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Bundesministerium der Verteidigung

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7. November 2007 (Stand: 10:00 Uhr)

Unterrichtung des Parlamentes

45/07

r

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


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Afghanistan a. Politische Lage

Vom 31.10.07 bis 01.11.07 tagte in Kabul ein Runder Tisch von Drogenbekämpfungsexperten im Rahmen der Paris Pakt Initiative. Bestimmende Themen waren die Antidrogenstrategie Afghanistans und entsprechende Unterstützungsleistungen durch die Internationale Gemeinschaft, die regionalen Drogenhandelsrouten und das Grenzmanagement Afghanistans und seiner Nachbarn, die Kontrolle von Schlüsselchemikalien für die Drogenherstellung sowie der Drogenkonsum in den zentralasiatischen Ländern selbst.

Anmerkung:

Die Paris Pakt Initiative dient der koordinierten Bekämpfung der Drogenrouten von Afghanistan nach Europa. Mitglieder sind 55 Staaten (unter anderem Deutschland) und internationale Organisationen; Schirmherr ist das United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC). Die Initiative wurde 2003 mit einer Ministerkonferenz in Paris gestartet. Eine zweite Ministerkonferenz fand 2006 in Moskau statt. Zusätzlich tagen im Halbjahresrhythmus Runde Tische von Drogenbekämpfungsexperten. Ein solcher Runder Tisch fand nunmehr in Kabul statt; Deutschland war mit Botschaftspersonal (dem Leiter Rechts- und Konsularwesen und dem BKA-Verbindungsbeamten) vertreten.


erheblich niedrig bis mittel mittel mittel

erheblich bis hoch hoch

Anmerkung :

Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt NIEDRIG Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Absicht deutsche Streitkrafte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen für

bevorstehende Angriffe vor

MITTEL Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende

Angriffe hin.

ERHEBLICH : Ein Staat Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen liegen nicht vor.

HOCH . Ein Staat Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.

Afghanistan (gesamt): Regional Command North: Regional Command West: Regional Command Capital: Regional Command East: Regional Command South:

Verantwortungsbereich des deutschen Regional Command (RC) North mit Insgesamt 6 Provlncial Reconstruction Teams (PRT):

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches PRT

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Die Bedrohung ist zzt. wie folgt eingestuft:

b. Bedrohungslage

RC CAPITAL (Türkei)

RC WEST (Italien)


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Im Zeitraum vom 29.10.07 bis 04.11.07 registrierte ISAF landesweit 140 Sicherheitsvorfalle (siehe Grafik). Es handelte sich um 81 Schusswechsel und Gefechte, 23 Sprengstoffanschläge - darunter zwei Selbstmordattentate in den Provinzen Paktika und Helmand (Nr. 22 und 27 der Karte) - sowie 34-mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen) und insgesamt zwei sonstige Vorfälle.

Zwei Vorfälle ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital, acht im RC West, 81 im RC South und 47 im RC East.

Insgesamt wurden bei den Vorfällen drei ISAF-Soldaten getötet und weitere 24 ISAF-Soldaten verletzt.

Die Bedrohungslage in Afghanistan lässt sich landesweit in Intensität, Art sowie räumlichen Schwerpunkten der Vorfälle (Süden und Osten) weitgehend mit dem zweiten Halbjahr 2006 vergleichen, die Anzahl der sicherheitsrelevanten Zwischenfälle in den letzten drei Wochen ist gesunken.


Die strategische Lage ISAF ist im Wesentlichen unverändert. Inzwischen haben

alle Regional Commands (RC) den Übergang von der Operation NOW RUZ zur

Operation PAMIR vollzogen, die nun landesweit den operativen Schwerpunkt des COM ISAF bildet (siehe UdP 43/07).

COM ISAF hat seinen taktischen Schwerpunkt derzeit in den Bereich RC South verlegt.

(3) Regional Command Capital (RC C) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse.

(4) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Die Hauptphase der Operation HAREKATE YOLO 11 wird im Verlauf der 46. Kalenderwoche (12.11.-18.11.2007) mit der Übergabe des Raumes an afghanische Sicherheitskräfte und der beginnenden Rückverlegung der 1SAFKräfte abgeschlossen werden (siehe UdP 43/07). Über den detaillierten Verlauf der Hauptphase wird nach deren Abschluss unterrichtet.

