Dies ist ein Notizpad und keine offizielle Äußerung der Piratenpartei

Treffen der AG Meinungsfindungstool:
Montag, den 03.09.2012, 21:00 - 22:30 Uhr

Teilnehmer: WS, Slash, Schnittmenge1, Frischi, pinae

== Agenda ==

Wir befinden uns weiterhin in der Anforderungsanalyse.

Top 0 - Warm-Up: Diverse Themen

Top 1 - Neue Roadmap abstimmen

Top 2 - Klassendiagramm / Begründungen abstimmen
            Untenstehender Entwurf bis etwa zu 1/7 durchgesprochen! 
            (A)(Q)-Kennung und */** nachträglich als Entwurf eingetragen!
Top 3 - jeweiligen Stand der TODOs besprechen

DisQussion - Stand der Dinge: (Infos von Pinae)

http://wiki.piratenpartei.de/RP:AG_Meinungsfindung/DisQussion

Django als web-framework
- Prototyp (Server noch nicht aufgesetzt; siehe Wiki-Seite)

Roadmap/Zukunft:
- Ausbau des Prototypen
- nächster LPT - November: Gelder für Test-Instanz beantragen

- framework: prinzipiell deckungsgleich....
- Momentan ist DusQussion sehr rudimentär; nur "Wertung, These, und 3. ? "
- Voting-System: + 0 -

Pinae ist für weiteres ansprechbar. Hoffnungsvoller Partner!

== Beschlüsse ==

== TODOs ==
          optional mehr... - /
== Nächste Themen ==

== Nächster Termin ==

    Montag, den 10. September 2012

== Sitzungsende ==

22:33


qKonsens-Entitäten – Begründungen und Erläuterungen

Vorbemerkung: Bei der Bearbeitung der "Hausaufgabe" wurde deutlich, dass die "Begründungen" für Sinn und Zweck der Entitäten im Klassendiagramm letztlich auf ein Glossar führen. Dafür nachfolgend mein erster Entwurf.                       WS 3.9.2012
(A) = Allgemein
(Q) = Spezifisch für Qkonsens. (Q**) = Softwarekomponente
*Grundbegriff, der nicht als Entität vorkommt, aber zur Erklärung der Entitäten hilfreich ist.

Administrator (A)(Q)
==> (A) Teilnehmer, der Debatten-übergreifend die Funktionsfähigkeit der Tools und die Konsistenz der Inhalte sichert. 
==> (A) Der Administrator kann auch „trollige“ Autoren verwarnen und Debatten canceln.
==> (Q) Aufgabe ist neben den technischen Funktionen z.B. eine Themensystematik/Navigation. 

Arbeitsentwurf (Q: working draft)
==> (Q) Jeweils aktueller Bestand an →Kernaussagen und →Kontexten während einer →Debatte

Aussage* (A)(Q)
(These, Mem)
==> (A) Aussage / (schriftliche Äußerung? :P)
==> (Q) qKonsens unterscheidet mehrere Sichten von Aussagen:
Autor (A)(Q)
==> (A) Ersteller eines Beitrages
==> (Q) →Teilnehmer, der eine →Debatte mit einem ersten Entwurf (first draw) startet.
Grundsätzlich kann jeder Teilnehmer eine Debatte eröffnen und dafür →Spielregeln festlegen. Er hat generell festzulegen, ob und ggf. von wem die Debatte zu moderieren ist.
Für das Tool qKonsens ist ohne Belang, ob der Autor in Eigeninitiative oder im Auftrag/namens einer →Gruppe agiert. Und ob er Moderatoren "eigenwillig" oder  im Auftrag/namens einer →Gruppe benennt.

Beitrag (A)(Q)
==> (A) Grundelement jeder Beteiligung von Teilnehmern an der Diskussion
==> (Q) Standardisierte Form für →Aussagen
==> (Q) Das „Erstellen und Editieren von Beiträgen“ ist eine einheitliche Kernfunktionalität für →Autorentool, →Teilnehmertool und →Moderatorentool.

Bewertung(A)(Q)
==>(A) Fixierte Stellungnahme eines Teilnehmers zu einer Aussage
==>(Q) Die „Bewertung“ ist im qKonsens  Maß für das basisdemokratische Gewicht einer → Aussage: Grundsätzlich hat jeder Teilnehmer zu jeder Aussage eine Stimme. Die Besonderheit beim qKonsens besteht darin, dass jede Kernaussage einzeln bewertet wird, siehe → „Bewertung einer KA“ und →“Bewertung eines DB“.
Substanziell wichtig ist die Wechselwirkung zwischen Bewertung und Diskussion: Differenzierte Bewertungen geben Anstöße zur Diskussion – und kompetente Diskussionen geben Anreiz zum Bewerten.

