﻿VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesministerium der Verteidigung

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10. Oktober 2007 (Stand: 10:00 Uhr)

Unterrichtung des Parlamentes 41/07 über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


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Afghanistan\\
a. Politische Lage

Die Nationale Front - politische Oppositionsallianz in Afghanistan und Nachfolgeorganisation der Nordallianz - hat in einer öffentlichen Erklärung die von Präsident Karzai am 29.09.07 (siehe UdP 40 07) in die Diskussion gebrachten Gespräche mit bewaffneten regierungsfeindlichen Kräften grundsätzlich befürwortet, Gleichzeitig fordert sie transparente Gespräche unter Beteiligung aller ethnischen Gruppen und greift damit Bedenken der Öffentlichkeit gegenüber Karzais Gesprächsangebot auf. Sie fordert zudem die Taliban auf, vor Gesprächen ihr gewaltsames Vorgehen einzustellen und sich in eine politische Gruppe zu wandeln.

b. Bedrohungslage\\
(Grafik)

1 BADAKHSHAN

2 TAKHAR

3 KUNDUZ 

4 BALKH

5 JOWZJAN

6 FARYAB

7 BADGHIS

8 HERAT

9 FARAH

10 GHOWR

11 SAR-E POL

12 SAMANGAI

13 BAGHLAI

14 PANJSHIR 

15 PARVAN

16 KAPISA

17 NURESTAN

18 LAGHMAN

19 KONAR

20 NANGARHAR

21 KHOWST

22 PAKTIA

23 LOWGAR

24 KABUL 

25 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND

28 NIMRUZ

29 KANDAHAR

30 ZABOL

31 GHAZNI

32 VARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKONDI

RC WEST (Italien)

Verantwortungsbereich des deutschen Regional Command (RC) North mit insgesamt 5 Provincial Reconstruction Teams (PRT):

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches PRT

RC CAPITAL (Türkei)

Die Bedrohung ist zzt. wie folgt eingestuft:

Afghanistan (gesamt): erheblich

Regional Command North: niedrig bis mittel

Regional Command West: mittel


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Regional Command Capital: Regional Command Fast: Regional Command South

Anmerkung: Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten werden nachfolgende Einstufungen genutzt.
NIEDRIG Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit oder die Absicht deutsche Streitkräfte und oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht liegen keine konkreten Vorzeichen für bevorstehende Angriffe vor.
MITTEL Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeiten und die Absicht, deutsche Streitkräfte und oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin.
ERHEBLICH Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -zeiträumen liegen nicht vor.
HOCH Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.

Auf den südlichen Teil der Stadt Feyzabad (Provinz Badakhshan / Nr. 1 der Karte) wurden am späten Abend des 02.10.07 zwei Rocket Propeller Grenadas (RPG Panzerfaust-Geschosse) abgefeuert. Ein Geschoss detonierte in der Luft, das zweite in einem Garten oder Hinterhoff. Es gab keine Verletzten und keine Sachschäden. Die Ermittlungen vor Ort wurden durch die Afghan National Police (ANP) durchgeführt. Nach den Ermittlungsergebnissen kann ausgeschlossen werden, dass ISAF Ziel des Angriffes war.

c. International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Sicherheitsvorfälle

Im Zeitraum vom 01.10.07 bis 07.10.07 registrierte ISAF landesweit 151 Sicherheitsvorfälle (siehe Grafik). Es handelte sich um 78 Schusswechsel und Gefechte, 35 Sprengstoffanschläge - darunter vier Selbstmordattentate in den Provinzen Kunduz, Kabul (2x) und Oruzgan (Nr. 3, 24 und 26 der Karte) - sowie 35–mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen) und insgesamt drei sonstige Vorfälle.
Sechs Vorfälle ereigneten sich im RC North, fünf im RC Capital, fünf im RC West, 69 im RC South und 66 im RC East.
Insgesamt wurden bei den Vorfällen zwei ISAF-Soldaten getötet und weitere 30 Soldaten verletzt.


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(2) Militärische Lage

Am 08.10.07 wurden im Distrikt Tarin Kowt der Provinz Oruzgan bei einem Anschlag mit einem Improvised Explosive Device (IED) ein australischer Soldat getötet und ein weiterer verletzt.

(3) Regional Command Capital (RC C) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

In Kabul ereignete sich am Morgen des 06.10.07 auf der Route White südlich des Kabul International Airport ein Anschlag mit einem Suicide Vehicle Borne Improvised Explosive Device (SVBIED) gegen einen amerikanischen Konvoi. Bei dem Anschlag wurden neben dem Selbstmordattentäter ein amerikanischer Soldat und drei Zivilpersonen getötet: ein weiterer amerikanischer Soldat sowie fünf Zivilisten wurden verletzt.

