﻿VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesministerium der Verteidigung

FüSV

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2. Oktober 2007 (Stand: 10:00 Uhr)


Unterrichtung des Parlamentes 40/07 über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


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Afghanistan

a. Politische Lage

Der afghanische Präsident Karzai hat am 29.09.07 den aufständischen Gruppierungen erneut Verhandlungen und eine Beteiligung an der Regierung angeboten. Vor der Presse bot er dem Führer der Taliban. Mullah Omar, sowie dem Führer der Hezb-e Islami Gulbuddin (HiG), Hekmatyar. direkte Gespräche an. Denjenigen Gruppen, die den bewaffneten Kampf aufgäben, stellte er Regierungsposten auf Vizeminister- und Abteilungsleiter-Ebene in Aussicht. Dieses Angebot geht über bisherige allgemeine Gesprächsangebote hinaus.

b. Bedrohungslage

(GRAFIK)

1 BADAKHSHAN

2 TAKHAR

3 KUNDUZ

4 BALKH

5 JOWZJAN

6 FARYAB

7 BADGHIS

8 HERAT

9 FARAH

10 GHOWR

11 SAR-E POL

12 SAMANGAN

13 BAGHLAN

14 PANJSHIR

15 PARVAN

16 KAPISA

17 NURESTAN

18 LAGHMAN

19 KONAR

21 KHOWST

22 PAKTIA

23 LOWGAR

24 KABUL

25 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND

28 NIMRUZ

29 KANDAHAR

30 ZABOL

31 GHAZNI

32 VARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKONDI


RC WEST (Italien)

RC CAPITAL (Türkei)

RC EAST (USA)

RC SOUTH (Großbritannien) 


Verantwortungsbereich des deutschen Regional Command (RC) North mit Insgesamt 5 Provtncial Reconstruction Teams (PRT):

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches PRT


Die Bedrohung ist zzt. wie folgt eingestuft: 
Afghanistan (gesamt): erheblich  
Regional Command North: niedrig bis mittel 
Regional Command West: mittel 
Regional Command Capital: mittel


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Regional Command hast: Regional Command South:

Anmrrlimy

erheblich bis hoch hoch

\iRni\r mi! und Definitionen zu arbeiten. werden nachfolgende linitufUnfen genutzt

‘ f * Änis ” t,t>n wlcf Onippe verfügt über die I (thigkeit und/txier die Abwieht. deutsche Mieitkwnt uiuliidet ° hwohl d,f »nindsat/I.ehe Möglichkeit bv steht Iteyen keine konkreten Mveivhen Ali

MJ11L1 I »n Stut OrganiMtton odei Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die A belobt, Ueutu’he Suettkiftfle und/oder Anpntl^ hin aivwgrcifen Allgemeine, nicht spezifizierte An/etchen deuten auf möglicher weine bevt*ilel>eode

L Kli L Bl . K i H I m Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die f fthigkeit und die Absicht deutsche Streitkrftfle utld/odei vermindere Streitkräfte an/ugretfen Mit Angnflen wird in naher Zukunft gerechnet I rkennmwte lu konkreten Anariffclielen und -xeitrtiumen liegen nicht vor

lliiLli 1 »n Staat (>rgnmiatton oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Mvticht. deutsche Sireitkrnhe und/oder n crtnindete Switkrtme an/ugreifen AngrifTe geyen konkrete und spezifizierte Anguflsziele in definierten Al^iftfHiriumen mnd in en>em bestimmten Zeitraum zu erwarten

Am 26.09.07 wurden in der Provinz Vardak (Nr. 32 der Karte) zwei Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes mit ihren beiden Fahrern entführt. Am 29.09.07 wurden die vier Entführten wieder frei gelassen.

International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Sicherheitsvorfullc


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Im Zeitraum vom 24.09.07 bis 30.09.07 registrierte ISAV landesweit 148

SicherheitsvorfSIle (siehe Grafik). Es handelte sich um 89 Schusswechsel und

Gefechte. 24 SprengstofTanschläge darunter drei Selbstmorduttentatc in den

Provinzen Nangarhar, Kabul und Kandahar (Nr. 20. 24 und 29 der Karte) -

sowie 34-mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen) und einen sonstigen Vorfall.

