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Unterrichtung des Parlamentes

21/10

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr

Redaktionsschluss: 26. Mai 2010, 10:00 Uhr


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Im Zeitraum vom 17.05.10 bis 23.05.10 (20. KW) registrierte ISAF landesweit 552 Sic herheitsvorfllle (siehe Grafik). Es handelte sich um 336 Schusswechsel und Gefechte. 137 Sprcngstoffanschläge - darunter ein Sclbstmordattentat in der Provinz Kabul — sowie 70 Vorfllle von indirektem Beschuss (Mörser und Raketen) und neun sonstige Vorfllle.

16 Vorfllle ereigneten sich im RC North, vier im RC Capital, 28 im RC West, 329 im RC South und 175 im RC East.

Insgesamt sind bei den Vorflllen 17 ISAF-Soldaten gefallen 3 , weitere 127 ISAFSoldaten wurden verwundet.

c. International Security Assbtance Force (ISAF)

(1) Operation MOSTARAK

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Militärische Lage (allgemein)

Am 17.05.10 griffen in der Provinz Badghis im Distrikt Murghab OMF (Opposing Militant Forccs) amerikanische Sicherheitskräfte mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (lmprovised Explosive Device / IED) an. Bei diesem Vorfall ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

Bei einem weiteren IED-Anschlag auf internationale Sicherheitskräfte sind am

17.05.10 im selben Distrikt zwei italienische Soldaten gefallen.

In der Provinz Helmand im Distrikt Musa Qala ist am 17.05.10 ein amerikanischer Soldat bei Feuergefechten mit OMF gefallen.

Am 18.05.10 ist in der Provinz Helmand im Distrikt Nad Ali ein amerikanischer Soldat bei der Detonation eines IED gefallen.

Bei Feuergefechten mit OMF ist am 18.05.10 in der Provinz Helmand im Distrikt Nad Ali ein amerikanischer Soldat gefallen.

2 Übersichtskarte der afghanischen Provinzen siehe Anlage 2

1 Über den Vorfall am 18.05 10 in der Provinz Kabul, bei dem fünf amerikanische und ein kanadischer Soldat

gefallen sind, wurde bereits in der UdP 20/10 berichtet.


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In der Nacht des 19.05.10 griff eine unbekannte Anzahl OMF die USMilitärbasis am Flugplatz Bagram in der Provinz Parvan mit Raketen. Handgranaten und Selbstmordattentätern an. Im Verlauf der Gefechte wurde eine amerikanische Zivilperson getötet und neun amerikanische Soldaten verwundet. Die vier Selbstmordattentäter und 12 weitere OMF wurden getötet.

Ein Taliban-Sprecher bekannte sich am 19.05.10 im Internet und vor der Presse zu dem Anschlag.

In der Provinz Zabol im Distrikt Arghandab ist am 19 05.10 beim Entschärfen eines IED ein amerikanischer Soldat gefallen.

Am 21.05.10 verübten OMF in der Provinz Helmand[[ im Distrikt [[Sangrn einen IED-Anschlag auf internationale Sicherheitskräfte. Dabei ist ein britischer Soldat gefallen.

In der Provinz Kandahar im Distrikt Maywand ist am 22.05.10 ein amerikanischer Soldat bei einem IED-Anschlag gefallen.

Am 22.05.10 sind in der Provinz Oruzgan im Distrikt Deh Rawud ein französischer und ein niederländischer Soldat bei Feuergefechten mit OMF gefallen.

(3) Regional Command (RC) Capital / Teile Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(4) Regional Command (RC) North / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Der Aufwuchs der amerikanischen Kräfte im Norden ist zunächst abgeschlossen. Die Gesamtstärke der amerikanischen Kräfte beträgt derzeit rund 3.600 Soldatinnen und Soldaten, überwiegend Pioniere, Fernmeldekräfte und Soldaten der Trainerbrigade. Bis zum geplanten Beginn der Verlegung der Heeresfliegerbrigade (Combat Aviation Brigade / CAB) voraussichtlich Ende Juni 2010 wird die wöchentliche Berichterstattung zum Aufwuchs der USA-

Kräfte ausgesetzt.


