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Unterrichtung des Parlamentes

10/11

Ober die Auelendeeineltze

Rcdetoionsschluu: 9. Mlrz 20! I, 10:00 Uhr


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-2«

In den übrigen Regionen stellt sie sich wie folgt dar: Regional Command (RC) Capital: insgesamt mittel,

Hauptstadt Kabul: Regional Command West: Regional Command East: Command South

insgesamt mittel, insgesamt mittel

erheblich bis hoch.

erheblich bis hoch

xniuvpcii

Zeitraum vom 21.02.11 bis 06.03.11 (9. KW) registrierte ISAF landesweit 355

(sieäe Grafik). Es handele sich um 220 Schusswechsel und

OrfiaitkM« der Mrokmpamkm sidtt AatafS 2


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•I*

Gefechte 91 sprengstoffanschläge, sowie 17 Vorfälle von indirektem Beschuss (Mörser und Raketen) und sieben sonstige Vorfälle.

Vier Vorfälle ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital, 14 im RC West, 67

im RC South, 163 im RC Southwest und 19? im RC East.

Insgesamt sind bei den Vorfällen neun ISAF-Soldaten gefallen; weitere 72 ISAF-

Soldaten wurden verwundet.

(Grafik)

Am 07.03.11 ereignete sich im Distrikt Behsud der Provinz Nangarhar zwei 

Anschläge mit behelfsmäßigen Sprengsätzen (Improviscd Explosive Device / IED). 

Durch die Explosion des ersten Sprengsatzes wurden zwei afghanische Zivilpersonen 

verletzt. Im Rahmen der Untersuchung des Vorfalles detonierte der zweite 

Sprengsatz. Dabei kamen zwei Angehörige der Afghan National Police (ANP) ums

Leben; elf weitere afghanische Polizisten wurden verletzt.


_________________________________
Übersichtskarte der afghanischen Provinzen siehe Anlage 2


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fc. I rttmti—I Sa eart ty Aeriebmee Force (ISAF)

(1) Operationen MOSTARAK «ad HAMKARI BARAYE KANDAHAR

Es gib« keine wesentlichen Änderungen in der OpcretionsfUhrung des ISAF JoiM Command (UC). Der Schwerpunkt ftir COM ISAF bleib« unverändert der Sttden AfgfcwiitMi.

Capital)

Am 2S.02.11 kam es in vier verschiedenen Provinzen zu IED-Anschlägen internationale Skherheitskrlfte. Dabei sind in den Provinzen Wardak, Logar und Kandahar vier amerikanische Soldaten und in der Provinz Herat ein italienischer Soldat gefallen.

Opposing Militant Forces (OMF) griffen am 01.03.11 iniemationak Skherheitskrlfte an. Bei dem Vorfall, der skh im Distrikt Nahr-e Saraj der Provinz Helmand ereignete, ist ein britischer Soldat gefallen.

In den Provinzen Kandahar (03.03.11) und Helmand (04.03.11 und 05.03.11) sind bei IED-Anschlägen gegen intemationak Skherheitskrlfte drei amerikanische Soldaten gefallen.

(3) Regional Command (RC) Capital / Tetie (EiaaKUt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(4) Rtftaaal Co mmaad (RC) North I

Dk ftir das Partnering mit den afghanischen Sicherheitskrlften (Afghan National Security Forces / ANSF) zuständigen deutschen Ausbildung*- und Schutzbataillone (AusbSchtzBtl) führten in der vergangenen Woche

Operationen gemeinsam mk ANSF durch. Schwerpunkt war unverändert der

Kunduz-Baghlan-Korridor.

Im Rahmen einer in diesem Raum durchgeführten Operation wurden auch Standorte für neu zu errichtende Combat Outposts (COP) und Forward


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Opeming H.X-. .FOB) erkundet Für mehrere COP heben die erforderlichen Bauartdien bereits begonnen.