Bewertung der Kernaussagen (Q)
Durch ihre Bewertung geben die →Teilnehmer den →Kernaussagen unterstützendes oder auch ablehnendes Gewicht.  Die im qKonsens vorgesehene fünfwertige Likert-Skala stellt einen nach heutiger Sicht optimalen Kompromiss dar: sie differenziert sachgemäß und vermeidet andererseits ein vorgetäuschte Genauigkeit:
++   volle Zustimmung
  +   eingeschränkte Zustimmung
  =   neutrale Bewertung (zu unterscheiden von „keine Bewertung“!)
  -    eingeschränkte Ablehnung
 - -   volle Ablehnung.
Alle diese Bewertungen können durch →Diskussionsbeiträge näher erläutert und begründet werden – insbesondere die „eingeschränkten“.
Die von einem →Teilnehmer abgegebenen Bewertungen repräsentieren dessen persönliche →Meinung. Die Summe der  von den Teilnehmern einer →Gruppe abgegebenen Bewertungen repräsentiert den →Standpunkt dieser Gruppe.

Bewertung der Diskussionsbeiträge (Q)
Durch die Bewertung der Diskussionsbeiträge können die →Teilnehmer Einfluss darauf nehmen, welche Diskussionsbeiträge berücksichtigt (also in den working draft eingearbeitet) werden sollen – und welche eben nicht. Deshalb gibt es hierfür nur die zwei Bewertungen  ↑ und ↓.
Die Anzahlen beider Bewertungen sollen einzeln (d.h. nicht saldiert) erscheinen. (… ggf. nach →Gruppen)
Anm.: Bei saldierter Anzeige wird verschleiert, ob z.B. „+8“ eine etwa ausgeglichene Bewertung  +508-500  oder eine klare Mehrheit  +8-0 darstellt.


Debatte (A)(Q)
==>(A) Meinungsaustausch mit dem Ziel, ein gemeinsames Ergebnis zu erreichen
==>(Q) Prozess zur Erreichung eines qualifizierten Konsens über ein bestimmtes Thema:
Diskussion* (A)(Q)
==>(A) 
==>(Q) Im →qKonsens verläuft die Diskussion ebenso wie in vielen bekannten Portalen als Folge (Thread) von →Diskussionsbeiträgen.
Siehe auch →Zweck der Diskussion im qKonsens
Die Diskussion dient grundsätzlich der Vervollkommnung der -->Kernaussagen.
Es muss jedoch mit Diskussionsbeiträgen gerechnet werden, die sich gegenseitig widersprechen oder gar trollig sind. Deshalb wird zunächst eine →“Bewertung der DB“ von den Teilnehmern abgefragt. 
Grundsätzlich ist der →Moderator verpflichtet, hochgevotete DB in die KA einzupflegen.
Einzelheiten können in →Spielregeln vereinbart werden.

Diskussionsbeitrag (Q: DB)
Mittels →Diskussionstool eingebrachte →Aussage eines →Teilnehmers zu einer →Kernaussage oder zum Diskussionsbeitrag  eines anderen Teilnehmers.

Diskussionstool (Q**)
Softwarekomponente,  die die →Teilnehmer beim Einbringen von →Diskussionsbeiträgen unterstützt. Das Diskussionstool ist Teil des →Teilnehmertools. Kernfunktionalität des Diskussionstools ist das Editieren des Diskussionsbeitrages. 
Noch zu klären ist, ob die Kennzeichnung der Diskussionsbeiträge als Alternative, Veränderung, Aufteilung … der Kernaussage vom Tool durch standardisierte Marker unterstützt werden soll, oder ob eine formlose Kennung durch den Diskutanten erfolgen soll.

Entwurf*
==>(A) ???
==>(Q) Gegenstand des qKonsens sind generell Entwürfe von Dokumenten.
Diese Entwürfe durchlaufen folgende Zustände:
→Startentwurf, mit dem ein →Autor eine →Debatte startet;
→Arbeitsentwurf, der während der →Debatte überarbeitet wird;
→Ergebnis der Debatte.

