﻿VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesministerium der Verteidigung

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tel  49 (0)228-12-98804/9424

fax  49(0)228-12-5255

19. Dezember 2007 (Stand: 10:00 Uhr)

Unterrichtung des Parlamente

51/07

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

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VS -

Afghanistan

a. Bedrohungslage

1 BADAKHSHAN

2 TAKHAR

3 KUNDUZ

4 BALKH

5 JOWZJAN 6FARYAB

7 BADGHIS

8 HERAT 9FARAH

10 GHOWR

11 SAR-E POL

12 SAMANG

13 BAGH

RC CAPITAL

(Italien)

RC WEST (Italien)

Verantwortungsbereich des deutschen Regional Command (RC) North mit insgesamt 5 Provincial Reconstruction Teams (PRT):

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches PRT

14 PANJSHIR

15 PARVAN

16 KAPISA

17 NURESTAN

18 LAGHMAN

19 KONAR IG AR HAR

21 KHOWST

22 PAKTIA

23 LOWGAR

24 KABUL

25 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND

28 NIMRUZ

29 KANDAHAR 30ZABQL

31 GHAZNI 32VARDAK

33 PAKT1KA

34 DAYKONDI

Die Bedrohung ist zzt. wie folgt eingestuft: Afghanistan (gesamt):

erheblich niedrig bis mittel mittel mittel

erheblich bis hoch hoch

Regional Command North: Regional Command West: Regional Command Capital: Regional Command East: Regional Command South:

Anmerkung :

Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt NIEDRIG: Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Absicht, deutsche Streitkräfte und'oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen für bevorstehende Angriffe vor.

MITTEL : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin.

ERHEBLICH : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und'oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und Zeiträumen liegen nicht vor.

HOCH , Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffs räumen sind in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.


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Am 11.12.07 kam es im Distrikt Maywand der Provinz Kandahar (Nr. 29 der Karte) zu einem Feuergefecht zwischen Angehörigen der Afghan National Police (ANP) und Kämpfern der Opposing Militant Forces (OMF). Bei dem Gefecht wurden vier afghanische Polizisten getötet und drei weitere verletzt.

In der Provinz Khowst (Nr. 21 der Karte) wurden am 12.12.07 bei einem Feuerüberfall auf Versorgungsfahrzeuge zwei Angehörige der ANP von Regierungsfeindlichen Kräften 1 (RFK) getötet. Ein Fahrzeug wurde von den Angreifern zerstört und in Brand gesetzt.

Am 13.12.07 kamen bei einem Anschlag mit einem Improvised Explosive Device (LED) auf einen zivilen Kleinbus im Distrikt Tarin Kowt (Provinz Oruzgan / Nr. 26 der Karte) drei der Insassen ums Leben; acht weitere Personen wurden verletzt.

In der Provinz Paktia (Nr. 22 der Karte) kam am 14.12.07 bei einem IED-Anschlag ein Polizist der ANP ums Leben. Zwei weitere Polizisten wurden verletzt. Die afghanischen Sicherheitskräfte wurden nach der Detonation von RFK zudem mit Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen beschossen.

Am 15.12.07 wurden in einem Hinterhalt in der Provinz Balkh (Nr. 4 der Karte) ein Angehöriger der Afghan National Army (ANA) getötet und ein weiterer verletzt. Die Soldaten fuhren zusammen mit Zivilpersonen in einem Kleinbus und wurden an einem illegalen Checkpoint von RFK angehalten.

In der Provinz Baghlan (Nr. 13 der Karte) wurde bei einem Hinterhalt gegen einen Polizeikonvoi ein afghanischer Polizist getötet.

Am 15.12.07 wurde in der Hauptstadt Kabul von der Ladefläche eines stehenden Kleinlastwagens eine Rakete auf das Gebäude der Kabul City Police (KCP) abgeschossen. Die Rakete detonierte an der Mauer des Geländes des KCP-Gebäudes und verursachte lediglich Sachschaden. Die vermutlich durch den Abschuss ausgelöste Detonation weiterer Raketen auf der Ladefläche des Wagens tötete den

1

Unter Regierungsfeindlichen Kräfte (RFK) werden sowohl Opposing Militant Forces (OMF) als auch Kräfte der Organisierten Kriminalität (OK) subsummiert.