(4) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Im Schwerpunkt der Operationsführung des RC North steht die gemeinsam mit Kräften des RC West und afghanischen Sicherheitskräften durchzuführende Operation HAREKATE YOLO II. Ziel der Operation ist es. gemeinsame


\ s . MI R R'R DEN DIENSTGEBRAUCH

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Xkiix Mitten mit Afghan National Artm (ANA) und ANP zu fördern sowie deren I ithigkeiten zur selbständigen Wahrnehmung von Sicherheitsaufgaben in den bctrolTenen Regionen zu erhöhen. Darüber hinaus soll das Vertrauen der Bevölkerung mit Infomiationsoperationen, unterstützt durch schnell wirkende Projekte (Quick Impact Projects). gewonnen werden und der Einfluss der OMF in den Regionen deutlich reduziert werden. ISAF demonstriert dabei durch Präsenz die l 'nterstützung tXlr die Afghan National Security Forces (ANSF) und wird sich nach Übernahme des Raumes durch afghanische Sicherheitskräfte wieder zurückziehen.

Am 01.10.07 informierte der Polizeichef von Feyzabad die Führung des PRT über den Fund eines IED. einer Bombe oder einer Mine in der Nähe einer Brücke an der Verbindungsstraße von Baharak nach Jorm im Distrikt Jorm. Auf Ersuchen der ANP beorderte das PRT am frühen Morgen des 02.10.07 belgische Kampfmittelbeseitigungs- und deutsche Sicherungskräfte zum Fundort, um den gefundenen Gegenstand zu identifizieren und gegebenenfalls zu räumen. Der als IED identifizierte Sprengsatz wurde von den belgischen Spezialisten vor Ort entschärft und zu Vernichtung in das PRT gebracht.

In Feyzabad fand am 02.10.07 auf Vorschlag der Führung des PRT ein Treffen zwischen Mullahs und Militärpfarrem statt. Die Militärpfarrer des deutschen, des dänischen und des tschechischen Kontingentes und acht Mullahs aus der Region Feyzabad nahmen an dem Gespräch teil. Absicht des Treffens war es. gemeinsam mit den geistlichen Führern das Gespräch über Sicherheit und Frieden in der Region zu suchen und alle Möglichkeiten einer besseren Verständigung zwischen PRT und der Bevölkerung zu diskutieren. Das Gespräch verlief positiv und endete mit der von beiden Seiten erklärten Absicht, ein weiteres Treffen Anfang November durchzuführen.

Am 04.10.07 verübten Unbekannte rund elf Kilometer nordwestlich der Ortschaft Pol-e Khomri (Provinz Baghlan / Nr. 13 der Karte) mit einem IED einen Anschlag auf einen Konvoi des durch Ungarn geführten PRT Pol-e Khomri. Durch die Explosion wurde ein ungarischer ISAF-Soldat leicht verletzt und das betroffene Fahrzeug leicht beschädigt.


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An» Nachmittag de* 05 10 0? IUiuI nnnt mm Kilometer südwestlich des PRT kunduz om II |> Anschlag tml eilt» deutsche Patrouille Statt. Dabei wurden drei dew-u hv Soldaten sowie ein alghanisvher Obcrsetzcr verletzt. Hin geschütztes I ahr/eug vom I yp Woll wurde Ix'Mihftdlgt Die Patrouille bestand aus sieben l'tthr/euyen und hcltmd sich «ul der Verhindungsstraße Kunduz - Mazar-e Sharif auf dem Rückweg In da* PR V,

Hei dem Anschlag handelte es sieh nach ersten Untersuchungen am Anschlag.sort um die lat eines Selbsimordattenttlters. der sich zu Fuß einem

I ahrzeug der Marne hgrupix* nttherte und »einen Sprengsatz zündete. Die verletzten deutschen Soldaten wurden am 08.10.07 nach Deutschland geflogen und zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Bundeswehrkrankenhaus gebracht.

Die Behandlung des afghanischen Sprachmittlers erfolgte zuerst im Rettungszentrum in Kunduz und anschließend im Feldlazarett in Mazar-e Sharif.

Am Abend des 07.10.07 erfolgte ein Angriff mit vier Raketen auf das Feldlager des PRT Kunduz, Zwei Raketen schlugen östlich des Feldlagers ein; eine weitere ging kurz nach dem Abschuss als Versager zu Boden. Eine Rakete schlug, ohne zu detonieren, innerhalb des Feldlagers ein. Es entstand kein Personenschaden. I ine im Raum der vermuteten Abschussstelle befindliche Patrouille des PR I Kunduz wurde im Rühmen der Aufklärung von unbekannten Personen in einen Schusswechsel verwickelt. Hs wurden keine Soldaten verletzt.

