﻿VS • NU* ro* DEN DtENSTCEMAUOi

Unterrichtung des Parlamentes

31/10


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Die Bedrohung in Afghanistim ist insgesamt erheblich 1 . In Nordafghanistan liegt sie zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

In den übrigen Regionen stellt sie sich wie folgt dar: Regional Command (RC) Capital: insgesamt mittel.

Hauptstadt Kabul:

Regional Command West: Regional Command East: Regional Command South: Regional Command South West

insgesamt mittel, insgesamt mittel, insgesamt erheblich bis hoch, insgesamt hoch, insgesamt erheblich bis hoch.

Im Zeitraum vom 26.07.10 bis 01.08.10 (30. KW) registrierte ISAF landesweit 902 Skherheitsvorfllle (siehe Grafik). Es handelte sich um 623 Schusswechsel und Gefechte. 145 Sprcngstoffanschligc - darunter zwei Selbstmordattentate in den

1

Definitionen der Bedrobunfutwfen siehe Anlage 2


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Provinzen Helmand" und Kunduz - sowie 111 Vorfälle von indirektem Beschuss (Mörser und Raketen) und 23 sonstige Vorfälle.

23 Vorfälle ereigneten sich im RC North, fünf im RC Capital, 28 im RC West 199 im RC South, 404 im RC South West und 243 im RC East

Insgesamt sind bei den Vorfällen elf ISAF-Soldaten gefallen; weitere 106 ISAFSoldaten wurden verwundet.

Sicherheitsvorfälle in den

Reqional Commands

(26.07 10-01 08 10)

1 19

563 I

I 20

552

21

596

22

582

| 23

694

24

750

r 25

821

26

837

27

767

26

780

29

823

( 30

902 |

In der Provinz Nimruz ereignete sich am 28.07.10 ein folgenschwerer Zwischenfall, als ein ziviler Bus einen behelfsmäßigen Sprengsatz (Improvised Explosive Device / IED) auslöste. Dabei kamen mindestens 15 afghanische Zivilpersonen ums Leben, Über 20 weitere wurden verletzt.

Ortszeit

Sportstadion in der Nähe des Gouvemeurspalastes ein Selbstmordanschlag Eine afghanische Zivilperson und ein Angehöriger der Afghan National

2 Übersichtskarte der afghanischen Provinzen siehe Anlage 2


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Police (ANP) kamen bei dem Anschlag ums Leben; über 20 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Vier verletzte Kinder wurden zur medizinischen Behandlung in das regionale Wiederaufbauteam (Provincial Reconstruction Team / PRT) Kunduz gebracht.

Opposing Militant Forces (OMF) griffen am 03.08.10 Soldaten der Afghan National Army (ANA) in der Nähe einer vorgeschobenen Operationsbasis mit Handfeuerwaffen an. Bei dem Vorfall, der sich im Distrikt Methar Lam in der Provinz Laghman ereignete, wurde ein afghanischer Soldat getötet. Zwölf Angehörige der ANA und ein afghanischer Polizist wurden verwundet. Darüber hinaus wurden 21 afghanische Soldaten von den Angreifern gefangen genommen.


'''b. International Security Assistance Force (ISAF)'''

COMISAF, General David Petraeus, hat am 27.07.10 die Weisung „COM ISAF’s Counterinsurgency Guidance“ und am 01.08.10 die „COMISAF Tactical Directive, Revision 1“ herausgegeben.

Die neue Weisung zu Counterinsurgency baut auf der Weisung seines Vorgängers auf und richtet sich an alle (militärischen und zivilen) Angehörigen von ISAF sowie von US-Forces Afghanistan. General Petraeus stellt den Schutz der afghanischen Bevölkerung, Hilfe für die Menschen und die Partnerschaft mit den afghanischen Sicherheitskräften (Afghan National Security Forces / ANSF) in den Vordergrund. Er vermittelt seine Absicht als oberster Befehlshaber mit kurzen, prägnanten und aussagestarken Formulierungen, um die ihm unterstellte Truppe auf diese Ziele einzuschwören. Er weist insbesondere darauf hin, dass die angewendeten militärischen Mittel verhältnismäßig sein müssen.

Mit der neuen Tactical Directive, die als „geheim“ eingestuft ist, schreibt COMISAF die Directive seines Vorgängers inhaltlich fort.


