﻿VS - Nur für den Dienstgebrauch

Bundesministerium der Verteidigung


Unterrichtung des Parlamentes

28/11

Redaktionsschluss: 13. Juli 2011,10:00 Uhr


VS NUR PÖR DßN DIENSIOI »RAI CH

El * 2 •

Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt erheblich' In Nordafghanistan liegt sic /urcelt Je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

In den übrigen Regionen stellt »ie sich wie folgt dar: Regional Command (RC) Capital: insgesamt mittel.

insgesamt mittel, insgesamt mittel, insgesamt erheblich bis hoch, insgesamt hoch.

Hauptstadt Kabul:

Regional Command West: Regional Command East: Regional Command South:

Regional Command Southwest insgesamt erheblich bis hoch

Im Zeitraum vom 04.07.11 bis 10.07.11 (27. KW) registrierte ISAF landesweit 653 Slcherhcltsvortllle (siehe Grafik). F,s handelte sich um 419 Schusswechsel und


VS - NVR FCR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 3 -

- darunter ein ScIImuiiui <!•■§••■* indirektem Beschoss (Mörser end Kal

er eig neten «ich im RC North, einer im RC Capital, elf im RC West,

Gcfcdtae. 140 Zabel 2 - sowie 91

V.

Zwotrv 167 «■ RC

IW an RC Southwest und 263 im RC East hei den Vorfällen zwölf ISAF-Soldaten gefallen, weitere 108 ISAF-

*m ]

.-•g

s#

^11

17 j

4M

" ft

l m

1#

MO

90

Hl

LjÄj

034

22

| SS4

2%

[ rn

24

[ 742

2S

722

20

777

*

002

Am 12.07.11 wurde Ahmed Wali Karzai, Provinzratsvorsitzender der Provinz

Kandahar und Bruder des afghanischen Staatspräsidenten Hamid Karzai, auf seinem Anwesen ia Kandahar (gleichnamige Provinz) erschossen. Ein Leibwächter tötete daraufhin den Attentäter.


VS - NUR FÜR D| N Dil NMl.l MKAIK M

* 4 •

k. lateraatioaal Seeartty Aaatetaaee Force (IAA T)

0) Operattoaea MOSTARAK «ad HAMKARI

Es gibt keine wesentlichen Änderungen In der Operatkrfismhrung d#* UpH ''

Command (IJC). Der Schwerpunkt für COM WAF bleibt unverlndsrf 4»' Afghanistans.

(2) MMlriache Lage (McfcerkeUevarlllle .n6.rh.lh RC Her* H ‘ Capital)

Am 04.07.11 fanden brili*hc Killte Im l>lMrlkl N.hr-e (hirvm/

Helmand) einen toten britischen Soldaten, der Schussverwundtingen aufwl* 1

Bei AnschIlgen mit behelfsmlßigen Sprengsätzen (lmprovl»ed l -pMivc Device / IED) und Beschuss internationaler ticherheltokrlfte dutth regierungsfeindliche Krlfte (Opposlng Militant Force* / OMF) »twi d,n 04.07.11, 05.07.11 und 09.07.11 insgesamt acht amerikanische Soldaten gefallen. Die Vorfllle ereigneten sich in den Provinzen Werdak (Distrikt Sayyidabad). Khost (Distrikt Nadir Shah Kot), Paktlya (Distrikt Zurmat). Ugar (Distrikt Chark) und Panjshayr (gleichnamiger Distrikt). 5

Am 10.07.11 ist ein dänischer Soldat bei einem IliD-Anschlag im Distrikt Nahr-e Sara) der Provinz Helmand gefallen.

In den Provinzen Helmand (Distrikt Sangin) und Paktika (Distrikt Har FU>w/«h) sind am 10.07.11 zwei amerikanische Soldaten In Feuergefechten mit OMh gefallen.

( 3 ) RC Capital / Teile Deatscbee Elaeatzkoatlageat (IlasKlgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(4) RC Nortfc / DaaUcäee Eiaaatzkoatlageat (ElesKtgt)

Die für das Partnering mit der afghanischen Armee (Afghan N Army / ANA) zustindigen deutschen Ausbildung»- und Schut (AusbSchtzBtl) führten in der vergangenen Woche weiterhin gemeinsam mH afghanischen Sicherheitskrlften durch.