Die Verlegung der sechs deutschen CH-53 Transporthubschrauber von Termez nach Mazar-e Sharif wurde wie geplant abgeschlossen und der Flugbetrieb aus Mazar-e Sharif am 31.10.07 aufgenommen.

Seit 01.11.07 befinden sich afghanische Soldaten wieder dauerhaft in der Provinz Badakhshan (Nr. 1 der Karte). Eine Kompanie des 2. Kandak aus Kunduz hat in ein zunächst behelfsmäßiges Feldlager, welches mit umfassender deutscher Unterstützung am PRT in Faizabad errichtet wurde, verlegt. Mit dieser erneuten Präsenz der Afghan National Army (ANA) - nach dem Abzug im Jahr 2005 - ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Stabilität in der Region vollzogen. Nachdem die ersten Tage am neuen Standort mit Koordinierungs- und Emarbeitungsmaßnahmen verbracht wurden, sollen schnellstmöglich ISAF- und ANA-gemeinsame Aufträge wahrgenommen werden.


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Am 01.11.07 wurde der Bereich des PRT Meymaneh (Provinz Faryab, Nr. 6 der

Karte) mit zwei Raketen von einem Höhengelände östlich des PRT beschossen.

Die Einschläge lagen außerhalb des PRT. ISAF-Personal wurde nicht verletzt.

Schäden wurden nicht gemeldet Ebenfalls am 01.11.2007 wurde gegen Mittag

in Du Abi. Distrikt Ghormach (Provinz Badghis, Nr. 7 der Karte), ein IED-

Anschlag gegen Afghan National Police (ANP)-Kräfte verübt. Es wurde niemand verletzt.

Am 06.11.07 sind in der Provinz Baghlan (Nr. 13 der Karte) im Rahmen einer Veranstaltung in einer Zuckerfabrik am Rande der Stadt Baghlan durch einen Selbstmordanschlag nach bisher vorliegenden Erkenntnissen mindestens 40 Afghanen getötet und weitere 80 Personen verletzt worden. Unter den Toten befinden sich vermutlich sechs Abgeordnete des afghanischen Parlaments. ISAF-Kräfte waren von diesem Anschlag nicht betroffen. Kräfte des ungarischen PRT Pol-e Khomri wurden zur unmittelbaren Unterstützung der Hilfsmaßnahmen eingesetzt. Kräfte des PRT Kunduz wurden für einen möglichen Einsatz in Baghlan in Bereitschaft gehalten. Das deutsche Einsatzlazarett in Mazar-e Sharif wurde für die Aufnahme von Verletzten vorbereitet. Eine Behandlung von Verletzten hat nicht stattgefunden. Der Wiederaufbau der Zuckerfabrik wurde durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Neben der allgemeinen Operationsführung wird im Bereich des PRT Faizabad derzeit im Schwerpunkt eine interministerielle Polizeiausbildung in der Provinz Badakhshan (Nr. 1 der Karte) durchgefuhrt.

Der erste von drei Ausbildungsblöcken für Angehörige der Afghan National Police (ANP) wurde durch den deutschen Feldjägerzug des PRT Faizabad durchgeführt und ist bereits abgeschlossen. An dem fast zweiwöchigen Programm nahmen Polizisten der Distrikte Arghanj Kvah und Shegnan (nördlich und östlich von Faizabad in der Provinz Badakhshan) teil. Bis zum 27.10.07 absolvierten 67 afghanische Polizisten erfolgreich die Ausbildung.

Am 03.11.07 besuchte Bundeskanzlerin Dr. Merkel die in Afghanistan eingesetzten deutschen Soldaten. Im Anschluss an politische Gespräche in Kabul


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informierte sich die Bundeskanzlerin beim Deutschen Einsatzkontingent in Mazar-e Shanf über die Lage in Nordafghanistan. Schwerpunkt des Besuchs war das persönliche Gespräch mit deutschen Soldatinnen und Soldaten und

Vertretern der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) - Gemeinde.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es einen Unterstützungsflug außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich daher auf insgesamt 124.