'''(1) Operationen MOSTARAK and HAMKARI BARAYE KANDAHAR'''

Die Operationen MOSTARAK (Zentral-Helmand) und HAMKARI BARAYE KANDAHAR (Stadt Kandahar und angrenzende Distrikte) laufen weiterhin weitgehend planmäßig.


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(2) Militirischc Lage (allgemeia)

Am 27.07.10 wurde eine gemeinsame Patrouille afghan i s ch er und amerikanischer Soldaten mit einem IED angegriffen. Bei dem Vorfall der skfc

im Distrikt Nad Ali der Provinz Helmand ereignete, ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

ln der Provinz Herat sind am 28.07.10 im Distrikt Injil zwei italienische ISAFSoldaten in Folge der Explosion eines IED gefallen.

Am 29.07.10 wurden amerikanische Skherheitskrtfte im Distrikt Gannser (Provinz Helmand) mit einem IED angegriffen. Dabei ist ein a m erikanis cher Soldat gefallen.

OMF beschossen am 29.07.10 in der Provinz Kandahar im Distrikt Khakrez internationale Sicherheitskriftc mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrhandwaffen (Rocket Propelled Grcnade / RPGV In dem Feuergefecht sind zwei amerikanische Soldaten gefallen.

Am 30.07.10 sind im Distrikt Arghandab der Provinz Kandahar bei zwei Vorfällen (IED-Anschlag und Beschuss einer Patrouille) drei ■mrrikminrhr Soldaten gefallen.

In der Provinz Helmand sind am 01.08.10 zwei britische ISAF-Sokhten bet einem IED-Anschlag im Distrikt Sangin und in Folge von Beschuss im Distrikt Lashkar Gah gefallen.

In der Provinz Kandahar haben am 03.08.10 sechs Angreifer der OMF versucht, den ISAF-Stützpunkt Kandahar zu stürmen. Der Angriff wurde abgewehrt und alle Angreifer getötet. Ein ISAF-Soldat und zwei afghanische Zivilpersonen

wurden verwundet.

(3) Regional Command (RC) Capital / Teile Deutsches Eiasatekoutmgeat

(EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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(4) Regional Command (RC) North / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt) Im Einsatzraum der (ehemaligen) Operationen TAOHID I, TAOHID II und ISAF PRESENCE BAGHLAN-E JADID läuft seit dem 28.06.10 die Operation TAOHID III. Ziel der am 01.08.10 begonnenen Phase ist die Verbesserung der Sicherheitslage in dem als Aufstellungsraum Aufständischer bekannten Distrikt Baghlan-e Jadid durch den Aufbau von Kontrollposten.

Derzeitiger Schwerpunkt der Task Force TAOHID, die vom Kommandeur der deutschen Schnellen Eingreiftruppe (Quick Reaction Force / QRF) geführt wird, ist die Aufklärung im Zuge der Verbindungsstraßen (Lines of Communication / LOC). Daneben wird der Einsatz der CIMIC-Kräfte in der Projektarbeit gesichert. Die gemischte Aufklärungskompanie unterstützt durch Überwachung.

Das PRT Kunduz führt Routineoperationen zur Erhaltung der Bewegungsfreiheit sowie Überwachungsoperationen zum Schutz eigener Kräfte im Raum Kunduz durch.

Am 01.08.10 wurde das Ausbildungs- und Schutzbataillon (ASB) in Kunduz durch den Kommandeur des RC North, Generalmajor Hans-Wemer Fritz, offiziell in Dienst gestellt. Dazu wurden zwei Infanteriekompanien des PRT Kunduz dem Kommandeur des ASB unterstellt. Das ASB hat damit auch die Raumverantwortung in Kunduz übernommen. Die volle Einsatzbereitschaft des ASB Kunduz wird bis zum 31.08.10 hergestellt

Am 29.07.10 gegen 10:05 Uhr afghanischer Ortszeit löste eine amerikanische ISAF-Patrouille vier Kilometer südwestlich des PRT Pol-e Khomri (Provinz Baghlan) ein IED aus. In Folge der Explosion wurden zwei amerikanische Soldaten verwundet, einer davon schwer. Die Soldaten wurden im PRT PEK medizinisch versorgt.

Am Mittag des 29.07.10 geriet ein Nachschubkonvoi der amerikanischen Streitkräfte 35 Kilometer westlich des PRT Mazar-e Sharif (Provinz Balkh) in einen Hinterhalt. Dabei wurde ein amerikanischer Zivilist getötet und cm

weiterer verletzt.


