﻿VS . NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesministerium der Verteidigung

Stauffonbefgstrafte 18,10785 Behm 11055 Bwtn

♦49 (0)30-18*24-29600 / 29622 *49 (0)30-18-24-28627

Unterrichtung des Parlamentes

49/10

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr


Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt erheblich (Fußnote 1). In Nordafghanistan liegt sie zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

1. Afghanistan

a. Bedrohungslage

(Grafik)

In den übrigen Regionen stellt sie sich wie folgt dar: 

Regional Command (RC) Capital: insgesamt mittel.

Hauptstadt Kabul: insgesamt mittel,

Regional Command West: insgesamt mittel,

Regional Command East: insgesamt erheblich bis hoch,

Regional Command South: insgesamt hoch,

Regional Command Southwest: insgesamt erheblich bis hoch.


Im Zeitraum vom 29.11.10 bis 05.12.10 (48. KW) registrierte ISAF landesweit 531 Sicherheitsvorfälle (siehe Grafik). Es handelte sich um 379 Schusswechsel und

Fußnote 1: Definitionen der Bedrohungsstufen siehe Anlage 2


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-3-

Gefechte, 96 SprengstofTanschläge - darunter zwei Selbst " hugg (Mörser

Provinzen Paktiya 2 und Zabul - sowie 45 Vorfälle von indire und Raketen) und elf sonstige Vorfälle.

26 Vorfälle ereigneten sich im RC North, drei im RC Capital. 16 im RC South, 264 im RC Southwest und 169 im RC Last.

Insgesamt sind bei den Vorfällen 13 ISAF-Soldaten gefallen 5 ; weitere >

Soldaten wurden verwundet.

b. International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Operationen MOSTARAK und HAMKARI BARAYE KANDAHAR

Das RC South mit dem Schwerpunkt Kandahar ist unverändert der operative Schwerpunkt von ISAF. Die Operation HAMKARI BARAYE KANDAHAR bindet hier (in der laufenden Phase 3) den Großteil der Kräfte. Insgesamt sind dort bis zu 29 Manöverelemente in Bataillonsstärke eingesetzt, dazu gehören

! ü^toVbrfau" afghanischcn Provinzen siche Anlage 2

wurde bereits in der UdP 48/10 berichtet r ° VmZ ‘ sJan 8 tr * lar » bei dem sechs amerikanische Soldaten gefallen sind,


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-4-

unter anderem 20 afghanische Kandaks der Afghan National Army (ANA) und

der Afghan National Police (ANP). Ziel ist unverändert das Zerschlagen von

Strukturen der Opposing Militant Forces (OMF) in der Zharay-Region westlich von Kandahar.

Im RC Southwest liegt der Schwerpunkt unverändert in der Provinz Helmand.

Im Rahmen der Gesamtoperation MOSTARAK wurden in kleineren Teiloperationen Rückzugsmöglichkeiten. Kommunikationsstrukturen und Verbindungswege von OMF erfolgreich abgeschnitten. Dic Konsolidierung wird jedoch noch kritisch gesehen.

(2) Militärische Lage (SicherheitsvorttUe außerhalb Regional Command North und Regional Command Capital)

Am 30.11.10 ereignete sich ein Anschlag mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (Improvised Explosive Device / IED) auf eine Patrouille der ANA, die von amerikanischen Soldaten begleitet wurde. Bei dem Angriff, der sich im Distrikt Garm Ser der Provinz Helmand ereignete, ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

Bei zwei IED-An sch lägen auf amerikanische Sichcrheitskräfte sind im Distrikt Nad Ali der Provinz Helmand (01.12.10) und im Distrikt Sabari der Provinz Khost (02.12.10) zwei amerikanische Soldaten gefallen.

Am 03.12.10 kam es in der Provinz Helmand (Distrikt Nad Ali) zu einem Gefecht zwischen OMF und Kräften der ANA, dic von amerikanischen Soldaten begleitet wurden. Dabei ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

In einem Gefecht mit OMF ist am 05.12.10 in der Provinz Helmand im Distrikt Nad Ali ein britischer Soldat gefallen.

