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Mumble-Arbeitstreffen der AG Meinungsfindungstool: 
Dienstag, den 15.07.2014, 21:00 - 22:30 Uhr


== Teilnehmer ==

== Agenda ==
 
Wir befinden uns in der Prototyp-Implementierungsphase.
 
Top 1 - Informationen aus den Teams - kurzer Austausch:
 
Ausgangspunkt: Letztes Treffen (08.07.2013) - https://meinungsfindungstool.piratenpad.de/ep/pad/view/ro.7bcZ$Xa2uwGGC3n4k8CwmAcy/latest
 
1. Bei vielen Problemstellungen ist schon im Vorfeld klar, aus sachlichen, logischen oder Gründen der Realisierbarkeit, wieviele Lösungen gewinnen können bzw. auch dass es dazu mehrere Unterprobleme gibt. Zumindest sollte klar sein, in welchem Prozessschritt (Problemklärung, Diskussion, Sortierung, Bewertung) man sich befindet. 
Beispielsweise ist die Hauptfragestellung zur Wahl eines Vorstands untergliederbar in mehrere Teilfragestellungen für die jeweils nur eine Lösung gewinnen kann. In dem Fall wäre das ein Konsens-Café mit 3 bis x Teilfragestellungen (Vorsitzender, stellv. Vorsitzender, Schatzmeister usw.) und jeweils einer Lösung. 
- Bei einer Haushaltskonsensierung zB würde auch eine Abstimmung für vorher festgelegte Bereiche gemacht und man kann dann die Verhältnisse der Bewertungen als Eingabe für die einzelnen Haushaltsberechnungen als politische Vorgaben und Bedarfsnormen heranziehen. In dem Fall würde man keine Angaben zur Anzahl der Gewinner-Antworten benötigen.
- Es gibt zudem auch Problemstellungen (zum Beispiel bei der Konsensierung von Programmen, Manifesten, Bündnisforderungskatalogen etc., die wiederum aus mehreren Zwischenschritten bestehen: Forderungen konsensieren, Textbausteine konsensieren, Endprodukt abstimmen), in denen man erstmal akzeptable Lösungsbänder auf Thesenebene generiert/konsensiert, die dann für übergeordnete Zielstellungen zu Textabschnitten weiterverarbeitet werden. Dieses könnte dann im weiteren Verlauf von einfachen Argumenten hin zu übergeordneten Textbausteinen fortgeführt werden, in der es vor allem um die Formulierung und Einbettung der Argumente geht und bspw. unterschiedliche Formulierungen logisch und formal äuivalenter Argumentationen miteinander verglichen werden, um dann final wiederum die beste Lösung des Gesamtswerks abzustimmen, falls es mehrere gibt.
2. Es kann auch in Frage gestellt werden, ob die Abfrage nach der Anzahl schon so früh im Prozess gestellt werden muss/sollte. Im Grunde kann man einerseits sagen, dass dies eines der Merkmale ist, die eine genaue Problemdefinition und die Beschreibung des Zwecks der Diskussion- und Entscheidungsprozesses ausmachen. Andererseits muss das aber auch nicht festgelegt werden, falls es den Teilnehmern nur darum geht, unterschiedliche Meinungsbilder einzuholen.
3. Vor allem die statistische Auswertung in der Bewertungsergebnisse bei vollständigen Konsensierungen orientiert sich daran, ob mehrere Ergebnisse oder eine Art Lösungsband generiert werden soll oder ob ein Konsens für eine Lösung erreicht werden soll. Bei einem Lösungsband mit der Maßgabe eines absoluten oder relativen Konsens, oder dass alle Lösungen über einer bestimmten Zumutbarkeitsgrenze liegen, bspw. um ein vorläufiges Thesenpapier und in späteren Schritten ein Programm oder Manifest zu konsensieren, wird statistisch sicher gestellt, dass keine Lösungen drin sind, die negativ bewertet wurden (absoluter Konsens), die sich nicht signifikant nach oben von Null oder dem Wert der Nulllösung unterscheiden oder die signifikant über einem bestimmten Quorum o. Konsensmaßstab (z.B. 75% Zustimmung oder min. 20% besser als Nulllösung etc) liegen. Wenn nur eine Lösung gewinnen kann, wird sicher gestellt, dass die beste Lösung sich statistisch signifikant von der zweitbesten Lösung unterscheidet (multiple Mittelwertsvergleiche), die ähnlich hoch bewertet wurde usw.. 
(Jano) 1. Diskussion- und Konsensphase sind m.M.n. zwei klar von einander zu trennende Prozessschritte mit qualitativ unterschiedlichen Zielstellungen, wobei es jedoch in beiden Bewertungsprozesse gibt. 