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IMtiKVI

Ein deutsches Transportflugzeug vom Typ C-160 TRANSALL wurde am

29.07.10 kurz nach dem Start vom Flugplatz Kunduz von OMF mit

Handfeuerwaffen und RPG beschossen. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

Am 29.07.10 gegen 19:05 Uhr afghanischer Ortszeit wurden Teile der deutschen Infanteriekompanie des PRT Kunduz rund sieben Kilometer westlich des PRT mit Handwaffen beschossen. Die deutschen Soldaten erwiderten das Feuer. Es wurde niemand verwundet.

In den frühen Morgenstunden des 31.07.10 ereignete sich rund 18 Kilometer nördlich des PRT Pol-e Khomri ein Verkehrsunfall. Dabei wurden zwei deutsche Soldaten verletzt und ein Transportpanzer FUCHS beschädigt Die Verletzten wurden nach Mazar-e Sharif gebracht und im dortigen Feldlazarett medizinisch versorgt.

Am 31.07.10 wurden Teile der deutschen Schnellen Eingreiftruppe (Quick Reaction Force / QRF) gegen 18:55 Uhr afghanischer Ortszeit rund zwölf Kilometer nordwestlich von Pol-e Khomri mit Handfeuerwaffen und RPG beschossen. Die deutschen Kräfte erwiderten das Feuer, Luftnahunterstützung wurde angefordert und war als Show of Force vor Ort. Die Angreifer wichen aus. Es wurde niemand verwundet.

Am 01.08.10 kam es am späten Vormittag zu einem folgenlosen Raketenangriff auf das PRT Kunduz. Die Rakete schlug rund 200 Meter außerhalb des Feldlagers ein und detonierte nicht.

Am 03.08.10 um 16:45 Uhr afghanischer Ortszeit wurden zwei amerikanische Hubschrauber auf dem Weg von Pol-e Khomri nach Mazar-e Sharif mit RPG beschossen. Die Geschosse verfehlten die Hubschrauber. An Bord eines der Hubschrauber befand sich der Kommandeur des RC North. Es gab weder

Personen- noch Sachschäden.


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Em dCUl$Chcs Tru “Portflugzeug vom Typ 0160 TRANSALL wurde am

07.10 kurz nach dem Start vom Flugplatz Kunduz von OMF mit Handfeuerwaffen und RPG beachomot Ea gab weder Personen- noch

Sachschäden.

Am 29.07.10 gegen 19:05 Uhr afghanischer Ortszeit wurden Teile der deutschen Infanteriekompanie des PRT Kunduz rund sieben Kilometer westlich des PRT mit Handwatten beschossen. Die deutschen Soldaten erwiderten das Feuer. Ea wurde niemand verwundet.

In den frühen Morgenstunden des 31.07.10 ereignete sich rund 18 Kilometer nördlich des PRT Pol-e Khomri ein Verkehrsunfall. Dabei wurden zwei deutsche Soldaten verletzt und ein Transportpanzer FUCHS beschädigt. Die Verletzten wurden nach Mazar-e Sharif gebracht und im dortigen Feldlazarett medizinisch versorgt.

Am 31.07.10 wurden Teile der deutschen Schnellen Eingreiftruppe (Quick Reaction Force / QRF) gegen 18:55 Uhr afghanischer Ortszeit rund zwölf Kilometer nordwestlich von Pol-e Khomri mit Handfeuerwaffen und RPG beschossen. Die deutschen Kräfte erwiderten das Feuer, Luftnahunterstüt/ung wurde angefordert und war als Show of Force vor Ort. Die Angreifer wichen

aus. Es wurde niemand verwundet.

Am 01.08.10 kam es am späten Vormittag zu einem folgenlosen Raketenangriff auf das PRT Kunduz. Die Rakete schlug rund 200 Meter außerhalb des

Feldlagers ein und detonierte nicht.

Am 03.08.10 um 16:45 Uhr afghanischer Ortszeit wurden zwei amen kam *.hc Hubschrauber suf dem Weg von Pol-e Khomri nch Mazar< Sharif mit RPC. beschossen. Die Geschosse verfehlten die Hubschrauber. An Bord eine, der Hubschrauber befind sich der Kommandeur des RC North Es gab weder

Personen- noch Sachschäden.


