﻿VSj_NUft Ftfc DEN DIENSTGEBRAUCH

Unterrichtung des Parlamentes

08/11

f

Ober die Auelandselnsltze der Bundeswehr

Redaktionsschluss: 23. Februar 2011, 10:00 Uhr


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I ®. -2-

Afrhanistan

a. Politische Lage

Nach der Auseinandersetzung zwischen Staatspräsident Hamid Karzai und den neugewählten Abgeordneten um die Konstituierung des Parlamentes (siehe UdP 04 II), verschiebt sich die Wahl des Parlamentssprechers nach vier gescheiterten Wahlrunden zeitlich weiter (siche UdP 06/11). Nun wird eine "politische Lösung" unter Beteiligung der Mehrheitsfraktionen im Parlament um die Abgeordneten Quanooni und Sayyaf sowie des Präsidentenpalastes erwartet. Ein Zeitrahmen dafür existiert nicht.

Das Joint Afghan-NATO Inteqal Board (JANIB), ein gemeinsamer Ausschuss aus Vertretern der afghanischen Regierung, von NATO, ISAF und Botschaftern der wichtigsten Truppensteller, berät in dieser Woche darüber, in welchen Gebieten die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung beginnen soll. Staatspräsident Karzai hat angekündigt, die Entscheidung Uber diese erste Tranche zum afghanischen Neujahrsfest Nawruz am 21.03.11 verkünden zu wollen.

Die weitere Befassung des NATO-Rats wird eng mit der afghanischen Seite abgestimmt. Noch ist daher offen, ob und wie das Thema "Transition" beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister am 10711.03.11 behandelt wird.

Am 18.02.11 hat dic amerikanische Außenministerin Hillary Clinton Botschafter Marc Grossman zum neuen Sonderbeauftragten ftir Afghanistan und Pakistan ernannt. Er folgt Botschafter Richard Holbrooke nach, der überraschend am 13.12.10 verstorben war.

Grossman entstammt dem diplomatischen Dienst und war in der Regierung Bush im Außenministerium von 2001 bis 2005 Undersccretary of State for Political AfTairs. Während der Friedensvcrhandlungen von Dayton, die den Bosnienkrieg beendeten, war er Mitarbeiter von Holbrooke. Seit 2005 war Grossman Berater in der Cohen Group, einer Bcratungsgesellschaft, die vom ehemaligen U.S. Secretary of Defense, William Cohen, geführt wird. Grossman soll sich, nach den einführenden Worten von Außenministerin Clinton, auf eine politische Lösung für Afghanistan, die Unterstützung eines regionalen Ansatzes sowie auf den Versöhnungsprozess konzentrieren.


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-3- tl

Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt erheblich 1 . In Nordafghanistan liegt sie zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

In den übrigen Regionen stellt sie sich wie folgt dar:

Regional Command (RC) C apital: insgesamt mittel,

insgesamt mittel,

Regional Command West: insgesamt mittel,

insgesamt erheblich bis hoch, insgesamt hoch, insgesamt erheblich bis hoch.

Im Zeitraum vom 14.02.11 bis 20.02.11 (7. KW) registrierte ISAF landesweit 385 SichcrhcitsvorfUlle (siehe Grafik). Es handelte sich um 272 Schusswechsel und Gefechte. 72 Sprengstoffanschlägc - darunter zwei Selbstmordattentate in den

Definitionen der Bedrohungsstufen siehe Anlage 2

1


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Provinzcn Kabul 2 und Nangarhar - sowie 37 Vorflille von indirektem Beschuss (Mörser und Raketen) und vier sonstige Vorfälle.

15 Vorfälle ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital, 13 im RC West, 58 im RC South, 183 im RC Southwest und 114 im RC East.

Insgesamt sind bei den Vorfällen neun ISAF-Soldaten gefallen 3 ; weitere 73 ISAFSoldaten wurden verwundet.

Darah

Anschlag mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (Improvised Explosive Device / IED) auf ein Fahrzeug der Afghan National Police (ANP). In Folge der Explosion kam ein afghanischer Polizist ums Leben.