Das 1 51 NATO Signal Battalion (NSB) ist durch die NATO Communications and Information Systems Service Agency (NCSA) beauftragt worden, zur Betreuung der Führungsunterstützungsanlagen das IT-Helpdesk des COM Kandahar Airfield mit einer Gruppe von fünf Führungsunterstützungssoldaten in Kandahar zu verstärken. Dieser Gruppe gehören auch drei deutsche Unteroffiziere an, die für die Zeit vom 02.08.07 bis 16.11.07 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt sind (siehe UdP 31/07).

Zur Unterstützung des Einsatzes von Informationstechnik und des Informationsmanagements in Kandahar besetzt der NCSA-Sector Heidelberg sieben Dienstposten für einen Zeitraum von sechs Monaten. Dazu gehören drei deutsche Unteroffiziere, die vom 20.07.07 bis 20.01.08 beim NATO Transition Office - Kandahar eingesetzt werden (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Austauschoffizier ist bei der niederländischen 11. Luftbeweglichen Brigade (Air Mobile Brigade) eingesetzt, die sich bis Anfang 2008 im Süden Afghanistans im Einsatz befindet. Der Einsatz des deutschen Offiziers im Stab der Brigade erfolgt vom 19.07.07 bis 31.01.08 (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Offizier nimmt als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ) Ramstein den Dienstposten des Staff Officer CJ6 - Plans, Projects and Requirements für den Zeitraum vom 30.07.07


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bis 06.02.08 wahr. Der Dienstposten ist mit einem zwischen Kabul und Kandahar wechselnden Arbeitsplatz verbunden (siehe UdP 30/07).

Em Offizier der Luftwaffensicherungstruppe ist vom 01.11.07 bis 01.03.08 in Süd Afghanistan im Rahmen des Personalaustauschprogramms zwischen der deutschen Luftwaffe und der Royal Air Force (RAF) eingesetzt. Zu seinen Hauptaufgaben als "Operations Officer" im Gefechtsstand der "7 Squadron RAF Force Protection Wing" gehören Stabs- und Planungstätigkeiten zur Überwachung des Einsatzes von Sicherungskräften im Rahmen der Sicherung des Flugplatzes Kandahar (siehe UdP 44/07).

Zur Sicherstellung der kontinuierlichen Führungsfahigkeit im Bereich der RC South und East werden rotierende multinationale "Deployable Communication Modules" (Verlegbare Femmeldemodule / DCM) eingesetzt. Im Rahmen der logistischen Sicherstellung dieses Auftrages wurden zwei zusätzliche Dienstposten geschaffen. Im Zeitraum vom 01.11.07 bis 07.12.07 erfolgt die Besetzung durch zwei deutsche Soldaten (ein Offizier und ein Unteroffizier mit Portepee) aus dem Stab des Ist NATO Signal Battalion. Die Einsatzorte beschränken sich auf Kabul, Bagram und Kandahar (siehe UdP 44/07).

Usbekistan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

Serbien / Kosovo

a. Bedrohungslage im Kosovo

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.


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b. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR ’

Vor dem Hintergrund der für den 17.11.07 geplanten Parlaments- und

ommun wählen im Kosovo und der noch bis zum 10.12.07 geplanten

spräche zum zukünftigen Status des Kosovo hat der Kommandeur KFOR die

Verlegung emes Bataillons der sogenannten ..Operational Reserve Forces“ bei

der NATO gefordert. Großbritannien, Italien und Deutschland halten derzeit diese Kräfte für die NATO bereit.

Der Generalmspekteur der Bundeswehr hat am 31.10.07 - nach einer entsprechenden Anfrage der NATO an Deutschland — der Verlegung des deutschen ORF-Bataillons zugestimmt. Das Bataillon soll zunächst vom

15.11.07 bis zum 19.12.07 für die NATO verfügbar sein.