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l>crzeit befinden sich im Rahnten den bilateralen Polizeiausbildungsprojekts 142 und im Rahmen der EU-Miwion I UPOL 50 deutsche Polizisten in Afghanistan

Am 18.05.10 sind eine Panzerhaubit/e 2000 und ein Bergepanzer sowie am

25.05.10 eine weitere Pan/erhaubitze 2000. die zum Einsatz beim Provincial Reconstruction Team (PRT) Kunduz vorgesehen sind, in Mazar-e Sharif emgetrofTen. I x ist geplant, die Verlegung der dritten Panzerhaubitze 2000 (als technische Reserve), eines weiteren Bergepanzers sowie des erforderlichen Personals und der vorgesehenen Munition bis zum 09 06.10 abzuschließen.

In der Provinz Kunduz. im Distrikt Chahar Dara griffen am 18.05.10 OMF deutsche Sicherheitskräfte mit PanzerabwehrhandwafTen (Rocket Propelled (rnenade / RPG) und Handfeuerwaffen an. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

Am 19.05.10 wurden deutsche Kräfte in der Provinz Kunduz im gleichnamigen Distrikt mit Handfeuerwaffen beschossen. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

Am 20,05.10 gegen 11:50 Uhr afghanischer Ortszeit fuhr das Spitzenfahrzeug einer deutschen Patrouille der Schutzkompanie des PRT Kunduz rund 14 Kilometer nördlich des PRT Kunduz auf ein 11 D. Das geschützte Fahrzeug vom Typ DINGO wurde bei der Explosion beschädigt und musste geborgen werden. In Folge der Explosion kam es bei den eingesetzten deutschen Kräften zu keinen Personenschäden.

Am späten Abend des 20.05.10 wurde eine deutsche Patrouille der Schutzkompanie des PRT Feyzabad rund acht Kilometer südlich von Feyzabad von mehreren OMF mit Handfeuerwaffen und RPG angegriffen. Die deutschen Soldaten erwiderten das Feuer. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

In der Provinz Kunduz im gleichnamigen Distrikt verübten OMF am 23.05.10 einen IED-Anschlag auf deutsche Sicherheitskräfte. Es gab weder Personen-

noch Sachschäden.


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Am Morgen des 25.05.10 grillen OMF rund sechs Kilometer westlich des PRT Kunduz Kräfte der deutschen Infanteriekompanie mit Handfeuerwaffen und RPG an. Im Verlauf des Gefechts wurde Luftnahunterstützung zunächst im Rahmen von „Show of Force“ eingesetzt. Da OMF den Beschuss fortsetzten und weitere OMF aufgeklärt wurden, kam es zum Einsatz von Luftnahunterstützung J ^ \ m ' 1 ' ns 8 c samt vier 500 Ibs (227 kg) Bomben. Es ist davon auszugehen, dass

• dabei mehrere Angreifer getötet und verletzt wurden. Auf Seiten der deutschen ISAF-Kräfte kam es zu keinen Personen- und Sachschäden.

Im April 2010 wurden die Gespräche mit dem Rechtsanwalt Karim Popel und anderen Anwälten hinsichtlich möglicher Ausgleichszahlungen für die Hinterbliebenen und Opfer des Luftschlags vom 04.09.09 abgebrochen. Der Abbruch der Gespräche des Bundesministcriums der Verteidigung mit den sogenannten Opferanwälten hat auf die Absicht der Bundesregierung, die Bevölkerung allgemein und die Opfer und Hinterbliebenen des Luftschlags insgesamt landestypisch, rasch und unbürokratisch zu unterstützen, keine Auswirkung. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage is t eine zeitnahe Realisierung der weiterhin beabsichtigten mittel- bis langfristigen Projekte in der betreffenden Region nicht möglich. Darüber hinaus sollen auch individuelle Unterstützungsleistungen am Maßstab afghanischer Lebensverhältnisse gewährt werden. Die individuellen Unterstützungsleistungen sollen gemeinsam mit örtlichen Gruppen, Vertretern der Regierung und Internationalen Hilfsorganisationen in enger Kooperation vor Ort zeitnah umgesetzt werden Gespräche mit Vertretern von Internationalen Hilfsorganisationen sowie der afghanischen Regierung werden dazu bereits gegenwärtig vor Ort durchgefUhrt, um das geplante Verfahren zur individuellen Unterstützung der betroffenen Familien zu erörtern und einvemehmlich festzulegen.

