Benutzer:Nowrap/Sichtweise Liste-MKK

Ahoi!
Ich möchte an dieser Stelle meine Sicht der Dinge schildern.

Wenn man in mir nur ein Mitglied des Landesvorstandes sieht, kann man die genannten Beweggründe sicherlich nachvollziehen. Ich teile sie jedoch nicht und bedauere auch die daraus gezogenen Konsequenzen.

Ich sehe mich immer als Pirat und nur sehr nachrangig als Mitglied des Landesvorstandes. Diese Rolle nehme ich wahr in der Kommunikation des LV nach Außen, in den Landestelcos, in Pressemitteilungen, nach Einladung oder bei geschäftlichen Anliegen des LV mit anderen Gliederungen.

Als Besucher von Stammtischen, als Helfer an Infoständen oder beim Einsatz für die Kreisliste des MKK bin ich Pirat.

Für Dienstag (18.01.) war nach längerem Hin-und-Her endlich die Einreichung der Liste geplant. René hatte sich extra Urlaub genommen, um die restlichen Beglaubigungen zu erledigen. Ich habe dabei geholfen. Das Beglaubigen hat soweit auch funktioniert. Leider hat die Niederschrift gefehlt und das Einreichen wurde somit verschoben.

Danach gab es noch etwas Verwirrung über das Vorhandensein von den 4 Unterschriften auf der Niederschrift. Bis sich dann zum Glück aufklärte, dass dieses Blatt mit den Unterschriften vorhanden ist. Es fehlte uns aber noch der Wahlvorschlag als Dokument inkl. der Unterschriften der ersten beiden Vertrauenspersonen, wie das Wahlamt bei der Frage nach Öffnungszeiten uns mitteilte.

Dies wurde dann am Mittwoch (19.01.) erledigt und der Wahlvorschlag eingereicht. Allerdings ungültig, da das angesprochene Blatt der Niederschrift mit den 4 Unterschriften dann doch fehlte. Hinzu kamen mehrere fehlende Angaben und Formulare der Kandidaten.

Heilen konnten wir dies am Donnerstag (20.01.) rechtzeitig vor der Abgabe-Frist. Allerdings fehlten immer noch Daten und Formulare. Fehlerhafte oder unvollständige Kandidaten werden vom Wahlausschuss gestrichen. Was uns nicht die vollständige Stimmzahl beim Listenkreuz bringen würde.

An diesen 3 Tagen gab es eine Reihe von Telefonaten deren einzelne Wortlaute ich nicht mehr parat habe. Mein Resümee war aber, dass sich der Kreisvorstand um die paar restlichen offenen Punkte kümmern wird. Sollten da Konkreteres gesagt worden sein, so habe ich mir dies anscheinend nicht gemerkt. Was auch ein Grund ist, warum ich Mailinglisten-Mails als Gedankenstütze bevorzuge.

Der Ablauf unsere Listen-Einreichung zeigt, dass wir alle fehlbar sind. Wir reichen Listen ja auch nicht jeden Tag ein. Dies war auch der Grund, warum ich die ganze Zeit über für einen möglichst frühen Abgabetermin war, um einfach die formalen Fehler heilen zu können und nicht schon am Papierkrieg zu scheitern.

Allerdings kamen vom Kreisvorstand danach keinerlei weiteren Informationen über die ML. Deswegen habe ich ab Samstag (22.01.) angefangen täglich nachzufragen, wie ich es immer tue. War beim Bedarf der Plakatierung etc. nicht anders. Zumal auch die Frist vom Wahlamt immer näher kam und wir erst bei 24 vollständigen Kandidaten waren.

Am Sonntag (23.01.) kam auf erneute Nachfrage endlich eine Reaktion. Diese wurde dann aber auch nicht weiter fortgeführt, ob sich jemand um die weiteren fehlenden Kandidaten bemüht.

Ist es an dieser Stelle zu viel verlangt, dass ein kurzes Statement kommt was noch fehlt, wer sich kümmert oder ob noch Hilfe gebraucht wird, wenn z.b. einer der Kandidaten unbekannt ist? Gerade wenn es eine Kommunikation innerhalb des Vorstandes gab, wäre eine Mail auf die ML eine einfache Sache gewesen.

Diese passive Herangehensweise, zu warten bis die Sachen evt. von alleine kommen und dann nach der Abgabe darüber zu berichten, was noch fehlt, halte ich halt einfach für gefährlich. Mit mehr Zeit, kann der eine oder andere eben aushelfen, falls es irgendwo eng wird oder doch noch irgendetwas unvorhergesehenes passiert. Wir machen dies alle schließlich auch nur ehrenamtlich in der Zeit, die uns zur Verfügung steht.