In der Provinz Kunduz brachte am 21.02.11 ein Selbstmordattentäter im Gebäude der Distriktverwaltung des Distriktes Imam Sahib einen Sprengsatz zur Wirkung. In


VS NUR I HR DUN DIliNSTOEHRAUCH

• 3-

I ol*e der I xplo.ion k«m«n bi. zu 30 ifgh.nlKhe Zlvllpenonen um» I eben; mch,

als 30 weitere wurden verletzt.

Force (ISAF) '

(1) Operationen nun i aiuu% «uid HAMKARI BARAY1 KANDAHAR Die Operationen HAMKARI BARAYE KANDAHAR und MOS 1 \RAK

Afghanistans verlaufen weiterhin planmäßig.

(2) Mllittrtache Lage (allgemein)

Es gibt keine wesentlichen Änderungen in der Operationsführung des I

. Der Schwerpunkt für COM ISAF bleibt unverändert

Als l-rgebnis der Londoner Afghanistan-Konferenz (Januar 2010) wurde der schrittweise Aufwuchs der Afghan National Army (ANA) mit einer Sollstärke von 171.600 Soldaten für Lnde 2011 beschlossen. Das planerische Ziel für das Jnhr 2010 von 134.000 wurde bereits im Juli 2010 Überschritten. Die aktuelle Stärke beträgt 152.000 Soldaten. Insgesamt verläuft der Aufwuchs der ANA planmäßig und mit Blick auf die reinen Zahlen nach wie vor besser als erwartet. Trotz dieses insgesamt positiven Trends, gibt es doch noch deutliche Mängel im

len Verbänden fehlen Offiziere und Unteroffiziere. Insgesamt gibt von rund 12.000 Unteroffizieren und rund 4.500 Offizieren.

Dennoch hat insbesondere bei der Ausbildung des militärischen I Uhrungspcrsonals die internationale Unterstützung zu erheblichen qualitativen Fortschritten beigetragen. Durch den Aufbau eigener afghanischer Schulen für die Streitkräfte wurden die Grundlagen ftir deren Professionalisierung und für einen nachhaltigen Aufbau eines Offizier- und Unteroffizierkorps geschaffen. An der afghanischen Militärakademie schlossen im Jahr 2009 insgesamt 84 Offiziere und im Jahr 2010 bereits 212 Offiziere erfolgreich ihre Ausbildung ab.

und Korruption haben abgenommen, sind aber trotz aller Anstrengungen noch weit verbreitet. Das hohe Risiko bei Kampfeinsätzen führt

zu einer hohen Rate von eigenmächtigen Abwesenheiten und Fahnenflucht (rund

18% in der ANA). Weitere Verbesserungen sind bei der Fähigkeit der ANA zur


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eigenständigen Planung und Führung von Operationen erforderlich. Darüber hinaus ist die jetzige Struktur der ANA im Kern auf inlanteristische Fähigkeiten ausgerichtet, das heißt, es fehlen Fähigkeiten im Bereich Kampfunterstützung und Logistik. Zudem ist die technische Ausstattung der ANA noch unzureichend.

Der Aufwuchs des 209. ANA Korps im deutschen Verantwortungsbereich verläuft insgesamt planmäßig. Die 2. Brigade in Kunduz ist nahezu einsatzbereit und hat bereits gezeigt, dass sie auf Verbandsebene operieren kann. Die neu aufgestellte 3. Brigade in Mazar-e Sharif wird in 2011 weiter aufwachsen. Das bedeutet, dass diese Brigade bereits Ende 2011 mit mindestens einem Bataillon einsatzbereit sein wird und auf Bataillonsebene sowie mit weiteren Kräften auf der Kompanieebene im Partnering operieren kann. Die 1. Brigade ln Maimanah ist noch im Aufwuchs und wird sich im Jahr 2011 so entwickeln, dass ein Partnering auf Kompanieebene in absehbarer Zeit möglich erscheint. Insgesamt kann festgestellt werden, dass der strukturelle Aufbau der ANA im deutschen Verantwortungsbereich zu etwa 2/3 vollzogen ist und bei fortlaufender positiver Entwicklung absehbar in den nächsten zwei Jahren alle Verbände strukturell aufgestellt sein werden.

