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Bundesministerium der Verteidigung

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HAU8Ai«cmrr Fontalnengraben 150,53123 Bonn

Postanschrift Postfach 1328,53003 Bonn

TEL 449(0)228-12-9431/9424

fax 449(0)228-12-5255

23. Mai 2007 (Stand: 10:00 Uhr)

Unterrichtung des Parlamentes

21/07

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über die Ausiandseinsätze der Bundeswehr


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1. Afghanistan a, Sicherheitslage

Die Lage ist nicht ruhig und nicht stabil.

14 PANJSHIR

15 PARVAN

16 KAPISA

17 NURESTAN

18 LAGHMAN

19 KONAR

21 KHOWST

22 PAKTIA

23 LOWGAR

24 KABUL

25 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND

28 NIMRUZ

29 KANDAHAR

30 ZABOL

31 GHAZNl

32 VARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKONDI

RC CAPITAL (Türkei)

Am 19.05.07 gegen 10:08 Uhr Ortszeit wurde durch einen Selbstmordattentäter ein Sprengstoffanschlag auf Angehörige des deutschen Einsatzkontingents ISAF in Kunduz verübt. Bei dem Anschlag im Ortszentrum von Kunduz wurden drei deutsche Soldaten getötet und zwei schwer verletzt. Drei weitere deutsche Soldaten sowie der afghanische Sprachmittler wurden leicht verletzt. Aus der afghanischen Bevölkerung wurden nach vorläufigen Angaben acht Personen getötet und 15 mittelschwer bis schwer verletzt. Nach Alarmierung der Rettungskette, die reibungslos funktionierte, wurden die deutschen Verletzten im Rettungszentrum Kunduz zunächst versorgt und am 20.05.07 mit strategischem Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC) nach Deutschland evakuiert. Am 20.05.07 gegen 22:15 Uhr landeten die zwei schwer und zwei leicht Verletzten in Köln und wurden anschließend zur weiteren Behandlung in das Bundeswehrzentralkrankenhaus nach Koblenz transportiert. Die leicht verletzten Soldaten wurden nach Vorstellung im Bundeswehrzentralkrankenhaus in die ambulante Therapie entlassen. Der dritte leicht

1 BADAKHSHAN 2TAKHAR

3 KUNDUZ

4 BALKH

5 JOWZJAN

6 FARYAB

7 BADGHIS

8 HERAT 9FARAH

10 GHOWR

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verietzte deutsche Soldat wurde inzwischen ebenfalls nach Deutschland verlegt. Er befindet sich im Kreis seiner Familie. Die Überftlhrung der in Afghanistan am 19.05.07 getöteten Soldaten erfolgte am Mittwoch (23.05.07). Die Trauerzeremonie fand am Abend des gleichen Tages auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn statt

Die Ermittlungen zum Verlauf und zu den Hintergründen des Anschlags dauern an. Das BMVg hat noch am Anschlagstag eine Untersuchungskommission eingesetzt, das afghanische Innenministerium hat am 20.05.07 eine Sonderkommission nach Kunduz entsandt. Der Generalbundesanwalt hat zwischenzeitlich auf deutsche Seite die Ermittlungen aufgenommen.

Am 14.05.07 kam es bei Gesprächen von amerikanischen und afghanischen ISAF Militärangehörigen mit Vertretern der pakistanischen Streitkräfte über gewaltsame Zwischenfälle an der afghanisch-pakistanischen Grenze vom Vortag erneut zu einem Schusswechsel. Als das Treffen in Teri Mangel (Provinz Paktia / Nr. 22 der Karte) beendet war, eröffnete nach derzeitigen Erkenntnissen ein pakistanischer Soldat überraschend das Feuer auf die ISAF-Kräfte. Mindestens ein amerikanischer Soldat wurde dabei getötet, zwei weitere verletzt. Ebenfalls verletzt wurden zwei zivile Dolmetscher. Als die amerikanischen Soldaten das Feuer erwiderten, wurde mindestens ein pakistanischer Soldat getötet sowie mehrere verletzt.