1


\ s . NI R FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

I »5-

Vn h ^ e nm nl n 4m Ope wri o ai fthnen RC Non* wer unverlndari der Kunduz«, iteeMWhkivnA*-. Dabei wmiee das AusbScItttBtl Kundus im Raum Kundu und dal Aiw4>SdH«Htl Mi/jr-f Sharif in der Provinz Baghlan eingesetzt.

Die Opmitoaen det afghanischen und ISAF-SkhcrheitskrZtltc im RC North laufen plaemlftig und erfolgreich Durch die Erhöhung der dauerhaften Prisen %on athenische« SKhetheitskrlften (Afghan National $ccurit> Forces ANSI ia den von OMI fmgcklmpftcn Rlumen gelingt es immer besser, dic Kontrolle *u hallen und errungene Erfolge auszu weiten (siehe UdP 27 11). Damit gelingt es den im RC Norih eingesetzten afghanischen und internationalen Kriften bislang erfolgreich. die Initiative in der eigenen Hand zu behalten und den OMI

weitere Ir folge im Rahmen ihrer angekündigten FrühjahrsolTensive /u verwehren Die Obcr^nbc der SicherheitsVerantwortung an dic ANSI in den Provin/cn Kunduz und Baghlan gestaltet sich unverändert positiv. Die übernommenen Kontrollpunkte und Stellungen werden weiterhin von den ANSI gehalten.

Am 06.07.11 wurden gegen 10:30 Uhr afghanischer Ortszeit schwedische Krifte rund 50 Kilometer westlich von Mazar-c Sharif (Provinz Balkh) mit einem improvisierten Sprengsatz angegriffen. Dabei wurden drei schwedische Soldaten verwundet. Diese wurden zur weiteren Behandlung in das Einsatzlazarett Mazar-e Sharif transportiert und irrt lieh versorgt.

Deetwhe Krifte waren von dem Angriff nicht betroffen.

In der Nihe des Feldlagers Kunduz kam es am 10.07.11 gegen 12:00 Uhr afghanischer Ortszeit zu einem Verkehrsunfall zwischen einem afghanischen Personenkraftwa g e n und einem Bundeswehrkraftfahrzeug. Der Pkw drängte das deutsche Fahrzeug von der Straße in einen Graben. Dabei wurden drei deutsche Soldaten leicht verletzt, die anschließend zur Behandlung in das Feldlazarett Kunduz transportiert wurden Das zivile Fahrzeug entfernte sich vom Unfallort. Des verunfallte Bundeswehrfahrzeug wurde geborgen und in das Feldlager Kunduz gebracht.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH


Am 11.07.11 wurden deutsche Kräfte gegen 22:35 Uhr afghanischer Ortszeit rund 13 Kilometer westlich des Feldlagers Kunduz im Distrikt Chahar Darreh mit Handwaffen und Mörsern beschossen. Die Kräfte sind ausgewichen und wurden durch die Reserve des Distrikthauptquartiers aufgenommen. Es gab weder deutsche Verwundete, noch Sachschäden.

(5) '''Polizeiaufbau'''

Bislang wurden im laufenden Jahr 65 Ausbildungsvorhaben abgeschlossen und 2.868 afghanische Ansbildungsteilnehmer von deutschen Polizisten und Feldjägern der Bundeswehr ausgebildet. In 14 laufenden Ausbildungen werden derzeit 599 afghanische Polizisten durch deutsche und afghanische Trainer aus- und fortgebildet.

An der afghanischen Polizeiakademie (Afghan National Police Academy ANPA) in Kabul werden zurzeit 65 afghanische Trainer im Rahmen des Mentoring durch zehn deutsche Mentoren betreut. Diese bilden 2.354 Ausbildungsteilnehmer aus.

Im Projekt "Diensthundeausbildung" befinden sich zehn afghanische Diensthundeführer im Mentoring durch drei deutsche Kollegen.

(6) '''Kurzfristige Unterstuetzungsleistungen ISAF'''

In der vergangenen Woche gab es einen Unterstützungsflug mit C-160 TRANSALL ausserhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 959.

Alle weiteren kurzfristigen Unterstützungsleistungen außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches sind in der Anlage 1 aufgeführt.

c. '''Ziviler Wiederaufbau/Entwicklungszusammenarbeit'''

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie unterzeichnete der afghanische Minister fuer Stadtentwickhmg in der vergangenen Woche den Unternehmervertrag für einen weiteren Bauabschnitt des Vorhabens "Ausbau der Kabuler Trinkwasserversorgung”.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUC H

im Rahmen der deutsch-afghanischen Entwicklungszusamwaareen. z-ugicwn

bedankte er «ich bei der Bundesregierung ftir ihre Unterstützung bei der Vcrsorgur.. mit sauberem Trinkwasier in Afghanistan. Die Auftragsvergabe des Bauabschnitts mit einem Finanzicrongsvolumen von rund 25,5 Millionen US-Dollar (rund 17,7 Millionen Euro) konnte ein deutsch-afghanisches Konsortium ftir sich entscheiden.