Am 07.10.07 wurde ein aus sieben Fahrzeugen bestehender Konvoi mit amerikanischen Zivilpersonen der United States Agency for International Development (USAID) auf der Afghan Ringroad (Highway No 1) Ziel eines IED-Anschlages.

Bei dem Anschlag in der Provinz Jowzjun (Nr. 5 der Karte) nahe der Hauptstadt Sheberghan wurden zwei Amerikaner verletzt. Kräfte des PRT Mazar-e Sharif leisteten erste Hilfe und verlegten die Verletzten in das Camp Marmal (Mazar-e Sharif). Dort wurden sie im deutschen Feldlazarett medizinisch behandelt.

Am Morgen des 09.10.07 informierte das National Directorate of Security (NDS) das PRT Feyzabad über den Fund eines IED in Feyzabad und bat um


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• 7 •

l nterstützung. Dns l»K I beordert* belgtutihe KumphnlttelbeiwUltiungii.,

Sanität«* und Schul,MA» *o» le h'.l<U»g„ «m den l undon l» de, Alftadt von cy bad. Die belgischen Spez lalmten beMWlgten den I und eine» SprengmUzcw und konnten dienen entwhÄrftn. I h handelte «ich um einen ÄohnellkwhtopV. der nut einem Kilogramm Sprcngmwuiie gelNU wwr. An dem II l) wurde ein Detonator, jedoch kein Zündmeehanlemu* gefunden.

(5) Kurzfristige Vntereltitz.ungwIeUlungen ISAF

In der vergangenen Woche gitb e* keinen Unter*ttitzung»nug außerhalb de* deutschen Verantwortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der

l 1 nterstützungsfl üge bleibt daher unvcrflndert bei 122.

Das 1" NATO Signal Battalion Ist durch die NA 10 Communications und Information Systems Service Agency (NCSA) beauftragt worden, zur Betreuung der Ftlhrungsuntcrstützungsunlagcn du» IT llelpdcsk de* COM Kandahar Airfield mit einer Gruppe von fUnf” Führungsunterstützungssoldatcn in Kandahar zu verstärken. Dieser Gruppe gehören auch drei deutsche Unteroffiziere an. die für die Zeit vom 02.08,07 bis 16.11.07 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt sind (siehe UdP 31/07).

Zur Unterstützung des Einsatzes von Informationstechnik und des Informationsmanagements in Kandahar besetzt der NCSA-Sector Heidelberg sieben Dienstposten ftlr einen Zeitraum von sechs Monaten. Dazu gehören drei deutsche Unteroffiziere, die vom 20.07.07 bis 20.01.08 beim NATO 1 ransition Office - Kandahar eingesetzt werden (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Austauschoffizier ist bei der niederländischen 11. Luftbeweglichen Brigade (Air Mobile Brigade) eingesetzt, die sich bis Anfang 2008 im Süden Afghanistans im Einsatz befindet. Der Einsatz des deutschen Offiziers im Stab der Brigade erfolgt vom 19.07.07 bis 31.01.08 (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Offizier nimmt als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ) Ramstein den Dienstposten des Staff


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Officer CJ6 - Plans, Projects and Requirements für den Zeitraum vom 30.07.07 bis 06.02.08 wahr. Der Dienstposten ist mit einem zwischen Kabul und Kandahar wechselnden Arbeitsplatz verbunden (siehe UdP 30 07).

2. Usbekistan

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

3. Serbien / Kosovo

a. Politische Lage

Am 03.10.07 stimmte der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) der vorübergehenden Freilassung des ehemaligen kosovarischen Premierministers Ramush Haradinaj zu. Für den Zeitraum bis zum 07.10.07 durfte sich Haradinaj anlässlich der Beerdigung seines Neffen am 04.10.07 im Kosovo aufhalten. Der 10-Jährige verstarb am 02.10.07 nach einem Autounfall. Für Haradinajs Aufenthalt im Kosovo wurden strikte Auflagen erlassen. So durfte er sich unter anderem weder politisch betätigen noch in der Öffentlichkeit — ausgenommen während des Begräbnisses - Reden halten.