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Angreifer und drei afghanische Zivilpersonen. Afghanische Sicherheitskräfte stellten anschließend in den Wrackteilen des Wagens 17 intakte Raketen sicher.

Im Zeitraum vom 10.12.07 bis 16.12.07 registrierte ISAF landesweit 109 Sicherheitsvorfälle (siehe Grafik). Es handelte sich um 63 Schusswechsel und Gefechte, 15 Sprengstoffanschläge - darunter zwei Selbstmordattentate in der Provinz Kandahar - sowie 31 -mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen) und insgesamt zwei sonstige Vorfälle.

Drei Vorfälle ereigneten sich im RC North, drei im RC Capital, zwei im RC West, 68 im RC South und 33 im RC East.

Insgesamt wurden bei den Vorfällen zwei ISAF-Soldaten getötet und weitere neun ISAF-Soldaten verletzt.

(2) Militärische Lage

Am 11.12.07 ereignete sich in Kandahar ein Selbstmordanschlag mit einem Fahrzeug (Suicide Vehicle Born Improvised Explosive Device / SVBIED) gegen


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litärischcn Konvoi der Koalitionsstreitkräfte. Der Attentäter kam dabei ms Leben, darüber hinaus wurde niemand verletzt. Ein Fahrzeug des Konvois

wurde beschädigt.

Bei einem IED-Anschlag auf ein ISAF-Fahrzeug im Distrikt Gomal der Provinz Paktika (Nr. 33 der Karte) wurden am 12.12.07 zwei amerikanische Soldaten getötet und drei weitere verletzt.

Am 14.12.07 wurden zwei dänische ISAF-Soldaten verletzt, als in der Nähe der Ortschaft Nahri Sarraj (Provinz Helmand / Nr. 27 der Karte) ein Sprengsatz explodierte.

(3) Regional Command (RC) Capital / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Die Türkei hat die Führung des Regional Command Capital an Italien übergeben.

(4) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Weiterhin liegt der Schwerpunkt der Operationsführung auf der Ausgestaltung eines Überganges von militärspezifischen Operationen zur zivilen Aufbauarbeit im Gebiet Faryab (Nr. 6 der Karte) und Ghormach (Provinz Badghis / Nr. 7 der Karte) und der damit verbundenen Absicht, die afghanischen Behörden beim Wiederherstellen des Vertrauens der Bevölkerung zu unterstützen.

Die durch das PRT Kunduz eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen afghanischen Behörden und Sicherheitskräften zeigen Wirkung. Nach einem ersten Treffen am 29.11.07 in Kunduz (siehe UdP 49/07) hatte der Distriktmanager von Khanabad (Provinz Kunduz / Nr. 3 der Karte) am

11.12.07 den Provinzgouvemeur, dessen Stellvertreter, die Führung des PRT Kunduz, Vertreter der ANA und die Chefs der Polizei sowie des National Directorate of Security (NDS) nach Khanabad eingeladen. Das wesentliche Thema des Treffens im Rahmen des Key Leader Engagements war die Notwendigkeit der Verbesserung der Sicherheitslage.


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d cr Nahe dis 1 RT Kunduz ereignete sich am 12.12.07 ein Unfall, bei dem ein neunjähriger afghanischer Junge durch ein Fahrzeug einer amerikanischen icherhcusfirma schwer verletzt wurde. Die erste medizinische Versorgung 8 ni Rettungszentrum des PRT Kunduz. Anschließend wurde der Junge weiteren Behandlung nach Mazar-e Sharif geflogen und in das

Hinsatzlazarett aufgenommen.

Am Nachmittag des 13.12.07 wurden weit außerhalb des Feldlagers des PRT Kunduz drei Detonationen aufgeklärt. Als Ursache werden Raketeneinschläge vermutet. Das Feldlager des PRT Kunduz sowie die Camps der ANA und der amerikanischen Sicherheitsfirma DYN CORPS wurden nicht getroffen. Es wurden keine Verletzten und Schäden gemeldet.