Das vom Bundesministerium ftir wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit bisher 29 Millionen Euro geförderte und von der KfW Entvucklungsbaak umgesetzte Vorhaben hat /um Ziel, durch die Verbesserung von Wasserqualität^und -quantitit einen Beitrag zur Reduzierung von Gesundheitsnsiken und zur Befriedigung von Grundbedürfhissen zu leisten. In den vorangegangenen Bauabschnitten wurden Brunnen gebohrt Brunnenfelder ausgesttttet, Pumpen installiert. Sammcl- und Obcrtragungsleitungen verlegt sowie das Hauptgebäude ftir die afghanische Wasserbehörde errichtet. Im Rahmen des jetzt vereinbarten Bauabschnitts werden Hauptleitung und Verteilungsnetz finanziert. Dafür sollen in naher Zukunft weitere zwölf Millionen Euro vertraglich zugesagt werden. Ober das Verteilungsnetz gelangt Trinkwasser direkt in bis zu 12.000 Haushalte in vier Distrikten Kabuls. Darunter befindet sich auch der Distrikt „Parwan 3". dessen Anwohner unter einem Ausfall des vorhandenen Brunnens gelitten hatten. In einer Sofortmaßnahme wurde dort bereits ein neuer Brunnen gebohrt, so die Anwohner bis zur Fertigstellung des Vorhabens in rund zwei Jahren weiterhin Ober eine gesicherte Wasserversorgung verfügen.

Insgesamt wird durch das im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit durchgeftihrte Wasserprogramm ftir bis zu 700.000 Menschen ein sicherer Zugang zu Trinkwasser bereitgestellt. Für Betrieb und Wartung der Netze und Systeme sind der Kabuler Wasserversorger KWS (Kabul Water Services) sowie die afghanische Wasserbehörde AUWSSC (Afghan Urban Water Supply and Sewerage Corporation) verantwortlich. Mit beiden Institutionen wird bereits seit Jahren vertrauensvoll zusammengearbeitet, um sie bei der nachhaltigen Nutzung der von der deutschafghanischen Entwicklungszusammenarbeit bereit gestellten Leistungen zu unterstützen.

Auf der Grundlage einer Vereinbarung mit der Abteilung ftir Menschen-. Frauenund Kinderrechte des afghanischen Innenministeriums unterstützt das vom BMZ finanzierte und von der Gesellschaft ftir internationale Zusammenarbeit (GIZ)


VS - NUR FOR DEN DflEXSTOEWAUCN

I- V ' 1

auch die

Polizei m m sechs Nordprovinzen vermittelt- Ziel ist es unter

weiblichen

f ^

ff

m stiften Im Mai und Juni Baflth and Sanum gan zu ihren Aach die Themen hlusliche Ia den kommenden eiebezogen werden. Ober die Rolle „Gewalt fegen Frauen“.

UmerstOtzung Diese hdben es ia Afghanistan oft

der Ausbildung oder hl Kafcal und Mazar-e Sharif

und verschiedene

und praktischen deren Selbstvertrauen zu

4er Uaüed Natiaes Asaietaace Missioa ia

Die P ed r oha n g ist zurzeit als niedrig eingestuft.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-9-

ii BspsMBl Knovo

Die B iAwhun g im an* w§r*mt ab niedrig, ftr 4m Nosdea 4m Rspabifc Kosovo ab mittri eaageeaift

ifW gaa g *r » nuda wh r aa «sr r awi Fere* (KFOR)

(1) KFOR

Keine behdMMWMln Ereignisse

fl) IN uIm hv% l intat/kontinEf nt i I mtktet i

Das deutsche Einsatzkontingent ICFOR ist aufgrund der abgestuften Einnahme des Ein satzprofi Is Deterrent Presence seit Ende 2009 - neben seiner eigentlichen Aufgabe - nicht nur mit der Reduzierung und Anpaawng des rwinaa I ..... ftap.

benötigten Materials beauftragt (siehe UdP 25/11). Seit Beginn der Reduzierung »maßnah men im Januar 2010 ist die personelle Stlrke des I insatzkontingentes von etwas über 2.000 auf nunmehr rund 900 Soldatinnen und Soldaten verkleinert worden. Die Reduzierung um mehr als 50 Prozen t des* Personals, die Aufgabe von Flhigkeitspaketen, wie der Lufttransportfthigkeit| mit Hubschraubern und die Aufgabe zweier Stationlerungsorte (Feldlager foplicanc und Pn/ren-Airfield), setzen Material in großem Umfang frei.

