Benutzer:Sehriehn/Kandidatur

Kandidaturtext

Zur Kandidatur

Ich wurde hier vorgeschlagen. Ob ich antrete und für welche Listenplätze ich dies dann tue entscheide ich erst vor Ort - je nach Kandidatenlage; und evtl. abhängig vom Wahlsystem. Eventuell kandidiere ich dann für die Plätze 3 bis 5 oder 6 (die aussichtsreichen Plätze, wenn wir 5% schaffen), eventuell aber auch "nur" als "Auffüller"/Nachrücker.
Zwei Dinge stehen fest: Wenn ich für die Plätze 3 bis 5/6 kandidiere, dann auch auf jeden Fall für die Auffüllerplätze (vorausgesetzt natürlich, dass ich nicht auf die vorderen Plätze gewählt werde). Lediglich eine Kandidatur für die ersten beiden Plätze kann ich unabhängig davon auf jeden Fall schon ausschließen.

Inhalt

Ich komme aus der Geographie. Entsprechend gucke ich auch auf die Welt und sehe entsprechende räumliche und soziale Strukturen, oder ich sehe deren Abwesenheit. Das hat natürlich auch Einfluss auf mein politisches Denken. Insbesondere spiegelt sich dies im Bereich Grundversorgung wieder. Diese muss so wohnortnah wie irgendwie möglich vorgehalten werden. Wirtschaftliche Gesichtspunkte sind dabei zwar zu beachten, wenn sie aber ein Hinderungsgrund für Ansiedlungen sind muss Abhilfe geschaffen werden.
Ich sehe als Hinderungsgrund momentan viele landespolitische Aspekte: Wir haben mit Nürburgring, Schlosshotel Bad Bergzabern, Flughafen Hahn und Flughafen Zweibrücken gleich vier Großprojekte der Landesregierung, die viel Geld kosteten und noch immer kosten. Die Vorwürfe gehen dabei von Dummheit und übermäßigen Ambitionen über politische Kompromissprojekte ("Du bekommst was im Wahlkreis, also will ich auch was") bis hin zu Vetternwirtschaft. Diese Geld fehlt natürlich an anderen Stellen der Politik - insbesondere bei wohnortnahen, dezentralen Projekten. Wir brauchen keinen Nürburgring-Freizeitpark, den man nur wegen einer niemals fahrenden Achterbahn kennt - wir brauchen Förderung in den kleinen Dörfern, in denen sonst bald das Licht ausgeht, weil die Jungen abwandern und die alten wegsterben. Und wer Abwanderung in die Städte bremst nimmt gleichzeitig ein wenig Druck aus dem Kessel bei den immer weiter steigenden Mietpreisen.
Daher brauchen wir zum mehr Projekte in unverstädterten Gebieten. Einerseits Dorfsanierung und -erneuerung, andererseits aber auch Förderung von Tourismus, und natürlich Ausbau der wirtschaftlichen Leistungsfähgikeit. Dazu zählt insbesondere die Schaffung eines Netzes mit echtem Breitband. Vom Wohnort aus muss gleichzeitig der Zugriff auf den Server im Bürogebäude eines Unternehmens und eine Videokonferenz möglich sein. Wenn das aber alle wollen bricht das geplante Breitband-Netz zusammen. Und nebenbei: Wir brauchen kaum neue Straßen. Wir brauchen vor allem einen leistungsfähigen und attraktiven ÖPNV, sowie ein an die Nachfrage und Verkehrsflüsse angepasstes Verkehrsnetz. Daher heißt die Marschroute bei mir: Projekte für wohnortnahe Versorgung statt unsinniger Großprojekte!