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Unterrichtung des Parlamentes

35/09

über die Auslandseinsätze der Bundeswehr

Redaktionsschluss: 26. August 2009,10:00 Uhr


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a. Politische Lage

Die Vorbereitung und die Durchführung der Wahlen in Afghanistan verliefen planmäßig. Die befürchteten schweren Gewaltakte blieben weitgehend aus. Die Wahlbeteiligung war landesweit - abhängig von der jeweiligen Bedrohungslage sehr unterschiedlich: mit hoher Wahlbeteiligung im Norden und Westen sowie geringerer Wahlbeteiligung im Süden und Osten.

Rund 6.200 Wahllokale konnten laut Independent Election Commission (IEC) tatsächlich geöffnet werden. Die Anzahl der geöffneten Wahllokale entsprach in etwa der Anzahl bei den Wahlen des Jahres 2005. Nach Aussagen der IEC waren die Wahlen insgesamt gut organisiert und vorbereitet. Seit dem 25.08.09 gibt die IEC in täglichen Pressekonferenzen Teilergebnisse der Wahlen bekannt, sobald diese konsolidiert vorliegen Allerdings haben diese Teilergebnisse noch keinen Trendcharakter. Für eine Bewertung bedarf es konsolidierter Ergebnisse, die für den frühen September angekündigt sind. (Zum Thema Wahlen siche auch Absatz 1. c

(3))


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Die Bedrohung in Afghanistan ist insgesamt erheblich 1 ln Nordafghanistan hegt sic zurzeit je nach Provinz zwischen niedrig und crhcblich.

Im übrigen stellt sic sich wie folgt dar:

Regional Command Capital Hauptstadt Kabul:

Regional Command West: Regional Command East: Regional Command South:

insgesamt mittel, insgesamt mittel, insgesamt mittel, insgesamt crhcblich bis hoch, insgesamt hoch.

Im Zeitraum vom 17.08.09 bis 23.08.09 registrierte ISAF landesweit 933 Sicherheitsvorfälle (siehe Grafik). Es handelte sich um 534 Schusswechsel und Gefechte, 131 Sprengstoffanschläge darunter zwei Selbstmordattentate in den Provinzen Kabul 2 und Paktia - sowie 266-mal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen) und zwei sonstige Vorfälle.

49 Vorfälle ereigneten sich im RC North. 23 im RC Capital, 51 im RC West, 439 im RC South und 371 im RC East.

Insgesamt sind bei den Vorfällen 14 ISAF-Soldaten gefallen 3 ; weitere 95 ISAFSoldaten wurden verwundet.

Vor den Präsidentschafts- und Provinzratswahlcn kam cs - wie erwartet - zu einer deutlich erhöhten Anzahl sicherheitsrelevanter Zwischenfälle. Die durch die Opposing Militant Forces (OMF) im Vorfeld angekündigten massiven, symbolträchtigen Angriffe blieben jedoch aus.

1

Definitionen der Bedrohungsstufen siehe Anlage 2

2

Übersichtskarte der afghanischen Provinzen siehe Anlage 2

3

Über die Vorfälle am 17.08.09 und 18 08.09 in den Provinzen Helmand (1). Paktika (1), Kandahar (neu: 2. nicht 1) und Kabul (1), bei denen ftlnf amerikanische Soldaten gefallen sind, wurde bereits in der UdP 34/09 berichtet


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933

In den frühen Morgenstunden des 19.08.09 griffen Kämpfer der OMI in der Provinz Kunduz im Distrikt Imam Sahib einen Kontrollposten der Afghan National Police (ANP) an. Sie töteten drei afghanische Polizisten und entführten fünf weitere.

Im Distrikt Nahri Sarraj der Provinz Helmand wurde am 19.08.09 ein Konvoi der Afghan National Army (ANA) mit einem behelfsmäßigen Sprengsatz (lmprovised Explosive Device / IED) angegriffen. In Folge der Explosion sind fünf afghanische Soldaten gefallen; drei weitere ANA-Angehörige wurden verwundet.