Zwei Vorfälle ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital, vier im RC West, 72 im RC South und 68 im RC East.

Insgesamt wurden bei den Vorfällen sechs lSAF-Soldaten getötet und weitere 32 Soldaten verletzt.

(2) Militärische Lage

Am 25.09.07 wurden in der Provinz Badghis (Nr. 7 der Karte) im Distrikt Ghormach bei einem Anschlag mit einem Improvised Explosive Device (IED) vier afghanische Polizisten getötet und vier weitere verletzt.

Bei der eingeleiteten Evakuierung verunglückte einer von zw-ei durch Spanien bereitgestellten MEDEVAC-Hubschraubem im Grenzgebiet zwischen der Westund der Nordregion. Neben der Besatzung hatte der Hubschrauber verwundete Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte an Bord. Es gab bei dem Unfall lediglich Leichtverletzte zu beklagen. Besatzung und Passagiere wurden mit dem zweiten Hubschrauber nach Herat (gleichnamige Provinz / Nr. 8 der Karte) gebracht. Die Unglückstelle wurde durch eine norwegische Patrouille und Kräfte der Afghan National Army (ANA) bewacht. Da eine Bergung des Hubschraubers nicht möglich war, wurde das Wrack an der Unglücksstelle zerstört.

(3) Regional Command Capital (RC C) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Militärbus in der afghanischen Hauptstadt Kabul am 29.09.07 wurden 27 Menschen getötet, größtenteils Angehörige der Afghan National Army (ANA), die sich auf dem Weg zu ihren Arbeitsplätzen im Verteidigungsministerium beziehungsweise im Generalstab befanden. Mindestens 20 weitere Soldaten und sechs Zivilisten wurden verletzt. Der Bus hatte vor einem Kino nordwestlich der Innenstadt gehalten, um ANA-


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Angehörige einsteigen zu lassen. Dabei stieg der Attentäter, der eine Uniform

trug, ebenfalls ein und zündete kurz darauf seinen Sprengsatz. Durch die

Detonation wurden der Bus völlig zerstört und einige Gebäude in der Umgebung schwer beschädigt

Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

Am 01.10.07 ereignete sich um 16:25 Uhr afghanischer Ortszeit im Nordwesten von Kabul ein vermutlicher IED-Anschlag auf eine deutsche Patrouille. Zwischen dem ersten und zweiten Fahrzeug kam es zu einer Flammenbildung mit Rauchentwicklung. Es wird vermutet dass ein dort installiertes ferngesteuertes IED nicht richtig zündete und es lediglich zu einer Verpuffung kam. Es wurde niemand verletzt und es entstand kein Sachschaden. Die Patrouille kehrte zum Camp Warehouse zurück.

Die Untersuchungen des Vorfalls dauern noch an.

Am 02.10.07 hat erneut ein Selbstmordattentäter in Kabul seinen Sprengsatz in einem mit afghanischen Polizisten besetzten Bus gezündet. Zwölf Polizisten wurden getötet mindestens fünf weitere wurden verletzt. Zudem sollen mindestens vier Kinder getötet worden sein. Die Explosion ereignete sich im dichten, morgendlichen Berufsverkehr. Der Bus war mit den Polizisten auf dem Weg in die Innenstadt als der Attentäter bei einem Halt den hinteren Teil des Busses betrat und den Sprengsatz zündete.

(4) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Am 16.09.07 wurde die Primary and Secondary School der Ortschaft Katachel in der Provinz Kunduz (Nr. 3 der Karte) umbenannt. Sie erhielt den Namen des bei dem Selbstmordattentat am 19.05.07 in Kunduz getöteten deutschen Oberfeldwebels Michael Diebel. Die Initiative für die Umbenennung ging von der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) Katachel e.V. aus und ist Ausdruck der besonderen Verbundenheit mit Deutschland und den in Afghanistan eingesetzten Soldaten. Bei der Namensgebung waren neben örtlichen Honoratioren die Vorsitzende der NGO KATACHEL e.V., Frau Schneehage, der afghanische Ortsvorsteher und Projektleiter sowie der Kommandeur und der zivile Leiter des PRT Kunduz als geladene Gäste anwesend.