Am 17.05.07 wurde im Distrikt Kandahar, Provinz Kandahar (Nr. 29 der Karte), ein Anschlag mittels eines von einem Selbstmordattentäter ausgelösten Sprengsatzes („Suicide Vehicle Borne Improvised Explosive Device“ / SVBIED) auf einen Konvoi des Provinzgouvemeurs von Kandahar, Khalid, und des Informations- und Kulturministers, Khurram, verübt. Dabei wurden der Minister und vier Zivilpersonen verletzt sowie drei Zivilpersonen getötet. Khalid selbst blieb unverletzt.

Im Zeitraum 18. bis 20.05.07 registrierte ISAF landesweit 61 Sicherheitsvorfälle (Durchschnitt der letzten zehn Wochen im Vergleichszeitraum: 59), davon zwei im Regional Command (RC) Nord, 21 im RC Ost und 38 im RC Süd, davon 27 in der Provinz Helmand (Nr. 27 der Karte). Es handelte sich um Schusswechsel/Gefechte (40 Mal), Sprengstoffanschläge (14 Mal) - darunter drei Selbstmordanschläge in den Provinzen Kandahar, Kunduz, und Paktia (Nr. 29, 3 und 22 der Karte) sowie


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indirekten Beschuss (7 Mal). Insgesamt wurden bei den Vorfällen drei ISAF Soldaten getötet und weitere 20 verletzt.

Am 21.05.07 zündete ein Selbstmordattentttter einen Sprengsatz im Distrikt Gardez in der Provinz Paktia, kurz nachdem eine gemischte amerikanisch-afghanische Patrouille vorbeigefahren war. Ein Soldat der afghanischen Sicherheitskrftfte wurde getötet, elf afghanische und fünf amerikanische Soldaten wurden ebenfalls verletzt. Unter der Zivilbevölkerung gab es sechs Tote und 34 Verletzte.

International Security Assistance Force (ISAF)

(1) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Am 17.05.07 gegen 07:30 Uhr Ortszeit wurde in der Stadt Feyzabad (Provinz Badakhshan, Nr. 1 der Karte) mit einem ferngezündeten Sprengsatz ein Anschlag auf den örtlichen Polizeichef, General Kentooz, verübt. General Kentooz wurde dabei schwer verletzt. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt und ein Leibwächter getötet. Deutsche Kräfte waren nicht beteiligt.

Drei Verletzte wurden zur Stabilisierung und weiteren Behandlung in das deutsche PRT Feyzabad gebracht, der Polizeichef und der Schwerverletzte wurden anschließend im Verwundeten-Lufttransport mittels Hubschrauber in das deutsche Feldlazarett nach Mazar-e Sharif (Provinz Balkh / Nr. 4 der Karte) geflogen. Deutsche Feldjäger und Kampfmittelbeseitiger führten die Absicherung an der Anschlagstelle durch und nahmen die Ermittlungen auf.

Im Bereich des PRT Feyzabad in den Distrikten Baharak, Jorm, Shuhada, Varduj und Tagab kam es nach tagelang andauernden Regenfällen und heftigen Unwettern zum Abgang von Schlammlawinen. Erste Erkundungsergebnisse zeigen, dass unter anderem die Straße von Feyzabad nach Varduj auf einer Länge von ca. 20 Kilometer zerstört sowie die Straße nach Shuhada derzeit nicht befahrbar ist. Auf der Grundlage der Erkundungsergebnisse sind Operationen zur humanitären Hilfeleistung geplant. Absicht des Kommandeurs PRT Feyzabad ist es, Maßnahmen zur Unterstützung der afghanischen Bevölkerung einzuleiten.


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Am 19.05.07 wurde in Feyzabad durch den Kommandeur des Vl< I l cy/uhtul ein Kindergarten in Anwesenheit der Würdenträger der Region elngeweiht Der Bau des Kindergartens geht aut' die Initiative des PR I Feyzabad zurück und wurde im Rahmen der Civil Military Cooperation (CIMIC) und unter der Projektbegleitung des deutschen Wiederautbautcams (CIMIC PRl Feyzabad) mit einer regionalen Baufirma durchgeltihrt. Die (lesamtkosten beliefen sich auf rund 18.000,00 €, Als Donator wurde die Privatinitiative deutscher Soldaten zur Hilfe für Kinder in Kriegs- und Krisengehicten LACHEN HELFEN c.V, gewonnen. Zudem hatten deutsche Soldatenkinder der PRT Angehörigen eigene Geld und Sachspenden aufgebracht. Die ortsansässigen Honoratioren aus Religion, Politik und Gesellschaft, vor allem aber die begeisterten Kinder dankten für die geleistete deutsche Unterstützung,

Am 19.05.07 wurde im Distrikt Baghlani Jadid, Provinz Baghlan (Nr. 13 der Karte), auf der Hauptverbindungsstraße zwischen Pol-c Khomri und Kunduz ein Sprengstoffanschlag auf eine Patrouille der Afghan National Army (ANA), die durch kroatische ISAF-Ausbilder (Operational Mentor and Liaison Team / OMLT) begleitet wurde, verübt. Hierbei wurden zwei Kraftfahrzeuge der ANA beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Am 21.05.07 nahm der Chef der islamischen Hadsch in Feyzabad (Provinz Badakhshan), Maulawie Abdul Ashra, Verbindung zum Kommandeur des deutschen PRT in Feyzabad auf Dabei wurde mit dem Mullah auch über die Anschläge auf die deutsche Patrouille am 19.05.07 und den örtlichen Polizeichef von Feyzabad am 17.05.07 gesprochen. Hs wurde herausgcstellt, dass diese Anschläge die Arbeit des PRT, einschließlich der humanitären Hille für die von Schlammlawinen betroffenen Gebiete, erheblich behindern. Der Mullah stellte in Aussicht, die nächsten Freitagsgebete dazu zu nutzen, die Bevölkerung darauf hinzuweisen.

Am 21.05.07 verübten Unbekannte in der Provinz Faryab (Nr. 6 der Karte), Distrikt Maymana, mit einem "Improvised Explosive Device" (1ED) einen Anschlags versuch gegen eine Patrouille des norwegischen PRT Maymana. Das von einem unbegleiteten Esel getragene und in einem Heubündel versteckte IED


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cnl/Undete lediglich das Heu. Der eigentliche, vermutlich fcrngc/ündetc Sprengsatz, der aus einer Artilleriegranate bestand, explodierte nicht.

Am 22.05.07 gegen 23:15 Uhr Ortszeit wurde das Feldlager des deutschen PRT l'cyzithnd aus westlicher Richtung mit drei Raketen angegriffen. Die Besatzung eines Sptihpanzers beobachtete zwei Personen und gab mehrere Warnschüsse ab. Daraufhin flohen die Personen in westliche Richtung. Die afghanische Polizei (Afghan National Police / ANP) wurde informiert und sendete Polizisten aus, um die mögliche Abschussposition der Angreifer westlich des Feldlagers zu suchen. Am 23.05.07 gegen 00:30 Uhr wurde der Alarmzustand aufgehoben. Im Feldlager entstand weder Personen- noch Sachschaden.

Am 23.05.07 gegen 10:00 Uhr Ortszeit wurde ca. 100 m vor dem Zufahrtstor zum PRT Maymaneh (RC Nord) eine Explosion ausgelöst, in deren Folge ein finnischer ISAF-Angehöriger getötet und vier norwegische und ein finnischer ISAF-Soldatcn verletzt wurden. Der IED-Angriff erfolgte auf eine Fußpatrouille die unterwegs zum lokalen zivilen Hospital war. Weitere Erkenntnisse liegen derzeit nicht vor.

(2) Kurzfristige llnterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es drei Unterstützungsflüge außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich daher auf insgesamt 110.

Darüber hinaus unterstützen weiterhin zur Sicherstellung der NATOFührungsunterstützung in Kabul 15, in Kandahar und Bagram (Provinzen Kandahar und Parvan / Nr. 29 und 15 der Karte) 24 Femmeldesoldaten aus dem NATO Fernmeldebataillon 284 in Wesel (siehe UdP 12/07).

Außerdem unterstützt ein deutscher Offizier zeitlich befristet eine ISAFDicnststolle in Kandahar. Der Logistikstabsoffizier ist beim Land Component Command HQ Heidelberg eingesetzt und verstärkt vom 01.05.07 bis 31.08.07 das NATO Transition Office - Kandahar in der südafghanischen Stadt (siehe UdP 18/07).


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Das deutsche Tactical PsyOpsTeam befindet sich mit einem geschützten Lautsprecherfahrzeug vom Typ Dingo seit 17.05.07 im Bereich des RC South und bereitet sich auf den Einsatz im Rahmen der Operation ADALAT vor. Der Einsatz des deutschen Tactical PsyOpsTcams ist ab 26.05.07 geplant.


2. Usbekistan

Sicherheitslage

Die Lage ist überwiegend ruhig und insgesamt stabil.


3. Serbien / Kosovo

a. Politische Lage

Am 15.05.07 wurde der bisherige serbische Ministerpräsident Kostunica durch das serbische Parlament als Ministerpräsident bestätigt. Noch in der Nacht wurde sein 25-köpfiges Kabinett vereidigt. Unter den Ministerien befinden sich auch die drei neuen Ressorts „Verteidigung“, „Auswärtige Angelegenheiten“ und „Kosovo“.
Die beiden Ressorts „Verteidigung“ und „Auswärtige Angelegenheiten“ waren zwar in der bisherigen Regierung bereits abgebildet, nach der Trennung Serbiens von Montenegro jedoch noch nicht per Gesetz als eigenständige Ministerien legitimiert.

b. Sicherheitslage im Kosovo

Die Lage ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil.

In der Nacht zum 13.05.07 ereignete sich in der Ortschaft Urosevac/Ferizay (25 Kilometer südlich von Pristina) eine durch eine Handgranate verursachte Explosion. Es gab keine Verletzten und nur geringen Sachschaden. Nach Befragung von Zeugen begann die Polizei mit Hausdurchsuchungen bei drei Verdächtigen und stellte zwei Jagdgewehre und eine Pistole sowie mehrere Hundert Schuss Munition für Handwaffen sicher.


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Am 13.05.07 gab es einen Überfall auf das Fahrzeug des Leiters der Grundschule in Sverke (40 Kilometer westlich von Pristina und 10 Kilometer südlich von Klina). Der Schulleiter konnte mit seinem Fahrzeug dem Anschlag entkommen. Er berichtete, dass er einige maskierte und bewaffnete Männer neben der Straße gesehen hatte. Als er flüchtete, eröffneten sie das Feuer, und verletzten die Tochter des Schulleiters.
Der Schulleiter ist Mitglied der "Demokratischen Liga des Kosovo" (LDK / Partei des verstorbenen Präsidenten Rugova) in Klina. Es wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, die Suche nach den Tätern verlief bisher ohne Erfolg. Die Parteiführung der LDK forderte von den Sicherheitsbehörden eine schnelle Aufklärung des Falles und auch erneute Ermittlungen wegen früherer Überfälle auf LDK-Aktivisten.

Am 17.05.07 ereignete sich ein Anschlagversuch mit einer Handgranate in der Ortschaft Seciste (ca. 40 Kilometer südlich von Pristina). Die Handgranate war an der Tür eines Geschäftes so angebracht, dass ein Draht beim öffnen der Tür den Sicherungsstift entfernt. Der Eigentümer des Geschäftes bemerkte die Handgranate rechtzeitig und entfernte sie selbst. Danach meldete er den Vorgang der Polizei. Ein Kampfmittel beseitigungs-Team von KFOR entsorgte die Handgranate. Die Ermittlungen blieben ohne Ergebnis.

'''c. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)'''

Keine berichtenswerte Ereignisse

'''4. Mazedonien'''

'''Sicherheitslage'''

Die Lage ist insgesamt ruhig und überwiegend stabil.


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,,iC U * C in dcr l ' Mer “ ion BIH (FBIH) und in der Serbischen Republik (RS) ist insgesamt ruhig und insgesamt stabil.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse.

(2) Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Beim deutschen Einsatzkontingent ist die Lage auch weiterhin durch die planmäßige Reduzierung des Personals und Materials gekennzeichnet. So hat die deutsche Einsatzkompanie mit Stand 14.05.07 ihr Material zu 100 % an die eigens für diesen Zweck aufgestellte Materialrtlckverlegekompanie übergeben und weist nur noch 60 Prozent des ursprünglichen Personalumfangs auf. Die Rückverlegung des Personals der Einsatzkompanie wird fortgesetzt.

6. Georgien

a. Sicherheitslage

Die Lage ist insgesamt ruhig, aber nicht stabil.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse.

. Sudan

a. Sicherheitslage

Die Lage im Land ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil, in Darfur und im Süd Sudan nicht ruhig und nicht stabil.


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b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Xatinm- \f * • • <-,

L niled Kations Mission m Sudan (UNMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union Mission in Sudan (AMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse.

8. Äthiopien / Eritrea

a. Sicherheitslage

Die Lage im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet ist insgesamt ruhig und überwiegend stabil.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea (UNMEE)

Keine berichtenswerten Ereignisse.

9. Horn von Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Sicherheitslage

In Dschibuti ist die Lage insgesamt ruhig und insgesamt stabil, im Golf von Aden überwiegend ruhig und insgesamt stabil.

Die Ereignisse in Somalia in den vergangenen Tagen haben zurzeit keine Auswirkungen auf das deutsche Einsatzkontingent.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF)

Keine berichtenswerten Ereignisse.


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'''10. <u>Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer</u>'''

'''a. Sicherheitslage'''

Die Lage ist insgesamt ruhig und stabil.

'''b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Active Endeavour (OAE)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse.


'''11. <u>Libanon</u>'''

'''a. Sicherheitslage'''

Die Lage im Land ist noch ruhig und noch stabil, im Süden Libanons noch ruhig, aber nicht stabil.

Am frühen Morgen des 20.05.07 durchsuchte die libanesische Polizei in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripoli ein Gebäude, dessen Bewohner unter dringendem Tatverdacht standen, am 19.05.07 einen Bankraub durchgeführt zu haben. Die Bewohner des Gebäudes, die der Gruppierung Fatah al-Islam angehören sollen, eröffneten das Feuer auf die Polizisten. Im Verlauf des Feuerwechsels versuchten die Verdächtigen, in das nahe Tripoli gelegene palästinensische Flüchtlingslager Nahr al-Barid zu entkommen. Dabei wurden die um die Lagerzugänge stationierten Kräfte der libanesischen Armee in die Schießerei einbezogen. Bei den mehrstündigen Kämpfen sollen nach unbestätigten Berichten mehr als 40 Angehörige der libanesischen Sicherheitskräfte und der Fatah al-Islam getötet worden sein, die Anzahl der Toten soll zwischenzeitlich (Stand 23.05.07) auf rund 50 gestiegen sein. Gesicherte Erkenntnisse hierüber liegen nicht vor. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind nach eigenen Angaben nicht in das Lager eingedrungen. Im gesamten Libanon stieß das Vorgehen der libanesischen Armee und Polizei auf Zustimmung. Auch am 21.05.07 kam es zu weiteren bewaffneten Zwischenfällen um das palästinensische Lager Nahr al-Barid.


F vs - nur für den Dienstgebrauch

12 *

Am 20.05.07 detonierte kurz vor Mitternacht c

“ . D - , Mitternacht ein Sprengsatz in einem christlichen

Viertel Beiruts. Eine Frau wurde ppwtPt «ir B. . , J me gelötet ' elf weltere Menschen wurden verletzt. Die

Ermittlungen der libanesischen Polizei dauern an.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse.

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Am 23.05.07 hat mit der Anreise eines Ausbildungsteams der Deutschen Marine in Beirut der zweite Ausbildungsabschnitt im Rahmen der bilateralen militärischen Ausbildungsunterstützung begonnen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Schadensabwehr. Die Ausbildung soll Ende Juni enden.

Die MTF hat bisher insgesamt 5.880 (Stand 22.05.07) Abfragen getätigt, davon wurden bisher 26 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hafenbehörden näher untersucht.

12. Internationale Organisationen / Aktivitäten Vereinte Nationen (VN)

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe gehören 1972 Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst 153 Beamte.





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der deutschen Einsatzkontinp»»^

maximale Stärke im Inland

bereitgeh alten

600’

Offiziere

1.287

530

53

354

143

38

2

6

116

45 1

Unteroffiziere

4.417

1.821

181

1.428

435

1

0

5

414

132

Mannschaften

1.844

627

11

724

156

0

0

0

245 I

81

Zivil bedienst.

62

3

0

7

49

0

0

0

2

i 1 1

Gesamt**

7.610

2.981

245

2.513

783

39

2

11

777

259

Frauen

376

133

4

124

75

0

0

2

26

12

Reservisten

504

232

3

192

60

0

0

1

11

5

FWDL 7

506

153

0

185

43

0

0

0

103

1 22 1

»rstes BT-Mandat

i kt u dies '-Mandat

iktudlc iandatsende

iktudlc

[andatsobergrenze

irößte Mandatsobergrenze

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes, nur Kabinettsbeschluss

2 Ende "wdterer 12 Monate" - Wenn eine der Fraktionen es wünscht, wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag vor Ablauf wdterer 12 Monate erneut konstitutiv mit der Verlängerung des Einsatzes befassen.

^Ende "weiterer 12 Monate" - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, nach Ablauf von jeweils 12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falls dies der Wunsch einer Fraktion ist

4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemäß Kabinettsentscheidung vom 28.01.04

5 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ohne neuen Kabinettsbeschluss.

6 Kontingentwechsd 7 freiwillig zusätzl. Wehrdienstleistende 8 RECCE Tornado 9 ORF-Bataillon

davon ISAF PRT Kunduz: 385 Soldaten, ISAF PRT Feyzabad: 279 Soldaten, FSB Mazar-e Sharif: 1.485 Soldaten (inkl. 114 Soldaten des RC North), Einsatzgeschwader Termez/UZB: 316 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten und den im Mittelmeer an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour) beteiligten 24 Soldaten sind insgesamt 7.676 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

Gesamt

ISAF*

22 . 12.01

28.09.06

13.10.07

3.000

3.000 (2005)

3.156 6 (2007)

8

TOR

KFOR

12.06.99

01.06.06

11.06.07

8.500

8.500 (1999)

6.440 (1999)

EUFOR

02.12.04

30.11.06

21.11.07 3

2.400

3.000

(2004)

1.139

(2005)

UNMIS

22.04.05

27.04.07

15.11.07

75/50

75/50

(2005)

40

(2006)

UNMEE UNOMIG UNIFIlJ OEF

09.03.07

09.03.07

13.10.07

500

500

(2007)

200 (2007)

28.01.04

02.02.94 1 20.09.06 16.11.01

01.04.98 1 20.09.06 t0.ll.06

31.07.07 4

15.10.07 8 31.08.07 15.11.07

13

2.400

2.400 (2006)

1.231

(2006)

1.800

3.900

( 2001 )

2

(2004)

10.434

( 2002 )

1.715

(2002)

**