Ergebnisse haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.
- Dabei geht's mir um die Zeit, die jemand in die Plattform stecken muss, nicht die Dauer, bis die Diskussion abgeschlossen ist.
- Eventuelle Unterdiskussionen können einzeln bearbeitet werden. Dies erhöht die Übersicht und evtl. ist nicht die gleiche Personengruppe betroffen ist wie bei S.