In Fcyzabad haben der militärische und der zivile Leiter des PRT eine Schule an die einheimische Bevölkerung übergeben. Zahlreiche Würdenträger der Stadt Fcyzabad und der Provinz Badakhshan nahmen an der Veranstaltung teil.

Am 13.12.07 wurde das Kommando über das PRT Feyzabad von Oberst Sahm an Oberst Hochwart übergeben.

Die Einweihung und Übergabe des im Zusammenhang mit der Unterstützung des Balkh Medical Hospitals in Mazar-e Sharif (Provinz Balkh) erstellten Containerkrankenhauses fand am 15.12.07 statt. Der Leiter der Außenstelle der deutschen Botschaft in Mazar-e Sharif übergab das Containerkrankenhaus an den afghanischen Gesundheitsminister Mohammad Amin Fatimie. Die Zeremonie fand unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit statt. An der Feier nahmen auch der Kommandeur des RC North und zahlreiche afghanische

Würdenträger teil.

Derzeit wird das Krankenhauspersonal in die Nutzung der zugehörigen Sanitätsausstattung und des Sanitätsmaterials, das aus dem aufgelösten Bundeswehrkrankenhaus Hamm bereit gestellt wurde, eingewiesen. Die durch den Lions Club Göttingen-Hainberg gespendeten 30 Krankenhausbetten sind

bereits aufgestellt.


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r tn Nachmittag des 18.12.07 wurden dem PRT Kunduz zwei bis vier

80mt,deV E,n Wci,cror AbNOhus, von zwei Raketen erfolgte am en Abend desselben Tngea. Be gab keine Verletzten. Eine Rakete schlug

nahe der Polizeiaktion Kunduz ein. Die weiteren Eineohlagsstellen konnten bisher nicht aufgeklärt werden.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

ln der vergangenen Woche gab cs einen Unterstützungsflug außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 126.

Zur Unterstützung des Einsatzes von Informationstechnik und des Informationsmanagements in Kandahar besetzt der NATO Communications and Information Systems Service Agency (NCSA) - Sector Heidelberg sieben Dienstposten für einen Zeitraum von sechs Monaten. Dazu gehören drei deutsche Unteroffiziere, die vom 20.07.07 bis 20.01.08 beim NATO Transition Office - Kandahar eingesetzt werden (siche UdP 29/07).

Ein deutscher Austauschoffizier ist bei der niederländischen

11. Unbeweglichen Brigade (Air Mobile Brigade) eingesetzt, die sich bis Anfang 2008 im Süden Afghanistans im Einsatz befindet. Der Einsatz des deutschen Offiziers im Stab der Brigade erfolgt vom 19.07.07 bis 31.01.08 (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Offizier nimmt als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ) Ramstein den Dienstposten des Staff Offlcer CJ6 - Plans, Projccts and Requirements für den Zeitraum vom 30.07.07 bis 06.02.08 wahr. Der Dienstposten ist mit einem zwischen Kabul und Kandahar wechselnden Arbeitsplatz verbunden (siehe UdP 30/07).

Ein Offizier der Luftwaffensicherungstruppe ist vom 01.11.07 bis 01.03.08 in Süd-Afghanistan im Rahmen des Personalaustauschprogramms zwischen der deutschen Luftwaffe und der Royal Air Force (RAF) eingesetzt. Zu seinen Hauptaufgaben als "Operations Offlcer” im Gefechtsstand der "7 Squadron RAF


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| • 8 *

J" TT WN " g ' Mren Sl ” b$ - <"Wigkci.cn zur

«hm,„ des Mns„,,c< von Sicherung,krtocn im Rnhmcn der Sicherung

Hu »pl«t*cs Kandahar (siehe UdP 44/07).

^ 1 NAV ° Signal Battalion (NSÜ) ist durch die NATO Communications and Information Systems Service Agency (NCSA) beauftragt worden, zur Betreuung der FMmmgsuntersttitzungsanlagen das IT-Hclpdcsk des COM Kandahar Airfield /u verstärken, bür diesen Auftrag ist ein deutscher Unteroffizier für die

Zeit vom 17,11.07 bis voraussichtlich 01.03.08 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt (siehe UdP47/07).