Am 19.08.09 beschossen OMF im Distrikt Ghormach (Provinz Badghis) eine Einheit der ANP mit Panzerabwehrhandwaffen (Rocket Propelled Grenades / RPG). Bei dem Angriff kamen sieben Polizisten ums Leben. Drei weitere Polizisten wurden verletzt.

Im Raum Baghlan. Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, kam cs im Laufe des

20.08.09 zu mehreren Feuergefechten zwischen afghanischen Sicherheitskräften (Afghan National Security Forces / ANSF) und OMF, unter anderem in der Nähe des


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Hauses des Distriktgouvemeurs Bei den Gefechten kam der Polizeichef des Distriktes ums Leben.

Am Abend des 20.08.09 wurde in der Provinz Farah im Distrikt Anar Dara eine Patrouille der ANA, die Wahl unterlagen transportierte, mit einem IED angegriffen.

Bei dem Anschlag sind zwei afghanische Soldaten gefallen; zwei weitere wurden

verwundet.

Im Distrikt Kunduz der gleichnamigen Provinz beschossen OMF am frühen Morgen des 21.08.09 eine Patrouille der afghanischen Armee mit Handfeuerwaffen und RPG.

Bei dem anschließenden Feuergefecht sind drei afghanische Soldaten gefallen, ein afghanischer Polizist wurde getötet; drei weitere ANA-Angehörige wurden verwundet.

Am 21.08.09 geriet eine ANSF-Patrouille im Distrikt Nahri Sarraj der Provinz Helmand in einen Hinterhalt und wurde von rund 30 Kämpfern der OMF mit Handfeuerwaffen beschossen. Dabei sind sieben Angehörige der ANSF ums Leben gekommen.

In der Provinz Baghlan im Distrikt Baghlani Jadid sind am 22.08.09 fünf afghanische Polizisten getötet wordent als eine ANP-Patrouille auf eine Mine fuhr und diese detonierte. Vier weitere Polizisten wurden schwer verletzt.

Am 25.08.09 ereignete sich im Zentrum der Provinzhauptstadt Kandahar eine schwere Detonation. Nach ersten Informationen wurde ein Tanklastwagen zur Explosion (Vehicle Borne Improvised Explosive Device / VB1ED) gebracht. Dabei kamen mindestens 45 Zivilpersonen ums Leben; bis zu 70 weitere Zivilpersonen

wurden verletzt.


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International Security Assistance Force (ISAF)

(1) Militärische Lage

Am Vormittag des 19.08.09 griffen OMF im Distrikt Spin Boldak der Provinz Kandahar eine ISAF-Patrouille an. In dem Feuergefecht sind zwei amerikanische Soldaten gefallen. Ein Angreifer wurde getötet.

Im Distrikt Saydahad (Provinz Vardak) wurde am 19.08.09 gegen eine ISAF-Patrouille ein IED-Anschlag verübt. Dabei wurden sieben amerikanische Soldaten verwundet.

Am 19.08.09 beschossen Kämpfer der OMF eine ANA-Einheit, die in der Provinz Badghis im Distrikt Ghormach in einen Hinterhalt geraten war. Die Einheit wurde von einem kroatischen Operational Mentor and Liaison Team (OMLT) begleitet. Bei dem Vorfall wurden zwei afghanische Soldaten verwundet.

Im Distnkt Sang in der Provinz Helmand ist am 20.08.09 ein britischer Soldat bei einem IED-Anschlag auf seine Patrouille gefallen. Bei dem Versuch, den Gefallenen zu bergen, lösten die Soldaten der Patrouille ein zweites IED aus. ln Folge dieser Explosion ist ein weiterer britischer Soldat gefallen; zwei britische Soldaten wurden verwundet.

Bei dem Beschuss eines ISAF-Beobachtungspostens durch OMF im Distrikt Sirkanay der Provinz Konar ist am 20.08.09 ein amerikanischer Soldat gefallen.

Am 20.08.09 wurden in der Provinz Vardak in den Distrikten Nirkh und Saydabad zwei ISAF-Patrouillen mit IED angegriffen. Dabei ist ein amerikanischer Soldat gefallen. Darüber hinaus wurden insgesamt neun weitere amerikanische Soldaten zum Teil schwer verwundet.