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Im Camp Marmal in Mazar-e Sharif (Provinz Balkh / Nr. 4 der Karte) fand am

26.09.07 unter der Leitung des Kommandeurs des RC North eine regionale Sicherheitskonferenz mit Vertretern der Afghan National Police (ANP) und der Afghan National Border Police (ANBP) statt. Schwerpunkt der Besprechung war die Sicherheitslage in der Provinz Faryab (Nr. 6 der Karte).

Am 27.09.07 wurde eine über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzierte Schule im Distrikt Ali Abad (Provinz Kunduz) eröffnet. Die Schule befindet sich in der Ortschaft Lala Maydan und gibt Raum für rund 800 Mädchen und Jungen, die abwechselnd unterrichtet werden. Unterrichtet werden die Klassen 1 bis 9 (Grund- und Sekundarschule). Der Unterricht wird durch Studenten vom "Teacher Training College Kunduz", das von der Bundesregierung gefördert wird, gestaltet. Das Einzugsgebiet der Schule liegt in einem fast ausschließlich paschtunischen Siedlungsgebiet westlich des KunduzFlusses. Viele ehemalige Flüchtlinge aus Pakistan sind dorthin zurückgekehrt oder wurden dort angesiedelt

Um die Bevölkerung auf bessere Zusammenarbeit mit dem PRT Kunduz und den deutschen Aufbauhelfern zu verpflichten, hat Gouverneur Omar - auf Bitte


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der Führung des PRT - am Tag vor der Schuleinweihung (26.09.07) die Stammes- und Dorfältesten, lokale Verantwortliche sowie die Mullahs aus dem Distrikt Ali Abad zu einem Gespräch nach Kunduz gebeten, an der auch die Führung des PRT teilnahm. Im Rahmen dieses Gesprächs haben Gouverneur, Polizeichef und PRT-Führung eindringlich an die Distriktvertreter appelliert, in Sicherheitsfragen eng mit den Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab cs einen Unterstützungsflug außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 122.

Das 1* NATO Signal Battalion ist durch die NATO Communications and Information Systems Service Agency (NCSA) beauftragt worden, zur Betreuung der Führungsunterstützungsanlagen das IT Helpdesk des COM Kandahar Airfield mit einer Gruppe von fünf Führungsunterstützungssoldaten in Kandahar zu verstärken. Dieser Gruppe gehören auch drei deutsche Unteroffiziere an. die für die Zeit vom 02.08.07 bis 16.11.07 auf dem Kandahar Airfield eingesetzt sind (siehe UdP 31/07).

Zur Unterstützung des Einsatzes von Informationstechnik und des Informationsmanagements in Kandahar besetzt der NCSA-Sector Heidelberg sieben Dienstposten für einen Zeitraum von sechs Monaten. Dazu gehören drei deutsche Unteroffiziere, die vom 20.07.07 bis 20.01.08 beim NATO Transition Office - Kandahar eingesetzt werden (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Austauschoffizier ist bei der niederländischen

11. Luftbeweglichen Brigade (Air Mobile Brigade) eingesetzt, die sich bis Anfang 2008 im Süden Afghanistans im Einsatz befindet. Der Einsatz des deutschen Offiziers im Stab der Brigade erfolgt vom 19.07.07 bis 31.01.08 (siehe UdP 29/07).

Ein deutscher Offizier nimmt als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ) Ramstein den Dienstposten des Staff


BK

r

-w.«

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Officer CJ6 - Plans, Projects and Requirements für den Zeitraum vom 30.07.07 bis 06.02.08 wahr. Der Dienstposten ist mit einem zwischen Kabul und Kandahar wechselnden Arbeitsplatz verbunden (siehe UdP 30/07).

Politische Lage

Am 28.09.07 fanden in New York auf Initiative der aus der Kosovo-Kontaktgruppe hervorgegangenen Troika (je ein Vertreter der USA, Russlands und der Europäischen Union) die ersten direkten Gespräche zwischen Vertretern des Kosovo und Serbiens statt. Die serbische Delegation wurde von Präsident Tadic und Ministerpräsident Kostunica geführt. Die Kosovo-Albaner wurden von Präsident Sejdiu und Ministerpräsident Ceku vertreten. Beide Seiten stellten ihre unverändert diametral gegenüberstehenden Positionen zum zukünftigen Status des Kosovo dar. Die Fortsetzung der Gespräche ist für den 14.10.07 in Brüssel vorgesehen.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(2) Multinational Task Force South (MNTF S) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

2. Usbekistan Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt als niedrig eingestuft.

b. Bedrohungslage im Kosovo

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

(1) KFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

3. Serbien / Kosovo

a.