Mit dem kontinuierlichen Auf- und Ausbau der "Communication and Information Systcms"-Unterstützung am Kandahar Airfield zur Sicherstellung der Führungsttihigkeit von ISAF im Bereich der RC South und East hat sich der Bestand an IT-Ausstattung inzwischen deutlich erhöht. Um eine Instandhaltung und Instandsetzung vor Ort zu ermöglichen, wurde im Juli 2007 ein Depot am Kandahar Airfield in Betrieb genommen, das mit einem Personalumfang von txlnf Soldaten die erforderlichen Kapazitäten bcrcithält. Für diesen Auftrag ist ein deutscher Unteroffizier ftlr die Zeit vom 27.11.07 bis voraussichtlich

25,02.08 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt (siehe UdP 48/07).

Zur Sicherstellung der kontinuierlichen FührungsfUhigkeit im Bereich der RC South und Hast werden rotierende multinationale "Deployable Communication Modulcs" (Verlegbare Fcmmcldemodule / DCM) eingesetzt. Zwei deutsche Führungsunterstützungssoldaten aus dem Bereich des l sl NATO Signal Battalion (NSB) werden für die Zeit vom 30.11.07 bis voraussichtlich zum 28.02.08 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt, um das britische DCM zu unterstützen (siehe

UdP 49/07).

2. I khekistan

Bedrohungslege

Die Bedrohung is. al ab medng einges.utt.


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3 Serbien / Kosovo

a. Politische Lage

Der Vorsitzende der "Demokratischen Partei des Kosovo" (PDK), Hashitn Thaci, wmde am 11.12.07 von Präsident Fatmir Sejdin mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Die PDK war aus der Wahl vom 17.11.07 als stärkste Partei

hervorgegangen.

Am 12.12.07 hat der serbische Parlamentspräsident Dulic den Termin für die Präsidentschaftswahlen auf den 20.01.08 festgelegt. Eine eventuell erforderliche zweite Wahlrunde soll am 03.02.08 stattfinden.

b. Bedrohungslage im Kosovo

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Das deutsche Operational Reserve Forces (ORF) Bataillon hat seinen Einsatz planmäßig am 16.12.07 beendet. Die Rückverlegung des Bataillons nach Deutschland hat am 18.12.07 begonnen.

(2) Multinational Task Force South (MNTF S) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Bosnien und Herzegowina (BIH)

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.


VS " NUR FÜR MN DIENSTGEBRAUCH

Fb. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

W (1) EUFOR ’

?' Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Georgien

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Sudan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zzt. als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan zzt. als erheblich eingestuft.

Am 11.12.07 griffen Rebellen der Gruppierung "Justice and Equality Movement" (JEM) aus dem Darfur eine von einer chinesischen Firma betriebene Ölinstallation in der Provinz Kodofan an. Dabei gab es auf Seiten der Rebellen und der sudanesischen Armee, die die Installation schützen sollte, mehrere Tote.

Am Wochenende 14.12.07 - 16.12.07 wurden erneut heftige Kämpfe zwischen der JEM und sudanesischen Streitkräften in West-Darfur gemeldet. Zuvor sollen sudanesische Sicherheitskräfte Dörfer in Darfur angegriffen haben. JEM behauptet mehrere Soldaten gefangen genommen und mehrere Fahrzeuge erobert zu haben. Zusätzlich griff JEM erneut eine Ölinstallation in Süd-Kordofan an.


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b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union Misson Sudan (UNMIS) / United Nations / African Union Misson in Darfur (UNAMID)

Keine berichtenswerten Ereignisse

7. Äthiopien / Eritrea

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet ist zzt. als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea (UNMEE)

Keine berichtenswerten Ereignisse

8. Horn von Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Bedrohungslage

In Dschibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zzt. als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF)

Keine berichtenswerten Ereignisse

9. Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.


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b. Beteiligung der Bundeswehr an Operation gegen den internationalen Terrorismus: Operation Active Endeavour (OAE)

Durch ein Seefernaufklärungsflugzeug vom Typ P3C-ORION hat Deutschland im Zeitraum 16.11.07 - 14.12.07 an der Lagebilderstellung im Mittelmeer beigetragen (siehe UdP 47/07). In diesem Zeitraum fand der letzte Einsatzflug am 12.12.07 statt.