Im Distrikt Sangin (Provinz Helmand) ist am 20.08.09 ein britischer Soldat gefallen, als seine Patrouille mit einem IED angegriffen wurde. Zwei weitere britische Soldaten wurden verwundet.


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In der Provin/ Helmand löste ein ISAF-Konvoi am 23.08.09 im Distrikt Nad Ali

einen durch Druckplatten gesteuerten behelfsmäßigen Sprengsatz (Pressure Plate

Improxised Explosive Device / PPIED) aus. In Folge der Explosion sind zwei

estländische Soldaten gefallen: vier weitere estländische Soldaten wurden zum Teil schwer verwundet.

Am 24.08.09 wurden in der Provinz Helmand im Distrikt Nahri Sarraj nahezu zcitgleich zwei Patrouillen angegriffen. Gegen 09:50 Uhr afghanischer Ortszeit ereignete sich ein IED-Anschlag gegen eine Patrouille der ANP. Dabei kamen zwei afghanische Polizisten ums Leben: ftlnf weitere wurden verletzt. Gegen 10:00 VJhr afghanischer Ortszeit wurde eine ISAF-Patrouille zunächst von OMF mehrfach mit Handfeuerwaffen beschossen und anschließend mit einem IED angegriffen. Bei dem Anschlag wurden fiinf dänische Soldaten verwundet.

In der Provinz Kandahar sind am 25.08.09 im Distrikt Shah Wali Kot vier amerikanische Soldaten gefallen 4 , als ihre Patrouille mit einem IED angegriffen wurde und ihr Fahrzeug in Folge der Explosion in Brand geriet. Drei weitere amerikanische Soldaten wurden zum Teil schwer verwundet.

(2) Regional Command (RC) Capital / Teile Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

(3) Regional Command (RC) North / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Die Vorbereitung und Durchführung der Absicherung der Wahlen im RC North und der l insatz der ISAF-Kräfte verliefen planmäßig und ohne wesentliche Zwischenfälle (von 1.864 Wahllokalen wurden 1.794 geöffnet). Als Wahh c r Stärkung skräfte waren neben den deutschen Kräften (bis zu 600 Soldaten zusätzlich) rund 250 finnische, ungarische, schwedische, griechische und türkische Soldaten im RC North im Einsatz. Die Koordinierung zwischen den deutschen Kräften und den ANSF verlief gut und wurde durch die eingerichteten Koordinierungszentren sichergestellt.

4 Dieser Vorfall zflhlt nicht zu den in Abschnitt l.b genannten Sicherheitsvorfällen, da er außerhalb des dort

zugrunde liegenden Berichtszeitraumes liegt.


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Für die eigentliche Absicherung der Wahlen waren die ANSF zuständig. Diese wurden \on IS Al -Kräften unterstützt, unter anderem durch die Quick Reaction Force (QRF), Transportraum, sanitätsdienstliche Kräfte sowie Verbindungs- und Führungselemente. Planung, Vorbereitung und Dislozierung der ISAF-Kräfte am Wahltag sind ohne wesentliche Zwischenfälle verlaufen. Reserven kamen — wo erforderlich - zum Einsatz.

Am 20.08.09 wurde eine von einem belgischen OMLT begleitete Einheit der afghanischen Armee im Distrikt Khanabad (Provinz Kunduz) kurz nach Mitternacht von OMF in ein Feuergefecht verwickelt. Die herbeigerufene deutsche QRF unterstützte die afghanischen und belgischen Soldaten durch Gefechtsfeldbeleuchtung mit Hilfe von Mörsern.

Am 20.08.09 wurde gegen 08:30 Uhr afghanischer Ortszeit eine Patrouille der afghanischen Sicherheitskräfte (ANA und ANP), die durch ein deutsches OMLT begleitet wurde, im Distrikt Darzab der Provinz Jowzjan (rund 55 Kilometer östlich von Meymaneh) von einer unbekannten Anzahl OMF beschossen. Die Patrouille erwiderte das Feuer und verfolgte die OMF. Dabei kam es wiederholt zu Feuergefechten.