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gab cs keine Unterstützungsflüge mit C-160 itschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der

istungen außerhalb des

sind m der Anlage 1 aufgeführt

»en an emer direkten Straßenverbindung zwischen den Provinzen uz machen weiterhin gute Fortschritte. Die Erdarbeiten für die nes acht Kilometer langen Straßenabschnittes in Balkh von Khulm sind zu etwa 90% abgeschlossen. Etwa 95% der Straßendurchlisse linagegrlben wurden inzwischen fertiggestellt. Die Fertigstellung Straßenabschnittes ist für den Spätsommer geplant. Das Vorhaben sprachen hohe Akzeptanz durch die Khulmer Bevölkerung. Bei der ■hme durchgeführten Sanierung einer Quelle, welche die f fllr Khulm und Umland gewährleisten soll, wurde nach der i im Juni mit den Beton- und Mauerarbeiten begonnen. Die ni etwa 40% abgeschlossen, noch im August 2010 soll das Projekt

ng zwischen Balkh und Kunduz wird dem in Nordafghanistan den Straßenverkehr den bislang notwendigen mehrstündigen awtiirh gelegene Provinz Baghlan ersparen. Für den Bau der hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit JMZ) bei den diesjährigen Regierungsverhandlungen weitere 22

um (Teacher Training College / TTC) in Mazar-e Sharif in der Provinz Balkh wurden in der vergangenen Woche marf>eit, Friedenserziehung und Gesundheit gegründet, i der TTC. Mullahs sowie Vertreter der Gemeinden l «hrenusbildung in das gesellschaftliche Umfeld


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•9.

gew«hrl.is«en und eventuelle Konflikt, .invamehmlich lern, ln d«. kommenden

Wochen erhalten die Mitglieder der Komitee, Fortbildungen, um fllr ihre neue

Aufg.be .1, Berner und Muhipliluuoren b**, prfw« „ „m. Am TTC in

Feyzabad »wie an den TTC-Filialen in Jurm und Baharak (beide in der Provinz

Badakhshan) hat in der vergangenen Woche bereits der zweite Teil der

Weiterbildungen «angefunden. Hier hat (ha Komitee für Frieden und KonfliktWsung schon seine ersten Sitzungen sbgchalten.

Im Rahmen des vom BMZ finanzierten GrundbiIdungsprogrammi (Basic Education Programme for Afghanistan / BEPA) leistet Deutschland seit 2005 einen substanziellen Beitrag zur Verbesserung der Bildungs- und Zukunftschancen junger Afghaninnen und Afghanen. Mangel herrscht jedoch immer noch an qualifizierten Lehrkräften. So verfttgt lediglich die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer in Mazar-e Shanf über einen adäquaten Studienabschluss. In den Distrikten sind sogar nur acht Prozent der Lehrkräfte ausreichend qualifiziert. Im Auftrag des BMZ engagieren sich die Kreditanstalt ftir Wiederaufbau / Entwicklungsbank (KfW), die Deutsche Gesellschaft ftir technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) am TTC in Mazar-e Sharif. Weitere Standorte des Programms sind die TTC in Feyzabad und Taloqan (Provinz Takhar) sowie die Lehrerausbildungsabteilung am Bildungsministerium in Kabul. Für die Lehrerausund Fortbildung hat das BMZ bei den diesjährigen Regierungsverhandlungen weitere neun Millionen Euro zugesagt.

Das Auswärtige Amt fördert von 2010 bis 2011 mit insgesamt 360.000 Euro den Bau zweier Verwaltungsgebäude in der Stadt Shar-e-Wadhat im Distrikt Argu der Provinz Badakhshan im Norden Afghanistans. Geplant ist der Bau des Amtssitzes des Distriktmanagers und der Bau des Justizgebäudes.

Die afghanische Verwaltung und Justiz sind strukturell und institutioneil noch schwach, was zum einen am geringen Qualifikationsniveau der Beamten, aber auch an fehlender Verwaltungsinfrastroktur liegt Die Verbesserung des Verwaltung!- und

Justizsektors istfUrdie weitere Entwicklung des Und» jedoch von entscheidender Bedeutung.

Bisher ist die Distriktverwaltung in A^u noch in einem angemieteten Haus mit

unzureichenden Räumlichkeiten umergeb^chu Durch den Bau von Verwaltungsgebäuden wird die Bezirksregienmg im nächsten Jahr m die l.agc


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versetzt werden, für die Bürger bessere Dienstleistungen zu erbringen und daael des

V ertrauen der Bevölkerung in die eigene Lokalregierung zu stlrken. Zugleich wird

t'ür die Mitarbeiter der Bezirksregierung ein angemessenes Aibeitsumfcid geschaffen.