Dns Rt North beabsichtigt, in den nächsten drei Monaten die Erfolge in der Pn'Nin/ RagMan zu konsolidieren. Dafür werden Kräfte des AusbSchtzBtl

Mazar-e Sharif eingesetzt werden

In Mazar-e Sharit hat der Kommandeur des RC North, Generalmajor Markus am 07.03 11 die Verantwortung filr die amerikanischen Kräfte im RC

North von der Ist Brigade, lOlh Mountain Division, an die 170th Infantr>

(Rheinland-Pfalz) übergeben.

Des F ührungspersonal der amerikanischen Brigade hat bereits in Deutschland

frühzeitig im Rehmen der Vorbereitung auf den Einsatz mit dem

I. Panzerdivision, die derzeit Leitverband ftir das deutsche

ISAF ist, zusammengearbeitet.

Am Vormittag des 09.03.11 wurden deutsche Kräfte rund sieben Kilometer südwestlich von Kunduz mit Handwaffen angegriffen. Die deutschen Soldaten hahen das Feuer erwidert und sind nach Ausweichen im Polizeihauptquartier Chahar Darah eingetroffen. Auf deutscher Seite gab es keine Verwundeten oder Schäden.

Nach bisherigen Meldungen sind im Zuge der Kampfhandlungen möglicherweise zwei afghanische Zivilistinnen verletzt worden. Eine Frau wurde in das PRT Kunduz gebracht und ist dort in Folge ihrer Verletzungen verstorben. Eine weitere Frau wurde in ein afghanisches Krankenhaus gebracht. Ob die Zivilpersonen tatsächlich im Zusammenhang mit dem Vorfall verletzt worden sind, oder andere Ursachen und Verursacher zu den Verletzungen geführt haben, wird zurzeit noch untersucht.

Die afghanische Armee (Afghan National Army / ANA) is Korps, eine Division, Spezialkräfte und Feldjäger gegliedert

Divisionen handelt es sich um Truppenkörper (Verbänden) bestehen. Den Refiionalkommai

zugeordnet. Im Bereich


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Das Planungs-Soll für das Jahr 2010 (134.000 Soldaten im Oktober 2010) wurde um 5% übertroffen. Die Stärke der ANA beträgt zurzeit rund 152.400 Soldaten. Bis Oktober 2011 soll die ANA auf eine Stärke von 172.000 anwachsen. Die derzeitige Wachstumsrate übertrifft diese Planung. In einem internationalen Entscheidungsgremium (Joint Coordination and Monitoring Board / JCMH) wird eine weitere Erhöhung der Personalstärken der ANA auf bis zu 208.000 und der ANP auf rund 170.000 Mann bis Oktober 2012 angestrebt.

Der Aufwuchs des 209. ANA-Korps, gegliedert in drei Brigaden, verläuft insgesamt planmäßig. Die 2. Brigade in Kunduz ist nahezu einsatzbereit und hat bereits gezeigt, dass sie auf Verbandsebene operieren kann. Die neu aufgestellte 3. Brigade in Mazar-e Sharif wird 2011 weiter aufwachsen. Das bedeutet, dass die Brigade bereits jetzt über einen zum Partnering befähigten Verband verfügt und Ende 2011 um voraussichtlich zwei weitere Infanterie-Bataillone (Kandak) und ein Kampfunterstützungsbataillon aufwachsen wird. Die Einsatzbereitschaft dieser Bataillone kann zur Zeit noch nicht eingeschätzt werden. Die 1. Brigade in Maimanah befindet sich noch in der Aufstellung und wird sich ebenfalls in 2011 positiv entwickeln, so dass ein Partnering auf Verbandsebene mit einem ersten Bataillon in absehbarer Zeit möglich erscheint.