(3) Militärische Lage (SieherheltsvorflUle außerhalb Regional Commaad North und Regional Command Capital)

Bei einem IED-Anschlag auf internationale Sichcrheitskräfte ist am 14.02.11 im Distrikt Nahr-e Saraj (Provinz Helmand) ein britischer Soldat gefallen.

Am 17.02.11 sind bei einem IED-Anschlag im Distrikt Sangin der Provinz Helmand und bei einem Gefecht mit Opposing Militant Forces (OMF) im Distrikt Ghaziabad (Provinz Kunar) zwei amerikanische ISAF-Soldaten

gefallen.

Bei Gefechten zwischen OMF und von ISAF-Kriften begleiteten Patrouillen der afghanischen Sichcrheitskräfte sind am 19.02.11 in der Provinz Kapisa (Distrikt Tagab) ein französischer Soldat und in der Provinz Uruzgan (Distrikt Chorah) ein australischer Soldat gefallen.


xn .NVH »Oh 1>1N WBNSTCU »RAUCH

L ^ • j • ■ ■■

(4) Kegtoaal Gwmand (RC) Capital / Teil, Deutsch«

(BMC«)

Kein» bertchteii'wcrtet* Irelgnlsse

(RC) North / Deutsche« tlasa

mit de« afghanischen Sicherheitskräften

/ ANSF) zuständigen deutschen A in der vergangenen Wochc unv mit AN» durch.

begann Im Distrikt Baghlan-e Jsdid (im Korridor zwischen Khumri) eine größere Folgeoperation. Dic Operation wird im afghanische Sichcrheitskräfte (rund 400 Soldaten und 6<>0 und durchgeführt. Die ISAF stellt die Fähigkeiten, die im 209. ANA Korps nicht oder noch nicht sind (zum Beispiel Anforderung CAS, EOD, CIMIC oder Ver>orgung). ANSF übernehmen somit nahezu eigenständig für eine Sicherheitsoperation in einem Schlüsseldistrikt. I in könnte damit einen großen Schrin auf taktischer I bene ligkeit und Durchsetzungstlhigkeit der afghanischen Verantwortungsbereich des RC North werden.

wurde n erste Erkundung»- und Planungsergebnisse im mit der niederländischen Polizeimission im deutschen vom Kommandeur RC North gebilligt. Im Rahmen der ildungsmission sollen zunächst vier kleinere Afghan Uniformed Police (AUP) in Kunduz unterstützt Einbindung in das German Police Pmject Team (GPPT) und Vcntrc (RTC) der NTM-A erfolgen. Darüber hinaus sind Police Operational Mentor and Liaison Team (POMLT)

geplant, die aus fünf Ft einem Sanitäter bestehen

Counter-IED Personal,

Ausbildungsbeginn


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Jagdflugzeuge mit Personal in Mazar-e Sharif ab Mai 2011 im Schwerpunkt zur Aufspürung von Sprengfalien (IED) aus der Luft und zur Unterstützung in Notsituationen stationiert werden (siehe UdP 03/11).

Am 16.02.11 und 17.02.11 besuchte der Bundesministcr der Verteidigung, KarlTheodor Freiherr zu Guttcnberg, zum zehnten Mal das deutsche Einsatzkontingent ISAF. Er suchte das Gespräch mit den deutschen Soldatinnen und Soldaten und informierte sich im OP North sowie im PRT Kunduz Uber laufenden Operationsplanung und -ftihrung.

Am 18.02.11 eröfTnete ein Soldat der ANA innerhalb des Beobachtungspunktes (Observation Post / OP) North völlig überraschend mit seiner Handfeuerwaffe das Feuer auf eine Gruppe deutscher Soldaten, die Instandsetzungsarbeiten an einem Schützenpanzer MARDER durchftlhrten. Bei diesem Angriff sind insgesamt drei deutsche Soldaten gefallen, sechs weitere wurden zum Teil schwer verwundet. Im Zuge des anschließenden Feuergefechtes wurde der ANA-Soldat, ein Angehöriger des 6. Kandaks des 209. ANA-Korps, getötet. Nach medizinischer Versorgung zunächst im PRT Pul-e Khumri sowie in den Rettungszentren in Kunduz und Mazar-c Sharif wurden die sechs verwundeten deutschen Soldaten am 20.02.11 zur weiteren medizinischen Versorgung in verschiedenen Bundeswchrkrankenhäusem nach Deutschland ausgeflogen.