(2) Multinational Task Force South (MNTF S) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Bosnien und Herzegowina (BIH)

a. Politische Lage

Das Parlament der Republika Srpska (RS) hat die vom High Representative (HR) Miroslav Lajcak verhängten Maßnahmen zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit der gesamtstaatlichen Institutionen abgelehnt und die Abschaffung des Amtes des HR bzw. seiner Sonderrechte („Bonn Powers“) verlangt. Die Parlamentarier der RS werteten die Maßnahmen des HR als Angriff auf die Existenz der RS und drohten mit dem Rückzug aller bosnisch-serbischen Politiker aus den Institutionen des Gesamtstaates. Beschlüsse wurden vorerst nicht gefasst. Am 01.11.2007 trat jedoch der Ministerpräsident von Bosnien und Herzegowina, der Serbe Nikola Spiric, aus Protest gegen die Verordnungen des HR von seinem Amt zurück. Die Initiative des Parlaments wurde durch Anti-Laj cak-Demonstrationen in über 60 Gemeinden der RS unterstützt. Die politische Lage hat sich in BIH durch die konfrontative Haltung der Regierung der RS erheblich verschärft.


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’ 10 '

Bcdrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft

c. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR

Die angespannte politische Lage hat keine Auswirkungen auf die Operati onsfuhrung von EUFOR.

5. Georgien

a. Politische Lage

Die Spannungen zwischen Georgien und Abchasien sind unverändert hoch. Eine militärische Eskalation ist derzeit - auch aufgrund der Präsenz von UNMIG - jedoch wenig wahrscheinlich. Kriminalität beeinträchtigt weiterhin die Sicherheit in der Konfliktzone.

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzL als niedrig emgestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in

Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Sudan

a. Politische Lage

Die Bedrohungslage im Sudan ist in regional unterschiedlicher Intensität durch bewaffnete Auseinandersetzungen um die knappen Ressourcen gekennzeichnet.


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Übergriffe auf Regierungs- und Nichtregierungseinrichtungen halten an und werden wechselweise Rebellengruppen, marodierenden Soldaten bzw. Banden zugeschrieben.

Die allgemeine Lage im Südsudan ist weiterhin geprägt durch den Streit um die Festlegung der Demarkationslinie zwischen dem Nord- und Südsudan und die Umsetzung des Nord-Süd-Friedensvertrages (Comprehensive Peace Agreement / CPA). Durch die verstärkten Truppenbewegungen in den Gebieten um die sudanesischen Erdölfelder ist eine latente Gefahr für ein Wiederaufflammen des bewaffneten Konfliktes vorhanden.

Präsident al-Bashir und der Präsident der Regierung des Süd-Sudan, Salva Kiir, haben sich jüngst auf ein Verfahren zur Beilegung der aktuellen Krise bei der Umsetzung des CPA geeinigt. Die nord- und südsudanesischen Truppen sollen sich bis 15.12.07 hinter die Grenze vom 01.01.56 zurückziehen. Ein "technischer Ausschuss" soll die weiteren Fragen bis 09.01.08 klären. Zur Frage des umstrittenen Gebietes Abyei, in dem zurzeit die Masse des sudanesischen Erdöls gefördert wird, konnte bislang keine Einigung erzielt werden.


'''b. Bedrohungslage'''

Die Bedrohung im Land ist zzt. als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan zzt. als erheblich eingestuft.


'''c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse


'''d. Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union Mission in Sudan (AMIS)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse


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>ien / Eritrea Politische Lage

Die Lage in Bezug auf die äthiopisch-eritreischen Grenze wird von den Vereinten

Nationen militärisch als sehr gespannt unH v* i ,

gespannt und politisch als riskant beurteilt Die

Truppen Verstärkungen beider Seiten in . Vt8 . . T t6n m der Grenzre gion verdeutlichen die gespannte

mihtänsche Lage vor Ort.

b.

Bedrohungslage

Die Bedrohung im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet ist zzt. als mittel eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea (UNMEE)

Keine berichtenswerten Ereignisse

8. Horn von Afrika u nd angrenzende Se egebiete

a. Bedrohungslage

In Dschibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zzt. als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF)

Am 31. Oktober 2007 hat der Bundesminister der Verteidigung Dr. Jung die im OEF-Einsatz befindliche Fregatte AUGSBURG während ihres Hafenaufenthalts in Akaba/ Jordanien besucht und sich über ihren Auftrag sowie die derzeitige Lage im

Einsatzgebiet informiert.

