Benutzer:Zuse/volkswirtschaftlichesEinkommen
DIES IST NOCH KEINE POLITISCHE AUSSAGE DER PIRATENPARTEI SONDER MEINE EIGENE MEINUNG
Ich freue mich über konstruktive Anregungen und Gespräche. Bitte nutzt auch die Diskussionsseite und nicht nur Twitter ;)
Sozialstaat und Wirtschaft
Im Gegensatz zu der fest verwogenen Ansicht mancher Parteien stehen sich Sozialstaat und Wirtschaft nicht konträr gegenüber. Sie sind eine fest verwobene Einheit und müssen auch als diese angesehen werden. Wirtschaft und Sozialstaat müssen sich gegenseitig sinnvoll austarieren und nicht gegenseitig ausspielen. Das Primat liegt auf der Wirtschaft. Wir leben in einem freien Markt. Wenn man die Wirtschaft vernachlässigt, verliert man wichtige Aufträge, Betriebe, erneut Arbeitsplätze und möglicherweise Fachkräfte. Täglich werden auf den Börsen Milliarden bis Billionen von Geldern zwischen verschiedenen Firmen und Märkten transferiert. Dieser Kapitalmarkt reagiert sehr sensibel auf Verzerrungen im Verhältnis zwischen Wirtschaft und Sozialem. Jeder kann in Europa mit seinem Personalausweis in ein anderes Land gehen und beginnen dort zu leben und zu arbeiten. Diese Freiheit ist wichtig, um die Selbstbestimmung des Einzelnen zu gewährleisten. Dazu gehört auch, dass er sich aussuchen darf, wo er leben und arbeiten möchte. Mit gewissen Einschränkungen gilt dies auch außerhalb der EU. Das Interesse Deutschlands sollte darin liegen, sich selbst so interessant zu gestalten, dass Firmen und qualifizierte Arbeitskräfte beschließen in Deutschland zu bleiben oder dort hinzugehen. Damit Deutschland seine Stellung in der Wirtschaft behalten kann aber auch den Sozialsaat nicht vergisst muss das volkswirtschaftliche Einkommen maximiert werden. Dieses volkswirtschaftliche Einkommen wird dann zwischen Wirtschaft und Sozialleistungen verteilt. Umso höher die Erwirtschaftung ist, desto mehr kann verteilt werden. Daher muss die Wirtschaft gefördert werden um ein hohes volkswirtschaftliches Einkommen zu erzielen. Die Wirtschaft hat Interesse an einem entwickelten Sozialstaat. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe, die hier aufzulisten den Rahmen sprengen würde (Altenpflege, betriebliche Sozialleistungen, … ). Das Verhältnis von Wirtschaft und Sozialem muss zuerst aus Sicht der Wirtschaft optimiert werden. Anschließend ist eine politische Korrektur zugunsten des Sozialstaates nötig. Aus rein wirtschaftlicher Sicht werden bestimmte soziale Komponenten (langfristige Entwicklungen, menschliche Grundrechte) nicht ausreichend berücksichtigt oder anders betrachtet. Dabei handelt es sich um eine relativ geringfügige Korrektur die das Primat der Wirtschaft nicht in Frage stellt. Ein volkswirtschaftlichen Einkommen, das geringfügig unter dem Optimum liegt, wird zugunsten des langfristigen sozialen und moralischen Friedens akzeptiert.
Arbeitskräfte und Arbeitszeiten
Die einzige Möglichkeit Arbeitslosigkeit zu besiegen, ist zu arbeiten. Dafür müssen Arbeitsplätze geschaffen werden, indem ein Bedarf für die Ergebnisse dieser Arbeit geschaffen wird. Je mehr Arbeit geleistet wird, desto mehr Finanzmittel fließen in das volkswirtschaftliche Einkommen, desto mehr Bedarf ist finanzierbar und desto mehr Arbeitsplätze können finanziert werden. Arbeitszeiten zu verkürzen um mehr Arbeitsplätze zu schaffen zielt in die verkehrte Richtung ab. Gesamt gesehen bleibt die gleistete Arbeit gleich und damit gibt es nicht mehr Finanzmittel für zusätzliche Arbeit. Der Lebensstandard der Erwerbstätigen sinkt dagegen mit den oben beschrieben negativen Folgen.