Die zentrale Trauerfeier ftir die drei Gefallenen ist ftir den 25.02.11 in Regen (Bayern) geplant.

Ebenfalls am 18.02.11 wurde eine deutsche Patrouille des Ausbildungs- und Schutzbataillons Kunduz gegen 21:15 Uhr afghanischer Ortszeit rund acht Kilometer nordwestlich des PRT Kunduz mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrhand waffen beschossen. Ein Schützenpanzer MARDER wurde durch einen Treffer von einer Panzerabwehrhandwaffe in Brand geschossen und fiel aus. Vier deutsche Soldaten wurden verwundet. Die Verwundeten wurden nach der Erstversorgung vor Ort zur weiteren ärztlichen Behandlung in das Rettungszentrum des PRT Kunduz gebracht. Lebensgefahr bestand nicht. Ein verwundeter Soldat wurde am 20.02.11 (zusammen mit den sechs Verwundeten vom Anschlag im OP North) zur weiteren medizinischen Versorgung nach


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-9- ü

Deutschland geflogen und in ein Bundeswehrkrankenhaus Schützenpanzer wurde geborgen und in das Polizei

ht. Der Darah

deutsche Kräfte, die afghanische Soldaten im Rahmen des rund 25 Kilometer nördlich des OP NOR IH mit

Luftnahunterstützung wurde weder Personen- noch Sachschäden.

ngsleistungen ISAF

wurden am 22.02.11 gegen 21.10 Uhr afghanischer Ortszeit westlich vom Kunduz mit Handwaffen beschossen Die erwiderten das Feuer. Es gab weder Personen- noch

im laufenden Jahr 16 Ausbildungsvorhaben abgeschlossen und Ausbildungsteilnehmer von deutschen Polizisten und ehr ausgebildet. In 24 laufenden Ausbildungen werden he Polizisten - inklusive dem Focused District (FDD) - durch deutsche und afghanische Trainer aus¬

in Kabul der Patenschaftsvertrag zwischen den Kabul und Köln/Bonn vom Kommandanten der i und dem Leiter German Police Project Team (GPPT)

Woche gab es einen Unterstützungsflug mit C-160 des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der ht sich damit auf insgesamt 913.


VS . Nim I C)K l>| N 1)11 NSUII MHAUl H

• 10-

All* weiteren kurzhkiigen UntersttHzungwkietungen außerhalb VefwHwofiwigebefekhee sind In der Antag« 1 eufgeltthii

4. Ziviler WlMMraafN« t

In Kundue he« «m 17 02 II de» Provl n zent w kk lungakomitee (Provincial

DC)erstmaU tigenMSndtg l ntwkklungsprojekte ftir dk Mulang vertilgten die PDC kaum über substanzielle de konkrete Prnjeklentetheidungen in den Zentralen der SliniMrnen m Kabul oder unilateral von tkbem getroffen wurden. fNe* hat suh mit der I Inrkhtung von zwei Regionalfi»nds des Bundesministeriums Itir wiriKhalllKhe /u*ammenarbelt und I «itwiekhing (BMZ) d«s Regionalen Infraetrukturentwkkkmgsfonds (Regional lnfts»tructure Development Fund I RIDF) un«l (Je* Regionalen Kapaz itÄtnen«wit klungtfond* (Regional Capecity Development I und / RCDf) im Jehr 2010 gelndcrt. Nech einer Vorauswahl von Projekten im Dezember 2010 und nach folgenden Mat hbarkc ii Studien hat das PDC Kunduz nun du ertien Fondvllnanzkrtcn Pro|ekte zur Durchführung bestimmt. Bei den Projekten de» RIDF handelt es »ich um den Bau zweier Straßen, die vom örtlichen Hmmmt realisiert werden. Weitere drei Straßen und ein Flutschutzprojekt befinden ■ith in den Mai hbarkeitantudkn und werden in kurzer Zeit ftir die abschließende Abstimmung zur Umsetzung freigegeben. Mit der Umsetzung eines der St»aßenbnuprojekte wird bereit* in der laufenden Woche begonnen. Der RCDF fiokufttiert »ich euf den Kapnzitltsaufbeu In der afghanischen Verwaltung. Dic .•rtlkhcn RcKierung»»lcllen gewinnen damit deutlich an Sichtbarkeit ftir du Bevölkerung Ober die Sitzungen des PIX zu RIDF und RCDF wurde mehrfach un< aueftihrlkh in den örtlichen Medien berichtet.

