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Bundesministenum der Verteidigung

Unterrichtung des Parlamentes

40/09

über die Ausiandseinsätze der Bundeswehr

Redaktionsschluss: 30. September 2009,10:00 Uhr

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1. Afghanistan

zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und erheblich.

In den übrigen Regionen stellt sie sich wie folgt dar:

Regional Command Capital: insgesamt mittel,

Hauptstadt Kabul: insgesamt mittel,

Regional Command West: insgesamt mittel,

Regional Command East: insgesamt erheblich bis hoch.

Regional Command South: insgesamt hoch.

Im Zeitraum vom 21.09.09 bis 27.09.09 (39. KW) registrierte ISAF landesweit 328 Sicherheitsvorfälle (siehe Grafik). Es handelte sich um 199 Schusswechsel und


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Gcfcchte. 72 Sprengstoffanschläge - darunter ein Selbstmordattentat in der Pros inz I Jerat — sowie 57-mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen).

Sieben Vorfälle ereigneten sich im RC North, zwei im RC Capital, 18 im RC West, 185 im RC South und 116 im RC East.

Insgesamt sind bei den Vorfällen neun ISAF-Soldaten gefallen 1 ; weitere 57 ISAFSoldaten wurden verwundet.

Am 23.09.09 wurden bei einem Anschlag mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (Improvised Explosive Device / IED) in der Provinz Kandahar im Distrikt Argandhab sieben Zivilpersonen getötet.

Ein Angehöriger der afghanischen Armee (Afghan National Army / ANA) ist bei der Detonation eines IED in der Provinz Paktika im Distrikt Barmal gefallen. Vier weitere ANA-Soldaten wurden schwer verwundet.

1

2 Übersichtskarte der afghanischen Provinzen siehe Anlage 2

3 über die Vorfälle am 21.09.09 in den Provinzen Kandahar und Helmand, bei denen ein amerikanischer und em britischer Soldat gefallen sind, wurde bereits in der UdP 39/09 berichtet.


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Am 26.09.09 griffen rund 250 Opposing Militant Forccs (OMF) das Polizciquanicr in Nawabad im Distnkt Archi in der Provinz Kunduz mit Handfeuerwaffen an. Die afghanischen Sicherheitskräfte (Afghan National Secunty Forccs / ANSF) forderten Luftnahunterstützung (Closc Air Support / CAS) an. Bei dem Feuergefecht wurde ein afghanischer Polizist getötet und drei weitere verletzt Auf Seiten der OMF gab es ersten Angaben zufolge 18 Tote.

In der Provinz Kandahar im Distrikt Zhari sind am 27.09.09 drei afghanische Soldaten bei der Detonation eines IED gefallen, drei weitere wurden verwundet.

Am 29.09.09 ereignete sich im Distrikt Maywand (Provinz Kandahar) ein IEDAnschlag gegen einen zivilen Bus. Durch die Explosion kamen mindestens acht Zivilpersonen ums Leben; über 20 weitere wurden verletzt.

In der Provinz Kunduz griffen am 29.09.09 OMF das Polizeihauptquartier des Distriktes Chahar Darreh mit Handfeuerwaffen an. Die dort anwesenden Soldaten der ANA erwiderten das Feuer unter anderem mit Mörsergranaten.

International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Militärische Lage

Drei amerikanische Soldaten sind bei der Detonation eines IED am 24.09.09 in

der Provinz Zabol im Distrikt Shinkay gefallen.

In der Provinz Farah im Distrikt Delaram griffen am 24.09.09 OMF eine ISAFPatrouille mit Handfeuerwaffen an. Dabei ist ein amerikanischer Soldat gefallen.

Am 25.09.09 wurden drei dänische Soldaten bei der Detonation eines IED in der Provinz Helmand im Distrikt Nahri Sarraj zum Teil schwer verwundet.

In der Provinz Helmand im Distrikt Naw Zad griffen OMF eine ISAF-Patrouille mit IED an. Dabei wurden sieben amerikanische Soldaten verwundet.


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Am 26.09.09 griffen OMF eine ISAF-Patrouille in der Provinz Helmand im Distrikt Garmser mit Handfeuerwaffen an. Dabei wurde ein amerikanischer Soldat verwundet, der später seinen Verwundungen erlag.

ln der Provinz Kandahar im Distrikt Shab Wali Kot wurde am 26.09.09 ein Soldat bei einem IED-Anschlag verwundet und erlag später seinen Verwundungen.

Am 26.09.09 wurden drei amerikanische Soldaten in der Provinz Laghman im Distrikt Alishing bei der Detonation eines IED verwundet.

In der Provinz Helmand im Distrikt Musa Qala wurde am 26.09.09 ein britischer ISAF-Konvoi von der Explosion eines IED erfasst. Dabei wurden zwei britische Soldaten verwundet, wovon einer später seinen Verwundungen erlag.

(2) Regional Command (RC) Capital / Teile Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(3) Regional Command (RC) North / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

In der Provinz Kunduz im gleichnamigen Distrikt griffen OMF am 25.09.09 einen aus zwölf Lkw bestehenden zivilen Konvoi mit Handfeuerwaffen an; der Konvoi befand sich auf dem Weg zur Versorgung des Provincial Reconstruction Team (PRT) Kunduz und anschließend des PRT Feyzabad. Zwei Zivilpersonen wurden dabei verletzt und anschließend im PRT Kunduz medizinisch versorgt. Zehn Fahrzeuge konnten ihren Marsch fortsetzen.

Am 28.09.09 übergab der Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes ISAF und Regional Commander North, Brigadegeneral Jörg Vollmer, das Kommando über das PRT Kunduz von Oberst Georg Klein an Oberst Kai Rohrschneider. Am 30.09.09 hielten sich der Generalstabschef der ANA, General Bismullah Khan, und der Befehlshaber des ISAF Joint Command. 