Am 05.12.10 verübten OMF zwei Selbstmordattentate gegen eine Forward Operation Base (FOB) im Distrikt Gardez der Provinz Paktiya. ln Folge der Explosionen sind zwei amerikanische Soldaten gefallen und fünf weitere verwundet worden. Darüber hinaus wurde eine afghanische Zivilperson verletzt.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-5-

0) Regio«, Command (RC) Capitol Z Telk D..**« EI-sa«zkonting,n, (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(4) Regional Command (RC) North / Deutsches Elnsatzkontingeat (EinsKtgt)

Der Kontingentwechsel vom 23. auf das 24. deutsche Einsatzkontingent ISAF wurde am 04.12.10 planmäßig abgeschlossen.

Die Operationsführung im RC North wurde in dieser Woche durch die Operation TAM1Z III erweitert, die gemeinsam von ANP und amerikanischen Kräften durchgeftihrt wird. Die Operation hat zum Ziel, die eigene Bewegungsfreiheit im Raum zu erhöhen, um die Sicherheitslage in den angrenzenden Orten zu verbessern und so die Möglichkeit für zivile Wiederaufbauprojekte zu schäften.

Das PRT Maimanah setzt die Operation OPEN ROAD III (Phase 2) fort, um die Bewegungsfreiheit auf einer Verbindungsstraße im Raum wiederherzustellen.

Dic Operation DAARA-E WAADA im nördlichen Chahar Darah (so genanntes „Zweistromland“) befindet sich unverändert in der Phase SHAPE.

Die Operation SHER CHESAN in der Provinz Baghlan (rund 70 Kilometer südlich von Kunduz) wird seit Beendigung der Operation HALMAZAG mit erweitertem Verantwortungsbereich fortgeführt. Nachdem der Raum bei Quatliam hinzu gewonnen wurde, ist dort ein zusätzlicher Feldposten (Combat Outpost / COP) durch lokale Sicherheitskräfte, amerikanische Kräfte und Teile des Ausbildungs- und Schutzbataillons Kunduz eingerichtet worden.

Die Operation JADID wird in der Provinz Baghlan durchgeftihrt. Die Kontrolle ■m Raum des Highway-Dreiecks und nördlich davon als Voraussetzung für das weitere Vorgehen südlich der LOC URANUS wird weiterhin ausgeObt. Beobachtungspunkte (Observation Point / OP) und COP werden durch ANSF.

Sicherheitskräfte und ISAF besetzt. Die Bewegungsfreiheit im Raum ist «'S und Patrouillen können im Verantwortungsbereich durchgeftihrt


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-6-

Dic ersten umfassenden Erfahrungen des Ausbildungs- und Schutzbataillons Kunduz mit zugeordneten Verbänden der ANSF basieren auf der relativ kurzfristig geplanten und vom 30.10.10 bis 15.11.10 durchgeführten Operation HALMAZAG, die diesbezüglich eine besondere Herausforderung darstellte. Das Partnering mit den ANSF ist insgesamt als erfolgreich zu bewerten.

Zwei Kompanien eines Infanteriekandaks der 2. Brigade des 209. ANA Korps waren an der Operationsführung beteiligt. Während der Operation wurden die ANA-Kräfte durch das belgische Taktische Berater- und Verbindungsteam (Operational Mentor and Liaison Team / OMLT) begleitet. Durch ihre Geländekenntnis und den Sprachvorteil konnten die Afghanen den Einsatzwert der Truppe besonders in der abgesessenen Operationsftihrung deutlich steigern. Nach Abschluss der Kampfhandlungen besetzten ANSF den COP Quatliam und führten gemeinsame Patrouillen in die umliegenden Ortschaften durch. Dabei wurde deutlich, dass die Masse der IED nicht aufgeklärt, sondern den Soldaten der ANA durch die Bevölkerung gemeldet wurde. Dies führte dazu, dass ein Großteil der mit IED erstellten Sperrgürtel entlang der LOC aufgeklärt und so das Risiko deutlich verringert werden konnte.

