Schule ohne Selektion

Ich beantrage folgenden Passus im Abschnitt 10.2 des Grundsatzprogramms einzufügen: „Langfristig ist unser Ziel, die Bewertung von Schülern aus den Schulen herauszulösen und in eine Prüfungskommission zu verlegen. Bei der Prüfungskommission sollen Schüler verpflichtende Reifeprüfungen und nur in der Grundstufe verpflichtenden Fachprüfungen ablegen können, ohne Beschränkungen durch Alter und Schulzugehörigkeit und so oft, wie man antreten möchte. Damit verbunden ist die Autonomie von Schulen, die sich absolut auf die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten konzentrieren können, ohne Schüler sortieren zu müssen.“ Begründung: Lehrer sollen schülerzentriert unterrichten und sich dafür einsetzen, dass jeder Schüler weiterkommt. Ein Sortiermechanismus, der auch noch dazu führt, dass Schüler ganze Jahre verlieren, ist dafür denkbar ungeeignet. Würde Lehrern die Selektion ihrer Schüler abgenommen, würden sie einerseits nicht auf Noten ihre Autorität gründen können – was immer eine Scheinautorität ist -, und andererseits könnten sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren. Daneben würde Schülern ihr eigenes Tempo zugestanden. Warum soll man nicht das Abitur mit 15 ablegen, oder mit24? Schüler könnten sich mit vertieften Fachprüfungen für ein Gebiet besonders qualifizieren und schon für Ausbildung und Studium vorarbeiten, brauchen eine gewisse Anzahl an Grundfachprüfungen, um sich für die Reifeprüfungen zu qualifizieren, die hauptsächlich Fähigkeiten abprüfen sollen, und kein Wissen. Für die Schüler wären die Unterrichtsziele viel transparenter. Sie würden ja immer auf gewissen Prüfungen hinarbeiten, für die sie sich selbst entschieden hätten. Dazu könnten Schulen in freien Wettbewerb gehen, wenn man das möchte – bin da selbst ein bisschen unentschlossen.

Hab die Idee mal vor zwei Jahren gebloggt, da ist das noch genauer erklärt, bin mir aber über die wettbewerbsorientierung nicht mehr so sicher :) : http://hollarius.wordpress.com/2009/12/20/idee-ein-neues-wettbewerbsorientiertes-schulsystem/