Gegen 10:20 Uhr afghanischer Ortszeit wurde ein in der Nähe befindliches Gebäude durch Angehörige des afghanischen Geheimdienstes (National Directorate of Security / NDS) - unter Absicherung durch afghanische Soldaten und Polizisten - durchsucht. Dabei wurden drei mutmaßliche Kämpfer der OMF durch den NDS fcstgenommen.

Im Nachgang zu den Wahlen wurde am 22.08.09 eine deutsche Patrouille, die afghanische Behörden beim Transport von Wahlunterlagen unterstützt hatte, in der Nähe der Ortschaft Nawabad im Distrikt Kunduz durch Aufständische angegriffen. Dabei wurde ein Fahrzeug vom Typ DINGO durch RPG-Treffer im Motorraum so schwer beschädigt, dass es aufgegeben werden musste. Soldaten

kamen dabei nicht zu Schaden.

Die Wahlunterlagen konnten im Laufe des 23.08.09 vollständig der Auswertung zugefllhrt werden.


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(4) Sachstand Einsatz AWACS zur Unterstützung ISAF

Der geplante Einsatz der ftlr ISAF vorgesehenen AWACS-Flugzeuge in der Golfregion konnte bisher nicht realisiert werden. Hintergrund sind unverändert offene V erhandlungen zu Überfluggenehmigungen. Parallel zu den laufenden Verhandlungen arbeitet die NATO mit Hochdruck an Alternativen, mit dem Ziel. NATO AWACS-Luftfahrzeuge möglichst schnell zur Unterstützung von ISAF zum Einsatz zu bringen, ln diesem Zusammenhang laufen derzeit — mit persönlichem Engagement des NATO-General sekretärs und weiterer hochrangiger NATO-Vertreter - vertrauliche Verhandlungen mit einem potenziellen Aufhahmestaat in der Golfregion. Die Bundesregierung hat sich unter anderem durch eine Demarche des Ständigen Vertreters beim NATOGencralsekretär und im NATO-Rat dafür eingesetzt, dass die Verhandlungen zur Erlangung von Stationierungs- und Überfluggenehmigungen mit höchster Priorität betrieben werden.

(5) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF

In der vergangenen Woche gab es drei Unterstützungsflüge außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 714.

Alle weiteren kurzfristigen Unterstützungsleistungen außerhalb des deutschen Verantwortungsbereiches sind in der Anlage 1 aufgeführt.

d. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Assistance Mission in

Afghanistan (UNAMA)

Keine berichtenswerten Ereignisse

2. Usbekistan

Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.


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Bedrohungslage in Kosovo

I),e Bedrohung ist zurzeit insgesamt als niedrig, for den Norden Kosovos jedoch als mittel eingestuft.

h. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR)

(1) KFOR

Bereits am 05.08.09 hat der Nordatlantikrat SHAPE mit der Erarbeitung der Revision 3 des OPLAN 10501 beauftragt, der die gegenwärtige Situation auf dem Balkan besser reflektieren und die künftige Rolle und Ausgestaltung von KFOR, insbesondere ftir das nächste Einsat/profil ..Deterrcnt Prcsence“, beschreiben soll. Die erste Stufe innerhalb dieses Profils soll bis Ende Januar 2010 eingenommen sein. Dies bedeutet ftir KFOR die Reduzierung des Personalumfangs v on derzeit etwa 13.000 auf dann maximal 10.000 Soldatinnen und Soldaten. Darüber hinaus werden die Multinationalen Task Forces verschlankt und in Multinationale Battlegroups umgexs andelt.

Insgesamt sollen die NATO-Kräfte im Kosovo innerhalb des Einsatzproftls ..Deterrent Presence“ in drei Stufen lageabhängig reduziert werden. Die Einnahme jeder einzelnen Stufe ist durch den Nordatlantikrat zu billigen.

Am 08.09.09 wird Generalleutnant Markus Bentlcr sein Amt als Commander KFOR von seinem italienischen Vorgänger, Generalleutnant Guiseppe Gay, übernehmen. Im Vorgriff auf diese Übernahme hat am 20.08.09 der künftige Chef de Cabinet, Brigadcgeneral Andreas Berg, bereits mit einem kleinen Team

in das Einsatzland verlegt.