Das Partnering mit den afghanischen Polizeikräften fand überwiegend über die dauerhaft zugeordneten amerikanischen Kräfte statt. Auch hier war die Ortskenntnis von großer Bedeutung. Die in der Operation eingesetzten Polizisten sind immer noch ftir Schutz/ Sicherheit im Raum um Quatliam zuständig.

Durch meist im Raum verwurzelte Gruppierungen von Milizen und lokalen Polizeikräften ist es den OMF nur schwer möglich, sich unerkannt zu bewegen und aktiv zu operieren. Eine dieser Gruppierungen verhinderte das Wirksamwerden von aus dem Süden nachrückenden weiteren OMF, weil es diese durch angriflfsweise Bewegungen binden konnte. Allein die Ankündigung, dass möglicherweise verschiedene weitere Gruppierungen im Rahmen des Afghan Peace and Reintegration Program (APRP) überlaufen könnten, sorgte nachweislich ftir Verunsicherung bei den OMF.

Die erzielten Erfolge der Operation HALMAZAG konnten unmittelbar dazu genutzt werden, Kräfte freizusetzen und weiter Richtung Süden aufzuklären.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-7-


Deutsche Kräfte wurden am 01.12.10 gegen 15.50 Uhr afghanischer Ortszeit rund 24 Kilometer nordwestlich des Feldlagers Kunduz mit Mörsergranaten beschossen. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

Am 01.12.10 wurden deutsche Soldaten gegen 22:15 Uhr afghanischer Ortszeit während einer Patrouille mit Handfeuerwaffen angegriffen. Es gab keine Verwundeten und keine nennenswerten Schäden. Der Vorfall ereignete sich rund zehn Kilometer westlich des Regionalen Wiederaufbauteams (Provincial Reconstruction Team / PRT) Kunduz. Dabei wurde ein Schützenpanzer MARDER getroffen. Trotz eigener Aufklärung und zusätzlich eingesetzter Luftaufklärung konnten die Angreifer jedoch nicht erkannt werden.

Deutsche Kräfte wurden im Bereich Pul-e Khumri am Nachmittag des 06.12.10 von OMF mit Maschinengewehren und Panzerabwehrhandwaffen angegriffen. Dabei wurden zwei deutsche Soldaten verwundet, die zur Erstversorgung in das Einsatzlazarett des PRT Pul-e Khumri und anschließend zur weiteren ärztlichen Behandlung in das Einsatzlazarett Mazar-e Sharif gebracht wurden. Luftnahunterstützung wurde angefordert und bereitgestellt.


(5) Polizeiaufbau

Bislang wurden im laufenden Jahr 74 Ausbildungsvorhaben abgeschlossen und 3.826 afghanische Ausbildungsteilnehmer von deutschen Polizisten und Feldjägern der Bundeswehr ausgebildet. ln 26 laufenden Ausbildungen werden derzeit 1.862 afghanische Polizisten durch deutsche und afghanische Trainer aus- und fortgebildet.


(6) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es vier Unterstützungsflüge mit C-160 TRANSALL außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 890.

Alle weiteren kurzfristigen Unterstützungsleistungen außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches sind in der Anlage 1 aufgeführt.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 8-

c. Ziviler Wiederaufbau / Entwicklungszusammenarbelt

Vergangene Woche tagten in den Provinzen Kunduz und Takhar die Provinzcntwicklungsräte (Provincial Development Committees / PDC) in Anwesenheit der örtlichen Vertreterin des Bundesministeriums ftir wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), um Projektvorschlige ftir die neuen Regionalfonds des BMZ in Nordafghanistan - den Regionalen Kapazitätsentwicklungsfonds (Regional Capacity Development Fund / RCDF, bislang 24 Millionen Euro) und den Regionalen Infrastrukturentwicklungsfonds (Regional Infrastructurc Development Fund / RIDF, bislang 22 Millionen Euro) -

auszu wählen.