Im Rahmen der Reduzierung des Einsatzkontmgentes wurde das strukturell zur Versorgung des Kontingentes zur Verfügung stehende Logistikpersonal minimiert. Um trotz verringertem LogistikpersoaaJ eine qualifizierte Rttckftihrung des Materials sicherzustellen, bedarf es des zusHzitchen

temporlren Einsatzes von logistischem Fachpersonal Im Falle KFOR sind dies zeitweilig bis zu knapp 100 Soldatinnen und Soldaten, die die Aufgabe haben das Material qualifiziert zu sichten, zu erfassen, vorzubereiten, transportflh.g zu machen, zu va*i* oiar ■ venmim. |

Daa Ziel das i w partn Einsatz« im es, Facäpeawl zur Bfu^Mpag einer I spezifischen Aufgabe an Einsatzgebiet zur Verfügung zu stellen und das Ei n w rtfc a a imgent selbst von diesen Aufgaben za eadaftm. um dieses auf iw tatsächlichen EiasatzaaArag kouMBÜg— QU—.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-10- 3

Insgesamt wurden durch das logistuche temporäre Ver*t*fcvm*«f*r*on*l M KFOR bisher 611 Fahrzeuge und 1.072 Container wtwte rund 20 000 etMvhw Venotgungwiikcl koordiniert nach Deutschland zurtk ktelwtert und vkx werteren Nutzung durch die Bundeswehr zugeführt

Dic Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft

b. fl H e ll gang der B unde n w e hr an dar KP Farce (EUFOR)

(1) EUFOR and NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkoatingeat (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

5. Demokratische Republik Kongo

a. Bedrohungsinge

Die Bedrohung im Land ist zurzeit insgesamt al> mittel, in den Provinzen Orientale, Nord-Kivu und Süd-Kivu je nach Region als erheblich bis hoch eingestuft.

b. Beteiligung der Bund esw e h r aa der EU Mfcafto* rar Stcherhehieeklorrefbna

(EUSEC)

Keine berichtenswerten Ereignisse

6, Sudan

a. Politische Lage

Der Südsudan hat am 09.07.11 seine Unabhängigkeit erklärt. Die Unabhängigkeitsfeierlichkeiten verliefen größtenteils friedlich. Die Republik de*


VS - NUR Fl R DEN DIENSTGEBRAUCH

- II -

Sftdsuden wurde noch am 09.07.11 von den USA und den meinten Staaten der ©ewf* wehen Union, alten voran Deutschland. Frankreich und dem Vereinigten künipTMch anerkannt. Die sOdsudanesische Regierung stellte am 11.07,11 den Avtnehmewwg m die Vereinten Nationen. Präsident Salve Kiir ernennte ein flhcnpangsishitieii, das mit der bisherigen Regierung der autonomen Verwaltung «le* Südsudan identisch ist

De - Südsudan ist der 54. Staat auf dem afirikanischen Kontinent und mit der \ xfcafcmt ie die VN ihr 193. Mitgliedsstaat. Mit der Unabhänglgkeltaerklärung Südsedans ca der wesentliche Meilenstein zur Friedenssicherung im Rahmen des Vomprehensive Peace Agreement" (CPA) vom 06.01.05 erreicht.

Die Bedrohung im Land ist zurzeit als niedrig, im Darfur und im Süd-Sudan al*

ha Süasudan bleibt die Lage angespannt. Kämpfe in den Bundesstaaten Warrap, Jongfci. I pper Nile und l nity State haben seit Jahresbeginn rund 2.000 Todesopfer

le Ahvcai heben Trappen der sudanesischen Streitkräfte die umstrittene Provinz bis jsbbb k r Fluss besetzt Die afrikanisch-stämmige Dinka-Bevölkcrung ist nach Uhnptcn aus diesem Gebiet geflohen.