Das hat in meinen Augen auch nichts mit der Glaubwürdigkeit einzelner Piraten zu tun. An der Glaubwürdigkeit zweifle ich nicht.

Es hat aber meine Erfahrung der letzten 2 Jahre gezeigt, dass die generelle Zuverlässigkeit der Piraten nicht immer punktgenau gegeben ist. Da ist Nachfragen, gerade im Hinblick auf nicht verhandelbare externe Deadlines, eben besser, als auf das Prinzip Hoffnung zu setzen. Wenn wir intern etwas ungenau mit Deadlines umgehen, ist es meist nicht so dramatisch, wie an der Kommunalwahl nicht teilnehmen zu dürfen.

Betrachtet man es pessimistisch, so kann es sicherlich Misstrauen nennen. Betrachtet man es optimistisch, ist es eher ein vorsorgliches Bemühen.

Die Passivität und spärliche Kommunikation des Vorstandes gilt für das Gremium als Ganzes und nicht einzelnen Amtsträgern. Ich sehe auch nicht den Vorsitzenden alleine in der Verantwortung, sich um alles zu kümmern, was in der Vergangenheit leider zu oft auch der Fall schon war. An dieser Stelle wurde die allgemeine Kritik leider persönlich aufgefasst.

Das wurde von mir weder so gesagt noch so gemeint. Ich habe auch keinerlei persönlichen Differenzen mit irgendeinem Mitglied des Vorstandes. Aber ich sehe den Vorstand als Gremium in der Verantwortung sich um die Einreichung der Liste, Einholen der Plakatierungsgenehmigungen und andere formaler Dinge federführend zu kümmern. Dies ist unabhängig davon, ob es persönlich ausgeführt wird oder eben Mitglieder aushelfen. Das wichtigste dabei ist aber die Kommunikation.

Diese stellt Transparenz her und schafft erst den Gedanken der Mitmachpartei. Alleine macht man Fehler, dies ist nur menschlich, wir sind eben keine Verwaltungsautomaten. Eine kurze Mail über Stand der Wahlliste und die konkreten nächsten Schritte wirkt Wunder und kann dazu beitragen Fehler zu vermeiden oder eben auch einfach nur Hilfe zu bekommen. Ich bin der letzte der diese nicht anbietet, siehe Fahrerei für die MKK-Liste, UU-Sammeln in der Bergstrasse oder in Mainz.

Zum Thema Kommunikation passt auch der Bezug zum IRC. Ja, ich war etwas angefressen und verwende IRC (und hin und wieder auch Twitter) gerne mal, um meinem Ärger Luft zu machen. Gerade wenn wiedermal über allen möglichen Kram diskutiert wird, aber die eigentlichen Hausaufgaben nicht gemacht werden. Was bei den Piraten leider zu oft vorkommt, wenn es mal wichtig wird.

Die ganze Arbeit und das Frieren bei teilweise -7 Grad aller UU-Sammler schien bedroht. Da wähle ich auch schon mal drastische Worte. Allerdings war mit OM sicherlich kein PAV gemeint, sonst hätte ich PAV geschrieben. Ein Smiley hätte dem Satz sicherlich gut getan. "The medium is the message" - Äußerungen auf IRC sollte man sowieso nicht auf die Goldwaage legen.

Es scheint einfach mal wieder 2 verschiedene Arbeits- und Kommunikationsweisen und -welten aufeinander getroffen zu sein, die zu einer unglücklichen Verkettung von Annahmen und Entscheidungen geworden ist.

Mir tut es auf jeden Fall sehr Leid, dass meine allgemeine Kritik als Pirat am Gremium in diesem Falle als persönliche und verletzende Kritik aufgefasst wurde.

Anzumerken bleibt mir nur, dass bis auf die Telefonate rund um die Abgabe, die Mails auf der Mailingliste und der paar Sätze im IRC keinerlei persönliche Kritik oder gar Anfeindung statt gefunden haben.

Ferne ging es auch nur um den Task, die Liste möglichst verlustfrei eingereicht zu bekommen. Somit kann auch keine Rede davon sein, dass ein Kreisvorstand vom Landesvorstand auf Linie getrimmt werden solle. Welche Linie sollte dies denn auch sein und welches Interesse sollte der Landesvorstand überhaupt daran haben? Ich denke wir sind alle froh, dass wir autarke Strukturen haben, was ich auch schon an vielen anderen Stellen immer wieder betont habe.

Mein Bemühen um die Liste als Pirat ist halt missverstanden worden und/oder von mir missverständlich vorgetragen worden. Aus Kritik am federführenden Gremium wurde eine persönliche. Dies gilt es in Zukunft zu vermeiden.

Grüsse
.ralf