﻿VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesministerium der Verteidigung

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FÜ S V 3

Hausanschrift Fontainengraben 150,53123 Bonn

Postanschrift Postfach 1328,53003 Bonn

TEL 449(0)228-12-9431/9424

fax  49 (0)228-12-5255

11. April 2007 (Stand: 10:00 Uhr)

Unterrichtung des Parlamentes

15/07

r

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


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-2-

. Afghanistan

a. Politische Lage

Verantwortungsbereich des deutschen RC North mit insgesamt 5 PRT:

1 BADAKHSHAN

2 TAKHAR

3 KUNDUZ

4 BALKH

5 JO WZ JAN

6 FARYAB

7 BADGHIS 6 HERAT »FARAH

10 GHOWR

11 SAR-E POL

12 SAMANG

13 BAGHLANJ

14 PANJSHIR

15 PARVAN

16 KAPISA

17 NURESTAN

18 LAGHMAN

19 KONAR GARHAR

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches

21 KHOWST

22 PAKTIA

23 LOWGAR

24 KABUL

25 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND

28 NIMRUZ

29 KANDAHAR

30 ZABOL

31 GHAZNI

32 VARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKONDI

RC CAPITAL (Frankreich)

RC EAST

(USA)

RC SOUTH (Niederlande)

Am 03.04.07 begann in Indien das 14. Gipfeltreffen der South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC). Afghanistan wurde als achter Mitgliedsstaat formell aufgenommen (siehe UdP 46/05). Die weiteren Mitglieder sind Bangladesch, Bhutan, Indien, Sri Lanka, Malediven, Nepal und Pakistan.

Die SAARC ist als ein Bündnis für wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit angelegt, dient inzwischen aber auch als ein wichtiges Dialogforum auf höchster politischer Ebene der Staats- und Regierungschefs.

(VNF)

VNF

Vertreter der ehemaligen Nordallianz und ihrer Parteien sowie ehemaliger Mudschaheddin-Bewegungen. Dementsprechend dominieren die Tadschiken als ethnische Gruppe. Die bekanntesten Vertreter sind: Rabbani als ehemaliger afghanischer Präsident und derzeitiger Unterhausabgeordneter, Fahim Khan als


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ehemaliger Verteidigungsminister, Qanuni als derzeitiger Sprecher des Unterhauses und Massoud als amtierender erster afghanischer Vizepräsident). Durch die Einbindung der Vertreter anderer Ethnien (Dostum (Usbeke), Khalili (Hazara) und Ulomi (Paschtune)) wird allerdings die multiethnische Ausrichtung der Partei und damit ihr Anspruch, als landesweite und Ethnien-übergreifende politische Kraft wahrgenommen zu werden, deutlich. Das Amt des Parteivorsitzenden wird in sechsmonatiger Rotation gewechselt. Der erste Vorsitzende ist Rabbani.

b. Sicherheitslage

Die Lage ist nicht ruhig und nicht stabil.

Seit dem 03.04.07 werden in der Provinz Nimruz (Nr. 28 der Karte) zwei französische Mitarbeiter der dort im Bildungsbereich tätigen Nichtregierungsorganisation "Terre d'enfance" und ihre drei afghanischen Begleiter vermisst Ein Talibansprecher übernahm am 04.04.07 gegenüber Presseagenturen die Verantwortung für die Entführung, ohne damit konkrete Forderungen zu verbinden. Sollten sich die Verdachtsmomente weiter erhärten, vergrößert sich der Druck auf die afghanische Regierung weiter. Ihr Einlenken im Fall des italienischen Journalisten wird durch die afghanische Öffentlichkeit kritisiert. Hinzu kommt der Entführungsfall von fünf afghanischen Medizinern Ende März, die im medizinischen Bereich eines Übergangslagers in der Provinz Kandahar (Nr. 29 der Karte) tätig waren. In beiden Fällen fordern die Taliban die Freilassung von inhaftierten Taliban. Der afghanische Gesundheitsminister hat dies im Fall der Mediziner deutlich abgelehnt.

Im Zeitraum 06.04.07 bis 09.04.07 registrierte ISAF landesweit 81 Sicherheitsvorfälle. Es handelte sich um 66 Schusswechsel und Gefechte, vier Sprengstoffanschläge - darunter zwei fahrzeuggestützte Selbstmordanschläge, einmal in Kabul (gleichnamige Provinz / Nr. 24 der Karte) und einmal in der Provinz Nangarhar (Nr. 20 der Karte) - sowie elfmal indirekten Beschuss (unter anderem mit Mörsergranaten). Davon ereigneten sich einer im Regional Command (RC) North (siehe unten), je zwei im RC Capital und im RC West, 28 im RC East sowie 48 im RC South, davon alleine 37 in der Provinz Helmand (Nr. 27 der Karte). Insgesamt


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wurden bei den Vorfällen ein amerikanischer und sechs kanadische ISAF-Soldaten

getötet sowie ein britischer, drei amerikanische und sechs kanadische Soldaten verwundet.