Insgesamt ist der strukturelle Aufbau der ANA im Verantwortungsbereich des RC North zu etwa zwei Dritteln vollzogen und wird bis auf einen Verband bis Ende 2012 abgeschlossen sein. Die zahlenmäßigen Wachstumsraten in Verbindung mit den verstärkten Ausbildungsfähigkeiten von ISAF im Rahmen des Partnering der ANA zeigen einen positiven Trend.

'''(5) Polizeiaufbau'''

Bislang wurden im laufenden Jahr 26 Ausbildungsvorhaben abgeschlossen und 844 afghanische Ausbildungsteilnehmer von deutschen Polizisten und Feldjägern der Bundeswehr ausgebildet. In 26 laufenden Ausbildungen werden derzeit 2.105 afghanische Polizisten - inklusive dem Focused District Development Programm (FDD) - durch deutsche und afghanische Trainer aus- und fortgebildet.


I VS * NUR F( K IM N 1)11 NSTCil BKAIK H

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(«) KerahWI»» Uewmee«^**“"»* »A*

In Jcr vergangenen Woche geh e< fbnf Unlenllll7img»noge mit C-IW l RANSALL außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Dic Anzahl der UntertffMzungsflOge erhöht »ich damit auf insgesamt 920.

Alle weiteren kurzfristigen Unterst Otzungsleistungen außerhalb des deutschen

Verantwortungsbereiches sind in der Anlage I aulgeführt.

Ziviler Wiedareufbne / Eatw4eWnn*w«aam«neoarb«it

Am 02.03.2011 wurde Afghanistan in einer außerordentlichen Sitzung des zuständigen Koordinationsgremiums im Bildungsbereich (Human Ressource» Development Board - HRDB) in die muhilaterale Education for All - Fast Track Initiative (EFA-FTI) aufgenommen. In Anwesenheit von Medienvertrctem stellte BiWungsministcr Farooq Wardak den entsprechenden afghanischen Bildungsplan (Interim Plan) vor Nach mehr als zweijähriger Vorbereitung und in intensiver Zusammenarbeit mit der internationalen Gebergemeinschalt hat das Bildungsminieterium auf der Grundlage der nationalen Bildungsstrategie (National Education Strategie Plan - NESP II) den Interim Plan erarbeitet. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte Grundbildungsvortteben hat den Prozess aktiv mit Expertise unterstützt Mit der Unterzeichnung der Anerkennungsnote (endorsement note) von allen im HRDB v er tretene n Entwicklungspertnem des Bildungsministeriums wurde der Interim Plan in seiner vorliegen Fassung angenommen und kann nun beim FT1Sckretariat in Washington eingereicht werden. Es wird erwartet, dass EFA-FTI in den nächsten drei Jahren bis zu 150 Mio. US-Dollar für die Umsetzung des Interim Plan zur Verflgung stellen wird. Die Mittel kommen aus einem Fonds, der von derzeit 17 Lindem (darunter Deutschland) und Organisationen der internationalen Zusemmeiwhelt gespeist wird. Seit 2003 wurden für bislang 36 Mitgliedsländer von EFA-FTI insgesamt rd 1.6 Mrd. US-Dollar zugesagt. Afghanistan wird damit das 37. Mitgliedsland der EFA-FTI-Partnerschaft.

IXis im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von der KfW Batwickhmgsbenk Jarchgiführte Vorhaben