Am 28.09.09 hielten sich der Generalstabschef der ANA, General Bismullah Khan, und der Befehlshaber des ISAF Joint Command, Generalleutnant David


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Rodriguez, in Kunduz auf, um sich über die aktuelle l äge in der Provinz zu informieren. Sie wurden durch den designierten Regional C ommandc \ North, Brigadegeneral Jürgen Setzer, und den Kommandeur des 209. ANA-Korps, Generalmajor Mur ad Ali Murad. begleitet.

Am 30.09.09 wurden zwei deutsche Hubschrauber vom Typ CH-53, die sich auf dem Flug von Kunduz nach Emam Saheb (Stadt im gleichnamigen Distrikt der Provinz Kunduz) befanden, rund drei Kilometer nördlich des PRT Kunduz mit Handwaffen beschossen. Dabei wurde ein Hubschrauber getroffen, der daraufhin zum Flugplatz Kunduz zurtickkehrte. Bei dem Vorfall kam es zu keinen

Personenschäden.

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(4) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es zwei Untersttitzungsflüge außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht

sich damit auf insgesamt 727.

kurzfristigen Unterstützungslcistungcn außerhalb des deutschen sbereiches sind in der Anlage 1 aufgefllhrt.

, , i inited Nations Assistance Mission in C. Beteiligung der Bundeswehr »- der Um.ed

Afghanistan (UNAMA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

2. Usbekistan

Bedrohungsinge

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.


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3. Kosovo

a. Bedrohungslagc in Kosovo

Die Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, ftlr den Norden Kosovos jedoch als

mittel eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an v

(0 KFOR hrender Kosovo Force (KFOR)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Multinational Task Force (MNTF) South / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Seit 28.09.09 versieht das 24. deutsche Einsatzkontingent KFOR seinen Dienst im Kosovo.

4. Bosnien und Herzegowina

a. Bedrohungslagc

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (FA FOR)

(1) EUFOR und NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Georgien

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung in Georgien wird mit niedrig, die ftlr die verblcsbenden UNOMIG Angehörigen im ehemaligen Mandatsgebiet UNOMIG mit mittel bewertet.


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dTt dCr MlSS '° n Verl8uft wcitcr Planmäßig Die verbliebenen sechs

u en o daten haben am 30.09.09 das Land verlassen. Die deutsche Beteiligung

«i UNOMIG ist damit beendet.

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*. Bedrohungslagc

Die Bedrohung im Land ist zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale.

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erheblich

b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Mission zur Sicherheitssektorreform

(EUSEC)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Sudan

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit als mittel, im Darfur und im Süd-Sudan derzeit als erheblich eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS)

Keine berichtenswerten Ereignisse

. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / African Union Mission in Darfur (UNAMID)

Die sudanesischen Sicherungskräfte haben zum wiederholten Mal Patrouillen der Vereinten Nationen daran gehindert, den Gefechtsverlauf der Kämpfe der sudanesischen Streitkräfte gegen die Rebellengruppe „Sudan Liberation Army (SLA/AW) im Dorf Korma, rund 70 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt El


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------- j'nyr*). bs gibt noch immer keine bestätigten

r Auswirkungen in der Region sowie der Opferzahlen

entführten zivilen UNAMID-Mitarbeiter (siehe UdP 36-09 imer in der Hand der Entführer.

Afrika und angrenz en

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a. Bedrohungslage

j'buti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen

Terrorismus: Operation ENDURING FREEDOM (OEF)

Keine berichtenswerten Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Operation der Europäischen Union zur Bekämpfung der Piraterie: Operation EU NAVFOR ATALANTA

Am 29.09.09 geleitete die Fregatte BREMEN das unter der Flagge Panamas fahrende Frachtschiff MANTHENA des World Food Programme (WFP) auf dem ersten Teil des Transits von Mogadischu (Somalia) nach Mombasa (Kenia). Danach übernahm die französische Fregatte GERMINAL die Begleitung.

Straße von Gibraltar / östliches Mittelmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestufk.


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/ b . Beteiligung

Terrorismus: Operation ACTl Auf ihrem Rücktransit aus dem BRANDENBURG die Operati

21.09.09 bis zum 27.09.09.

Derzeit unterstützt

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Einsatzgebiet OEF vom 28.09.09 bis zum 07.10.09 OAE.

10. Libanon

Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land und im Süden Libanons ist zurzeit als mittel, auf Sec in der Area of Maritime Operations (AMO) als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL)

(1) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL

Keine berichtenswerten Ereignisse

11. Internationale Organisationen / Aktivitäten

Vereinte Nationen (VN) / Europäische Union (EU)

United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo: European Union rule of law mission in Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören neun Polizisten an, darunter ein deutscher Polizeibeamter.


anderen Experten -

iwirt ig 1.194 Polizisten an. davon 72 Deutsche.

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zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

* Hom von Afrika: OEF ATALANTA


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(tepUm)

Der Bundesminister der Verteidigung hat den zeitlich 30.07.09 I 04 11 09 befristeten Einsatz eines deutschen Offiziers im Süden Afghanistans genehmigt. Als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ)

Kandahar

(Kandahar)

Ramstein ist der deutsche Offizier für einen Dienstposten im Regional Air Operations Coordination Center South (RAOCC-S) in Kandahar für den Zeitraum 1

v(Hn 30.07.09 bis 04.11.09 vorgesehen. |

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(Frankreich)

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29 KANDAHAR

(Italien)

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32 VARDAK

33 PAKTIKA

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