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ind Herze gowina Politische Lage

Der Präsident der Bosnisch-Serbischen Republik (RS). Jelic, ist am 30.09.07 gestorben. Nach Angaben von Ministerpräsident Dodik erlag der 51-Jährige einem

Herzinfarkt. Präsident Jelic

" ar im vergangenen Jahr in das Amt gewählt worden.

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR) (1) EUFOR

Keine berichtensw erten Ereignisse

Im Rahmen der EU Operation ALTHEA hat Deutschland am 20.09.07 die Verantwortung für das Regional Coordination Center 3 in Sarajevo von Italien übernommen und fuhrt das Center nun für ein halbes Jahr. Der Personalansatz


der deutschen Liaison and Observation Teams (LOT) wurde zu diesem Zweck

von 36 auf 38 Soldatinnen und Soldaten erhöht. Das Regional Coordination

Center 3 ist eines von insgesamt fünf Regionalbüros, die im Auftrag des HQ

EUFOR die Arbeit der Liaison and Observation Teams in ganz BIH koordinieren.

Am 27.09.07 hat der Kommandeur und Leitende Sanitätsoffizier im Einsatz den Sanitätseinsatzverband EUFOR nach Auflösung und Auftragserfüllung aus dem Einsatzland BIH abgemeldet. Damit wird die sanitätsdienstliche Versorgung des Deutschen Einsatzkontingentes nunmehr durch die im Einsatzland verbliebene deutsche Sanitätsstaffel und Host Nation Support (zivile Krankenhäuser) übernommen.

5. Georgien

a. Politische Lage

Nachdem der ehemalige Innen-, Verteidigungs- und Wirtschaftsminister Okruashvili am 27.09.07 wegen des Verdachts der Korruption festgenommen wurde, riefen mehrere Oppositionsparteien die Bevölkerung am 28.09.07 zu Protesten auf. Rund 3.000 - 5.000 Personen folgten dem Aufruf und forderten vor dem Parlamentsgebäude in Tiflis den Rücktritt der Regierung und des Präsidenten. Außerdem verlangten sie die sofortige Freilassung von Okruashvili.

Die Veranstaltung verlief insgesamt friedlich.

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

Bei dem bewaffneten Zwischenfall am 20.09.07 im Oberen Kodori-Tal (siehe UdP 39/07) handelte es sich nach russischen Angaben um einen Angriff georgischer Sicherheitskräfte auf ein Ausbildungslager der abchasischen Grenzsicherungstruppe, bei dem zwei russische Ausbilder getötet wurden. Von georgischer Seite wurde bestätigt, dass die beiden Getöteten russische Offiziere waren. Im Kern bleibt Georgien jedoch bei der Behauptung, dass die georgischen Sicherheitskräfte den


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Angriff eines abehasischen Sabotagetrupps auf eine Baus,e„e abgewehr, haben. Der

■ , ena * St " ar Se " Jahren das erste unmittelbare Aufeinandertreffen von

abchastschen und georgischen Exekutiven. bei denen es Tote und Verlerne zu beklagen gab.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse Sudan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zzt. als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan zzt. als erheblich eingestuft.

Am Abend des 29.09.07 wurde die Garnison der African Mission in Sudan (AMIS) in Haskanita (etwa 150 Kilometer südöstlich von Nyala / Darfur) überfallen. Zehn Soldaten des dort stationierten nigerianischen Kontingentes wurden dabei getötet, bis zu 25 weitere Soldaten wurden verwundet. Eine bislang nicht abschließend geklärte Anzahl von Kontingentangehörigen wird noch vermisst. Nahezu das gesamte Wehrmaterial der Garnison einschließlich der entsprechenden Transportmittel wurde entweder zerstört oder entwendet. Welche Gruppierung für diesen Überfall verantwortlich ist, konnte bisher nicht ermittelt werden.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS) Keine berichtenswerten Ereignisse

Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union

Mission in Sudan (AMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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7 # Äthiopien / Eritrea

a. Bedrohungslage

ist ist zzt. als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Eritrea (UNMEE)

an der United Nations Mission in Ethiopia and

Keine berichtenswerten Ereignisse

Horn von Afrika und a ngrenzende Seegebiete

In Dschibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zzt. als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF)

Keine berichtenswerten Ereignisse

. Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zzt. als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Active Endeavour (OAE)

Zurzeit beteiligen sich keine deutschen Marineeinheiten an der Operation Active Endeavour.