Ergebnis (A)(Q: „final draft“)
==>(A) Sammlung der in der Diskussion/Debatte eingebrachten Beiträge  ((?))
==>(Q) Wichtigste Besonderheit des qKonsens ist, dass der Endzustand des →Arbeitsentwurfes als Ergebnis der →Debatte ein politisch verwendbares Dokument ist.  In aller Regel bildet dieses Ergebnis nun den →Standpunkt der →Gruppe, die die →Debatte geführt hat.
Es muss allerdings bedacht werden, dass die →„Konsenskiste“ als originäres Ergebnis möglichst komprimiert und also nur „intern“  unmittelbar verwendbar ist. 
Für politische Dokumente (Programme, Artikel …) ist demzufolge eine „belletristische“ Aufbereitung angesagt. Dies gilt immer, wenn die Gruppe mit einer bestimmten Zielstellung gegründet wurde, z.B. als Arbeitsausschuss, Programmkomitee oder ähnliches.
Letztendlich bedarf das Ergebnis einer →Debatte noch der Entscheidung durch ein Entscheidungsgremium, i.d.R.  unterstützt durch ein Entscheidungstool.
Falls die bearbeitende Gruppe jedoch selbst  ein Entscheidungsgremium ist, kann das Ergebnis über eine zusätzliche Kernaussage unmittelbar entschieden werden,  z.B. „Dieses Dokument soll ab –.--.----- für xxyyzz verbindlich gelten.“

Gruppe (A)(Q)
Menge von →Teilnehmern, die sich offen oder organisiert zur →Debatte über ein →Thema zusammenfinden
Für Gruppen können Schreib- und Leserechte für bestimmte Debatten oder auch Datenbereiche vergeben werden.
Z.B. kann eine Gruppe vereinbaren, dass die persönlichen Bewertungen nur für Gruppenmitglieder sichtbar sind. Oder, oder ... 
Default: Ist keine Gruppe explizit definiert, so gehören alle Teilnehmer automatisch zur Gruppe „Offen“.

Kommentar (A)(Q)
Der Begriff „Kommentar“ wird im Zusammenhang mit qKonsens bislang in zwei unterschiedlichen Bedeutungen benutzt:
        
        
Konsenskiste (Q)
Die „Konsenskiste“ repräsentiert den → Standpunkt einer →Gruppe von →Teilnehmern zu einem bestimmten →Thema. Die Konsenskiste besteht aus der Menge der Kernaussagen und den (von der Gruppe) dazu abgegebenen Bewertungen.

Kernaussage (Q: KA)
Die explizit herausgestellten Kernaussagen bieten die Grundlage für ein völlig neues Niveau zielführender politischer Diskussionen:
Der Detailliertheits- oder Allgemeinheitsgrad der Kernaussagen muss natürlich der jeweiligen Betrachtungsebene entsprechen. Jede KA einer höheren Abstraktionsebene („politisches Grundsatzpapier“) kann und soll  durch eine detalliertere Konsenskiste untersetzt werden – und diese schließlich durch eine Konsenskiste, deren Kernaussagen konkrete Projekte bzw. Maßnahmen enthalten. 
Die Beschränkung des Umfanges der KA zielt auf die Klarheit und Übersichtlichkeit der Ergebnis-Dokumente. Mein(WS) aktueller Vorschlag „Hartes Limit 256 Zeichen“ ist kein Dogma. Ich meine aber, dass die meisten politisch relevanten Kernaussagen weniger als 100 Zeichen brauchen...
Auf keinen Fall sollten wir vor einem Wunsch von Politikern nach „usability“ einknicken, wenn sie damit umfänglichere Kernaussagen meinen. Dem sollte mit aller Entschiedenheit entgegen gehalten werden, dass die Politiker selbst zur „usability“ für die basisdemokratischen Teilnehmer verpflichtet sind – also zu Klarheit und Übersichtlichkeit!

Kontext (A)(Q)
==>(A) Beigefügter Text*
==>(Q) Kompakte Kernaussagen setzen ein Verständnis der darin verwendeten Begriffe voraus.  Exakte Begriffsdefinitionen in einem Glossar lösen dieses Problem nicht, weil „exakte“ Glossare meist noch schwerer lesbar sind. Die Kontexte sollen also in allgemeinverständ­licher Weise Missverständnissen und Missdeutungen vorbeugen.
Mein(WS) aktueller Vorschlag „Hartes Limit  1KB Zeichen“ ist kein Dogma. Ich meine aber, dass die meisten  Kontexte weniger als 300 Zeichen brauchen – und eine wirksame(!) Orientierung auf KISS für die Qualität der Diskussion echt(!) hilfreich ist.
Die Kontexte sind grundsätzlich nicht Gegenstand der Bewertung.  Aber der →Moderator kann selbstverständlich →Diskussionsbeiträge berücksichtigen, die auf eine Verbesserung von Kontexten zielen.