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..Berufliche Schulen Nordafghanistan“ unterstützt die Umsetzung der afghanischen I ntwivklungsstrategie ANDS (Afghanistan National Development Strategy) im Hcrufsbildungsbereich. Im Rahmen des Vorhabens fand im Februar 2011 eine tonsultant-Mission statt, deren Ergebnisbericht nun dem afghanischen Hildungsministerium zur Abstimmung vorgelegt wurde. Darin wird vorgeschlagen, in einer ersten Programmphase Baumaßnahmen (Aus- und Neubau), Ausstattung und begleitende Ausbildung in Kunduz, Mazar-e-Sharif und Kabul zu finanzieren. Über das Vorhaben sollen verschiedene Ausbildungsinstitutionen mit Kapazitäten von 600 bis 1.500 Schülern abgedeckt werden. Auf ausdrücklichen Wunsch der afghanischen Partner wurde auch der Aufbau von zwei Lehrerakademien in Kabul und Mazar-eSharif geprüft, um dem steigenden Bedarf an qualifizierten Berufsschullehrern begegnen zu können. Die fachlichen Schwerpunkte der Berufsschulen orientieren sich am Bedarf der jeweiligen Region. So wurde beispielsweise für Kunduz ein Regionalinstitut ftir Landwirtschaft vorgesehen. Die Auslegung des Instituts wurde eng mit dem bereits existierenden berufsbildenden Landwirtschaftsprogramm der niederländisch-afghanischen Kooperation abgestimmt, um einheitliche Sektorstandards zu wahren. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der deutschafghanischen Entwicklungszusammenarbeit im Bildungsbereich wurden jedoch zusätzlich Wohnheime für weibliche und männliche Studenten vorgesehen. Die Bereitstellung von Unterkünften ermöglicht cs insbesondere Frauen, Ausbildungsmöglichkeiten wahrzunehmen.

Am 06.03.2011 fand in der Mediothek Kunduz eine Veranstaltung unter dem Motto ..1 acing civil society“ unter Teilnahme von Vertretern der örtlichen Zivilgesellschaft, der afghanischen Regierung sowie der Gebergemeinschaft statt. Das vom PRT initiierte Treffen sollte als Auftaktveranstaltung zur besseren Verknüpfung der Zivilgesellschaft mit der Provinzverwaltung dienen und wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Vertreter der Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung stellten den anderen Teilnehmenden ihre Anliegen und Planungen vor. Anschließend stellten sich die anwesenden Vertreter der Provinz Verwaltung und der Geber den Fragen aus der Zivilgesellschaft. Zum weiteren Vorgehen beschlossen die Vertreter der Zivilgesellschaft, sich in Arbeitsgruppen zusammenzuschließen und ihre Anliegen im Einzelnen mit der Provinzverwaltung zu erörtern, ln einem Monat sollen die erzielten Ergebnisse dem


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Forum vorgestellt werden. Die Veranstaltung diente damit als Auftakt zu einem kontinuierlicheren Dialog zwischen der Zivilgesellschaft und den Regierungsstellen in Kunduz.

Nach gut einjähriger Bauzeit hat der zivile Leiter des PRT Kunduz am 03.03.11 in einer großen öffentlichen Veranstaltung die aus Mitteln des Stabilitätspaktes Afghanistan gebaute gemischte Schule von Sher Khan Bandar im Distrikt Imam Sahib an den Gouverneur und die Schulbehörde der Provinz Kunduz übergeben.

Mit 20 Klassenzimmern und einem Kindergarten gehört diese Schule zu den größten der Provinz. Mit Beginn des afghanischen Schuljahres Anfang März werden zunächst 800 Jungen und Mädchen in den Klassenstufen 1 - 12 in zwei Schichten in der Schule unterrichtet. Der Schulbetrieb hatte vorher in Zelten und unter freiem Himmel stattgefunden. Durch Vergrößerung der Klassen und Einführung einer dritten Schicht werden in dem Schulgebäude künftig bis zu 1.500 Schüler unterrichtet werden können. Das Schulgelände bietet Platz für ein weiteres Gebäude mit abermals 20 Klassenzimmern, so dass die Schule bis auf 3.000 Schüler aufwachsen kann.