10. Libanon

a. Politische Lage

Am 17.12.07 wurde die Wahl des neuen Präsidenten zum neunten Mal verschoben und ist nunmehr für den 22.12.07 geplant.

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zzt. als mittel, außerhalb der libanesischen Hoheitsgewässer als niedrig eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Die Vereinten Nationen haben am 07.12.07 entschieden, die Führung der MTF UNIFIL ab dem 01.03.08 von Deutschland an die European Maritime Force (EUROMARFOR / Mitgliedstaaten: Frankreich, Italien, Spanien und Portugal) zu übertragen. Die künftige Zusammensetzung der MTF wird derzeit mit den beteiligten Nationen ausgeplant. Im Januar 2008 wird in New York eine Truppenstellerkonferenz stattfinden.

Die MTF hat bisher insgesamt 11.631 (Stand 19.12.07) Abfragen getätigt, davon wurden bisher 53 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hafenbehörden näher untersucht.


«g-jr— nationale Organisationen / a

Vereinte Nationen (VN)

I DIENSTGEBRAUCH 13-

t, ” ifed N ‘ ti ° nS ,n,erim Adm '"l«ra.!o„ Mission in Kosovo (UNM1K,

Internationale Polizeitruppe

Der znr Gewährleistung von innere, Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten

internationalen Polizei truppe gehören 2.019 Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst 146 Beamte.

12* Lufttransportei nsätze und Überwachungsflfl^e mit Seefernaufklärern zur Unterstüt zung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

ISAF

OEF AMIS

KFOR

EUFOR

UNIFIL

OAE

Lufttransporte Anzahl Flüge Anzahl Über wachungsflOge


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- 14 -

eutschen Einsatzknnrtn» Qntr

Gesamt ISAF*

KFOR

eile andatsende

aktuelle

Mandatsobergrenze

andatsobergrenze

axlmalc Stärke

EUFOR

UNMIS

UNMEE

UNOMIG

UNIFIL

OKF

02.12.04

22.04.05

28.01.04 1

0102,94 1

20494*

6,1141

30.11.06

15.11.07

-

08.08.07 1

12.0947

im 14 :

21.11.08 3

15.08.08

31.01.08 4

15.04.08 8

15.09.08

15.11.08

2.400

75/50

2

20

1.400

1.400

3.000

(2004)

75/50

(2005)

2

(2004)

20

(2007)

2.400

(2006)

3.900

(2001)

1.139

(2005)

42

(2007)

2

(2007)

17‘

(2004)

1.131

(2006)

L71S

(2002)

m Inland

bereitgehalten

Offiziere

1.173

600

4

339

8j_

43

41

2

6

1 100

42

Unteroffiziere

3.967

1.967

1.443

97

1

0

6

320

133

Mannschaften

1.952

650

996

28

0

0

0

201

77

Zivilbedienst.

25

4

4

12

0

0

0

1 4

1

Gesamt**

7.117

3.221

2.782

180

42

2

12

625

j 253

Frauen

322

122

145

9

0

0

1

23

22

Reservisten

478

266

183

10

2

0

0

9

8 1

FWDL 7

517

69

330

8

0

0

0

1 88

22

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesctzes, nur Kabinettsbeschluss

2 Ende M weiterer 12 Monate” - Wenn eine der Fraktionen es wünscht, wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag

vor Ablauf weiterer 12 Monate erneut konstitutiv mit der Verlängerung des Einsatzes befassen.

*Ende "weiterer 12 Monate” - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, na£h Ablauf von jeweils

12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falb dies der Wunsch einer Fraktion ist.

4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemäß Kabinettsentscheidung vom 28.01.04

9 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ?ftnc n?ueg Kabinettsbeschluss,

* Kontingentwechsel 7 freiwillig zusätzL Wehrdienstleistende 8 ORF-Batailkm

davon ISAF PRT Kunduz: 406 Soldaten, ISAF PRT Feyzabad: 333 Soldaten. FSB Mazar-e Sharif: 1.690 Soldaten (inkl. 101 Soldaten des RC North). Einsatzgeschwader Termez/UZB: 207 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan. Besonderheit: zzt. Kontingentwechsel.

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sind insgesamt 7.158 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzcn

eingesetzt.