Politische Lage

Am -5.09.07 trat das libanesische Parlament zusammen, ohne jedoch offiziell den Prozess der Neuwahl eines Präsidenten zu beginnen. Abgeordnete der oppositionellen Parteien blieben der Sitzung fern und machten damit eine Abstimmung, für die zwei Drittel der Mitglieder hätten anwesend sein müssen, unmöglich. Während Einigkeit über die Verschiebung an sich herrschte, gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen Regierung und Opposition über den Charakter der Parlamentssitzung und deren juristischen Wert. Die nächste Sitzung des Parlamentes wurde auf den 23.10.07 festgelegt.

b. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zzt. als mittel, außerhalb der libanesischen Hoheitsgewässer als niedrig eingestuft.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Der Libanon hat die Vereinbarung zur Sicherstellung der Operationsfreiheit erwartungsgemäß bis zum 31.12.07 verlängert.

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Am 30.09.07 hat der Kommandeur der MTF. Flottillenadmiral Luther, die

Aufgaben des Flaggschiffes von der Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN an die Fregatte BAYERN übertragen.

Die MTF hat bisher insgesamt 9.777 (Stand 01.10.07) Abfragen getätigt davon wurden bisher 39 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische

Hafenbehörden näher untersucht.


U ” iKd Na,i0ns ln,erim Administration Mission h Kosovo (UNMIK)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten

internationalen Polizeitruppe gehören 2.042 Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst 157 Beamte.

12. Lufttransportei nsätze und Überwachungsflftge mit Seefernaufklärern zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

ISAF

KFOR

EUFOR

UNIFIL

OAE

oef|

AMIS |

Lufttransporte Anzahl Flüge

33

10

8

1

0

0

0

Anzahl Überwachungsflüge

0

0

0

0

0

0

0


DlhNSTGEBRAUCH

Gesamt ISAF*

KFOR EUFOR

UNMIS UNMEE

rstet BT-Mandat

UNOMIG UNIFIL

skluellei

HT-Mandat

»ktuellf

Mendntnende

aktuelle

VlandaUobergreiut

ItrODtr

Mundntsobergrenze

283 6.440 1.139 42 2 17 4

maximale Stlrke

im Inland bereltgehalten

£007) (1999) (2005) (2007) (2007) (2004)

fjjr strategischen Vcrwnndctcntr«n!iport (STRATAIRMEDEVAC)

Offiziere

Unteroffiziere

Mannschaften

Zivilbedienst

Gesamt**

Frauen

Rescrx islcn

I WDL

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkräfte Im Sinne des Parlsmentsbetelligungsgesetzes, juh Kabinettsbeschluss

2 Ende "weiterer 12 Monate*’ • Wenn eine der Fraktionen es wünscht« wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag vor Ablauf weiterer 12 Monate erneut konstitutiv mit der Verlingerung des Einsatzes befassen.

nfnde "weiterer 12 Monate" - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, ju£h Ablauf von jeweils 12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falb dies der Wunsch einer Fraktion ist

4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemlß Kabinettsentscbeidung vom 28.01.04

* Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ohne neuen Kabinettsbeschluss.

* Kontingentwechsel 7 freiwillig zusltzl. Wehrdlenstleistende 8 RECCE Tornado 9 ORF-BataUlon

davon ISAF PRT Kunduz: 380 Soldaten. ISAF PRT Feyzabad: 315 Soldaten, FSB Mazar-e Sharif: 1.361 Soldaten (inkl. 106 Soldaten des RC North), Einsatzgeschwader Termez/UZB: 308 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sind insgesamt 7.333 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen

eingesetzt.