Die Schule wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Provinzverwaltung auf starken Zuwachs angelegt. Dies ist Teil des Plans der Regierung, den Grenzübergang Sher Khan Bandar weiter auszubauen. Der an der Verbindungsstraße zwischen Kabul und der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe gelegene Grenzübergang ist gemessen am Warenverkehr und dem Zolleinkommen der fünft wichtigste Afghanistens. Erst vor gut zwei Jahren wurde die schwerlastfähige Brücke über den Grenzfluss Amu Derya für 50 Millionen US-Dollar aus amerikanischen Mitteln fertig gestellt. Seither wurde auch eine aus Mitteln der EU finanzierte moderne Zollstation in Gebrauch genommen. Das rasante Wachstum des Grenzortes allein seit Beginn der Bauarbeiten der Schule scheint den Planungen der Regierung Recht zu geben.

Mit dem Bau der Schule will die Regierung Beamten und Unternehmern die Ansiedlung in der entlegenen Grenzstation attraktiver machen. Auch der Bau einer im Verhältnis zur Größe des Ortes großen Moschee mit Geldern aus den Golfstaaten dient diesem Zweck.

Schulbehörde und Provinzregierung hatten diesem Schulneubeu deshalb hohe Priorität gegeben und mangels eigener Mittel das PRT Kunduz im Jahr 2009 um Unterstützung gebeten. Nach Bestätigung durch das Bildungsministerium und wegen


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dcr Dringlichkeit des Vorhabens hatte des PRT dwaeSwi die Deutsche Geselbchart ftir Internationale Zusammenarbeit (G1Z) mit der Durchftfera* des Vothahens Ihr insgesamt 640.000 Euro aus Mitteln Ihr kurzfristige StaklisicnwgsmeÄBahmcn des AA beauftragt. Der Bau von Schulen ist ei« wesentliches Element der Stabil isierungsanstrengungen und Wiederau fbauarfee« ia den von deutsche« PRT unterstützten Provinzen m Nord-Ost Afghanistan Wenn die Wiederher ste llung xvn Sicherheit den Zugang von Regierungsvertreiem und Entvs K.klungsorga«isanc*en m ein Gebiet ermöglicht ist bei der Ermittlung voe Sofortbedarf und dringendsten Bedürfnissen die Trinkwasserversorgung und der Bau einer Schule der «m häufigsten geäußerte Wunsch von Dörfern und G eme i nden.

In der Provinz Kunduz hat gerade auch der von Deutschland u nter stütz te Bau von Schulen dazu beigetragen, dass sowohl die Emschulungsratc in der Provinz ab auch der anteilige Schulbesuch von Mädchen über dem nationalen Durchschnitt liegen, ln den Jahren 2007 bis 2010 wurden allein in der Provinz Kueduz 36 Schulen mit deutschen Mitteln gebaut. Davon wurden 28 durch den von den drei Ressorts Bundesministerium für wirtschaftliche Z usa mmenarbeit und Entwicklung (BMZX Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und Auswärtiges Amt (AA) gespeisten Provincial Development Fund finanziert. Fünf Schulen wurden mit Mitteln der Entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe (ENÜH) oder des BMZ-Fonds zum Aufbau von Basisinfrastruktur und zur Schaffung von Einkommen in ländlichen Regionen gebaut. Drei Schulen wurden mit Ge Wem des AA für kurzfristige Stabilisierungsmaßnahmen um gesetzt. Zahlreiche weitere Schulen wurden aus diesen unterschiedlichen Titeln entweder erweitert oder rehabilitiert. Bereits Mitte Februar hatte das PRT Kunduz eine aus Mitteln des Afghanistan Stabilitätspakts gebaute Schule an die Schulverwaltung der Provinz übergeben (siehe UdP 08/11). Eine weitere wird noch dieses Frühjahr übergeben. Außerdem wird in der Provinz Kunduz derzeit der Bau von insgesamt 17 Schulen aus deutschen Fördermitteln betrieben. Sieben Schulen werden aus Stabilitätspakt-Mitteln des AA von der Aga Khan Stiftung gebaut. Sieben Schulen werden durch den Provincial Development Fund (BMZ, BMVg, AA) finanziert. Zwei Schulen werden über das ENÜH-Programm des BMZ gebaut. Schließlich wird in dem bislang besonders unsicheren Gebiet von Gor Tepa (Distrikt Kunduz) der Bau einer Schule aus Stabilitätspakt-Mitteln des AA und unter Aufsicht der CIMIC-krätte des PRT

Kunduz umgesetzt.


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• II - *

d. Betctltgeag der Baadeeweär u der Uaited Netto«* Aaeletaace Mission m

AffhuiKM (UNAMA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

2. uiMMm

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft

3. Koeovo

a. Bedrokaagslage Ia der Repebilk Koaovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, ftir den Norden der Republik Kosovo als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bandeswehr an der Koeovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deatacbee Eiasatzkoetingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR nnd NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

%


VS • NUR KÜR DEN Dt LNSTOBB RAUCH

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Die Bedrohung im Und i« nimh insgesamt sh mittel. In den Provinzen Orientale, Nord-Kivu und Md-Kivu je nach Regien ab erheblich Mt hoch -fngrr "

(2) DmM« Eteeetakontingcnt (EiaeKigt)

Keine berichtcnswcrtcn Ereignisse

b. Beteilig«ng der Beedeewebr an der KU Mlaeton aar SteberbettMektorrefonn

(EUSEC)

Keine berichtenswerten Lrcignisse

Die Bedrohung im Land ist zurzeit alt mittel, im Darfur und im Süd-Sudan alt erheblich eingestuft.

b. Beteiligesg der Bendeewebr an der United Natloea Mlaeton In Sedaa (UNMIS)

In Abyei kam es im Zeitraum Ende Februar bis Anfang Mlrz zu Auseinandersetzungen zwischen den Populär Defencc Force (PDF) der Mitseriya (arabische Nomaden) und dem South Sudan Police Service (Polizei des Südtudan) mit Ober 15 Toten und Verwundeten. Auslöser der Auseinandersetzungen sind die seit langem ungelösten Streitigkeiten um Wasser- und Durchzugsrechte zwischen sesshaften und nomadisierenden Bevölkerungsgruppen in Abyei.

Der Sonderbeauftragte des VN-Generalsekretärs und Leiter der VNFriedensoperation UNMIS hat sich am 04.03.11 im UNMIS Camp Abyei mit Vertretern der relevanten Behörden und politischen Parteien getroffen, um ein erneutes Ausbrechen gewalttätiger Auseinandersetzungen zu verhindern Im laufe der Beratungen kam es zu einer Demonstration von rund 200 - 250 Personen (Dinka, sesshafte Bauern) vor dem Feldlager von UNMIS. Die Demonstranten verlangten mit


v* NtvrttoMM

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7.

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EU FIAVrOE SOMALIA

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r VS . NUR FÜR 1)1 N DIENSTGEBRAUCH

•14.

Zusätzlich vertuet \ I AI AN I \ Uber je einen Scefcrnaufklircr aus Deutschland und Spanien sowie zwei Scefemaulkllrer au» Luxemburg.

Am 01.03.11 wurde das Frachtschill I MS RIVRR (f lagge Antigua und Barbuda, deutsche Reederei, keine deutschen Hesiit/ungsimtglledci an Bord), das seit dem

27.12.10 in der Hand von Piraten war (siehe UdP 01/11), freigelassen.

b. BetetUgaag der Baadeswehr aa Operatioaea gegen den lateraattoaalen Terrorismaa: Operatioa ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

An OAK beteiligen sich derzeit vier Nationen mit Schiffen und einem Unterseeboot sowie NATO Aufklärung!- und Früh warn flugzeuge (AWACS).

Die deutsche Fregatte N1EDERSACHSLN nahm im Transit bis zum 07.03.11 an der Operation ACTIVE ENDEAVOUR teil. Dic NIEDERSACHSEN befindet sich derzeit auf dem Weg in das Einsatzgebiet ATALANTA und wird dort die Fregatte

HAMBURG ab lösen.