In der Neustadt von Feyzabad (Provinz Badakhshan / Nr. 1 der Karte) wurde am Abend des 06.04.07 mindestens einmal mit einer Panzerfaust geschossen. Es wurde niemand verletzt, Schäden konnten nicht festgestellt werden. Das genaue Ziel des Beschusses ist ebenso unklar wie mögliche Hintergründe.

c. International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Militärische Lage

Der operative Schwerpunkt COMISAF liegt weiterhin bei Operation Now Ruz. Der taktische Schwerpunkt ist unverändert die Operation Achilles im Bereich des RC South. COMISAF bewertet den bisherigen Verlauf der Operation Achilles positiv. Nach seiner Beurteilung ist es ISAF gelungen, Nachschubwege der Opposing Militant Forces (OMF) zu unterbinden und deren Nachwuchsrekrutierung einzuschränken.

Im Rahmen des fließenden Übergangs von Adler II zu Now Ruz werden im RC Capital die Operationen zur Sicherung des Surobi-Distriktes, der dortigen Implementierung von Aufbauprojekten und zur Verhinderung von Aktivitäten der OMF fortgesetzt. Im RC West geht es unverändert darum, unter anderem mit verstärkter Präsenz in den Grenzdistrikten zum RC South ein Ausweichen der OMF aus dem Süden in diese Region zu verhindern. Im RC East liegt der momentane Schwerpunkt in der Bekämpfung der OMF vorwiegend im Raum südwestlich der Stadt Khowst (gleichnamige Provinz / Nr. 21 der Karte).

(2) Regional Command Capital (RC C) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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(3) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT)

Die derzeitigen Schwerpunkte der Operationsführung im deutschen Verantwortungsbereich des RC North liegen auf Teiloperationen, die unter anderem in der Provinz Sar-e Pol (Nr. 11 der Karte) das Ziel haben, Aufklärungsergebnisse zu verdichten und mit der Durchführung von Patrouillen die Lage zu stabilisieren. In der Provinz Balkh (Nr. 4 der Karte) geht es um die Verstärkung des Einflusses der afghanischen Zentralregierung und die Verbesserung der Sicherheitslage im Raum westlich Mazar-e Sharif. In der Provinz Baghlan (Nr. 13 der Karte) ist im Bereich der Provinzhauptstadt Pol-e Khomri die Verstärkung der ISAF-Präsenz das Ziel. Im Bereich des PRT Meymaneh (Provinz Faryab / Nr. 6 der Karte) hat bereits die erste Teiloperation von Now Ruz begonnen. Im Bereich des PRT Kunduz (gleichnamige Provinz /

Nr. 3 der Karte) liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung von Patrouillen, um einerseits Präsenz zu zeigen und andererseits dadurch zur Stabilisierung der Lage beizutragen.

In den Tagen vor Ostern ereigneten sich in Afghanistan mehrere Naturereignisse mit schwerwiegenden Folgen für die einheimische Bevölkerung. Bei einem Hochwasser in der Provinz Parvan (Nr. 15 der Karte) nördlich von Kabul gab es mehr als 50 Todesopfer. Neben afghanischen Sicherheitskräften wurden auch ISAF-Soldaten bei der Katastrophenhilfe eingesetzt. Deutsche Soldaten waren nicht im Einsatz.

Ende März ereignete sich in Nordafghanistan, im Distrikt Ragh (Provinz Badakhshan / Nr. I der Karte) nördlich der Distrikthauptstadt ein Erdrutsch, bei dem 14 Afghanen getötet und 30 weitere verletzt wurden. In Verantwortung des afghanischen Innenministeriums wurden Hilfslieferungen in das Unglücksgebiet durchgeführt. Kräfte des PRT Feyzabad haben mit NichtRegierungsorganisationen und der afghanischen Regierung zwei Tonnen Hilfsgüter - unter anderem 600 Kilogramm Lebensmittel aus Beständen des PRT Feyzabad - bereitgestellt.