2. Im Prozesschritt, der Diskussion geht es darum einen gemeinsamen (intersubjektiven) Problemraum zu entwickeln und geeignete Lösungsoptionen zu generieren, die im nächsten Schritt in einen fairen Ideenwettbewerb treten sollen. Das Ziel dieses Prozesses ist es also ein gemeinsames Verständnis und auch einen Minimalkonsens bzw. eine klare Definition darüber zu haben, was eigentlich das Problem ist und durch welche Merkmale/Ziele  sich eine geeignete Lösung kennzeichnet. Zudem muss auch sicher gestellt werden, dass alle genug (annehmbare) Infos über die Lösungsvorschläge haben, um diese qualifiziert und selbstgesteuert bewerten zu können. 
Schließlich muss sicher gestellt werden, dass die durch den Konsensprozess in den vergleich gestellten Lösungsoptionen gleichwertig bzw. äquivalent sind. Dies soll letztendlich durch die Abbildung des Diskussionsergebnisses und die Sortier- / Optimierungsphase gewährleistet werden. 
3.  Im Prozessschritt der Konsensierung gibt es qualitativ andere Parameter, durch die bestimmt wird, welches Ergebnis gewinnt bzw. welche Lösungsoptionen vom inhaltlichen her die vorgegebenen Qualitätsstandards erreichen. Qualitätsstandards, die sich auf das Ausmaß des angestrebten Konsens beziehen bzw. welche Lösungsoptionen in die weitere Optimierung miteinfließen. Ergebnis des  Diskussionsprozesses ist einerseits eine Liste von Vorschlägen, die in der  Sortierphase für eine gültige Messung in ein adäquates Format gebracht wird und andererseits je nach Konsensapplikation in einem bestimmten Format bewertet  wird und iterative Optimierungsprozesse durchlaufen kann. 
Je nach Auswahlkriterium werden also unterschiedliche Listen an akzeptablen bis konsensorientierten Lösungen produziert, mit denen dann der Prozess wiederholt oder nächste Arbeitsschritte hin zum  Endprodukt eingeleitet werden.
4.  Zudem ist es in Bezug auf die Beeinflussung (Verfälschung und Manipulation) des Diskussions- und Abstimmungsprozesses nicht angezeigt, diese beiden Phasen zu vermischen.
Zwischenfazit (Jano):  Diskussion und finale Bewertungs-/Abstimmungsphase sind aus Gründen der  Manipulation und aufgrund dessen, dass sich beide Prozesse durch  unterschiedliche Zielstellungen sowie Qualitäts- bzw. prozessuale  Kriterien definieren, voneinander zu trennen. Daher bietet es sich an,  für jede Phase getrennt Module zu entwickeln und in Kombination und  einzeln zu testen.
Problem:  Die Gesamtheit möglicher Gestaltungsmöglichkeiten und Kriterien (die es  größtenteils in ihrer Überlegenheit erst zu testen gilt) könnte den einfachen User überfordern. 
Lösung: Man könnte hier über die grafische Symbolisierung der Besonderheiten der jeweiligen Tools Entscheidungshilfen oder auch umfassender, an übergeordneten  Fragestellungen/Kriterien orientierte Gesamtlösungen mit Zusätzen wie Switchen zwischen alternativen Darstellungsmöglichkeiten anbieten, in denen Parameter aufgrund der Zweckbeschreibung schon festgesetzt sind, sodass der User höchstens ein paar einfache Fragen beantworten muss, z.B. bzgl. der  Lösungsanzahl und Konsensualität (Quorum, ja nein, welches?, Quorum für prinzipielle Zulassung von Vorschlägen etc.) von gültigen Ergebnissen und der Frage, ob ein Vergleich zum Status Quo erfolgen soll. Außerdem bietet sich ein Erklärbärvideo an, um die theoretischen, praktischen und sozialen Mindestvoraussetzungen zur Bedienung von D!SCO sicher zustellen oder auch eine Art Qualifikationstest für User anzubieten, die dann den Moderatorenstatus in den Diskussionen einnehmen können, um die formale Qualität des Diskussions- und Abstimmungsprozesses zu sichern.
1. Die Verwendung der Diskussions-, Darstellungs- und Bewertungsmodule orientiert sich einerseits daran, in welchem Prozessschritt hin zum Endprodukt man sich befindet. Man kann hier einerseits zwischen einfachen programmtechnischen Prozessschritten unterscheiden: Problemklärung, Diskussion, Sortierung, Bewertung). Häufig ergibt sich erst durch die Spezifikation von komplexeren Problemen (Problemklärung) und  durch die  logische oder analytische und vergleichende  Auseinandersetzung mit den Lösungsansätzen (Diskussion und Sortierung),  welche Teilfragestellungen bzw. welche Lösungsansätze nicht als äquivalent einzuschätzen sind.  Lösungsansätze also, die von einer Antragskommission als "nicht  konkurrierend" eingeschätzt werden würden und daher in getrennten Wahlgängen (unabhängigen oder zusammenhängenden Teilfragestellungen (> Konsens-Café) zu bewerten sind. 