(2) Multinational Task Force (MNTF) South / Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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• 11 -

4L S2SJ

a. Bedrohungslege

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

H. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR)

(1) EUFOR und NATO HQ Sarajevo

Keine berichtenswerten Ereignisse

(2) Deutsches Einsatzkontingent (EinsKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse

5. Georgien

Bedrohungslage

Die Bedrohung in Georgien wird mit niedrig, die Bedrohung ftlr die verbleibenden UNOMIG-Angehörigen im ehemaligen Mandatsgebiet UNOMIG mit mittel bewertet.

b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land ist zurzeit insgesamt als mittel, in den Provinzen Orientale Nord-Kivu und Süd-Kivu derzeit als erheblich eingestuft.

Sicherheitssektorrefo rin

Mission

EU

der

zur

b. Beteiligung der Bundeswehr an

(EUSEC)

Keine berichtenswerten Ereignisse


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1. sst ■■

a. Bedrohungslege

Die Bähung im Land ,st zwzei, min«,, im Darfur und im SOd-Sudan de^it als erheblich eingestuft.

h. Beteiligung dar Bundeswehr an dar United Nation, Mission i» Sudan (UNMIS) Keine berichtcnswertcn Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations / African Union Mission in Darfur (UNAMID)

Keine berichtenswerten Ereignisse

Horn v on Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Bedrohungslage

In Djibuti und im Golf von Aden ist die Bedrohung zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation ENDURING FREEDOM (OEF)

Keine berichtenswerten Ereignisse

c. Beteiligung der Bundeswehr an der Operation der Europäischen Union zur Bekämpfung der Piraterie: Operation EU NAVFOR ATALANTA

Am 17.08.09 ist die belgische Fregatte LOUISE-MARIE in Richtung Golf von Aden ausgelaufen. Dort wird das Schiff an der Operation EU NAVFOR ATALANTA teilnehmen. Mit der Fregatte LOUISE-MARIE nimmt erstmalig eine belgische Fregatte an der Operation ATALANTA teil.

Ebenfalls seit dem 17.08.09 beteiligt sich - auch zum ersten Mal - Norwegen als Nicht-EU-Mitgliedstaat mit einer Fregatte an ATALANTA. Gemäß Artikel 10 der


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Gemeinsamen

Drittstaaten

** zu gleichen Rcch.en und Pflichten . dieser Oper aion ^

v — —« w«i mcucrianaischen Force

Commander EU NAVFOR ATALANTA den Auftrag, ein der Piraterie verdächtiges

Skift im (mit von Aden zu stoppen und zu überprüfen. Die Fregatte BREMEN nahm Kurs auf die angegebene Position und setzte einen ihrer Bordhubschrauber ein. Die Besatzung des Hubschraubers entdeckte das verdächtige Skiff und stoppte es. Nach Eintreffen der F regatte setzte ein Boardingteam auf das Skiff über. Im Rahmen der Beweisaufnahme wurden dort vier Handfeuerwaffen, ein Handstück für eine Panzerabwehrhandwaffe, ftlnf Sprengkörper für Panzerabwehrhandwaffen, mehrere Rollen Sprengstoff, eine Handgranate sowie mehrere Leitern und Dragger (Enterhaken) sichergestellt. Nach der Beweissichcrung wurden die Sprengkörper fü Panzerabwehrhandw affen, der Sprengstoff und die Handgranate über Bord geworfen Den sechs Insassen des Skiffs konnte kein konkreter Pirateriefall zur Last gele^ werden; sie wurden daher auf Weisung des EU Force Commanders mit ihrem Ski gemäß den gültigen Verfahrensregeln (Rules of Engagement ROE) tür 1

Während des gesamten Vorfalls wurden

Waffen eingesetzt.

Mittclmeer

a. Bedrohungslage

Die Bedrohung ist zurzeit als niedrig eingestuft.

b. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen den internationalen Terrorismus: Operation ACTIVE ENDEAVOUR (OAE) Die Fregatte SCHLESWIG-HOLSTEIN unterstützte im Rahmen des Transits in das Einsatzgebiet UNIFIL während der Mittelmeerpassage in der Zeit vom 21.08.09 bisl 27.08.09 die Operation ACTIVE ENDEAVOUR.


DIENSTGEBRAUCH

und im Süden Ubanons ist zurz< ,,, ^ ^ ^ ^

e. Bedrohungslage

Die Bedrohung im Land Area of Maritime Opera!

>oru (AMO) «h niedrig eingeauft.

♦ ±I»er»«ironaie l*r ? a n isatlonen / Aktivitäten Vereinte Nationen (VN) / Europäische Union (EU)

l nited Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) und Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo: European Union rule of law mbsion in Kosovo (EULEX KOSOVO)

Internationale Polizeitruppe

Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten internationalen Polizeitruppe im Rahmen der UNMIK gehören neun Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst einen Beamten.

EULEX gehören neben anderen Experten gegenwärtig 1.221 Polizisten an, davon 73

LufttransporteinsStze und Oberwachungsflttge mit Seefernaufklärern zur Unterstützung der Einsatzkontingente im Berichtszeitraum

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• davon PRT Kunduz: 653 Soldaten. PRT Feyzabad: 459 Soldaten, PAT Taloqan: 42 Soldaten. FSB Mazar-e Sharif: 2.659 Soldaten (inkl. 177 Soldaten des RC North), Kabul: 203 Soldaten und Strategischer Lufttransportstützpunkt / UZB: 105 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan.

** Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages ''Strategischer Verwundetentransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten sowie den Angehörigen der einsatzgleichen Mission EUSEC (Demokratische Republik Kongo; Stärke: 3) und den im Mittelmeer an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour / OAE) beteiligten 234 Soldaten sind insgesamt 7.484 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandsemsätzen

eingesetzt.


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nterstützungsl

Einsatz- Einsatzbeginn Ende Bemerkungen

Einsatz-

Ort

gebilligte Anzahl Soldatinnen Z Soldaten

(geplant)

Der Bundesminister der Verteidigung hat den zeitlich l 14.07.09 befristeten Einsatz eines deutschen Offiziers in Tarin I Kowt (Oruzgan) genehmigt. Der Offizier ist im Stabl der niederländischen 11. Air Assault Brigade 1 eingesetzt, die bis voraussichtlich Februar 2010 in der 1 südafghanischen Provinz im Einsatz ist. 1

Tarin Kowt (Oruzgan)

Der Bundesminister der Verteidigung hat den zeitlich 30.07.09 befristeten Einsatz eines deutschen Offiziers im Süden Afghanistans genehmigt. Als Angehöriger des Allied Air Component Command Headquarters (AACC HQ)

Kandahar

(Kandahar)

Ramstein ist der deutsche Offizier für einen Dienstposten im Regional Air Operations Coordination Center South (RAOCC-S) in Kandahar ftlr den Zeitraum vom 30.07.09 bis 04.11.09 vorgesehen.

Bagram


VS - MUR FÜR DEND,KNSrOBB*AUC

22 PAKTIA

23 LOWOAR

26 BAMIAN

26 ORUZGAN

27 HELMAND 21 NIMRUZ

21 KANDAHAR

30 ZABOL

31 GHAZNI

32 VARDAK

33 PAKTIKA

34 DAYKONDI

RC CAPITAL (Frankreich)

RC WEST (Italien)

wie international mit gleichen Begriffen und Definitionen zu arbeiten, werden

NIEDRIG . hin Staat. Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und/oder die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Obwohl die pundsltidiche Möglichkeit besteht, liegen keine konkreten Anzeichen ftlr bevorstehende

Angriffe vor.

MITTEL Ein SM, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Allgemeine, nicht spezifizierte Anzeichen deuten auf möglicherweise bevorstehende Angriffe hin.

ERHEBLICH : Ein Staat, Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die .Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Mit Angriffen wird in naher Zukunft gerechnet. Erkenntnisse zu konkreten Angriffszielen und -Zeiträumen liegen nicht vor.

HOCH : Ein StaaL Organisation oder Gruppe verfügt über die Fähigkeit und die Absicht, deutsche Streitkräfte und/oder verbündete Streitkräfte anzugreifen. Angriffe gegen konkrete und spezifizierte Angriffsziele in definierten Angriffsräumen sind in einem bestimmten Zeitraum zu erwarten.