Libanon ■ ; ■ 1.....

a. Bedrohaagslage

Dic Bedrohung im Landcsinncren und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf

See in der Area of Maritime Operation! (AMO) als niedrig eingestuft.


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'''b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)'''

'''(1) UNIFIL'''

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat im Rahmen seiner Routineberichterstattung dem VN-Sicherheitsrat (VNSR) am 28.02.11 einen Bericht über den Stand der Implementierung der UNIFIL zugrunde liegenden VNSR-Resolution 1701(2006) vorgelegt. Darin fordert er angesichts der während der libanesischen Regierungskrise durch UNIFIL gewahrten relativen Stabilität die Konfliktparteien und die internationale Gemeinschaft auf, ihre Bemühungen um Fortschritt auf dem bisherigen Weg fortzusetzen.

'''( 2 ) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL'''

Fünf Nationen beteiligen sich mit seegehenden Einheiten an der MTF. Sie besteht derzeit aus vier Fregatten und Korvetten, drei Patrouillenbooten sowie einem Tender.

Der Tender DONAU sowie die Schnellboote S 80 HYÄNE und S 75 ZOBEL bilden den deutschen Beitrag.


'''11. <u>Internationale Organisationen / Aktivitäten</u>'''

'''Vereinte Nationen (VN) / Europäische Union (EU)'''

'''United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und Rechtsstaatlichkeitskommission der Europäischen Union im Kosovo: European Union rule of law mission in Kosovo (EULEX KOSOVO)'''

'''Internationale Polizeitruppe'''

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören acht Polizisten an, darunter ein deutscher Polizeibeamter.

EULEX gehören - neben anderen Experten - gegenwärtig 1.098 Polizisten an, davon 70 Deutsche.


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12 * Luffttrani portciniitzc und Übcrwachunoflflgc mit


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Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der einsatzgleichen Mission EUSEC RD CONGO (Stillte: 3) und den Angehörigen der Mission EUTM SOMALIA (Stärke: 6) sind insgesamt 7.662 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsitzen eingesetzt.

Kunduz: 1.339 Soldaten. Feyzabed: 307 Soldaten. Taloqan: 70 Soldaten, Mazar-c Sharif: 3.219 Soldaten, Kabul: 327 Soldaten und Strategischer LufttrsnsportstOtzpunkt / UZB: 113 Soldsten. Zusltzlich befindet sich I deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

Besonderheit: zzt. Kontingentwechsel

Im Rahmen der Kontingentwcchsel kann es zu temporären Überschreitungen der jeweiligen Mandatsobergrenzen kommen.


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tuadesmmtsicr dar Verteidigung Hel den Eintet«

I Benetton. Wesel and des DDCVTXA lat NSB iah Ferwaeldebeuilk* 214 K Wesel im Rehmen ^ATO-F nh nm g iuntei H O U u ng ta Kendeher und ■a »ow>« im Bereich der RC South und Southwest

Der Bundesmminer der Verteidigung hat den seitlich 05.02.11 heftiaMen Einsetz eines deutschen Offiziers in Kandahar genehmigt. Der Transportflieger tat als Austauschpilot bei einer britischen Einheit eingesetzt, die vom 05.02.11 bis voraussichtlich 14.03.11 erneut in der sOdafahantschen Stadt stationiert ist.

i


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I m rational wie international mit gkichcn Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende I mStufungen genutzt:

Hf ptMir. Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Abskht deutsche Streitkräfte undoder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, Ikgen keine konkreten Anzeichen für bevorstehende

Angriffe vor.

MITTEL l in Staat. Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglkherweise bevorstehende Angriffe hin.

KRHfil H irH Ein Staat Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen

liegen nicht vor. .. „ „. , . ... .....

HOCH Ein Staat Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht

deutsche Streitkrtfte undoder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete

und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten

Zeitraum zu erwarten.