Am 26.05.10 fand dazu ein Gespräch mit Vertretern der International Organisation for Migration (IOM) und der Unabhängigen Afghanischen Menschrcchtsorganisation (AIHRC) in Kunduz statt, um sic als neutrale Mediatoren im Rahmen der Abstimmungen über die Unterstützung der vom Luftschlag betroffenen Familien zu gewinnen und hierzu ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Das Gespräch fand in einer konstruktiven Atmosphäre statt; die Organisationen sind grundsätzlich bereit, die Bundeswehr


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in Ihren Bemühungen zu unterstützen und sich aktiv in den Prozess einzubringen. Die Gespräche werden am 30.05.10 fortgefllhrt.

Die am 13.05.10 beendete Operation TAOHID II wurde von amerikanischen und deutschen CIMIC-Kräften begleitet. Dabei wurden über 30 Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft und Energieversorgung initiiert und teilweise bereits vollendet. Hier wirkten sich erstmals die geänderten Regeln ftir den Einsatz von Finanzmitteln im RC North aus, die den Zugriff aller im RC North vertretenen Nationen auf amerikanische Finanzmittel aus dem CERP Programm (Commanders Emergency Relief Program) gestatten. Neu ist der hohe Einsatz von Finanzmitteln zur zivilen Unterstützung von militärischen Operationen Der

* Gesamtansatz von rund 530.000 US Dollar wurde zur Hälfte durch deutsche Finanzmittel, die übrigen Gelder von ISAF und der USA gedeckt. Bereits erste Reaktionen der Bevölkerung zeigten den Erfolg der zivilen Begleitmaßnahmen.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es zwei Unterstützungsflüge mit C-160 TRANS ALL außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 832.

Alle weiteren kurzfristigen Unterstützungsleistungen außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches sind in der Anlage 1 aufgefllhrt.

Wirtschaftliche Lage

Laut einem jüngst veröffentlichten Bericht der Weltbank hat die afghanische Wirtschaft im Jahr 2009/2010 (persisches Solarjahr 1388) ein Wachstum von rund 22 Prozent verzeichnet. Die Weizenproduktion verdoppelte sich dank guter Niederschläge nahezu auf rund ftlnf Millionen Tonnen (zum Vergleich: der Durchschnitt der afghanischen Weizenproduktion über die letzten fünf Jahre beträgt 3,4 Millionen Tonnen). Der Bergbau war eine weitere Stütze des afghanischen Wirtschaftswachstums mit einem sektorspezifischen Wachstum von rund 30 Prozent. Die Preise blieben gleichzeitig weitgehend stabil, bzw. gingen in einigen Bereichen, insbesondere bei Nahrungsmitteln, zurück. Dem afghanischen Staat gelang es im


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wurden 13 Lehrtechnikcn als Alternativen zum klassischen Frontal unterricht vermittelt, um die Qualität der afghanischen Grundbildung zu verbessern.

In der Provinz Badakhshan haben im Rahmen des BEPA mit Beginn des neuen Studienjahres am Lehrcrausbildungszcntrum (Teacher Training College Z TTC) Feyzabad, das mit finanzieller Unterstützung des BMZ gebaut und im Oktober 2009 teierlich eröffnet wurde, auch die sogenannten Satelliten-TTC ihre Arbeit aufgenommen. Hierbei handelt es sich um dezentrale Ausbildungseinrichtungen in sechs Distrikten der Provinz Badakhshan, von denen fünf ebenfalls mit Mitteln des BMZ rehabilitiert bzw. neu erbaut wurden. Durch diese Satelliten-TTC sollen auch I ehrerinnen und Lehrer, ftir die ein Studium am TTC Feyzabad entfemungsbedingt nicht möglich ist, eine qualifizierte Lehrerausbildung erhalten. Zurzeit werden dort mehrere Trainingsmaßnahmen im Bereich Methodik und Didaktik unter Anleitung einer Expertin des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) durchgeftihrt.

Das Programm Nachhaltige Wirtschaftscntwicklung (NaWi) hat im Rahmen der Institutionenförderung Computer und Möbel an die Filiale der Afghanischen Industrie- und Handelskammer in Sherkhan Bandar. an der Grenze zu Tadschikistan (Provinz Kunduz), übergeben. Ferner wurde das Informationsangebot der Handelskammer-Filialen in Takhar und Badakhshan zu ihren Aktivitäten verbessert. Die Afghanische Industrie- und Handelskammer ist nach 2001 mit deutscher Hilfe reformiert und gestärkt worden und leistet afghanischen Unternehmerinnen und Unternehmern über zahlreiche Dicnstleitungen Unterstützung.