Am 20.02.11 i*t die Winterschule des Fechberciches Friedensforschung (Peace Studies Department) der Universität Kabul zu Ende gegangen. Dk Veranstaltung brachte akademischen Nachwuchs aus dem ganzen Land zusammen. Insgesamt nahmen 30 Studenten von 13 Universitäten aus verschiedenen Provinzen teil, darunter zehn Frauen, Inhaltlich widmete sich dk einwöchige Winterschule den Themen Friedensarbeit islamische Werte, kulturelle Vklfalt, Menschenrechte. Zlvilgesellschaft. Kommunikation und Versöhnungsarbeit. Die Themen wurden von


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UniverMtüs-Dozcntcfi und Vertretern von Nichtrcgierungsorgamsationen vermittelt. Dabei ging es darum aufzuzeigen. welche Chancen Fnedensarbeit und Konfiiktlösung Ar die Gesellschaft bieten. Die Winterschule positive Resonanz. FOr die Fortsetzung der wShrend der Winterschule angestoßenen Initiativen in den Provinzen ist eine Zusammenarbeit mit Universitäten. Schulen und Provinzrtten geplant

Der Fachbereich Friedensforschung der Universität Kabul ist im Jahr 2008 eröffnet worden Initiiert wurde er durch den Zivilen Friedensdienst (ZFD), der vom Bundesministerium ftir wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird. Anhand von Studien, Forschungsarbeiten und interdisziplinären Seminaren ist der Fachbereich bestrebt. Vertrauen und Toleranz in der afghanischen OeeäBwheA zu stärken.

Vieh rund einjähriger Bauzeit hat der zivile Leiter des PRT Kunduz am 14.02.11 in einer großen öffentlichen Veranstaltung das Gebäude der Mädchenschule Hadji Hussein im Distrikt Aliabad an die Schulbehörde der Provinz Kunduz Übergeben. Mit 16 Klassenzimmern, einem Kindergarten und einem eigenen Waschhaus mit Brunnen und Toiletten ist dies eine der größten ländlichen Schulen in Kunduz. Mit Beginn des afghanischen Schuljahres Anfang März werden zunächst 1.200 Mädchen in den Klassenstufen I bis 9 in zwei Schichten in der Schule unterrichtet, ln einer dritten Schicht werden 400 Jungen in den Klassenstufen 1 bis 4 unterrichtet. Der Schulbetricb hatte vorher in Zelten und unter freiem Himmel stattgefunden. Das PRT Kunduz hatte die Deutsche Gesellschaft ftir Internationale Zusammenarbeit (G1Z) mit der Durchführung des Vorhabens ftir insgesamt 540.000 Euro aus Mitteln ftir kurzfristige Slabslisierungsmaßnahmen des Auswärtigen Amtes beauftragt. In den Jahren 2007 bis 2010 wurden allein in der Provinz Kunduz 36 Schulen mit deutschen Mitteln

aa der Uaited Nation« Asebtaace Mission ln


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* 12 -

Die ku, . -- des Ptefaauian. die anprflnglich ftr den 24.02.11

per Pririiliii *11 n hlan auf des 21.02.11 vorgezogen. ln dieser Sitzung wwde der Ndlw^L Partaneattfaflsideat Map Krasniqi von der Deawkntischen FM Koeovoe (PDK) eroeai m dieses AM gewttL Die Wahl der mm Ko^txMcgMrang (siehe UdP 07/11) und des neuen rmHpiliiilina finden an 22.02.11 ML Neeer StaetqiflMiIrl wurde der Bauunternehmer Behgjet PacoOi. der Vonfcaeade des KoatitioeepWers Allianz Neues Kosovo (AKR). Dam« Im« sich MadslerprSsideÄ Hashan Tha*i such fBfen WidersBtade iwthaft seiaer PDK darrIje-m Die neue Regieraf wftgl 1>er 63 der 120 Abgeordnetensitze im PsrisroenL

Die Be*ohung ist anek insgesamt als niedrig, ftr dm Norden der KepaMk Kosovo als mittel eingestuft.