Seil dem 07.06 11 kam cs auch im Südkordofan zu Kämpfen zwischen der neieet jschcn Armee und der Sudan People’s Liberation Movement (SPLM) Nuba. Beide Seiten beschuldigen sich, diese Kämpfe provoziert zu haben: Die SPLA durch einen C herfall auf eine Polizeistation in Kadugli, die sudanesische Armee durch Versuche, SPLA-Trappen gewaltsam zu entwaffnen. Fricdensgesprächc zu Sddkoidoän in Addis Abeba (Äthiopien) sind gescheitert.

hi Dorier kommt cs nach wie vor zu Kämpfen zwischen Rebellen und Rcgienangstrappen. Die Darfur-Fricdcnsverhandlungcn in Doha landen mit einem Trcflen der beteiligten Rcbcllengrappen und der Zivilgesellschaft einen vorläufigen


VS • NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-12-

Abschluß. I ricdensgcsprtchc gehen aber sowohl in Doha als auch in Darfur sclbM weiter. \

e. BeteUigueg der Baedeewehr aa der Uaftad Natioae MMoa le South Sudan

(UNM1SS)

Der VN-Sicherheitsrat hat am 08.07.11 einstimmig die Resolution 1996(2011) zur Mandatierung von UNM1SS angenommen, so dass diese Mission mit dem Tag der l Unabhängigkeit des Südsudan wirksam werden kann. Die Resolution entspricht dem I ntwurl, der am 08.07.11 morgens den Vorsitzenden und den Obleuten des Auswärtigen- und des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages Übermittelt wurde; es hat daran keine Änderungen mehr gegeben. Auch gegenüber dem Entwurf, welcher der Beschlussfassung im Bundeskabinett und in den Ausschüssen des Deutschen Bundestages zugrunde lag. haben sich keine mandatsrelevanten Änderungen ergeben.

Das Mandat, das der Deutsche Bundestag am 08.07.11 beschlossen hau hat damit Gültigkeit erlangt. Es sicht vor, dass sich Deutschland mit bis zu 50 Soldaten an UNMISS zunächst bis zum 30.09 11 beteiligt. Derzeit werden 13 deutsche Stabsoffiziere (darunter ein Oberst), die ursprünglich in der VN-Mission UNMIS tätig waren, in den Stab UNMISS in der südsudanesischen Hauptstadt Dschuba integriert.

d. Beteiligung der Bundeswehr aa der Uafted Nation Moaioa le Sedaa (UNMIS) Mit dem Tag der Unabhängigkeit des SOdsudan verfügt UNMIS über keinerlei exekutive Befugnisse im Sudan mehr. Der VN-Sicherheitsrat hat am 11.07.11 einstimmig die Resolution 1997(2011) zur Abwicklung der VN-Friedensmission UNMIS angenommen.

Gleichzeitig forderte der Sicherheitsrat den Generalsekretär auf, Optionen für eine VN-Unterstützung für Sicherheitsarrangements in Süd-Kordofan und Blauer Nil

vorzulegen.

Mit Abschluss der UNMIS-Mission werden die nach Integration der oben genannten 13 Stabsoffiziere in die neue Mission UNMISS verbleibenden deutschen Soldaten vermutlich noch im Laufe dieses Monats nach Deutschland zurückxerlegt.


v*, NUR FOR »I N DIENSTGEBRAUCH

- 13-

ikiwlHeH *•' aa der Uaited N.Ömu I Aflrksa Uilee MMoa In »arfer (UN AMID)

De» Diullltll Itundeuas hat am 0* 07.11 beschlossen, dass sich Deutschland wen,*!« mit Ml <u JO Soldaten an UNAMID beteiligt. Das Mandat gih bis zum

15 II II.

B.

IX« Bedrohung lei /ur/cit als mittel eingestuft.

b. HeteMlieeg der Hiiadeewsbr es der lU-fefiärtee Aeebüdeegwleeloe llr eeawUleebe Kkkerbeltakrftfte li Ugaada (Eiropeai Umioe Tratelag Mission

|EUTM| Z SOMALIA)

Keine berlchtcn* werten Ereignisse

In Djlbutl ist dk Bedrohung zurzeit als mittel, im Golf von Aden und den weiteren Seegebkten em Hom von Afrika als niedrig eingestuft.

b. Beesillfaag der Baadeeweär aa der Operatioa der Fsmpifarbca Uaioa zar Bekiapfeag der Piraterie: Operatioa ATALANTA - Beitrag ta Rakaca der EU NAVFOR SOMALIA

Der ATALANTA-Verbend besieht aus fünf Schiffen aus Spanien. Frankreich. Portugal. Griechenland und der deutschen Fregatte NIEDERSACHSEN mit insgesamt sechs Bordhubachraubem Zusätzlich verfügt ATALANTA über einen Seefemaufklärer aus Spanien sowie zwei Secfcmau


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

r -14-

Dic Fregatte NIEDERSACHSEN führt nach einem dreitägigen Hafenaufcnthah «n Djibuti sei dem 13.07.11 Seeraumübcrwachungsaufgaben am Internation

Rccommcndcd Transit Corridor (IRTC) im Golf von Aden durch.