Im Mai haben ferner Ausbildungskurse ftir die Mitglieder der Genossenschaften ftir Trockenfrüchte und Lederverarbeitung in den Provinzen Balkh und Jawzjan begonnen. Ziel ist es, vorhandene Kapazitäten zu stärken, um damit eine professionellere Geschäftsabwicklung zu ermöglichen.

Im Bereich Infrastruktur konnten in der Provinz Badakhshan große Fortschritte beim Bau einer V erbindu ngssi raße von Feyzabad zu den nördlichen Distrikten der Provinz erzielt werden. Ein l etztes Teilstück über 3,5 Kilometer wurde Anfang Mai 2010 fe rtig gestellt. M it dieser Verbindung wird zum einen ein leichterer Zugang der im Norden lebenden Bevölkerung zu Basisdienstleistungen, wie beispielsweise Gesundheitseinrichtungen, Schulen u.a. sichcrgestcllt, zum anderen werden


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f. Beteiligung der Bundeswehr a Afghanistan (UNAMA)

an der United Nations Assistanee Mission in

mit dem tadschikischcn Nachbarn eröffnet. Als Ausbau von Wegen entlang des afghanisch-

Keine berichtenswerten Ereignisse

Usbekistan

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

Kosovo

a. Bedrohungslage in der Republik Kosovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, für den Norden der Republik Kosovo als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Der deutsche COMKFOR, Generalleutnant Markus Bcntler. hat den Antrag gestellt, die vier serbischen Klöster Gorioc, Budisavci, Gracanica und Zociste im Rahmen des sogenannten „Unfixing“ von KFOR Aufgaben (siehe UdP 20/10) an die kosovarischen Sicherheitsbehörden zu übergeben. Der Antrag wurde nunmehr durch den Oberkommandierenden des NATO-Hauptquartiers Europa (Supreme Allied Commander Europe / SACEUR) beim Militärkomittee vorgelegt, welches dazu den militärischen Ratschlag ftlr die letztliche Billigung durch den Nordatlantikrat erteilt hat, die Übergabe des Schutzes ftlr die Klöster von KFOR an die kosovarische Polizei (Kosovo Police / KP) zu übertragen. Zudem wird empfohlen, die Entscheidung, wann die einzelnen Klöster übergeben werden sollen, in die Verantwortung des SACEUR zu legen.


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(2) Mul.in.Ho,,., Battle Group (MNBG) South / Deutsches

(EinsKtgt)

Im Verantwortungsbereich der MNBG South werden die Vorbereitungen ftir bcrgabc des Klosters in Zociste an die lokalen Sicherheitsbehörden weiter fortgesetzt. Am 25.05.10 und 26.05.10 fanden bei dem Kloster gemeinsame Erkundungen durch Kräfte der KFOR, der kosovarisehen Polizei und Vertretern der Rcchtsstaatlichkcitimission der Europäischen Union im Kosovo (European Union rule of law mission in Kosovo / EULEX KOSOVO statt.

Der Kontingcntwcchsel im deutschen EinsKtgt KFOR verläuft seit dem 17.05.10 planmäßig. Bei Redaktionsschluss waren rund 560 Soldatinnen und Soldaten im Einsatzgebiet angekommen und knapp 500 nach Deutschland zurückgekehrt. Ab dem 01.06.10 wird offiziell das 26. deutsche EinsKtgt KFOR im Einsatz sein.

Bosnien und Herzegowina

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR und NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Der Kontingentwechsel verläuft planmäßig. Im Zeitraum vom 17.05.10 bis

13.06.10 werden knapp 50 Prozent der rund 110 Soldatinnen und Soldaten bei EUFOR ausgewechselt. Die andere Hälfte des Kontingents hat den Wechsel bereits vollzogen oder wird ihn erst zu einem späteren Zeitpunkt durch!Uhren. Ab dem 01.06.10 wird offiziell das 17. deutsche EinsKtgt EUFOR im Einsatz


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5. Demokratische Republik Kongo

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale, Nord-Kivu und Süd-Kivu je nach Region als erheblich bis hoch eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Mission zur Sicherheitssektorreform (EUSEC)

Es ist zu erwarten, dass der Abzug von MONUC-Truppcn (Mission de L’ONU en Republique Democratique du Congo) in den Provinzen Equateur und Katanga zu einer Verschlechterung der dortigen Bedrohungslage führcn wird. Deutsches Personal ist davon derzeit nicht betroffen.

6. Sudan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan als erheblich eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS) Die Sudanese Peoples Liberation Army (SPLA) des Südsudan behindert weiterhin die Bewegungsfreiheit von UNMIS (siehe UdP 20/10).

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / African Union Mission in Darfur (UNAMID)

Die Bewegungsfreiheit von UNAMID wird lokal durch die Sudan Armed Forces (SAF) mit dem Hinweis auf eine erhöhte Bedrohungslage eingeschränkt. Im Regelfall gelingt es UNAMID, in Gesprächen mit den SAF die Bewegungsfreiheit wiederherzustellen.


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^drohungslage

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Derzeit

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Uganda

8 .

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation ENDURING FREEDOM (OEF)

Der Seefemaufklärer P-3C ORION führt planmäßig Überwachungsflüge für OEF und ATALANTA durch und trägt damit zum Lagebild im Operationsgebiet bei. Der Einsatz der P-3C ORION ist bis 30.06.10 geplant.

c, Beteiligung der Bundeswehr an der Operation der Europäischen Union zur Bekämpfung der Piraterie: Operation EU NAVFOR ATALANTA

Nach Übernahme von der Fregatte EMDEN führt die deutsche ATALANTA-Einhcit Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN gegenwärtig Seeraum Überwachung am International Recommcnded Transit Corridor (IRTC) im Golf von Aden durch.


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9. Straße

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emgestuft.

igeng der Bundeswehr an Operatioeee gegen den internationalen

errommw Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

WlC gCplant (sichc 1 dp 20/10) nimmt die Fregatte BRANDENBURG und der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT a.M. an OAE teil. Die Fregatte

N1LDERSACHSEN beendete ihren Einsatz im Rahmen von OAE planmäßig am 25.05.10.

10. Libanon

a. Bedroh ungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf See in der Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

In der vergangenen Woche fanden erneut routinemäßig Übungen zwischen der MTF UNIFIL und der libanesischen Marine statt. Im Fokus standen Ausbildungsaspekte zum Betrieb der Küstenradarorganisation und Seenotrettung unter Federführung der deutschen Unterstützungseinheit MAIN.


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n is« tionen /

United Nations Interim Administration Mission in Koeovo (UNMIK) und

RechtsstantUchkefomission der Enropftbcken Union im Koeovo: European Union mle of law na ission in Koeovo (EULEX KOSOVO)

Internntionnle Polizeitruppe

Der zur Gewlhrleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetz internationalen Polizeitnsppe im Rahmen der UNMIK gehören a^ht ' oli darunter ein deutscher Polizeibeamter.

EULEX, deren Aufbau weiter voran schreitet, gehören - neben anderen Experten gegenwärtig 1.197 Polizisten an, davon 70 Deutsche.

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Unteroffiziere

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Mit den in Deutschland zur Sichcrstcllung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der einsatzgleichen Mission EUSEC (Demokratische Republik Kongo; Stärke: 3), den Angehörigen der Mission EUTM SOMALIA (Stärke; 6 ) und den im Mittelmeer an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour Z OAE) beteiligten 556 Soldaten (Stand 24.05.10) sind insgesamt 7386 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

• davon PRT Kunduz: 815 Soldaten, PRT Feyzabad: 389 Soldaten, PAT Taloqan: 45 Soldaten, Mazar-e Sharif: 2.679 Soldaten (inkl. 198 Soldaten des RC North), Kabul: 315 Soldaten und Strategischer Lufttransportstützpunkt / UZB: 105 Soldaten. Zusätzlich befinden sich derzeit im Rahmen der Übergabe der Dienstgeschäfte zwei deutsche Soldaten bei UNAMA in Afghanistan.

** Im Rahmen der Kontingentwechsel kann es zu temporären Überschreitungen der jeweiligen Mandatsobergrenzen kommen.


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Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt:

NIEDRIG : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen für bevorstehende Angriffe vor.

MITTEL : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin. KRHEBL1CH : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen liegen nicht vor.

HOCH : Ein Staat Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.