Die teilnehmenden Provinzbehörden stellten einzelne Projektvorschläge aus den bereits vorliegenden Provinzentwicklungsplänen vor, über deren Priorisierung dann abgestimmt wurde. In Takhar wurden insgesamt 21 und in Kunduz insgesamt 15 Projekte ausgesucht. Diese sollen nunmehr durch deutsche Experten auf ihre Machbarkeit hin überprüft und bei positivem Ergebnis Uber die beiden Fonds umgesetzt werden. Auswahl und Implementierung der Projekte soll ein weitgehend afghanischer Prozess unter Federführung der jeweils verantwortlichen Provinzbehörden sein. Die deutsche Seite wird die afghanischen Partner dabei jedoch unterstützen. Bisher waren die PDC mit dem Problem konfrontiert, dass sie nur über geringe Möglichkeiten verfügten, um als vordringlich identifizierte Projekte auch tatsächlich umzusetzen. Nach Empfinden der afghanischen Partner ist der Prozess im Rahmen der neuen BMZ-Fonds bisher einmalig und wurde als „historisch und nachahmenswert" gelobt.

d. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Assistance Mission ln Afghanistan (UNAMA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

2. Usbekistan

ßedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

-9-

Kosovo

Bedrohungslage in der Republik Kosovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, ftir den Norden der Repub 1 Kosovo als mittel eingestuft.

Der Kosovo Polizei obliegt, unterstützt von EULEX und KFOR, dic Aufgabe, ein sicheres Umfeld für die vorgezogenen Parlamentswahlen am 12.12.10 herzustellen. Die Koordination hierzu läuft. Isolierte sicherheitsrelevante Vorfälle sind nicht auszuschließen; sowohl EULEX wie auch KFOR gehen allerdings nicht von größeren Zwischenfällen aus.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Multinational Battle Group (MNBG) South / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

4. Bosnien und Herzegowina

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

( 1 ) EUFOR und NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

( 2 ) Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Der Deutsche Bundestag hat am 02.12.10 die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-geftihrten Operation EUFOR


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 10-

ALTHEA beschlossen. Das Mandat wurde um ein weiteres Jahr bis zum 21.11.11 verlängert.

Deutschland plant, seinen Kräftebeitrag im Rahmen der Operation EUFOR ALTHEA ab März 2011 zu verringern. Absicht ist es, dic rund 60 Soldatinnen und Soldaten umfassenden Situational Awareness-Kräfte (Liaison and Observation Teams und HUMINT-Kräfte) sowie dic Unterstützungskräfte abzuziehen und den deutschen Beitrag auf dic Entsendung von Stabspersonal (bis zu 15 Soldatinnen und Soldaten) in das Hauptquartier (HQ) EUFOR zu konzentrieren. Dic Zusage ftir die Gestellung des Operational Reserve Force Battalion (ORF-Btl) wird dagegen aufrechterhalten.

Mit der verbleibenden Beteiligung am HQ EUFOR und der weiteren Gestellung des ORF-Btl ftir Einsätze in Bosnien und Herzegowina leistet Deutschland auch weiterhin einen signifikanten Beitrag zur Operationsftihrung EUFOR ALTHEA.

Demokratische Republik Kongo

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale, Nord-Kivu und Süd-Kivu je nach Region als erheblich bis hoch eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Mission zur Sicherheitssektorreform

(EUSEC)

Im Rahmen seiner Aufgaben plant der Head of Mission EUSF.C COD, das mobile Beratungstcam der Mission zur Verteilung fälschungssicherer Ausweise an Soldaten der Forces Armöes des la Republik Democratiqie du Congo (FARDC) in dic Provinz Nord-Kivu zu entsenden. Die Bundeswehr wird sich unter enger Anbindung an die

l N-Mission MONUSCO mit einer Soldatin beteiligen, falls die Bedrohungslage dies

erlaubt.