C Betetflf—f der B aa d ra wehr aa der K aasro Farte (KFOR)

(1) KFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deataehes Elasatzkoatiageat (EiaeKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


4


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e m

« 14-

c. BeteUteweg der Bnndeswehr aa der United Nation* / Afrtcaa Union Mlesloe in Derfnr (UN AMID)

Keine berichtcnswerten Ereignisse -

7. Uganda

ln weitgehend friedlich verlaufenen PrSsidentschaftswahlen hat sich Amtsinhaber Yoweri Kaguta Muscvcni gegen seine sieben Herausforderer durchgesetzt. Mit 68% der abgegebenen Stimmen erhielt der seit 1986 regierende Museveni die erwartete Zweidrittelmehrheit. Sein Hauptrivale. Kizza Bcstgye. kam auf 26% der Stimmen. Die weiteren Kandidaten konnten mit jeweils weniger als 2% nicht entscheidend in das Geschehen eingreifen. Die Wahlbeteiligung war mit 59% sehr niedrig. Die EUWahIbeobachtermission begrüßte zwar den weitgehend friedlichen \crlaut der Wahlen und stellte in ihrem vorläufigen Abschlussbericht Verbesserungen bei der Durchführung im Vergleich zu 2006 fest mchtsdestotrotz wurden Vorbereitung und Durchführung der Wahlen bemängelt.

b. Bedrofcnngslage

Die Bedrohung ist zurzeit als mittel eingestuft.

Beteiligung der Baadwwefcr aa der EU-geflttrt* A—WWengiMbiiun Ar •owIWk Sicherheitskräfte in Uganda (Enropean Union Training Minsion [EUTM] / SOMALIA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

8. Horn von Afrika und

a. Bedrohnngslage

In Dschibuti ist die Bedrohung zurzeit als minel, im Golf von Aden und den weiteren

Seegebieten am Hom von Afrika als niedrig eingestuft.


VS Nl'R I ÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

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Europäischen Union nr Beitrag Im

BcieWguag der Bundeswehr an der Operation dei HekAmpfea« der Piraterie: Operation ATALANTA EU NAVFOR SOMALIA

Die I rvK.'iic MAMBURG wird zum Schutz der Schiffc des

Wcltcmähningsprogrnmms und AM1SOM. der Handelsschiflffahrt

I Indämmung dei Piraterie im Einsatzgebiet eingesetzt.

zur

A l AI AN IA»Verband besteht aus sechs Schiffen aus Spanien. Italien.

Deutschland sowie acht

Frankreich.

Großbritannien, Finnland und

Zusätzlich verftigt ATALANTA über einen Sccfemautklürer

Scclcmaufklärer aus Luxemburg. s ^ v V :

ist seit 10.02.11 im nationalem Auftrag eingesetzt.

Bundeswehr an Operationen gegen den Internationalen ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

derzeit fünf Nationen mit Schiffen, einem SeefemaufklMrer

U-Boot und einem

Der

teil. Deutschland beteiligt sich mit Fregatte LÜBECK.

weiterer

ist das Flottendienstboot OKER bis voraussichtlich

OAE beteiligt


10. Libanon

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Bedrohangslage

Die Bedrohung im Landesinneren und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf r Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft.

Beteiligung der Bundeswehr an der United Nation Iiterim Force ia Lebenon

(UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Taak Force (MTF) UNIFIL

Fünf Nationen beteiligen sich an der MTF. Sie besteht derzeit aus vier Fregatten und Korvetten, drei Patrouillenbooten und einem Tender.