Zum 01.07.11 hat dic Firma ASTRIUM GmbH - neben dem deutschen

Einsatzkontingent ISAF (siehe UdP 27/11)- auch die Betreuungskommunikation für

die Angehörigen des deutschen Einsatzkontingentes der Operation ATAL AN IA 1,1 Djibuti übernommen.

9. Westliche* imd östliches Mittelmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft. 'jm

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operatioaea gegen dea internationalen Terrorismus: Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

Derzeit keine deutsche Beteiligung

10. Libanon

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Landesinneren und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf See in der Area of Maritime Opcrations (AMO) als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nation« Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Fünf Nationen, davon vier mit seegehenden Einheiten, beteiligen sich an der MTF UNIFIL. Sie besteht derzeit aus einer Fregatte und einer Korvette aus


VS - Nt* FÜR DEN DIENSTGEflRALCH ^

-is- m

i'

SW HYÄNE wdS75 ZOBEL bilden

) 1 07 1 | Mm

(VN)/

(EU)

fti Kww (UNMIK) eed

U

(IULEX KOSOVO)

Oer

Sicherhett und Ordnung im Kosovo eingesetzten

■UUUIM.I'» WiMnw» le Rainen der UNMIK gchflrte „hi Poliziuen w

------ -itiieflimmn

EULEX

Experten - gegenwärtig 1.093 Polizisten m. davon 13


ges "Strategischer 41 Soldaten sowie (StSrkc: 3) und den amt 6.963 Soldaten

43 Soldaten, Mazar-e Lufttransportstützpunkt Soldat bei UNAMA in j derzeit bei NATO-

UNIFIL ATAL.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-17-


'''<u>Anlage 1</u>'''

'''<u>Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF</u>'''

''(Grafik)''


UdP: [...]

gebilligte Anzahl Soldatinnen/ Soldaten: 25

Einsatzort: Kandahar Bagram

Einsatzzweck: Der Bundesminister der Verteidgung hat den Einsatz von deutschen Fernmeldesoldaten des 1st NATO Signal Battalion Wesel und des DDO/DTA 1st NSB (ehemals Fernmeldebataillon 284) Wesel im Rahmen der NATO-Führungsunterstützung in Kandahar und Bagram sowie im Bereich der RC South und Southwest gebilligt.

Einsatzbeginn: 07.02.10

Einsatzende (geplant):

Bemerkungen: Die Billigung gilt weiterhin im Rahmen der vorgenannten Obergrenze von 25 Soldaten/ -innen bis zum Ablauf des aktuellen Bundestagsmandats.


VVNUKHWbf NOH NM*,! W/Ah< H

- I» •

AuüUUül

(WTN 1 MrUeehee F*7

n

■ mmmm-'  mm • 1 tm uf

nc wesr

(Hellen)

- im • f

is

ii

11

r <.•! ii*

C 11 ZV

fAT*C CAPtTAL £}lS\ (Türkei)

Z l •* f

MC EAST

(USA)

14 FA#U»MAV* 11 PAftWAW II KAFWA it wumeTA*

11 LAOMMAM II KUKAK 21 NAWOAÄHA*

Um national wie International mit gleichen Begriffen und Definitionen zu nachfolgende I mstulungen genutzt:

N1EPRIC» I in Staat, Organiiatlon oder Gruppe verfUgt über die l ähi Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte an/ugrci gründet/liehe Möglichkeit begeht, liegen keine konkreten Anzeichen

Angriffe vor,

IM I TTEL : I in Stoat, Organisation oder Gruppe verfl deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte in/i spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende KRHEBL1CH : l in Staat, Organisation oder Gruppe vertilgt Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten

liegen nicht vor. "'jSB

llOCp : Lin Staat. Organisation oder Gruppe verftigt über deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angn Zeitraum zu erwarten.