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 11 -

6. Sudan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im

erheblich eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (U

Keine berichtcnswerten Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / African Union Mission in

Darfur (UNAMID)

Keine berichtenswerten Ereignisse

7. Uganda

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU-geführten Ausbildungsmission für

somalische Sicherheitskrifte in Uganda (European Union Training Mission [EUTM] / SOMALIA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

In Dschibuti ist die Bedrohung zurzeit als mittel, im Golf von Aden und den weiteren Seegebieten am Hom von Afrika als niedrig eingestuft.


nur FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 12-

b * der Bundeswehr ..

Bekäm chr *■ der Operation der EnropAiachen Uakro zer

Der “ 8 er Steile: Operation EU NAVFOR ATALANTA

Bundestag hat am 02.12.10 die Fortsetzung der Beteiligung ^ deutscher Streitkräftc an der EU-geftihrten Operation ATALANTA zur

P un ^ der Piraterie vor der Küste Somalias beschlossen. Das Mandat wurde um ein weiteres Jahr bis zum 18.12.11 verlängert.

Die Fregatte HAMBURG trägt derzeit zum Schutz der HandclsschiffTahrt im Golf von Aden durch Routineoperationen am International Recommendcd Transit Corridor (IRTC) bei.

Vom 03.12.10 bis 04.12.10 hat die Fregatte HAMBURG ein Schiff des Weltemährungsprogramms von Berbera nach Bossaso begleitet. Dabei kam erstmalig das eingeschiffte estnische Vessel Potcction Detachment (siehe UdP 47/10) zum Einsatz.

Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen

Terrorismus: Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

Der Deutsche Bundestag hat am 02.12.10 die Fortsetzung der Beteiligung

bewaffneter deutscher Streitkräftc an der Operation ACTIVE ENDEAVOUR zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus beschlossen. Das Mandat wurde um

ein Jahr bis zum 31.12.11 verlängert

Die geplante deutsche Beteiligung mit einem Secfemaufklärer P-3C Orion vom

06.12.10 bis 10.12.10 musste aus technischen Gründen abgebrochen werden.


VS - fNUIX I ^ ÄX 1 . 13-

. Libanon

Bedrohungslage

Dic Bedrohung im Landcsinncrcn und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf See in der Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr nn der United Nntions Interim Force in Lebnnon (UNIFIL)

( 1 ) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Der UNIFIL-Einsatzverband - bestehend aus zwei Fregatten, zwei Korvetten,

drei Patrouillenbooten und einem Tender aus ftlnf Nationen - operiert unter der Beteiligung des Tenders DONAU, des Schnellbootes S 80 HYÄNE und des Hohlstablenkbootes AUERBACH IN DER OBERPFALZ im Rahmen seiner beiden Auftragsschwerpunkte Seeraumüberwachung zur Verhinderung von WafTenschmuggel über dic seewärtige Grenze des Libanon und Ausbildung der maritimen libanesischen Streitkräftc als Beitrag zu deren Fähigkeitsaufbau.

Mit Eintreffen des Schnellbootes S 80 HYÄNE im Einsatzgebiet am 08.12.10 hat das Deutsche Einsatzkontingent wieder die gegenüber den Vereinten Nationen angezeigte Stärke erreicht.

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und

Rechtsstaatiichkeltsmlsslon der Europäischen Union im Koeovo: European Union rule of law mission ln Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten

internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören acht Polizisten an, darunter ein deutscher Polizeibeamter.


Nur FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 14-

EULEX ’ dcrc n Aufbau weiter

gegenwäit* VOran scllre ‘ tet ’ gehören - neben anderen Experten

g 149 Pollz,sten an, davon 77 Deutsche.

irtcinilto# u n d ühirwai»iniiip«flfiw mit Seefernaufklärern

— r der j,

Berichtszeitrau

KFOR

EXJFOR

UNIFIL

OAE

ATALANTAl

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 15-

St ärke der deutschen Einsatzkontingente

UNIFILf ATAL.