UNMIK hatte sich gegenüber dem ICTY verpflichtet, die Sicherheit während der Beerdigung zu gewährleisten, Haradinaj zu überwachen sowie dessen pünktliche Rückkehr nach Den Haag sicherzustellen.

b. Bedrohungslage im Kosovo

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse


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4.

m ^MmHkm.l T„k Kor,, So„,h (MNTF S, , Deutsche*

K,,ne berleht«nsweri«n Ereignisse

Einsatzkontingent

n . f’olltUch, Lug»

Am ll,l0,07 «(eilte der Hohe Repräsentant der Vereinten Nationen (VN) und NoM<l#rgt’«»flM<Jter der I uroplischen Union (EU) für BIH, Lajcak, fest dass BIH den I i>hl< mngen der I I zur Vorlage eines konsolidierten Papiers zur Polizeireform nicht Mtmhgt kommen sei. Statt dessen seien Einzelentwürfe vorgelegt worden, die nicht den drei I I - Prinzipien (Gesetzgebung und Etat auf Gesamtstaatsebene, regionale < Gliederung nach Funktionalität, keine Einmischung der Politik in Pohzelobliegenheiten) entsprächen. Damit könnte das bereits ausgehandelte Stflhilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der EU nicht unfcrwchrieben werden. Er forderte die Politiker des Landes auf, ihre Bemühungen Ihr tzusetzen. um nicht hinter die anderen potenziellen Beitrittskandidaten Serbien und Montenegro zurückzufallen.

h. Hfdrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

e, Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Am 03.10,07 erfolgte im Beisein des deutschen Botschafters in BIH und des ('OM EUFOR der Kommandowechsel beim DtEinsKtgt EUFOR. Der Befehlshaber des EmsatzfUhrungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Viereck, übertrug die Führung des Kontingentes von Oberst Giegeling an Oberst Tränapp,


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"10-

Lage

,„ der Nacht zum 09.10.07 wurde der Oppositionspolitiker Okruaschwili überraschend gegen eine Kaution von zehn Millionen georgischen Lari (rund vier Millionen huro) bis zum Gerichtsverfahren aus der Untersuchungshaft entlassen Zuvor hatte er am OS. 10.07 bei einem Gerichtstermin vor laufenden Kameras seine Vorwürfe gegen Staatspräsident Saakaschwili und die Regierung zurückgenommen

und sich außerdem der Erpressung und Vernachlässigung seiner Amtspflichten für schuldig bekannt.

Okruaschwili war am 27.09.07 nach schweren Vorwürfen gegen Sakaschwili wegen

des Verdachtes der Korruption in Untersuchungshaft genommen worden. Am

28.09.07 hatten nach einem Protestaufruf Okruaschwilis rund 3.000 bis 5.000

Demonstranten in Tiflis friedlich den Rücktritt der Regierung und des Präsidenten gefordert (siehe UdP 40/07).

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Sudan

a. Bedrohungslage

Darfur

erheblich eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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Beteiligung der Bundeswehr der Obern,eh„„g, mi ,„ lon Afrl e„„ l)nl „„ Mission in Sudan (AMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse

7. Äthiopien / Eritrea

a. Politische Lage

Am -5.09.07 übersandte der äthiopische Außenminister Seyoum an seinen entreisehen Amtskollegen ein Schreiben, in dem er Eritrea zur Einhaltung des Vertrages von Algier auffordert. Mit Bezug auf den Bericht des VN-Generalsekretärs warf er Eritrea erneut vor. die Temporary Security Zone (TSZ) fast vollständig militärisch besetzt zu haben. Zudem habe Eritrea wiederholt anti-äthiopische Kräfte unterstützt und UNMEE durch einseitige Restriktionen bei der Auftragserfüllung deutlich eingeschränkt. Sollte sich Eritrea nicht wieder aus der TSZ zurückziehen und auch den übrigen Forderungen des Algier-Abkommens nicht nachkommen. sehe sich Äthiopien zur Anwendung legaler Folgemaßnahmen gezwungen. Diese werden friedlicher Art sein und könnten auch die Aussetzung oder die Kündigung von Teilen oder des gesamten Algier-Abkommens beinhalten.

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet ist zzt. als mittel eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and

Eritrea (UNMEE)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Horn von Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Bedrohungslage

In Dschibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zzt. als niedrig eingestuft.


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.• -12-

*r Bundeswehr Oper,«,,,, gq« d .„

Tenr orismus: Operation Enduring Freedom (OEF)

Am 05.10.07 erhielt die Fregatte AUGSBURG den Auftrag, auf dem deutschen Handelsschiff BELL GA RESOLUTION sanitätsdienstliche Hilfe zu leisten. Per Hubschrauber wurden ein Chirurg und ein Anästhesist zum 90 Seemeilen (rund 165 Kilometer) entfernten Handelsschiff transportiert. Trotz intensiver Hilfe verstarb der Patient, ein ukrainische See mann , an seinen schweren Verletzungen, die er sich hei %

Der Militärpfarrer, L RESOLUTION gebracht wurde. leistete seelsorgeris

Besatzung des Handelsschiffes einen Gottesdienst ab.

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9. Straße von Gibraltar / östliches Mittelm eer Bedrohungslage

a.

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestufL

Beteiligung der Bundeswehr an Operationen Terrorismus: Operation Active Endeavour (OAE)

Keine berichtenswerten Ereignisse

10. Libanon

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons i; libanesischen Hoheitsgewässer als niedrig eingestuft

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse


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* W

(2) yiiritime Task Force (MTF) UNIFIL " Deutschland ist der Bitte der VN vom 20 09 07 „

Einheiten nachgekommen (siehe UdP 30 / 07 , ' n . eS “ llung wiK >«

LÜBECK und der Minenabwehreinheiten kulI^T ^ wurden zeitlich befristet verlängert z , • • tNSD0RF

Minenabwehrkräfte - die b We,,ere Einhci,en der

ÜBERHERRN - wmde „ I S ****** ' °™LZ nnd

insgesamt 75 Soidaten in das “ “ 8 V °"

Damit besteh, der deuche InT “ ^ *'

W- , . Antel1 zum « aus zwei Fregatten, vier

tnenabwehreinhcten sowie einem Tender nnd wird in der Zielgröße eine regatte, vier Boote und einen Tender umfassen.

Der MTF UNIFIL stehen derzeit insgesamt fiinf Fregatten sowie sieben Boote zur Seeraumüberwachung zur Verfügung.

Die MTF hat bisher insgesamt 9.994 (Stand 09.10.07) Abfragen getätigt, davon

wurden bisher 39 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hafenbehörden näher untersucht.

11. Internationale Organisationen / Aktivitäten Vereinte Nationen (VN)

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe gehören 2.041 Polizisten an. Das deutsche Kontingent

umfasst 157 Beamte.

Überwachungsflüge mit Seefernaufklärern

zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

ISAF

KFOR

EUFOR

UNIFIL

OAE

OEF

AMIS

Lufttransporte Anzahl Flöge

31

10

7

1

0

0

0

Anzahl Überwachungsflüge

0

0

0

0

0

0

0


DIENSTGEBRAUCH

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VS - NUR FÜR DEN

itzkontingente

UNMIS UNMEE UNOMIG UN! Fl

Gesa nt

erstes BT«Mandat

22.12x01

124)9.07

10,1 IM

15,094)8

15.11.07

1.400

1.800

2,400

3,900

ktuellrs IT-Mandat

28,09.06

09.03.0*

30.114)6

(aktuelle

Mamlatsendc

aktuelle

Mandatsobergrente

13x10x0

13.10.0~ 11.06.06

21.114)7

2.400

fcrttßtt

M a ndatsobergrenre

500

(2007)

8500

(1999)

34)00

(2004)

284)1.04

024)2,94

274)44)7

15.114)7

-

084)8.07 1

314)1.08 4

15.104)7*

2

1 20

(2004)

(2007)

10.434

( 2002 )

3x332

(2007)

6.440

(1999)

1.139

(2005)

maximale Starke

(2007) (2004)

41 fttr strategischen Verwuudctentraiisport (STRATAIRMEDEVAC)

im Inland

hereitgehahen

Offiziere

Vnteroffiziere

Mannschaften

Zivilbedienst

Gesamt**

2.460

1 rauen

Reservisten

FWDL

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkrifte im Sinne des Parlamentsbetetligungsgesetzes, nyr Kabinettsbcschluss

2 Ende "weiterer 12 Monate” - Wenn eine der Fraktionen cs wünscht wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag vor Ablauf w eiterer 12 Monate erneut konstitutix mit der Verlängerung des Einsatzes befassen.

Tfnde "weiterer 12 Monate” - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, na£j! Ablauf von jeweils 12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falls dies der W unsch einer Fraktion ist

4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemäß Kabinettsentscheidung vom 284)1.04

5 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ghne n^ygn kabmettsbescbluss.

4 Kontingente cchsel 7 freiwillig zusltzl. Wehrdiensticistendc 8 RECCE Tornado 9 ORF-Bataillon

* davon ISAF PRT Kunduz: 376 Soldaten. ISAF PRT Feyzabad: 313 Soldaten, FSB Mazar-e Sharif: 1.360 Soldaten (inkl. 106 Soldaten des RC North), Einsatzgeschwader Termez/UZB: 295 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA

in Afghanistan.

'* Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sind insgesamt 7.031 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandsemsätzen

eingesetzt.