Weg zur Vollbeschäftigung
Wir haben in Deutschland je nach Angaben und Situationen 3-5 Millionen Menschen, die nicht in der Lage sind, ihr Einkommen selbst zu erbringen. Sei es, dass sie keine Arbeit finden, einfach nicht wollen oder dass es andere Gründen gibt. Auf der anderen Seite haben wir je nach Quelle etwa 700.000 bis zwei Millionen unbesetzte hochqualifizierte freie Stellen. Das Problem der unbesetzten qualifizierten Stellen lässt sich nur auf zwei Wegen lösen. Der grundlegende Punkt für einen gesunden Staat ist deutlich bessere Bildung. Das bedeutet nicht, immer wieder neue Schulsysteme auszutesten, sondern der Bildung einen wesentlich höheren finanziellen und personellen Stellenwert zuzusprechen. Im Zusammenspiel dazu kommen, wenn erforderlich, politische Druckmittel. Außerdem müssen hochqualifizierte ausländische Fachkräfte angeworben werden. Diese Lücke in der Wirtschaft muss geschlossen werden. Wenn die Firmen auch in der Perspektive passende Arbeitskräfte in Deutschland bekommen werden, werden sie auch in eine Weiterentwicklung in Deutschland investieren. Es ist die Pflicht einen Sozialstaates für Jeden ein menschenwürdiges Grundeinkommen zu sichern. Andererseits hat der Staat die Pflicht, sorgfältig und gerecht mit den Mitteln umzugehen, die ihm von den Steuernzahlern zur Verfügung gestellt werden. Ein gesichertes Grundeinkommen ist daher gegen geleistete Arbeit zu befürworten. Es muss Tausend-Euro-Jobs statt Ein-Euro-Jobs geben!
Zusammenfasseung
Ab hier möchte ich euch bitte mitzuarbeiten.
Vorteile:
- Moralvorstellung in der Gesellschaft, dass es Bezahlung nur gegen Arbeit gibt und nicht gegen Existenz wird unterstützt (?)
- Jeder kann von seinem eigenst erwirtschafteten Einkommen leben. Das hat eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft aber auch auf das Individuum, da sein Selbstbewusstsein gestärkt wird und er die Sicherheit hat, dass sein Geld ihm gehört
- automatische Festlegung eines Mindeslohns
- Schwarzarbeit wird erschwert
- Arbeit und Bezahlung erfolgt mit minimalen bürokratischen Aufwand und minimalen Datenaufkommen
- Sozialbetrug ist ausgeschlossen
- ohne Arbeitsgenehmigung gibt es auch keine Arbeit
Nachteile:
- zu Beginn Finanzierungslücke
- es kann zu Konkurrentsituationen zur freien Wirtschaft entstehen
Probleme:
- gesellschaftlich nützliche Leistungen müssen neu gewertet werden (Kindererziehung u.ä.)
- Arbeitslosengeld I muss neu überdacht und strukturiert werden. (gestaffelt höhen, länger zahlen)
- wie sinnvoll Arbeit für Vollbeschäftigung schaffen? zurzeit Wegwerfgesellschaft und nicht jeder besitzt die Fähigkeit, geistig zu arbeiten
- Warum Vollbeschaeftigung erzwingen, wenn gar keine entsprechende Arbeit noetig ist?
- evtl. Preissteigerung von Produkten, wenn Mindestlohn vorhanden ist
- Betrieb kann weniger Leute einstellen, wenn diese hoeher verguetet werden muessen
- Wenn staatlich finanziert: Woher soll das Geld kommen? Kuerzungen an anderen Stellen?
Beispiele für staatliche Jobs: Bitte beachtet, dass hiermit Hilfarbeit gemeint ist, die nicht erweblich ist!
- Straßenreinigung, Grünflächenpflege u.ä.
- Sozial- und Pflegebereich (momentan noch Zivildienst)
- Künstlerische Arbeit (z.B. im Stadttheater)
- opensource Softwareentwicklung