Auch das Gericht und die Staatsanwaltschaft in Shar-e-Wadhat sind derzeit * mehreren über den Ort verteilten und angemieteten Privathlusem untergebracht Mit der Unterbringung im neu entstehenden Justizgeblude wird die FunklionsfVufknt der Justiz erheblich verbessert. Es ergeben sich durch die Unterbringung in unmittelbarer Nachbarschaft des Polizeihauptquartiers außerdem positive Synergieeffekte.

d. Beteiligung der Bundeswehr an der United Natious Assistaaee Mission in Afghanistan (UNAMA)

Keine berichtcnswerten Ereignisse

2. Usbekistan

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

3. Kosovo

a. Bedrohungslage ia der Republik Kosovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, ftir den Norden der Republik

Kosovo als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Nachdem der Nordatlantikrat die 0berg.be von vier weiteren beenden schätzenswerten serbischen Kulturgütern (Klöster in Gracica. Zociste. Budisavci, Gorioc) im Rahmen de» sogenannten „Unfixing" im Juni 20:0 grundsätzlich gebilligt hat. hat COM KFOR. Generalleutnant Markus Bentler.


— nvuruK UfcN DIENSTGEBRAUCH

- II -

die Übergabe des ersten der vier Klöster ftir den 23.08.10 angeordnet. Die

schrittweise Übernahme der Verantwortung ftir die Sicherheit des Klosters

Gracanica durch die Polizei der Republik Kosovo wird in der Zeit vom 05.08.10

bis zum 23.08.10 durchgeftihrt Damit wird dann das zweite von insgesamt neun

besonders zu schützenden Kulturgütern in die Verantwortung des Kosovo übergehen.

(2) Multinational Baftte Group (MNBG) South / Deutsches Einsatzkontingent

(EwsKtgt)

Der Befehlshaber des Einsatzftihrungskommandos der Bundeswehr hatte am

28.05.10 den Austausch der noch im KFOR-Einsatz vorhandenen 23 geschützten AI Izwecktransportfahrzeugc vom Typ DINGO 1 gegen zwölf Transportpanzer FUCHS gebilligt (siehe UdP 23/10). Die geschützten Fahrzeuge sind ftir das deutsche Operational Reserve Force Battalion vorgesehen. Von den 23 DINGO sind sieben ftir dic einsatzvorbereitende Ausbildung der deutschen ISAF Kontingente in Deutschland und 16 ftir den Einsatz in Afghanistan vorgesehen. Seit dem 24.07.10 sind alle zwölf Transportpanzer FUCHS einsatzbereit im Einsatzland. Die letzten sieben DINGO 1 sollen planmäßig am 05.08.10 in Deutschland eintreffen.

Bosnien und Herzegowina

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR nnd NATO HQ Sarajevo Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine beachtenswerten Ereignisse


VN - NUR FOR DEN DIENSTGEBRAUCH

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a. Bedrohuagslage

Dk Bedrohung im 1 and lut zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale, Nvrd-Kivu und SOd-Kivu je nach Region als erheblich bis hoch eingestuft.

b. Bali ih gaag der Baadaawekr an der EU Mbios zur Sicberfceitssektorreform

(EVSEC)

Keine beachtenswerten Ereignisse

6. Sudan

a. Bedrohuagslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan als erheblich eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeewehr an der United Nations Mission in Sudan (l NM IS)

Keine berichtcnswerten Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / Africaa Union Mission in Darftir (UN AMID)

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlängerte am 30.07.10 das Mandat für UN AMID um zwölf Monate (bis zum 31.07.11).