UN AMID OAE

UNMIS

ISAF | KFOR |EUFOR

22.04.05

02.12.04

1106.W

22 . 12.01

02 . 12.10

02.1110

17.06.10

02 . 12.10

10.06.10

26.0110

18.1111

30.06.11

15.0S.11

15.08.11

28.0111

Unteroffiziere

Mannschaften 1

Zivilbedienst

[Reservisten

FWDL

EU NAVFOR ATALANTA

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der einsatzgleichen Mission EUSEC RD CONGO (Stärke: 3) und den

Angehörigen der Mission EUTM SOMALIA (Stärke: 3) sind insgesamt 6.733 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

* “ J;l 23 Soldalcn ’ Feyzabad: 248 Soldaten, Taloqan: 43 Soldaten, Mazar-e

/ ii7B i^c 0 ? 611 ’ Kabul: ? 02 Soldaten und Strategischer Lufttransportstützpunkt

Afghanistan Zusätzl ‘ ch befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in

temporären


NUR F ^ R DEN DIENSTGEBRAUCH

gebilligte

Anzahl

Soldatinnen

/Soldaten

Einsatz¬

ort

Einsatz-

Ende

(geplant)

Der Bundesministcr der Verteidigung hat den Einsatz von deutschen Femmeldesoldaten des Ist NATO Signal Battalion, Wesel und des DDO/DtA Ist NSB (ehemals Femmeldebataillon 284). Wesel im Rahmen der NATO-Fllhrungsunterstützung in Kandahar und Bagram gebilligt.

Kandahar/

Die Billigung gilt weiterhin im Rahmender vorgenannten Obergrenze von 25

Soldaten/-innen bis zum Ablauf des aktuellen Bundestags-. mandats

Der Bundesminister der Verteidigung hat den zeitlich befristeten Einsatz eines deutschen Offiziers in Kandahar genehmigt. Der Transportflicger ist als Austauschpilot bei einer britischen Einheit eingesetzt, die vom 11.11.10 bis voraussichtlich 14.12.10 erneut in der südafghanischen Stadt stationiert ist.

Kandahar


VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

- 17-

afghanischen Provinzei

Verantwortungsbereich dee deutschen Regional Command (RC) North mit Insgesamt 6 Provlnclal Reconstruction Teams (PRT):

14 PANJ3HAYR

15 PARWAN

16 KAP ÄA

17 NURISTAN

18 LAOHMAN 16 KUNAR

20 NANGARHAR

1 badakhshan

2 TAKHAR

3 KUNDUZ

4 BALKH

5 JOWZJAN 6FARYAB

7 BAD GH IS 8HERAT

8 FARAH

10 GHOR

11 SAR-E PuL

12 8 AMAN GAN .

13 BAGHLAN /

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches,

1 norwegisches und 1 türkisches PRT

21 KHOST

22 PAKTIVA

23 LOG AR

24 KABUL 26 BAMYAN

26 URUZGAN

27 HELMAND

28 NBMROZ

26 KANDAHAR

30 ZABUL

31 GHAZNI

32 WARD AK

33 PAKTKA

34 DAYKUNDI

RC CAPITAL (Türkei)

RC SOUTH

Definitionen der Bedrohungsstufen

Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt:

NIEDRIG : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die

Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräftc anzugreifen. Obwohl die

grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen ftir bevorstehende Angriffe vor.

Ml 11 EL: Ein StaaL Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräftc anzugreifen. Allgemeine, nicht ^zifizierteAnzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin.

Ein Staat, Organisation oder Gruppe vertilgt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräftc anzugreifen. Mit Angriffen

wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen liegen nicht vor.

. Staat - Organisation oder Gruppe verfügt Uber die Fähigkeit und die Absicht

deutsche Streitkräftc und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete