﻿VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH

Bundesmimsterium

der Verteidigung

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Unterrichtung des Parlamentes

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über die Auslandseinsitze der Bundeswehr

Redaktionsschluss: 19. Mai 2010,10:00 Uhr


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Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt erheblich 1 In Nordafghanistan liegt sic zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

In den übrigen Regionen stellt sic sich wie folgt dar:

Regional Command (RC) Capital: insgesamt mittel,

Hauptstadt Kabul: insgesamt mittel.

Regional Command West: insgesamt mittel,

Regional Command East: insgesamt crhcblich bis hoch,

Regional Command South: insgesamt hoch.

Im Zeitraum vom 10.05.10 bis 16.05.10 (19. KW) registrierte ISAF landesweit 563 Sicherheitsvorftlle (siche Grafik). Es handelte sich um 349 Schusswcchscl und Gefechte, 137 Sprengstoffanschläge - darunter zwei Selbstmordattentate in den

1 Definitionen der Bedrohungsstufen siehe Anlage 2


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Oruzgan 2 und Laghman - sowie 70 Yorftlk xve mdirvkiem Hvx hv

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22 Vorfltile ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital. 27 im Ri im RC South und 178 im RC East.

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Insgesamt sind bei den Vorfällen acht ISAF-Soktaen gefalle«; weitet* Soldaten wurden verwundet.

Am 11.05.10 griffen im Distrikt Dara Suf Pa>in in der Provinz Samangan Oppoting Militant forces (OMF) einen Kontrollposten der afghanischen Polizei (Afghan National Police/ANP) an. Dabei wurde ein afghanischer Polizki

tn der Provinz Badakhshan im Distrikt Hauptquartier der ANP mit Panzerfaust wurde ein afghanischer Polizist verletzt.

' OhntM*** 4m tt m ntk m Provinzen siehe Anlage 2


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Im Distrikt Khush Tepa in der Provinz Jowzjan wurde am 15.05.10 bei einem

Sprcngstoffan schlag auf ANP-Kräfte ein afghanischer Polizist getötet und drei weitere verletzt.

In der Provinz Kunar im Distrikt Nari verübten OMF am 16.05.10 einen Anschlag auf einen Kontrollposten der afghanischen Grenzpolizei (Afghan Bordcr Police / ABP). Durch die Explosion wurde ein afghanischer Polizist getötet, 17 weitere wurden verletzt.

c. International Security Assistanee Force (ISAF)

(1) Operation MOSTARAK

Die Operation MOSTARAK in Zentral-Helmand verläuft in der Phase „HOLD/BUILD ' 4 weiterhin planmäßig.

(2) Militärische Lage (allgemein)

Am 11.05.10 griffen in der Provinz Helmand im Distrikt Garmser OMF eine ISAF-Patrouille mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (Improvised Explosive Device Z IED) an. Dabei sind zwei amerikanische Soldaten gefallen.

In der Provinz Helmand im Distrikt Nad Ali ist am 12.05.10 ein amerikanischer Soldat bei einem Feuergefecht mit OMF gefallen.

Bei einem IED-Anschlag in der Provinz Helmand im Distrikt Musa Qala ist am

12.05.10 ein amerikanischer Soldat gefallen.

Am 13.05.10 ist in der Provinz Kandahar im Distrikt Panjwaji bei einem IEDAnschlag ein kanadischer Soldat gefallen.

Am 14.05.10 ist in der Provinz Baghian im Distrikt Pul-e Khomri bei einem Feuergefecht zwischen OMF und Kräften der afghanischen Armee (Afghan National Army / ANA) ein afghanischer Soldat gefallen.


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In der Provinz Lowgar im Distrikt Puli Alam ist bei einem F euergefecht mit OMF ein amerikanischer Soldat am 14.05.10 gefallen.

Bei einem IED-Anschlag am 14.05.10 in der Provinz Helmand im Distrikt Garmser ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

OMF griffen am 15.05.10 in der Provinz Jow/jan im Distrikt Qush Tepa eine gemischte Patrouille aus schwedischen Kräften des Operational Mentor and Liaison Teams (OMLT) und Angehörigen der ANP mit einem IED und Handfeuerwaffen an. Dabei wurde ein afghanischer Polizist getötet, zwei weitere wurden verletzt.

Am 16.05.10 ist in der Provinz Baghian im Distrikt Dahana-e Ghuri bei einem Feuergefecht zwischen OMF und ANA-Kräftcn ein afghanischer Soldat gefallen. Vier weitere afghanische Soldaten wurden verwundet.

ln der Provinz Helmand im Distrikt Nad Ali ist am 16,05.10 ein amerikanischer Soldat bei einem Feuergefecht mit OMF gefallen.

Am 18.05.10 sprengte sich ein Selbstmordattentäter in seinem Fahrzeug (Vehicle Borne Improvised Explosive Device / VBIED) vor einem Ausbildungszentrum der ANP in Kabul in die Luft, als sich drei USMilitärfahrzeuge näherten. Fünf amerikanische und ein kanadischer Soldat sind hierbei gefallen 3 , ftinf weitere amerikanische Soldaten wurden verwundet. Zudem wurden zwölf Zivilpersonen getötet und 47 weitere verletzt.

(3) Regional Command (RC) Capital / Teile Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(4) Regional Command (RC) North / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Die Operation TAOHID II unter Führung der afghanischen Sichcrhcitskräftc

1 Dieser Vorfall zählt nicht zu den in Abschnitt I.b genannten Sicherhcitsvorftllcn, da er außerhalb des dort

zugrunde liegenden Berichtszeitraumes liegt.


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(Afghan National Security Forces / ANSF) im Bereich Baghlan-e Jadid (PRT Pol-e Khomri) wurde am 13.05.10 abgeschlossen. Die Operation TAOHID 11 wurde zuvor bis zum 13.05.10 verlängert, um den operativen Erfolg auszuweiten. Teile der deutschen Quick Reaction Force (QRF) und ein Zug der amerikanischen Trainerbrigade verbleiben bis auf weiteres im Einsatzraum. Auftrag der QRF ist es, Verbindung zur ANA an den Kontrollposten zu halten und Präsenz zu zeigen. Der Zug der amerikanischen Trainerbngade soll mit der afghanischen Polizei zusammen arbeiten.

Am 10.05.10 kam es zu einem Raketenbeschuss durch OMF im Distrikt Kunduz in der gleichnamigen Provinz. Die Rakete schlug zwischen dem PRT Kunduz und einem Kontrollposten der ANP ein. Es gab weder Sach- noch Personenschaden.

Am 02.04.10 kam cs im Laufe von Kampfhandlungen zu einem Zwischenfall, bei dem deutsche Einsatzkräfte auf afghanische Soldaten geschossen haben (siehe UdP 14/10). Dabei wurden sechs Soldaten der ANA getötet. Inzwischen wurden die Familien der Opfer und das Kandak (Bataillon), zu dem die Opfer gehörten, nach landesüblichen Maßstäben abgefunden. Nachdem von belgischer und afghanischer Seite keine weiteren Untersuchungsberichte erstellt werden, ist der Zwischenfall somit abgeschlossen.

Am 15.05.10 kam es in der Provinz Kunduz. im gleichnamigen Distrikt, entlang der LOC (Line of Communication) KAMINS rund acht Kilometer südwestlich des PRT Kunduz zu mehrstündigen Feuergefechten, nachdem eine unbekannte Anzahl OMF deutsche Kräfte der 2. Infanteriekompanie angegriffen hatten. Im Laufe der Gefechte unterstützen QRF, US-Kräfte und afghanische Polizei. Eine deutsche Aufklärungsdrohne LUNA wurde eingesetzt. Es gab weder Personcnnoch Sachschäden.

Am 18.05.10 griffen OMF auf der LOC KAMINS nahe der Brücke RHEIN die 2. Infanteriekompanie und Kräfte der QRF des PRT Kunduz während der Bergung eines technisch defekten Schützenpanzers MARDER mit


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Handfeuerwaffen und PanzerabwehrwafTen an. Die deutschen Kräfte erwiderten das Feuer. Es gab weder Personen- noch Sachschäden.

Am Morgen des 19.05.10 eignete sich rund zwei Kilometer vom PRT Kunduz entfernt ein Verkehrsunfall mit einem deutschen Fahrzeug des PRT Kunduz, das sich auf dem Weg in die Stadt Kunduz befand. Dabei wurden vier deutsche Soldaten verletzt und anschließend im PRT Kunduz medizinisch versorgt. Ein leicht verletzter Soldat konnte bereits wieder entlassen werden, die drei anderen verletzten deutschen Soldaten wurden zur weiteren medizinischen Untersuchung in das Einsatzlazarett nach Mazar-e Sharif verlegt.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es ftlnf Unterstützungsflüge mit C-160 TRANSALL außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 830.

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Alle weiteren kurzfristigen Unlerstützungsleistungen außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches sind in der Anlage 1 aufgeftlhrt.

Ziviler Wiederaufbau / Entwicklungszusammenarbeit

Das Auswärtige Amt (AA) wird die KfW Entwicklungsbank in dieser Woche mit der Auflage eines Stabilisierungsfonds für 25 sicherheitskritische Distrikte in den nordafghanischen Provinzen Kunduz, Takhar, Badakhshan und Baghian beauftragen und dafür in den nächsten drei Jahren 46,5 Millionen Euro bereitstellen. Aus dem Fonds werden kleine bis mittelgroße, arbeitsintensive Infrastrukturmaßnahmen sowie begleitende Schulungskomponenten gefördert, die zu einer spürbaren und unmittelbaren Verbesserung der Lebensbedingungen von rund 1,7 Millionen Menschen in den Zielgebieten beitragen sollen, ln einem ersten Schritt wurde in traditionellen Versammlungen („Shuras“) mit Gemeinde- und Distrikträten ein erstes Paket von rund 80 Vorhaben geschnürt, das bereits in den nächsten Monaten umgesetzt werden kann. Weitere Maßnahmen sollen auf ähnliche Weise unmittelbar von der afghanischen Bevölkerung initiiert werden Auf diese Weise trägt das


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Programm dazu bei, die Identifikation der Bevölkerung mit dem Wiederaufbauprozess gerade in sichcrheitskritischen Gebieten zu stärken.

Typischerwcisc werden aus dem Stabilisierungsfonds Projekte wie der Bau bzw. die Rehabilitierung kleinerer Straßen und Brücken, der Bau und die Ausstattung von Schulen, Verwaltungsgebäuden und Bibliotheken oder die Bohrung von Brunnen und die Ausschachtung von Bewässerungsgräben gefördert Implementiert werden diese Maßnahmen durch das Aga Khan Development Network und die internationale Nichtregierungsorganisation „Agency für Technical Cooperation and Development“ (ACTED), die beide bereits vor Ort aktiv sind und über jahrelange Erfahrung in der Projektumsetzung in Afghanistan verfügen.

e. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Assistanee Mission in Afghanistan (UNAMA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Usbekistan

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

Kosovo

a. Bedrohungslage in der Republik Kosovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, für den Norden der Republik Kosovo als mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Gut zwei Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der Republik Kosovo vom 17.02.08 und nach Einnahme der ersten Stufe des NATO-Einsatzprofils „Deterrent Presence“ bei KFOR zum 01.02.10 ist vorgesehen, dass die internationalen militärischen Kräfte weiter schrittweise die


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Bewachungsaufgaben besonders zu schützender Kulturgüter (Properties 0 f Designated Special Status) an die kosovarischen Sicherheitsbehörden übergeben. Der Schutz von Minderheiten und deren Kulturgütern ist grundsätzlich eine verfassungsgemäße Aufgabe der Republik Kosovo. Die Übergabe der Oberwachungsaufgaben ist ftlr die Weiterentwicklung der KFOR-Strukturen und -Stärke von großer Bedeutung.

Von den insgesamt neun als besonders schützenswerten Kulturgüter eingestuften Denkmälern bzw. serbisch-orthodoxen Klöstern ist bislang nur die Übergabe des unbewohnten Denkmals an die Schlacht auf dem Amselfeld am 18.03.10 an die kosovarischen Sicherheitsbehörden erfolgt. Seitdem der Schutz des Denkmals in den Hände der kosovarischen Polizei (Kosovo Police Service / KPS) liegt, gab es keine Zwischenfälle.

Der Übergabe ging eine langwierige Vorbereitung in Theorie und Praxis zwischen KFOR und der KPS unter intensiver Beteiligung von Polizeikräften der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo (European Union rule of law mission in Kosovo / EULEX) voraus. Dieser Prozess wird ftlr jedes weitere zu übergebende Kulturgut ebenfalls durchlaufen.

Für die nahe Zukunft kann bei weiterhin stabiler Lageentwicklung mit einem formellen Antrag an den Nordatlantikrat gerechnet werden, den Schutz weiterer Kulturgüter in die Zuständigkeit der kosovarsichen Sicherheitsbehörden zu übergeben. Auch wenn dies keine zwingende Voraussetzung ftlr die Weiterentwicklung der KFOR darstcllt, würde es den nächsten Schritt, die Einnahme der zweiten Stufe von „Deterrent Presence“ mit der Verringerung von derzeit insgesamt knapp 10.000 auf rund 5.500 KFOR-Soldatcn, deutlich erleichtern.

(2) Multinational Bettle Group (MNBG) South / Deutsches Einsutzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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Bosnien ond Herzegowina

*. Politische Lage

Die in Bosnien und Herzegowina ausstehenden Wahlen sind nunmehr ftlr den

03.10.10 geplant. Fs werden auf Gesamtstaatsebcnc die Präsidentschaft und das Abgeordnetenhaus, auf Ebene der Entitäten die Präsidenten und Parlamente und in der I Öderation Bosnien und Herzegowinas die Kantonsparlamente gewählt.

b. Bedrohnngslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig emgestuft

c. Beteiligung der Bundeswehr aa der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR and NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsetzkontiegent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Demokratische Republik Kongo

e. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Lend ist zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale, Nord-Kivu und Söd-Kivu je nach Region als erheblich bis hoch eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Mission zur Skherheitssektorreform

(EUSEC)

Keine berichtenswerten Ereignisse


6 . Sudan

s. Bedrohangslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan als erheblich eingestuft.

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V Am

Beteiligung der Bundeswehr an der United Nation* Mission in Sudan (UNMIS)

UNMIS wird weiterhin durch die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (Sudans People Liberation Army / SPLA) der Zugang zu Teilen der Grenzlinie zwischen Nord- und Süd-Sudan verwehrt Die insgesamt negativere Haltung der SPLA gegenüber der Mission hält weiter an. UNMIS vermutet als Grund ftlr das Untersagen von Land- und Luftpatrouillen die von UNMIS und UNAMID zeitweilig beobachtete Verlegung von Truppenteilen des Süd- Sudan in Grenznähe.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / African Union Mission in Darfur (UNAMID)

Nach Angaben des Armcesprechcrs haben die sudanesischen Streitkräfte am 14.05.10 bis zu 108 Rebellen der Justicc and Equality Movement“ (JEM) in der Region Jcbcl Moon (West-Darfur) getötet und zusätzlich 61 festgenommen Weitere Auseinandersetzungen können nicht ausgeschlossen werden, eine Zunahme der direkten Bedrohung für UNAMID - und damit für deutsche Soldaten - ist nicht zu erwarten.

16 Soldaten des deutschen Anteil UNMIS werden in dieser Woche im Rahmen einer geplanten Rotation ausgetauscht.

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

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b. Betetitguug der Buadeswehr ma der EU-ge!lhrlen Ausbildungsmission flr

somalische Sicherheitskrifte ia Uganda (European Union Training Mission [EUTM] / SOMALIA)

Die deutschen Soldaten sind weiterhin im Missionsaufbau und in der L'nteroffiziersausbildung eingesetzt 496 somalische Auszubildende sind derzeit im Lager BIHANGA. Weitere rund 600 Rekruten werden in den kommenden Wochen erwartet, sobald deren Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen ist. Die endgültige Auswahl der Rekruten ftir die Ausbildung durch EUTM ' SOMALIA und der Beginn der Ausbildung erfolgt erst nach Eintreffen aller somalischer Rekruten (Planung derzeit: 24.05.2010).

Hon» von Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Bedrohungslage

In Dschibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den lateraatioBalea Terrorismus: Operation ENDURING FREEDOM (OEF)

Der Seefemaufklärer P-3C ORION führt planmäßig Überwachungsflügc ftir OEF und ATALANTA durch und trägt damit zum Lagebild im Operationsgebiet bei. Der Einsatz der P-3C ORION ist bis 30.06.10 geplant.

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Operation der Europäischen Union zur Bekämpfung der Piraterie: Operation EU NAVFOR ATALANTA

Am 19.05.10 löste die Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN die Fregatte EMDEN im

Antipiratericeinsatz EU NAVFOR ATALANTA planmäßig ab.

Der multinationale Einsatzverband führt mit derzeit zehn Schiffen mit Bordhubschraubern sowie neun SeeraumÜberwachungsflugzeugen planmäßig seinen Auftrag aus. In fast 80 Transporten konnten bislang über 380.000 Tonnen Nahrungsminelhilfe des Wcltemährongsprogramms der Vereinten Nationen (UN World Food Programme / WFP) sicher nach Somalia geleitetet werden Damit erfüllt


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die Operation ihren Hauptauftrag und trägt wesentlich zur humanitären Unterstützung Somalias bei.

9. Straße von Gibraltar / Östliche» Mittelmeer

a. Bedrohangslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE)

Die seit 07.05.10 bestehende Unterstellung (siehe UdP 19/10) des ständigen NATO Einsatzverbandes (Standing NATO Maritime Group / SNMG) 1 unter die Operation ACTIVE ENDEAVOUR wurde am 16.05.10 beendet. Beteiligt waren der deutsche Betriebsstofftransporter SPESSART und bis 13.05 10 die Fregatte KARLSRUHE.

Im Zeitraum vom 07.05.10 - 13.05.10 nahm die Fregatte SCHLESWIG HOLSTEIN während ihres Transits durch das Mittelmeer im Rahmen der Verlegung in das Einsatzgebiet EU NAVFOR ATALANTA an OAE teil.

Die Beteiligung deutscher Soldaten des NATO AWACS Verbandes zur Unterstützung einer britischen AWACS wird planmäßig bis zum 20.05 10 fortgesetzt. Seit dem 19.05.10 nimmt erneut der Einsatzausbildungsverband der Marine (EAV) an der Operation teil. Geplant ist der Einsatz der Fregatte BRANDENBURG und des Einsatzgruppenversorgers FRANKFURT a M. bis zum

27.05.10 sowie der Fregatte NIEDERSACHSEN bis /um 25.05.10. Weitere Einsätze sind bis zum 11 06.10 vorgesehen.

10. Libanon

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf See in der Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft


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b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

MTF UNIFIL setzt mit derzeit acht Einheiten ihren Auftrag zur

Seeraumüberwachung und zur Ausbildungsunterstützung ftir die libanesischen maritimen Streitkräfte erfolgreich fort

Vereinte Nationen (VN) / Europäische Union (EU)

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo: European Union rule of law mission in Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören sieben Polizisten an. darunter ein deutscher Polizeibcamter.

EULEX, deren Aufbau weiter voran schreitet, gehören - neben anderen Experten gegenwärtig 1.197 Polizisten an, davon 70 Deutsche.

und Übcrwachupgaflflgc mit Secfcmaufklärcrn Unterstützung der Ein—tzkonttngcntc im Be richtszeitraum

12. Lu

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EUFOR*

UNIFIL ATAL.

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Ge*. ISAF* KFOR

1S.11.S7

03.12.09

63.1109

15.12.10

3.900

(2001)

41 Ar itrategbchea Verwaadeteatraasport (STRATAIRMEDEVAC)

Unteroffiziere

Mannschaften

L828 1.132 444

Zivilbedienst

1 fcade .weiterer 12 Maaale” - Weaa eiae der Fraktioaea es wiasdrt, wird die Baadesregirraag dea Dealscfcea Baadestag >ar Ablaaf weiterer 12 Meinte eraeat keattitath mit der Verliageraag das Elaaataas befwea.

‘ Lade .werterer 12 Maaate" - Die Baadesregieraag sichert dee Deatschea Baadestag za, aach Abiaaf voa jeweils 12 Maaatsa dea Baadestag eraeat ksastitativ za befaawu falls dies der WaascM eiaer Fraktion Ist 1 tr*»UU| Matal WtMinMWMMk 4 ORF-BataiUu ' Md. NATO HQ Sarejcv« ‘ Kl NAVFOR ATALANTA

Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der cinsatzgleichen Mission EUSEC (Demokratische Republik Kongo; Stärke 3). den Angehörigen der Mission EUTM SOMALIA (Stärke: 6 ) und den im Mittelmeer an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour / OAE) beteiligten 236 Soldaten sind insgesamt 7.246 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

davon PRT Kunduz. 816 Soldaten. PRT Fev/abad: 302 Soldaten. PAI Taloqan; 45 Soldaten. Mazar-e Sharif 2.750 Soldaten (inkl 195 Soldaten des R( North). Kabul. 318 Soldaten und Strategischer Lufttransportstüt/punkt / UZB: 113 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

Im Rahmen der Kontingentwcchsel kann es zu temporären Überschreitungen der jeweiligen Mandatsobergrenzen kommen.


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Aaxabl SoMitiutB / Soldaten

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Bemerkungen

Der Bundcsmimster der Verteidigung hat den zeitlich 07 02.10 befristeten Einsatz von 15 deutschen Fcromeldesoldatcn des 1" NATO Signal Battalion. Maastricht und des Femmeldebataillons 214, Wesel im Rahmen der NATO-Führungsunterstützung in Kandahar und Bagram genehmigt

Kmdahar'

Bagram


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Anlage 2

nlthttklrte der »f a h.nl ,chen PrnvInT.n

Verantwortungsbereich dee deutschen Regional Command (RC) North mit Insgesamt 6 Provincial Reconstruction Tsams (PRT):

1 BADAKHSHAN 2TAKHAR 3KUNDUZ 4BALKH

• JOWZJAN

• FARYAB 7 BADGHIS I HIRAT •FARAH

1QOHOWR

11 SAR-K POL As.

12 •AMANGA'4

13 BAOHLAh/

2 deutsche, 1 ungarisches, 1 schwedisches und 1 norwegisches PRT

21 KHOWST 22PAKT1A

23 LOWGAR

24 KABUL

25 BAMIAN 2« ORUZGAN 27 HEUWAND 2$ NBARUZ

2S KANDAHAR SOZABOL 31 GHAZNI 32VARDAK

33 FAKTIKA

34 DAYKONDI

RC CAPITAL (TQrfcsi)

RC WEST (Italien)

RC SOUTH (OroShrltannlen)

Definitionen der BcdrohtingMtufen

Um national wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden nachfolgende Einstufungen genutzt:

NIEDRIG : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfligt über die Fähigkeit und/oder die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Obwohl die grundsätzliche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen ftir bevorstehende

Angriffe vor.

MITTEL : Ein Staat. Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin. ERHEBLICH : Ein Staat. Organisation oder Gruppe verfligt Uber die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen

liegen nicht vor.

HOCH : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfligt Uber die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Strcitkräfte und/oder verbündete Strcitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten

Zeitraum zu erwarten.