2. Vorauslaufende Problemklärungsprozesse können bewerkstelligt werden über das kürzere Verfahren der Auswahlkonsensierung, mit dem Merkmale für IST- und SOLL-Zustand (Minimalkonsens) und allgemeingültige Kriterien für die Lösungen konsensiert werden können. Ob sich sinnvolle  Teilfragestellungen ergeben, hängt in vielen Fällen davon ab, wie genau  das Problem vorher spezifiziert wurde, z.B. in Bezug auf die gewünschte  Lösungsqualität. Letztere kann sich unterscheiden, in Bezug auf  verschiedene abstrakte Kriterien, z.B. proximal vs. distal, kurz- vs.  langfristig, regional vs. global etc.  und  in Bezug auf die  Zielkriterien (zB Lernziele, Wirkfaktoren), die  mit  einer Maßnahme zur  Problemlösung angestrebt werden. 
Je genauer und je vollständiger  also das Problem (zu verändernde Merkmale des IST-Zustandes, angestrebte  Merkmale des SOLL-Zustandes) und die (Qualitäts-) Merkmale akzeptabler  Lösungen) im Vorfeld definiert werden, desto höher die  Wahrscheinlichkeit, dass die Lösungsoptionen vergleichbar bzw.  äquivalent sind und auch desto mehr Klarheit darüber, ob im nächsten Schritt ein Konsens-Café  mit mehreren zusammenhängenden Teilfragestellungen oder einfaches/vertieftes Konsensieren mit einer Fragestellung angezeigt ist. 
Empfehlenswert erscheint es  daher  v.a. bei  komplexen Problemen erstmal die Merkmale  und Unterziele (Minimalkonsens, Auswahlkonsensieren) zu definieren, die man verändern   bzw.  erreichen will, um einen gemeinsamen Problemraum zu haben und darauf aufbauend das Lösungen auf Basis zu konsensieren. 
3. Zudem kommt es auf die Komplexität sowohl des Problems als auch dessen Bedingtheit oder Zusammensetzung an bzw. auch welche (ggf. heterogene) Sichtweisen auf das Problem entwickelt werden etc.., ob sich eine übergeordnete oder eine Bearbeitung in zusammenhängenden Teilfragestellungen anbietet. 
4. Bei der Unterscheidung von  vertieftem Konsensieren und Konsens Café durch die Anzahl zusammenhängender Teilprobleme, können sich weiterhin an verschiedenen Stellen des Prozesses (Diskussions- und Sortierphase) Wechselsituationen ergeben. Hier kann man zum Beispiel einerseits Infos aus der Argumentestruktur ziehen und andererseits aus Bewertungsangaben zu den Argumenten in der Sortierphase gewinnen.
5.  Langfristig kann man für dieses Problem auch eine mathematische Lösung  anstreben. Mittels Faktorenanalyse kann man zum Beispiel ermitteln, in  wiefern ein Satz von Aussagen gemeinsamen oder unabhängigen latenten Faktoren zugrunde liegt. Eine Reihe von Verfahren bieten sich hier für die Zukunft an, die man unter dem Stichwort "Multidimensionale  Skalierung" zusammenfasst. Damit kann man Aussagen oder Objekte aufgrund von Ähnlichkeits- oder Unähnlichkeitsmaßen gruppieren und erhält dadurch gute Übersichten über die Zusammenhänge bzw. die räumliche  Verteilung bestimmter Teilprobleme/Objekte nach bestimmten Kriterien (Sortierphase). Damit hätte man dann ein objektives Vorgehen, anhand dessen man erkennen  kann, wann bestimmte Teilprobleme, Zielstellungen oder Lösungsansätze  unabhängig voneinander und daher nicht vergleichbar sind, falls Uneinigkeit in der Gruppe besteht. Ob man es mit einem übergeordneten Problem (Generalfaktor) oder mehr oder weniger verbundenen Teilproblemen handelt, würde sich also in der Phase des Sortierens statistisch aufzeigen lassen, wenn man  zB die Lösungen nach verschiedenen Kriterien bewerten und multidimensional skalieren lässt.
In der Phase der Problemklärung ist zu empfehlen, die Bestimmungsstücke zur Problemdefinition via Minimalkonsensbildung oder Konsens-Café (IST, SOLL, Qualitätsmaßstab) zu klären. Wenn es eine klare Problemdefinition gibt, kann es sein, dass Teile des Problems über unterschiedliche Maßnahmenbündel/Zielstellungen erreicht werden müssen, die in getrennten Fragestellungen bearbeitet werden, aber miteinander in einer gewissen Abhängigkeit stehen. ... Aktuell scheint mir das angebracht, den "Wechselknopf" parallel anzubieten... 
problemabhängig
verfahrensabhängig
aufgrund einer möglichst sauberen Trennung von Diskussions- und Abstimmungsphase, die ist aber auch gewährleistet, wenn man eine Sortier- bzw. Optimierungsphase zur Vorbereitung der Abstimmung zwischenschiebt
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