Der Tender DONAU sowie die Schnellboote S 80 HYÄNE und S 75 ZOBEL bilden den deutschen Beitrag.

Der designierter Verbandsführer der UNIFIL MTF, Rear Admiral Luiz Henrique Caroli (Brasilien), befindet sich zur Einweisung im UNIFIL-Hauptquartier in Naquora (Libanon).

/ Aktivitäten

Verdate Nationen (VN) / Europäische Union (EU)

United Nation» Iaterim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und RechtsstaatUchkeitsmissioa der Europäischen Union im Kosovo: European Union rnle of law mission in Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören acht Polizisten an, darunter ein deutscher Polizeibeamter.

EULEX gehören - neben anderen Experten - gegenwärtig 1.130 Polizisten an, davon 81 Deutsche.


ATALANTA]

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- 18 -

13. Stärke der deutschen Einsatzkontigente



{| class="wikitable"
|-
!                     !! Ges.    !! ISAF       !! KFOR     !! EUFOR    !! UNMIS !! UNAMID !! OAE !! UNIFIL !! ATAL.
|-
| erstes B1.Mandat   || -       || 22.12.01   || 12.06.99 || 02.12.04.|| 22.04.05|| 15.11.07|| 20.09.06||19.12.08||
|-
| aktuellse B1-Mandat || -       || 28.01.11   || 10.06.10 || 02.12.10|| 17.06.10||  ||  || || 
|-
| 
|}



1 Kl* .weherer 12 Monate" - Weee eise der Frektioeca es wiese* t, wird dk Beedesregiereeg de* Deetackee Heedwieg m Ablaef weiterer 12 Moeete ereeet koaititotiv mit der VerHagcraeg de Flaeetass hrfsssre.

' F.ede „weitem- 12 Meeete" - Die leedes regiere eg sichert de* Deetackee Beedeeteg xa, eack ANeef vee jeweils 12 Meeatea dee Beedeeteg ereeet keestitetlv se befsssse, falls dies der Weesch eieer Fraktioe Ist

* frviwMMg sesiUL Wehrdleestieieteede 4 ORF-BetalOoe * lelU. NATO HQ Sarajcra ‘ Operativ ACTIVE ENDEAVOUR ’ EU NAVFOR ATALANTA

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der einsatzgleichen Mission EUSEC RD CONGO (Stärke: 3) und den Angehörigen der Mission EUTM SOMALIA (Stärke: 6) sind insgesamt 7.410 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

♦ Kunduz: 1.183 Soldaten, Feyzabad: 254 Soldaten, Taloqan: 50 Soldaten, Mazar-e Sharif: 3.209 Soldaten, Kabul: 327 Soldaten und Strategischer Lufttransportstützpunkt / IJZB: 113 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

Besonderheit: zzt. Kontingentwechsel

Im Rahmen der Kontingentwechsel kann es zu temporären Überschreitungen der jeweiligen Mandatsobergrenzen kommen.


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PfcBüfeng

gilt weiterhin im Rahmender vapMnatan

Obcrgneue

von 25

07.02.10

06/10

Der MmüM der Vertttdigung Ml dee Elwte von deutschen Fetn i neld - olda tcn des 1« NATO Signal Banal 10 «. Wesel und des DDO/DtA Ist NSB (ehemals Femmeldebatailkm 214), Wesel im Rahmen der NATO-Fohrungsumerstotzung in Kandahar und Bagram (ichilligt ___,

g-mnen bis zum Ablaut des aktuellen

Der Bundesminister der Verteidigung hat den zeitlich befristeten Einsatz eines deutschen Offiziers in Kandahar genehmigt Der Transportflieger ist als Austauschpilot bei einer britischen Einheit eingesetzt die vom 05 02.11 bis voraussichtlich 06 03.11 erneut in der sOdafghamschen Stadt stationiert ist.

06/11


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Anlage 2

Übersichtskarte der afghanischen Provinzen

(Grafik)

Definitionen der Bedrohungastufen

Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt:

NIEDRIG: Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen für bevorstehende Angriffe vor.

MITTEL: Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin. 

ERHEBLICH: Ein Staat, Organisation oder Gruppe verftigt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen liegen nicht vor.

HOCH: Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.