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

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b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen

Terrorismus: Operation Active Endeavour (OAE)

Im Rahmen von OAE unterstützt Deutschland zurzeit mit den U-Booten U18 sowie

U33. Beide U-Boote führen Seeraumüberwachung durch und tragen zur Lagebilderstellung im Mittelmeer bei.

10. Libanon

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zzt. als mittel, außerhalb der libanesischen Hoheitsgewässer als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon

(UNIFIL)

(1) UNIFIL

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen stellt in seinem jüngsten Bewertungsbericht vom 31.10.07 fest, dass UNIFIL die gesetzten Ziele bisher weitestgehend erfolgreich erfüllt. Dies sind im Einzelnen:

- Überwachung der Einstellung der Feindseligkeiten;

- Begleitung und Unterstützung der libanesischen Streitkräfte bei der Stationierung im gesamten Südlibanon, auch entlang der sogenannten

„Blauen Linie“;

- Koordinierung der Aktivitäten mit den Regierungen Israels und des Libanons;

- Hilfe zur Sicherstellung des Zugangs humanitärer Helfer zur Zivilbevölkerung sowie der sicheren Rückkehr der Vertriebenen.

Auch die Sicherung der Seegrenzen, die unter deutscher Führung durchgesetzt wird, wird als Erfolg bewertet.


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* 14 -

CH

( 2 ) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Die Fregatte LÜBECK wurde am 05 11 „7 „ .

dass der deutsche Kräfteumfang an der Mari, ^ SChnC " b °°“ »

eine Fregatte, vier Boote und eine Ve ° S ^ nUnmchr

44/07), rst'rgungsplattiorm umfasst (siehe UdP

dCT Man,imC Ttok Foree UNIFI >- mh den Kbancs.schen cn \ erläuft nach wie vor äußerst kooperativ und mit der erforderlichen

Flexibilität.

Die MIF hat bisher insgesamt 10.674 (Stand 07.11.07) Abfragen getätigt, davon

wurden bisher 40 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hafenbehörden näher untersucht.

* Interna tionale Organisationen / Aktivitäten

a. Vereinte Nationen (VN)

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe gehören 1.997 Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst 153 Beamte.

12. Lufttransporteinsätze und Überwachungsflüge mit Seefernaufklärern zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

ISAF

KFOR

EUFOR

UNIFIL

OAE

OEF

AMISl

Lufttransporte Anzahl Flöge

38

4

3

1

0

0

0

Anzahl Überwachungsflüge

0

0

0

0

0

0

0


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ISAF*

KFOR EUFOR UNMIS

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Mindatkohrr^rvii/r

ßrößte

M m n d a t tobergrenze

15.11.07

15.11.07

3.000

(2004)

2.400

(2006)

3.900

( 2001 )

10.434

( 2002 )

1.139

(2005)

maximale Stlrke

17 • (2004)

1031

(2006)

1.715

( 2002 )

m Inland >ereitgehalten

fiiziere

Unteroffiziere

Mannschaften

Zivilbedienst

Frauen

Reservisten

FWDL

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkrifte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes, nur Kabinettsbeschluss

2 Ende "weiterer 12 Monate" - Wenn eine der Fraktionen es wünscht, wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag vor Ablauf weiterer 12 Monate erneut konstitutiv mit der Verlängerung des Einsatzes befassen.

^Ende "weiterer 12 Monate” - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, nach Ablauf von jeweils 12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falls dies der Wunsch einer Fraktion ist.

4 Ende VN-Maadat - unbefristete Beteiligung gemiß Kabinettsentscheidung vom 28.01.04

5 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ohne neuen Kabinettsbeschluss.

* Kontingentwechsel 7 freiwillig zusitzl. Wehrdienstleistende 8 ORF-Bataillon

davon ISAF PRT Kunduz: 370 Soldaten, ISAF PRT Feyzabad: 331 Soldaten, FSB Mazar-e Sharif: 1.654 Soldaten (inkl. 121 Soldaten des RC North), Einsatzgeschwader Termez/UZB: 218 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan. Besonderheit: Kontingentwechsel beginnt in der nächsten Woche

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages ''Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten und den im Mittelmeer an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour) beteiligten 53 Soldaten sind insgesamt 7.027 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.