Meinung (A)(Q)
==>(A) 
==>(Q) Die Gesamtheit der → Kernaussagen, zu denen ein →Teilnehmer seine →Bewertung abgegeben hat, repräsentiert mit diesen zusammen die persönliche „Meinung“ des Teilnehmers.
Mein(WS) bisher noch nicht erörterter Vorschlag: Jeder Teilnehmer sollte  festlegen können, ob  bzw. für welche Gruppen seine Bewertungen im Sinne „persönliches Profil“ sichtbar sind.
(Muss gesagt werden, dass die eigentliche  Meinung des Teilnehmers noch viel mehr ist als das, was hier repräsentiert wird??)

Moderator (A)(Q)
==>(A)
==>(Q) →Teilnehmer, der die →Diskussionsbeiträge in die →Kernaussagen einpflegt. Grundsätzlich soll der Moderator die Konsistenz des →Ergebnisses sichern. 
Beim Start einer →Debatte kann der →Autor festlegen, ob er als Moderator fungiert. Debatten können aber auch mit mehreren Moderatoren oder andererseits ganz ohne Moderator verlaufen.
Um Machtmissbrauch der Moderatoren zu verhindern, sollen alle Moderator-Aktionen manipulationssicher in einer History dokumentiert werden – stehen also wiederum zur Diskussion.
MMn(WS) hat der Moderator zwei wichtige Aufgaben:
Moderatorentext (Q)
Text für die →History,  mit dem der Moderator im Bedarfsfall eine Aktion begründet.

Moderatorentool (Q**)
Programmkomponente, die Moderatoren bei der Ausführung von Aktionen und Markierungen komfortabel unterstützt.

qKonsens*
Der „Qualifizierte Konsens“ zeichnet sich durch folgende (Alleinstellungs- ?!) Merkmale aus:
Spielregeln*
==>(A) 
==>(Q) Damit sind Vereinbarungen gemeint, die für einzelne konkrete -->Debatten getroffen werden.
Dies kann die Laufzeit, die Authentifikation der Teilnehmer, die Verwendung des Ergebnisses (z.B. Weitergabe an ein Entscheidungstool) und anderes betreffen. Diese Spielregeln könnten den Kopfinformationen der Debatte zugeordnet werden. Denkbar wäre, dass zu einem Thema parallele Debatten mit unterschiedlichen Spielregeln geführt werden.

Standpunkt (A)(Q)
==>(A) 
==>(Q) „Standpunkt“ meint hier die Gesamtheit der persönlichen →Meinungen einer  →Gruppe von →Teilnehmern  –  originär dokumentiert als →Ergebnis (final draft →Konsenskiste) einer Debatte.
Auch hier ist zu bedenken, dass die Konsenskiste eher für den inneren Gebrauch geeignet ist. 
Für die Außendarstellung „Wir stehen auf dem Standpunkt“ kann eine reduzierte Darstellung ohne die Stimmenzahlen besser geeignet sein.

Startentwurf (Q: first draw)
Jede --> Debatte beginnt damit, dass ein -->Autor (oder mehrere Autoren?!) ein Set von -->Kernaussagen&Kontexten als Startentwurf freigibt.
Für politikrelevante Debatten sollten möglichst kompetente Autoren  gewonnen (ggf. sogar beauftragt!) werden. Die Qualität des Startentwurfs hat wesentlichen Einfluss auf die Effektivität der Diskussion und auf die Wirksamkeit des Ergebnisses.

Teilnehmer (A)(Q)
==>(A)
==>(Q) Teilnehmer sind alle Personen, die durch →Bewertung oder →Diskussion an der Gestaltung des →Ergebnisses einer →Debatte mitwirken.
Teilnehmer mit speziellen Rollen sind →Autoren, →Moderatoren und → Administratoren.

Teilnehmertool (Q**)
Gesamtheit der Softwarefunktionalitäten, mit denen ein →Teilnehmer

Thema(A)(Q)
==>(A) 
==>(Q) Gegenstand jeder →Debatte  ist eine Menge von →Kernaussagen nebst →Kontexten, die das FÜR und WIDER eines „Themas“ überschaubar repräsentieren. Das Thema jeder Debatte soll auf einem bestimmten Niveau von Abstraktion/Allgemeingültigkeit oder Konkretheit definiert werden. Unterschiedliche Detalliertheit soll in unter- bzw. übergeordneten Themen erfasst werden.

Verlinkung (A)(Q)
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