Schwerpunkte des Mandates bleiben der Schutz der Zivilbevölkerung und hum.ni.iK Hilfe. E. erfolgte - »dm .1. vom Uiter UNAMID gefordert - keine Ausweitung de. Muxtates wf die Unterstützung de. politischen Prozess« und eine


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7. Umudi

a. Bedrohungslags

Die Bedrohung ist zurzeit als mittel cingestuft

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU-geführten Ausbitduogsmlssion flr

somalische Hlcberhetokrftfte In Uganda (Enropenn Union Training Mission IKUTM1Z SOMALIA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

In Dschibuti ist die Bedrohung zurzeit als mittel, im Golf von Aden und den weiteren Seegebieten am Hom von Afrika als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der Operation der Europäischen Union zur Bekämpfung der Piraterie: Operation EU NAVFOR ATALANTA Am 30.07.10 hat der Rat ftir auswärtige Beziehungen der EU das Einsatzgebiet der Operation EU NAVFOR ATALANTA geografisch an das im letzten Halbjahr beobachtete größere Aktionsgebiet der somalischen Piraten angepasst. Diese Ausweitung des von der EU mandatierten Einsatzgebietes wird auch eine Änderung des Operationsgebietes nach sich ziehen. Die EU beabsichtigt damit, bis zum Ende der Monsunzeit Ende September auf die veränderte Vorgehensweise der Piraten reagieren zu können.

Um eine Beteiligung des Bundeswehrkontingentes auch im ausgeweiteten mandatierten Einsatzgebiet zu ermöglichen, ist eine Änderung des Bundestagsmandates erforderlich. Die Bundesregierung beabsichtigt, den Deutschen Bundestag im Rahmen der Mandatsverlängerung Ende diesen Jahres mit diesem Thema zu befassen. Bis dahin werden deutsche Einheiten nur im bisher vom Deutschen Bundestag mandatierten Einsatzgebiet operieren.


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'''9. <u>Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer</u>'''

'''a. Bedrohungslage'''

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

'''b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)'''

Seit dem 02.08.10 bis voraussichtlich zum 14.08.2010 ist das Unterseeboot U 31 der Operation ACTIVE ENDEAVOUR unterstellt. Es wird zur Seeraumüberwachung im westlichen Mittelmeer eingesetzt.


'''10. <u>Libanon</u>'''

'''a. Bedrohunglage'''

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf See in der Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft.

Am 03.08.10 kam es an der Waffenstillstandslinie zwischen Israel und dem Libanon im Bereich des UNIFIL-Sektors Ost zu einem Feuergefecht zwischen israelischen und libanesischen Streitkräften. Im Verlaufe des Gefechtes wurden auch schwere Waffen eingesetzt. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen sind ein israelischer und zwei libanesische Soldaten gefallen. Darüber hinaus kam eine libanesische Zivilperson ums Leben. UNIFIL wirkte deeskalierend auf die Beendigung der Auseinandersetzung hin und hat eine Untersuchung zu dem Vorfall angekündigt. Deutsche Soldaten waren von dem Vorfall nicht betroffen.

'''b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)'''

'''(1) UNIFIL'''

Keine berichtenswerten Ereignisse

'''(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL'''

Der UNIFIL-Einsatzverband führt unter der Beteiligung des deutschen Einsatzkontingentes in Routineoperationen seine beiden Auftragsschwerpunkte


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RechtiataalllchkeitemUiion der Europäisch« UeioB im Kmovo: Europtan Union rule of law mission in Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören acht Polizisten an, darunter ein deutscher Polizeibeamter.

anderen Experten -

gegenwärtig 1.197 Polizisten an, davon 77 Deutsche.

aufklärern

zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitrau

ISAF

KFOR

EUFOR

UNIFIL

OAE

ATALANTA

Lufttransporte Anzahl Flttte

45

5

1

1

0

0

Anzahl ÜberwachuaesflOfe

0

0

0

0

0

0


DEN DttNSTOEMAUCH

(STRAT AJRMEDBVACT*

Sharif: 2.721

Soldat bat UNAMA ia


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• 17.

All— |

Kurrfrtotiff llBteratflt T ..« r | T bt un gen ISAF

Der Bundcsminister der VertekKgung Im 4m I mm» von deutschen FemmeIdeeoldtfen des I" NA IO Battalion, Maastricht und dee Femme Idetwlari l«M 294, Wesel im Rehmen der NAT04ahnMpMW»e«tn«g m Kandahar und Bagram gebilligt

Der Bundeiminister der Verteidigung Iw de» befristeten Eineelz eine« deutschen OfTiden Iw Weh** von VersorgungsflOgen nach Itegrem, Kabul Mazae* Sharif und Camp Bastion geas h saig t Der Transportflieger Ist als AueUwechptk* bei ewer amerikanischen Einheit elnpseetrt, die vom 2) 07 10 bn voraussichtlich 13.0110 FlOge I» die •* ***** durchführt.