Aufgrund der schlechten Wetterlage kam es Anfang April im Distrikt Zibak (Provinz Badakhshan) zu Überschwemmungen. Meldungen über Opfer liegen dazu nicht vor. Am 03.04.07 gegen 08:00 Uhr Ortszeit ereignete sich im Norden Afghanistans ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala. Dieses Erdbeben


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hat neben Nordafghanistan auch Teile Pakistans und Indiens erschüttert. Im PRT Feyzabad wurde niemand verletzt, Schäden wurden nicht verzeichnet. Feyzabad liegt rund 65 Kilometer vom Epizentrum (in den Bergen des Hindukusch) entfernt V or dem Hintergrund dieser Naturereignisse berief der Gouverneur von Badakhshan eine Sitzung des Katastrophenstabes ein, an der auch Vertreter des PRT Feyzabad teilnahmen. Das PRT prüft derzeit eine mögliche weitergehende Unterstützung für die Krisenregion.

Am 05.04.07 sind die sechs Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann" wie geplant in Mazar-e Sharif gelandet. Erste Überprüfungs- und Einweisungsflüge haben bereits stattgefunden. Am 09.04.07 wurden die Tornados wie vorgesehen der NATO unterstellt.

Die Nicht-Regierungsorganisation "Kinderberg International e.V." führt seit Mitte Dezember 2006 ein Pilotprojekt "Community Building in Northern Afghanistan" in Zusammenarbeit mit den deutschen PRT zur Verbesserung der Lebenssituation der afghanischen Bevölkerung durch. Es handelt sich dabei um ein Projekt mit einem vom Auswärtigen Amt getragenen Finanzvolumen von rund 1,4 Millionen Euro, das im Wesentlichen auf die basismedizinische Versorgung der Bevölkerung in den Verantwortungsbereichen der deutschen PRT abzielt und von der Bundeswehr in erster Linie logistisch unterstützt wird. Bisher wurden circa 8.000 Patienten untersucht und behandelt. Des weiteren konnten 1.600 Familien mit Lebensmitteln und je einem kleinen Gaskocher versorgt werden. Die dazu durchgeführten Jirgas (Ratsversammlungen) mit ungefähr 50 lokalen Autoritäten stießen durchweg auf sehr positive Resonanz unter der Bevölkerung. Es wurde um eine Fortsetzung der deutschen Bemühungen um die Verbesserung des Gesundheitswesens gebeten.

Am 11.04.07 wurde eine deutsche Patrouille des Provincial Reconstruction Team (PRT) Feyzabad in der Nähe der Ortschaft Lawarzak - circa zehn Kilometer südöstiich von Feyzabad - durch eine Gruppe von vermutlich zehn Personen aus rund 600 Meter Entfernung mit Handfeuerwaffen beschossen. Die Patrouille wich unter eigenem Deckungsfeuer aus und verlegte unverzüglich zurück in das Feldlager Feyzabad. Das Feldlager wurde gegen 11:15 Uhr


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deutscher Zeit erreicht. Die Geschosseinschläge lagen rund 150 Meter vor der

Patrouille, die sich aus insgesamt acht geschützten Kraftfahrzeugen (KFz) -

sieben KFz des Modells Wolf und ein KFz des Modells Mungo -

zusammensetzte. Es wurden keine deutschen Soldaten verletzt und keine Sachschäden festgestellt.

(4) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es drei Unterstützungsflüge außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 93.

Darüber hinaus unterstützen zur Sicherstellung der NATOFührungsunterstützung in Kabul 15, in Kandahar und Bagram (Provinzen Kandahar und Parvan / Nr. 29 und 15 der Karte) weiterhin 24 Femmeldesoldaten aus dem NATO Femmeldebataillon 284 in Wesel (siehe UdP 12/07).

2. Usbekistan

Sicherheitslage

Die Lage ist überwiegend ruhig und insgesamt stabil.

3. Serbien / Montenegro / Kosovo

a. Politische Lage

Am 03.04.07 begannen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (VN) die Konsultationen über den Bericht des VN-Sonderbeauftragten Ahtisaari zum zukünftigen Status des Kosovo. Russland hatte am 27.03.07 zwei neue Vorschläge für die Beratungen eingebracht. Einerseits wird vor der Statusdiskussion eine umfassende Überprüfung der Umsetzung von Sicherheitsrats-Resolution 1244 (1999) gefordert. Andererseits schlägt Russland eine Mission des Sicherheitsrates in das Kosovo vor, um sich vor Ort ein aktuelles Bild der Situation zu machen.


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b. Sicherheitslage im Kosovo

Die Lage ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil.

In Gnjilane (etwa 30 Kilometer südöstlich von Pristina) wurden am 01.04.07 unter dem Fahrzeug eines Kosovo-Albaners ein Sprengsatz entdeckt, der unter der Stoßstange befestigt und mit einem als Zugauslöser dienenden Draht mit einem Gartenzaun verbunden war. Beim Räumungsversuch durch Fachkräfte detonierte der Sprengsatz und setzte das Fahrzeug in Brand. Zudem wurden bei anliegenden Wohnhäusern mehrere Fensterscheiben beschädigt, es wurde jedoch niemand verletzt. Zu möglichen Tätern und deren Hintergründen liegen keine gesicherten Informationen vor.

In den frühen Morgenstunden des 03.04.07 wurde in Zubin Potok (rund 15 Kilometer westlich von Mitrovica) ein von den Vereinten Nationen gestelltes Dienstfahrzeug des kommunalen Gerichtes durch einen Brandsatz beschädigt. Ein zweiter Brandsatz gegen ein weiteres Fahrzeug zündete nicht. Es liegen keine gesicherten Erkenntnisse über Tatmotiv und Täter vor.

Am 06.04.07 wurde in Zahac (circa acht Kilometer östlich von Pec) ein Möbelhaus mit zwei Panzerfäusten jugoslawischer Herkunft beschossen. Eine Granate verursachte Sachschaden; die zweite Granate blieb, ohne zu detonieren, im Mauerwerk stecken. Zu möglichen Tätern und den Hintergründen der Tat liegen
keine gesicherten Informationen vor.

In Pristina explodierte am 08.04.07 an der Rückseite eines Bekleidungsgeschäftes ein Sprengsatz, vermutlich eine Handgranate. Hierbei entstand leichter Sachschaden. Weitergehende Informationen liegen nicht vor.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Das deutsche Operational Reserve Force (ORF) Bataillon ist inzwischen wie geplant in der schwedisch geführten Multinational Task Force (MNTF) Center im Einsatz. Das Bataillon ist dort in die aktuelle Operationsführung


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emgebunden. Damit wird die hohe Präsenz von KFOR-Kräften auch in der öffentlichen Wahrnehmung weiter erhöht.

Die mit UNMIK und dem Kosovo Police Service (KPS) abgestimmte Operationsplanung COMKFOR erlaubt - auch unter Einbindung des ORF Bataillons - eine kurzfristige und flexible Reaktion auf mögliche Unruhen im Zusammenhang mit dem Ahtisaari-Vorschlag zum künftigen Status des Kosovo.

(2) Multinational Task Force South (MNTF S) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Mazedonien

Sicherheitslage

Die Lage ist insgesamt ruhig und überwiegend stabil.

Bosnien und Herzegowina (BIH)

a. Sicherheitslage

Die Lage in der Föderation BIH (FBIH) und in der Serbischen Republik (RS) ist insgesamt ruhig und insgesamt stabil.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Multinational Task Force Southeast (MNTF SE) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


Die Lage ist insgesamt ruhig, aber nicht stabil.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission In

Georgia (UNOMIG)

Bis zum 21.04.07 findet beim deutschen Kontingent UNOMIG der Personalwechsel statt.

7. Sudan

a. Sicherheitslage

Die Lage im Land ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil, in Darfur und im SüdSudan nicht ruhig und nicht stabil.

Bereits am 31.03.07 wurde in El-Fasher ein Hubschrauber der African Union Mission in Sudan (AMIS) von Unbekannten beim Landeanflug auf das Hauptquartier beschossen und dadurch zur Notlandung gezwungen. Dabei wurden, wie erst jetzt bekannt wurde, mehrere Insassen leicht verletzt. Am Abend des 01.04.07 wurden bei einem bewaffneten Überfall in der westsudanesischen Darfur-Region fünf senegalesische Soldaten der AMIS getötet. Die Soldaten bewachten eine Wasserstelle an der Grenze zum Tschad im Nord-Darfur. Drei der Angreifer wurden bei dem Feuergefecht ebenfalls getötet. Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, das unter dem Einfluss des Menawi-Flügels der "Sudan Liberation Movement/Army" (SLA/MM) steht. Die SLA/MM ist die einzige Rebellengruppe, die das "Darfur Peace Agreement" (DPA) unterzeichnet hat. Der Überfall zeigt den anhaltenden Kontrollverlust Menawis über die Feldkommandeure, die zunehmend autark agieren und sich vornehmlich dem Überleben ihrer Gruppe verpflichtet fühlen. Bei der anhaltenden Trockenperiode ist der Zugang zu Wasser überlebenswichtig. Alle Maßnahmen und Kräfte, die sie dabei behindern, werden als Bedrohung empfunden.


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'''b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse

'''c. Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union Mission in Sudan (AMIS)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse


'''8. <u>Äthiopien / Eritrea</u>'''

'''a. Sicherheitslage'''

Die Lage im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet ist insgesamt ruhig und überwiegend stabil.

'''b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea (UNMEE)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse


'''9. <u>Horn von Afrika und angrenzende Seegebiete</u>'''

'''a. Sicherheitslage'''

In Dschibuti ist die Lage insgesamt ruhig und insgesamt stabil, im Golf von Aden überwiegend ruhig und insgesamt stabil.

'''b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF)'''

Keine berichtenswerten Ereignisse


'''10. <u>StraBe von Gibraltar / östliches Mittelmeer</u>'''

'''a. Sicherheitslage'''

Die Lage ist insgesamt ruhig und stabil.


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der Bundeswehr

den international

mus: Operation Active Endeavour (OAE) ne berichtenswerten Ereignisse

en

an Operationen gegen

Sicherheitslage

Die Lage im Land ist noch ruhig und noch stabil, im Süden Libanons noch ruhig aber nicht stabil.

b.

Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) (1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Die MTF hat bisher insgesamt 4.673 (Stand 10.04.07) Abfragen getätigt, davon wurden bisher 20 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hafenbehörden näher untersucht.

Internationale Organisationen / Aktivitäten Vereinte Nationen (VN) United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe gehören 1.997 Polizisten an. Das deutsche Kontingent

umfasst 156 Beamte.


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13. Lufttransporteinsätze und Überwachungsflüge mit Seeaufklärern 
zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum


{| class="wikitable"
! 
! ISAF
! KFOR
! EUFOR
! UNIFIL
! OAE
! OEF
! AMIS
|-
| Lufttransporte Anzahl Flüge
| 34
| 5
| 5
| 2
| 0
| 0
| 0
|-
| Anzahl Überwachungsflüge
| 0
| 0
| 0
| 0
| 0
| 0
| 0
|}


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- 14-

14. Stärke der deutschen Einsatzkontingente

Gesamt

ISAF*

TOR 9

KFOR

EUFOR

UNMIS

UNMEE

UNOMIG

UNIFIlJ

OEF

Jerstcs BT-Mandat

j

22.12.01

09.03.07

12.06.99

02.12.04

22.04.05

28.01.04 1

02.02.94 1

20.09.06

16.11.01

(aktuelles

[BT-Mandat

-

28.09.06

09.03.07

01.06.06

30.11.06

07.10.06

-

01.04,98 1

20.09.06

10.11.06

(aktuelle

(Mandatsende

-

13.10.07

13.10.07

11.06.07 2

21.11.07 3

08.04.07 7

31.07.07 4

15.04.07 5

31.08.07

15.11.07

(aktuelle

[Mandatsobergrenze |

-

3.000

500

8.500

2.400

75/50

2

13

2.400

1.800

[größte 1

[Mandatsobergrenze j

-

3.000

(2005)

500

(2007)

8.500

(1999)

3.000

(2004)

75/50

(2005)

2

(2004)

13

(1998)

2.400

(2006)

1 3.900 | (2001)

maximale Stärke

10.434

(2002)

3.156 6 (2007)

200

(2007)

6.440

(1999)

1.139

(2005)

40

(2006)

2

(2007)

17 * (2004)

1.231

(2006)

1.715 1 (2002)

m Inland >creitgeh alten

ffiziere

Unteroffiziere 4.482

Mannschafte

Zivil bedienst

Gesamt**

Frauen

1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes, nur Kabinettsbeschluss

2 Ende "weiterer 12 Monate” - Wenn eine der Fraktionen cs wünscht, wird die Bundesregierung den Deutschen Bundestag vor Ablauf w eiterer 12 Monate erneut konstitutiv mit der Verlängerung des Einsatzes befassen,

* Ende "weiterer 12 Monate” - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, nach Ablauf von jeweils

12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befassen, falls dies der Wunsch einer Fraktion ist

4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemäß Kabinettsentscheidung >om 28.01.04

5 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ohne neuen Kabinettsbeschluss.

6 Kontingentwechsel 7 Kabinettsbefassung f. d. Verlängerung war am 28.03,07

8 freiwillig zusätzl. Wehrdienstleistende 9 RECCE Tornado

davon ISAF PRT Kunduz: 423 Soldaten, ISAF PRT Feyzabad: 287 Soldaten, FSB Mazar-e-Sharif: 1.432 Soldaten (inkl. 112 Soldaten des RC North), Einsatzgeschwader Termez/UZB: 363 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan - Besonderheit: zzt. Kontingentwechsel

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sind insgesamt 7.993 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

Anmerkungen :

- In der KFOR-Gesamtstärke sind 552 Soldaten des ORF-Btl enthalten.

- Besonderheit bei UNOMIG: zzt. Kontingentwechsel